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	<title>ACTIVITIES Archive - thebigstep.ch</title>
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	<description>Der Reiseblog eines Weltenbummlers</description>
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		<title>CEBU &#038; NEGROS &#8211; MEHR TAUCHEN, WENIGER ALKOHOL UND GEILES GEBÄCK!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2020 12:27:10 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/cebu-negros-mehr-tauchen-weniger-alkohol-und-geiles-gebaeck/">CEBU &#038; NEGROS &#8211; MEHR TAUCHEN, WENIGER ALKOHOL UND GEILES GEBÄCK!</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Semi Comeback</h2>



<p>Liebe Leser*innen</p>



<p>Nachdem ich einen Zwischenstopp in Australien eingelegt habe &#8211; ja, endlich wieder vereint mit meiner Denise – befinde ich mich aktuell wieder in Europa. Genaugenommen in der Schweiz. Nach dem schweren Verlust meines Vaters distanzierte ich mich vorübergehend vom Schreiben.<br />In letzter Zeit erhielt ich vermehrt Anfragen bezüglich neuer BlogPosts und den nächsten geplanten Schritten. Es ist also an der Zeit für ein Update. Die Welt steht Kopf und das Reisen still. Für mich ein Grund und der Einstieg wieder vermehrt zu schreiben. Über meine ereignisreichen Erfahrungen in den Philippinen folgt hiermit, nach einer langen Pause, ein erster Beitrag.</p>



<p>Danke für das Verständnis und die anhaltende Neugier an meinen Geschichten.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Die Philippinen</h2>



<p>In den Philippinen sollte ich sowohl Weihnachten, als auch Silvester verbringen. Ich hatte einige Tauchgänge geplant, war auf die Essenskultur gespannt und sehnte mich nach dem Surfen. Die Philippinen hatten starken spanischen Einfluss, was sich in der Kultur, der Religion, dem Essen und der Sprache widerspiegelte. Ich war gespannt und wortwörtlich hungrig. Let’s get started.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Ein Ziel definieren</h3>



<p>Die Philippinen zu bereisen ist ähnlich anstrengend wie Indonesien. Die Inseln sind weit gestreut, was mit langen Anreisen verbunden ist. Sehr grob kann man die Philippinen reisetechnisch in drei Regionen unterteilen. Da wäre der Norden &amp; Westen, die goldene Mitte und der Südosten. Der Norden &amp; Westen besteht aus Manilla, Boracay und Palawan mit dem Hotspot El Nido. Alles Destinationen, welche unter Pauschaltouristen bekannt sind und deshalb für mich eher uninteressant. Mir war aktuell nicht nach Party, Pauschaltourismus, Resorts und überteuerte Touristenattraktionen.<br />Der Südosten, konkret die Insel Davao, sei anscheinend für Touristen aktuell zu gefährlich. Dies wurde mir von mehreren Einheimischen bestätigt. Ich gehe gerne auf Erkundungstour, dennoch will ich nicht mein Leben dafür riskieren. Übrig bleibt die goldene Mitte . Cebu, die Hauptinsel in der Gegend, wird von einigen wahren schmucken Inseln umgeben. Mein Reiseradius war definiert. </p>



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<h2 class="wp-block-heading">Cebu City</h2>



<p>Cebu, eine Grossstadt auf der gleichnamigen Insel, war für mich das Eingangstor zu den Philippinen. Die Stadt war, wie viele andere Grossstädte in Südostasien, unschön. Um zwei Uhr morgens hiess es: Touchdown Cebu. Nach einem turbulenten Flug wollte ich noch am selben Tag nach Malapascua gelangen. Am Flughafen wartete eine lange Warteschlange bei der Einreisekontrolle auf mich. Geschlagene vier Stunden später bestieg ich den Transferbus, welcher mich zum Hauptbus-Bahnhof fuhr. Schaurige Gesichter in der frühen Morgenstunde. Bei einem kleinen Kiosk besorgte ich mir eine philippinische SIM-Karte. Nun den Bus suchen, der mich nach Maya bringen würde. Nach einem netten Willkommens-Schwatz mit dem Fahrer, machte ich es mir im Bus gemütlich, kaufte ein Ticket und setze die Kopfhörer auf. Die Fahrt dauerte sechs Stunden. Im Hafendorf Maya angekommen, charterte ich mit einigen anderen Touristen und Einheimischen ein Fischerboot, welches uns nach Malapascua brachte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Malapascua</h2>



<p>Eine wunderschöne Insel. Noch nicht mit Urlaubern überflutet jedoch bereits für den Tourismus ausgebaut. Malapascua war für seine schönen Tauchplätze bekannt. Der Fuchs-Hai war hier der Superstar. Im Hostel eingecheckt, klapperte ich diverse Tauchschulen ab. Ziel war die Beförderung meines Tauchbrevets zum Advances-Open-Water. Dieses war erforderlich, um die Fuchs-Haie auf einer Tiefe von gut 30m zu bestaunen.</p>



<p>Ich hatte mich rasch für eine Tauchschule entschieden. Nachdem ich fünf Tauchgänge innert 27 Stunden absolvierte, war es fast vollbracht. Mit der abschliessenden schriftlichen Prüfung gratulierte mir Jay, mein Tauchinstruktor, zum erfolgreichen Abschluss. Advanced-Open-Water, come on! Während meines zweitletzten Tauchgangs hatte ich tatsächlich Fuchs-Haie gesichtet, was die ganze Geschichte perfekt abrundete.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Erkunden</h3>



<p>Jay verriet mir zwei wunderschöne und einsame Strände auf der anderen Seite der Insel. An meinem zweitletzten Tag schlenderte ich durch Malapascua, um an die besagten Strände zu gelangen. Jay hatte recht behalten. Die Strände waren atemberaubend und sicher in den Top 3 der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. An meinem letzten Tag setzte ich mich in ein nettes Restaurant, um Denise einen weiteren Brief zu schreiben. Auch buchte ich ein Bett für meinen nächsten Aufenthalt in Cebu, bevor ich mir zum Schluss ein richtig üppiges Abendmahl gönnte. Hauptgang: Spaghetti Carbonara nach italienischer Art! Es war auch jener Abend, an dem ich mich dazu entschied, mein bereits geringer Alkoholkonsum auf ein Minimum zu reduzieren. Ohne nennenswerten Grund. Ein vielleicht zwei Bier pro Woche, mehr sollten es nicht werden.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Cebu City 2.0</h2>



<p>Meine nächste Destination war Moalboal. Um nach Moalboal zu gelangen, musste ich wiederum Cebu passieren. Ich nutzte die Gelegenheit und verlängerte dort mein Visa. Schliesslich wusste ich nicht, wie und wo ich das nächste Mal die Gelegenheit dazu hätte.</p>



<p>Dies zwang mich aber auch eine bzw. zwei Nächte in dieser Stadt zu verbringen, was ich wirklich zu vermeiden versuchte. Das Hostel mit der besten Bewertung, welche sich in der Nähe der «Immigration-Office» befand, war an sich ganz ok. Es handelte sich um ein privates Haus, das lediglich in ein Hostel umgestaltet wurde. Es erfüllte den Zweck. Frühzeitig und mittels Jeepney begab ich mich zur Einwanderungsbehörde. Jeepneys sind Jeeps, welche zu richtig kultigen ÖV-Minibusen umgebaut werden. Ein richtig gutes Erlebnis und ein Muss für jeden Tourist.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Visaverlängerung</h3>



<p>Visaverlängerungen wecken immer gemischte Gefühle in mir. Seit Bali bin ich kein Fan mehr von jenem Prozedere. Für eine Visaverlängerung sind diese Besuche unumgänglich. Auch bin ich mit dem Ablauf bereits sehr vertraut. Die auszufüllenden Formulare waren hier ähnlich wie in anderen Ländern auch. So auch die angeschissene Laune einzelner Angestellten. Langsam glaube ich, dass eine solche Haltung wohl ins Anforderungsprofil eines solchen Beamten gehört. Naja. Unspektakulär meisterte ich Schalter um Schalter. Nach gut zwei Stunden erhielt ich meinen Pass, mit bestätigter Visaverlängerung.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Moalboal</h2>



<p>Früh am Morgen gönnte ich mir meinen obligaten Kaffee begleitet von einer Portion Choco-Porridge (Haferbrei mit Schokogeschmack). Warmes Wasser gibt es in jedem Gästehaus oder Hostel umsonst, sodass ich mir zwischendurch ein Snack oder einen Kaffee gönnen konnte. Keine kulinarische Bombe, aber es schonte meinen Geldbeutel und ersparte mir wertvolle Zeit. Gestärkt und gut gelaunt verliess ich das Gästehaus, um einen Sitz in einem der ersten Busse nach Moalboal zu ergattern. Der Busbahnhof war ein 30-minütiger Eilmarsch entfernt.<br />In Moalboal regnete es. Aus dem Bus ausgestiegen wartete ich, bis die überteuerten TukTuks die zahlungskräftigen Touristen aufluden. Übrig blieben die Sorte TukTuk-Fahrer, welche mit sich verhandeln liessen. Nach einem Schwatz war ein junger Roller-Fahrer bereit mich mitzunehmen. Mein Hostel lag auf seinem Weg nach Hause – weshalb die Fahrt fast kostenlos war.</p>



<p>Mein neues Daheim schien nett. Durchschnittsalter der Backpacker war etwa 28. Das Zimmer hingegen war nicht sehr geräumig. In das vier Quadratmeter grosse Kämmerlein wurden zwei 2er Kajütenbetten reingequetscht. Die Klimaanlage befand sich direkt an meinen Füssen und der finnische, trinkfeste Zimmergenosse schnarchte wie eine geölte Husqvarna Kettensäge. Nichts was ich nicht bereits erlebt hätte.</p>



<p>Die Hostel-Mutti organisierte für diesen Abend ein Familydinner, an dem ich gewiss teilnahm. Man lernt schnell neue Menschen und traditionelles Essen kennen. Ich freundete mich mit Igor an, einem Brasilianer, der in Melbourne studiert und in den Philippinen Ferien machte. Zusammen mit anderen Backpackern, schrieben wir uns für den Canyoning-Trip am folgenden Tag ein. &#8222;Ok guappos, you pay cash, now!&#8220; Logisch Mutti, no problem.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Canyoning</h3>



<p>Canyoning kannte ich von der Schweiz, weshalb ich meine Erwartung für diesen Ausflug sicherheitshalber tief ansetzte. Ich wurde positiv überrascht.<br />Zusammen mit einigen anderen Europäer (komisches Wort), wurden wir mit Sicherheitswesten, Schuhen und Helmen ausgerüstet. Nach einem kurzen Briefing und dem Unterzeichnen einer Einverständniserklärung, fuhr man uns mittels Roller an den Start hoch. Nach einem 40-minütigem Marsch durch den Wald, erreichten wir die Startrampe. Zwischen den kreischenden Asiaten und den fluchenden Engländerinnen befand ich mich &#8211; mit einem Schmunzeln im Gesicht. Wasser, vermutlich mein Lieblingselement. Neben Naturstein-Rutschen und schönen Wasserfällen befanden sich zwischen den Abschnitten auch einige Klippen. Die höchsten gut 12m hoch. Einmal oben angelangt gab es kein Zurück mehr. Die besten Schnappschüsse sicherte ich mir mit meiner GoPro. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Snack bevor man uns zurück in unsere Hostels fuhr. Keine gebrochenen Knochen, keine Platzwunden und bei Bewusstsein. Ein gelungenes Abenteuer.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Sardinen</h3>



<p>Moalboal war für seine Sardinenschwärme und Schildkörte bekannt. Beides befand sich in unmittelbarer Nähe des Strandes. Aufgrund des anhaltenden Regens, waren nur wenig Touristen im Wasser. Nach einer kurzen Strandbesichtigung mietete ich mir Schnorchel und Taucherbrille und machte mich auf die Suche nach den Sardinen. Ich musste nicht lange suchen.&nbsp; Eine Gruppe Chinesen trieb schreiend auf der Wasseroberfläche. Gut zu erkennen an den überdimensionalen, leuchtenden Schwimmwesten. Ich glaube sie versuchten zu tauchen, um näher an die Sardinenschwärme zu gelangen. Aber wie bereits gesagt, sie hatten Schwimmwesten an. Nicht einmal Michael Phelps wäre im Stande mit einer Schwimmweste auch nur einen Meter tief zu tauchen. Geschweige den jemand aus dieser Reisegruppe. Manchmal einfach nur witzig.</p>



<p>Ich trug keine Schwimmweste. Ich nutzte die Gunst der Stunde und tauchte auf etwa 6m Tiefe. Etwas mühsam ohne Flossen und mit der GoPro in der Hand. Unten erwartet mich das Spektakel. Der gewaltige Sardinenschwarm bewegte sich elegant aber ohne genaues Ziel durch das Wasser. Bei ruckartigen Bewegungen schwammen sie schnell in eine andere Richtung. Irgendwie lustig. Von den Tauchern aus etwa 15m Tiefe, stieg Sauerstoff durch den Schwarm an die Oberfläche. In diesem Moment verspürte ich zum wiederholten Mal den Drang nach Freediving – dem Tauchen ohne einen Sauerstoffbehälter. Ohne viel Equipment. Näher an der Natur. Frei.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Schildkröten</h3>



<p>Ich hatte genug Eindrücke von den Sardinen gesammelt. Auch machten die Chinesen an der Oberfläche zu viel Lärm, sodass der Schwarm sich langsam fortbewegte.<br />Zurück an Land lief ich zum Strandabschnitt, an dem die Schildkröte sich aufhalten würden. Dort würden sie fast täglich zurückkehren, um vom vielen Seegras zu essen. Dort angekommen stellte ich fest, dass sie an diesem Tag nicht aufgetaucht sind. Man kann nicht immer Glück haben und Schildkörte hatte ich schon einige gesehen.<br />Nach einem abschliessenden Tauchgang musste ich wieder frustriert feststellen, dass zu viele Touristen aus allen Herrenländern nicht verstehen, dass Korallen Lebewesen sind und man nicht draufstehen oder sich draufsetzen sollte. Es frustrierte mich zu sehen, wie unsorgfältig auch Kapitäne mit ihren Ankern umgingen und diese einfach irgendwo runterliessen, um jedes Mal ein wenig mehr Koralle zu beschädigen. Nicht ok.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Bäckereien!</h3>



<p>Aufgewachsen in der Schweiz, ist man von der Brotqualität und der Vielfalt verwöhnt. In nur sehr wenig Ländern gibt es so gutes Brot und Gebäcke. Doch wer hätte es gedacht – die Philippinos kennen und können sowohl Brot wie auch Gebäcke. Bereits in Malapascua hatte ich die kleinen Backstuben gesehen, habe jedoch nie etwas gekauft. In Asien sind gute Bäckereien eher selten. Nun passierte ich auch in Moalboal eine reizende kleine Bäckerei worin ich mich umschaute. &#8222;Ja hör doch uf, wosch mi eigentlech verarsche&#8220; brummelte ich vor mich hin. Die Auswahl war phänomenal. Zimtschnecken, Mandelrollen, Feigenbrot, Muffins, Donuts, Weggli, Bananenbrot, Butterkuchen, Erdnussbuttersemmel und das beste Gebäck überhaupt &#8211; Spanisch Bread! Spanish Bread war irgendwie eine mit Vanille, Marzipan, Butter, Zimt Paste gefüllte Brottasche. Echt geiler Scheiss! Reiht sich direkt hinter dem Zopf von der Migros ein.</p>



<p>So, die Philippiner wussten nicht nur wie man Pasta zubereitet, sondern konnten auch backen. Und ich meine richtig gut backen. Warum schreibt kein Travel-Blogger oder Tripadvisor über die Backkultur. Gebratener Fisch, Fleisch am Spiess und Eintöpfe, alles schön und gut aber Gebäck! Von diesem Moment an, gönnte ich mir fast täglich eine frischgebackene Köstlichkeit. Ich war happy! Ja, gute Brotgebäcke fehlten mir und in den Philippinen konnte ich wortwörtlich meinen Hunger stillen.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Extrarunde</h3>



<p>Den Aufenthalt in Moalboal musste ich wegen eines tobenden Sturms verlängern. Die heftigen Winde legten den Schiffsverkehr lahm. Meine nächste Destination war Dumaguete, eine Hafenstadt im Süden der Nachbarinsel Negros. Ohne Schiff war die Stadt kaum zu erreichen. Ich entschied mich das Hostel zu wechseln und nistete mich weitere drei Tage in einer netten Unterkunft in der Nähe der Bushaltestelle ein.</p>



<p>Dort traf ich auf Oskar, einem ruhigen Backpacker aus Norwegen. Er war einige Monate unterwegs und sollte an diesem Wochenende zurück in die Heimat fliegen. Sein Visa lief just an diesem Tag aus wodurch seine Reise eigentlich zu Ende wäre. Er wird sein Flug verpassen, besitzt kein gültiges Visa mehr und das Geld wir knapp. Trotzdem amüsierte er sich an den Umständen. Dem Gegenüber hatten wir Sophie. Eine kleine, unruhige und laute Französin, die ihre Zeit mit reklamieren verbrachte. Und mit Fluchen. Sie war sich jene Umstände nicht gewohnt. Machtlos zu sein und sich den Umständen anpassen. Oder wie in unserem Fall, einfach nur abwarten.</p>



<p>Zu uns gesellten sich noch weitere Backpacker. Wir unterhielten uns mit den besten Geschichten und schönsten Erlebnissen, bis es eines Tages hiess: &#8222;hey guappos, coastguard just called, boat is sailing today&#8220;. Guappos, ein omnipräsentes Wort in den Philippinen. Schnell mein Hab und Gut zusammengepackt, auf dem Weg eine Zimtrolle gekauft und in den wartenden Bus gestiegen, welcher uns schliesslich zum Hafen fuhr. Moalboal konnte ich getrost von der Liste abhacken. Next Stopp Dumaguete!</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">TRAVELHACK RABATT</h2>



<p>In Europa, besonders aber in der Schweiz, ist das Fragen nach einem Rabatt oder einem Spezialpreis verpönt. In Asien hingegen gehört das Verhandeln vielerorts zur Kultur. Den nötigen Respekt vorausgesetzt. Nachlass bei der Rollermiete ab zwei Tagen, die zweite Wäsche günstiger, dem TukTuk-Fahrer eine Ladung Benzin bezahlen, anstatt die Kosten des überteuerten Transports, drei Mangos für den Preis von zwei, kostenloses Upgrade bei einem verlängerten Aufenthalt usw. Es sind oft Kleinigkeiten. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und wenn man einen netten Schwatz und ein Kompliment vorausschickt, dem sei ein Rabatt fast garantiert. Höflich fragen, nichts erwarten. Mit dieser Haltung kann man nur gewinnen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Dumaguete</h2>



<p>Ausgesprochen «Dumagetii» &#8211; Eine Hafenstadt als Zwischenstopp. Ziel war Dauin, ein Dorf einige Kilometer weiter der Küste entlang. Eine Philippina verkaufte mir Dumaguete als interessante Stadt mit schönen Wasserfällen in der Umgebung. Auch befanden sich zwei Backpackerinnen, welche ich in Moalboal kennenlernte, in Dumaguete. Ich gab der Stadt eine Chance.</p>



<p>Mein Kaffeepulver war fast aufgebraucht und eine neue Zahnbürste konnte auch nicht schaden. Auf der Suche nach einem Migros, bekam ich die Dumaguete-Vibes zu spüren. Hier einige nette Graffitis, da ein alter Wachturm gefolgt von Bäckereien und übertrieben viele gepanzerte Geldtransporter. Nett hier, dachte ich mir. Ich fand das Migros, welches dekorativ bereits mit Weihnachtsmänner und geschmückten Bäumen ausgestattet war und tätigte meine Einkäufe.</p>



<p>Ich flanierte an der Strandpromenade zurück zu meinem Hostel. Am Folgetag plante ich zwei Wasserfälle zu besichtigen. Folglich buchte ich mir ein Roller für den kommenden Tag. Zum Abendessen verabredete ich mich mit den beiden Mädels beim Inder, wonach sich unsere Wege dann definitiv trennten. Vor Mitternacht im Hostel zurück, stellte ich mir für den nächsten Morgen einen Wecker. Friedlich verdaute ich die Eindrücke vom Tag und schlief entspannt zum brummen des Ventilators ein.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Casaroro &amp; Pulangbato Waterfalls</h3>



<p>Die einheimischen Hostelbesitzer in Moalboal machten mich auf die Wasserfälle in der Nähe von Dumaguete aufmerksam. Ich hatte die Standorte in der MapsMe-App gespeichert. Die Fahrt mit dem Roller dorthin war einfach und die Strassen in einem guten Zustand. Beim Casaroro Waterfall war ich für eine lange Zeit der einzige Mensch. Zeit für ein Paar gute Selfies mit Wasserfall im Hintergrund. Der Rückweg durch den Dschungel meisterte ich mit Flipflops, welche erste Abnutzungserscheinungen aufzeigten. Dachte ich doch, dass die 1.50 SFr.  für diese schicken Flipflops eine gute Investition gewesen seien.<br /><br />Es folgten die Pulangbato Waterfalls. Ein grosser Parkplatz, schöne Beschilderungen und ein offizieller Schalter mit Personal. Ja, das hier war wieder für Touristen gebaut. Doch erstaunlich Wenige waren zu sehen. Ich kletterte zum Red Rock runter, hopste auf dem Rückweg über die Hängebrücke, badete meine Beine kurz im Wasser und machte mich nach einigen Schnappschüssen bereits auf den Rückweg. Dumaguete war ein fairer Stopp, den ich jedem Empfehlen kann. Zurück im Hostel retournierte ich den Roller, buchte die Unterkunft für den nächsten Tag, aktualisierte meine Ausgaben in meiner Reise-App und las in meinem Buch bis mir die Augen zufielen.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Dauin</h2>



<p>In den Philippinen wollte ich unbedingt tauchen. Einer der Hotspots dafür war Dauin. Die Gegend um Apo Island war bekannt für die Macrowelt der Fische und die farbigen Korallenriffe. Im neuen Hostel angelangt freundete ich mich mit sowohl mit Caro, eine taucherfahrene Französin, als auch mit Romain, einem Schweizer aus der Romandie, an.<br />Romain erzählte mir von seinem Tauchvorhaben. Zusammen erkundeten wir uns bei den umliegenden Tauchschulen und entschlossen uns ziemlich rasch für den besten Deal.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Apo Island</h3>



<p>Am darauffolgenden Tag bestritten wir die drei gebuchten Tauchgänge. Die Crew war bestens gelaunt und der Spot war phänomenal. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Gehäuse meiner GoPro Kamera einen Defekt, sodass ich von den Tauchgängen keine Fotos machen konnte. Nach jedem Tauchgang bereitete die Crew unsere Ausrüstung vor, sodass wir uns um nichts kümmern mussten. Der Service war perfekt.</p>



<p>Mein Tauchbuddy war eine junge Niederländerin, die nur bis auf 12m tiefe Tauchen durfte. Auch hatte sie gerade erst ihr Open-Water Brevet absolviert und hat mich wissen lassen, dass sie mit dem Druckausgleich öfters Schwierigkeiten hat. Für das Abtauchen nahmen wir uns also etwas länger Zeit und unser Instruktor war froh, dass ich mich um meinen Buddy kümmerte. In unserer Gruppe war auch der grosse Mirko, ein polnischer Halb-Russe. Mirko bekam einen extra grossen Tank mit einigen Bars zusätzlich, da er unter Wasser atmete wie ein Triathlet nach einem Ironman. Alles in allem aber ein toller Tag ohne Probleme.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Caro und das Freediving</h3>



<p>Zurück im Hostel gesellten wir uns zu den anderen Touristen. Dort sassen nun nebst uns beiden Schweizern auch noch Caro, eine Philippina und ihr englischer Freund. Mir war bereits am Vorabend aufgefallen, dass Caro mit ihren eigenen, langen Flossen reiste. Es waren Freediver-Flossen. Ich fragte Caro was sie den so über das Freediving weiss. Caro guckte mich an und blühte richtig auf.</p>



<p>Sie hatte auf Siquijor, eine Nachbarsinsel, ihr Freediving-Brevet absolviert. Sie schwärmte von der Tiefe, der Stille und der Unabhängigkeit. «15m deep or more you will be able to dive – no tank on your back, just you, and the ocean». OK, dachte ich mir, 15m ohne Sauerstoff, ohne Ersatzschlauch und mit einem Bleigurt um meine Hüfte. Und wie funktioniert das mit dem Druckausgleich? Und wie zum Teufel tauche ich über 15m runter und wieder rauf mit bloss einem Atemzug. Was passiert, wenn ich bewusstlos werde und und und &#8211; viele Fragen. Caro musste lachen. “Go to Siquijor and make sure you stay around San Juan – the best place on the Island anyhow. Go to the Diving Dive Shop and ask for Luca”. Das Freediving-Fieber steckte auch Romain an und so planten wir beide den Trip nach Siquijor – wo uns eines der unbeschreiblichsten Erfahrungen überhaupt erwarten sollte.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Hahnenkampf im Cockpit</h3>



<p>Nach einem geselligen letzten Abend, besuchten ich und Romain am nächsten Tag eine Hahnenkampf-Arena. Es war Tournier-Tag und unsere Hostelbesitzer erklärten uns, wo sich das Cockpit, die Arena, befand. Ich wusste nicht was mich erwarten würde. Wir dachten, dass da vermutlich Hähne aufeinander losgingen, bis einer als Sieger erklärt würde.</p>



<p>Ich und Romain zahlten den Eintritt, setzten uns auf die Tribüne, um kurze Zeit später den Kampf zweier Hähne um Leben und Tod zuzusehen. Barbarisch. Was hatte wir uns bloss dabei gedacht. Eben nicht viel. Die Hähne hatten Messerscharfe klingen an ihre Füsse gebunden und stachen nach dem Gong bis zum bitteren Ende wild aufeinander ein. Der Kampf dauerte etwa 20 Sekunden lang. «That is some sick shit! damn man». Uns war unwohl. Für uns unverständlich, für die Philippinos eine Sonntagsbeschäftigung. Natürlich konnte man auf die Hähne Geld setzen, das war der Grund, warum sich alle in der Arena versammelten. Ein Einheimischer erklärte es mir dann so. Gewinnen würden eigentlich beide Teilnehmer. Der Besitzer mit dem Gewinner-Hahn, kriegt Geld, der Verlierer kann mit dem Hahn seine Familien 2 Tage ernähren – win win hombre, win win.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Siquijor, wir sind auf dem Weg!</h3>



<p>Es wurde Zeit weiterzureisen. Dementsprechend eilten Romain und ich nach dem Hahnenkampf zurück zum Hostel, buckelten unsere Backpacks und liefen zur Hauptstrasse. Einen Busfahrplan gibt es nicht. Der nächste Bus, der zwei Reisende samt Rucksack für wenig Geld aufladen will, liess etwas auf sich warten. Ein junger Jeepney-Fahrer mit einem strahlenden Grinsen im Gesicht hielt an. «Come on Guappos, we late». Jaja, da mussten sogar die Einheimischen lachen. Wie gesagt, einen Fahrplan, welcher eingehalten werden musste, gab es nicht. «To the harbor in Dumaguete, please» sagten wir. Nächste Destination war Siquijor und ich konnte es kaum erwarten diesen Luca und das Freediving kennenzulernen.<br /></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/cebu-negros-mehr-tauchen-weniger-alkohol-und-geiles-gebaeck/">CEBU &#038; NEGROS &#8211; MEHR TAUCHEN, WENIGER ALKOHOL UND GEILES GEBÄCK!</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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		<title>SULAWESI &#038; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</title>
		<link>https://thebigstep.ch/blog/sulawesi-sumatra-neue-inseln-robinson-crusow-und-primaten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 04:49:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Huuii.. Auch dieser Blog-Eintrag wurde länger als geplant, aber entsprechend ereignisreich waren meine letzten Tage in Indonesien. Viel Spass Lesen, Lachen und Kommentieren. Bye bye<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/sulawesi-sumatra-neue-inseln-robinson-crusow-und-primaten/">SULAWESI &amp; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Huuii..</h2>



<p>Auch dieser Blog-Eintrag wurde länger als geplant, aber entsprechend ereignisreich waren meine letzten Tage in Indonesien. Viel Spass Lesen, Lachen und Kommentieren.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bye bye Kuta</h2>



<p>Denise sass vermutlich bereits im Flieger als ich gerade in unser Apartment zurückkehrte, um noch ein letztes Mal durch unser Zimmer zu gleiten, ohne dabei emotional zu werden. Allein hier bleiben wollte ich nicht. Zu viele Erinnerungen stecken in diesen Wänden, zu sehr erinnert mich hier alles and Denise. Mit meinem letzten Rundgang wollte ich nur sicherstellen, dass wir nichts liegen gelassen haben. Mutti Uyun hatte sich unter Tränen bereits von Denise verabschiedet. Mein Abschied stand noch bevor. Nach einer herzlichen Umarmung drückte ich ihr unseren Schlüssel in die Hand, schenkte ihr noch ein letztes ehrliches Lächeln und schloss damit das Kapitel «<a href="https://thebigstep.ch/blog/kuta-ein-zuhause-das-surfen-und-ein-schwerer-abschied/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Kuta – our home for a month (öffnet in neuem Tab)">Kuta – our home for a month</a>» ab.</p>



<p>Für meine letzte Woche in Kuta nistete ich mich in einem netten Homestay im Zentrum ein. Ich brauchte einige Tage für mich. Ich wollte meinen Kopf frei bekommen, surfen und schliesslich meine Weiterreise planen. Zudem war es wieder an der Zeit einige Kleidungsstücke auszusortieren und der Rest gründlich waschen zu lassen. Meine Akkus sollten geladen, einige Bücherseite gelesen und schliesslich einen Blog-Post aufgesetzt werden.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Abenteuer Sulawesi</h2>



<p>Im Norden von Indonesien befindet sich die Inselgruppierung Sulawesi. Eine Region die vom Massentourismus noch verschont ist. Sulawesi zählt nicht zu den klassischen indonesischen Destinationen für Pauschaltouristen. Zugegeben, die Reise durch Sulawesi war anstrengender und das Essen schärfer als auf Lombok, Bali oder Java, wo sich die Infrastruktur und die Essenskultur auf den Tourismus eingestellt hat. Aber ich suchte ja das Abenteuer und entsprechend gespannt war ich auch.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Manado, baah!</h3>



<p>Mein Plan sah vor, dass ich Sulawesi von Manado im Norden bis runter nach Makassar im Süden bereisen würde. Dabei freute ich mich am meisten auf die Inselgruppierung der Togian Islands. Manado war eine durchschnittlich grosse aber überdurchschnittlich hässliche Stadt. Die hatte wirklich überhaupt nichts Schönes an sich. Selbst der Hafen war einfach so richtig unspektakulär. Der Hauptgrund für meinen Aufenthalt in Manado war der Tangkok Nationalpark und die Insel Bunaken, welche fürs Tauchen schön sein soll.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Scharfes Essen</h4>



<p>Ich war auf einer neuen Insel und wollte das Essen hier probieren. Anscheinend sind die Gerichte in Sulawesi schärfer als auf den anderen Inseln. Ich ging also in ein einheimisches Lokal und bestellte mir klassisch und ohne Risiko ein Nasi Goreng – gebratener Reis mit Gemüse. Die Mutti aus der Küche frage: «Spicy?» also scharf? Meine Antwort darauf: «Local spicy is ok». Also wie die Einheimischen halt. Sie versicherte sich noch kurz mit einem: «are you sure, it is very spicy you know…». Ich nochmals «yes yes no problem». Ich war mir scharfen Essen sowas von gewohnt, da konnte mich nichts mehr abschrecken, dachte ich mir. Sie servierte das Essen und erinnerte mich nochmals daran: «It’s spicy». «Yes, thank you» erwiderte ich.</p>



<p>Ich sparte mir das Sambal, also die Chilisauce, auf, weil ich doch erstmal probieren wollte, mit was ich es zu tun hatte. Ich setzte den Löffel an und stopfte mir eine viel zu grosse Portion Reis in den Mund. Kurz kauen und runter damit. Die schärfe liess nicht lange auf sich warten. Ja ok, leck mich am Arsch. Das ist scharf. Ach du scheisse ist das scharf. Junge, Junge, Junge! Ich legte die Schale mit dem Sambal etwas auf die Seite, spülte den intensiven Geschmack mit etwas Wasser runter. Kurz durchatmen und ran an die Schale. Ja, das Essen verlangte mir alles ab und ja das Essen war scharf. Aber sowohl ich, als auch die Mutti aus der Küche waren froh, als ich die Schüssel restlos auslöffelte. Der Gedanke an das Ausscheiden der Mahlzeit machte mir jedoch Angst.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Tangkok Nationalpark</h3>



<p>Der Nationalpark war besonders für die vom Aussterben bedrohten Schwarzkopf-Makaken und die wilden Koboldmakis (mitunter die kleinsten Säugetiere der Welt, welche wie kleine Pokémon aussehen) bekannt. Die Schwarzkopf-Makaken waren in wilder Natur praktisch nur noch auf Sulawesi anzutreffen. Ich mietete mir einen Roller und meisterte die Strecke zum Nationalpark in gut zwei Stunden. Das Wetter versprach Regen und entsprechend leer war der Park auch. Mit dem Eintritt buchte ich mir einen Guide gleich mit. Die Koboldmakis in wilder Natur ohne Guide zu sichten, war schlicht unmöglich und diese süssen Dinger waren ja einer der Hauptgründe wieso ich überhaupt den Park besuchte.</p>



<p>Ich nannte meinen Ranger Nico. Nico’s Englischkenntnisse waren gleichzusetzen mit meinem Bahasa (Indonesisch) – also praktisch gleich null. Wie alt der Wald war und welche Insekten hier zu finden sind und warum der Park Tangkok hiess, war mir im Prinzip egal. Ich gab Nico zu verstehen, dass mich die Koboldmakis und Schwarzkopf-Makaken interessieren würden. Auch alles was mich töten könnte wie Schlangen, Krokodile und Giraffen schenkte ich meine Aufmerksamkeit. Nico gab mir ein Lächeln und ein schiefer Blick. Ich glaub er hat meinen Witz mit dem Giraffen nicht verstanden, aber es hätte jetzt auch keinen Sinn gemacht den Witz irgendwie zu erklären. Guter Start Oli.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Ranger Nico und die Koboldmakis</h4>



<p>Nico war mit Flipflops unterwegs. Ich wusste nicht ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. Jedes Mal, wenn Nico abrupt anhielt, tat ich das gleiche. Ich regte mich nicht und hielt dabei immer die Luft an – keine Ahnung wieso. Nico hörte und guckte sich kurz um und lief dann weiter. Immerhin wusste Nico wo er suchen musste. Nach etwa einer Stunde laufen, fand er Papageie, sonstige farbige Vögel, lustige Insekten, ein niedliches Eulen-Paar und schliesslich die Koboldmakis. Diese nachtaktiven kleinen Affen mit den riesigen Augen sind einfach zu süss. Ich war happy.</p>



<p>Wir suchten noch eine weitere Stunde nach den Schwarzkopf-Makaken, ohne Erfolg. Ich glaube er versuchte mir zu sagen, dass die Affen sich aufgrund des Regens eher tiefer im Park aufhielten. Er hätte die Affen seit zwei Tagen nicht gesehen. Ansonsten würde man den Affen praktisch jeden Tag begegnen. Ach egal, man kann nicht immer alles haben. Ich machte mich im strömenden Regen auf den Rückweg ins Hostel, wo ich mir eine ordentliche Portion Nudeln gönnte. Ein erfolgreicher Tag.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Bunaken oder eben nicht</h3>



<p>Von Manado aus war es ein Katzensprung nach Bunaken, eine Insel welche fürs Tauche bekannt ist. Jedoch hatte es während meinem Aufenthalt in Manado ununterbrochen geregnet und dabei war es stets dicht bewölkt, so auch in Bunaken. Während dem Tauchen wäre mir der Regen herzlich egal. Die fehlende Sonne war das Hauptproblem. Ohne Sonnenstrahlen sieht da unten alles fad und blass aus. Verzweifelt hatte ich meinen Aufenthalt in Manado um einen Tag verlängert, um eventuell doch noch einen sonnigen Tag zu erhalten, leider ohne Erfolg. So sparte ich mir die Überfahrt und die anfallende kostspielige Insel-Gebühr und verliess den Norden einen Tag früher als geplant. Nächstes Halt: Togian Islands.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Gorontalo</h2>



<p>Von Manado buchte ich mir einen günstigen Bus nach Gorontalo. Dort müsste ich dann wohl oder übel Übernachten, um am Folgetag die Nachtfähre auf die Togian Islands zu nehmen. Mit dem Taxi-Roller erreichte ich den Busbahnhof in Manado innert Kürze. Dort stand dann genau ein einziger Bus, mein Bus, und dieser wurde gerade gewartet. Mit gewartet meine ich nicht, dass der Ölstand geprüft und das Scheibenwischwasser nachgefüllt wird. Nein, nicht in Indonesien. Hier sieht die Wartung anders aus. Der Bus war schräg aufgebockt, zwei Räder demontiert, der Fahrersitz ausgebaut und das Dröhnen des Winkelschleifers wurde von vielen, sehr vielen Funken begleitet. Ich wollte weder wissen, wieso die Räder demontiert waren, noch wo gerade der Winkelschleifer angesetzt wurde.</p>



<p>Ungeduldig war ich nicht, da es bis zur geplanten Abfahrt noch gut drei Stunden dauern würde. Also noch genügend Zeit die Seifenkiste wieder zusammenzubauen. So geschah es auch. Pünktlich und mit allen vier Reifen an der Kiste, verliessen wir den Busbahnhof. Von Sekunde eins an dröhnte die Musik so laut aus den Lautsprechern, dass ich die Musik aus meinen Kopfhörern kaum noch hören konnte. Ich ersetzt meine Kopfhörer mir Ohrstöpsel, um mein Gehör bestmöglich zu schonen. Die zwölfstündige Fahrt war mit Abstand die holprigste Fahrt meiner bisherigen Weltreise. Obwohl es sich um einen Nachtbus handelte, war das Schlafen unmöglich. Fix und alle erreichte ich mein Hostel in Gorontalo morgens um drei Uhr. Schnell einchecken, schlafen und möglichst spät auschecken. Mir stand am nächsten Tag eine 13 stündige Fährenfahrt bevor, jiuhu!</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Travelhack Yakult</h2>



<p>Viel Reis und Bananen führen nicht selten dazu, dass die Verdauung etwas mehr Zeit braucht, um die Kost zu verdauen. Auch scharfes Essen oder ungewöhnliches Essen generell, scheint länger im Magen zu verweilen als mir lieb war. Ich entdeckte Yakult für mich. Yakult ist ein probiotisches Milchgetränk. Es fördert und reguliert die Verdauung und bewirkte in meinem Fall wahre Wunder. Yakult ist zudem in den meisten Supermärkten erhältlich. Seit Kuta gönne ich mir regelmässig das kleine Wundermittel.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Togian</h2>



<p>Die Togian Islands, auch einfach Togians genannt, waren paradiesisch. Wie es der Name verrät handelt es sich um mehrere Inseln, die jeweils nur mit kleinen privaten Booten erreichbar waren. Mit Ausnahme der Hauptinsel Wakai, hatte man nirgends Empfang. Lediglich die richtig alten einfachen unzerstörbaren Mobiltelefone funktionierte ab und zu. Strom gab es zwischen 17:00 und 21:00 Uhr und das Essen bestand ausnahmslos aus Fisch und Reis in verschiedenen Variationen – jeden Tag. Ich wollte mehrere Strände und mehrere Inseln besuchen und insgesamt etwa zehn Tage hier verweilen.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">No Signal</h3>



<p>Noch bevor ich die Hauptinsel Wakai in Richtung Alé Beach verliess, schrieb ich Denise, dass ich vermutlich nicht mehr erreichbar sein würde, was sich auch bestätigte. Trotz des fehlenden Empfangs schrieben wir uns täglich. Vom Süssen «Good morning my dear&#8230;» über die Erlebnisse und Ereignisse vom Tag bis hin zum letzten Gedanken vor dem Einschlafen zusammengefasst in einem «…sleep tight sweetheart, I love you…» wir blieben uns unserem täglichen Ritual treu. Alsbald ich dann Empfang haben würde, könnte ich all die Nachrichten und Gedanken der vergangenen Tagen rückwirkend geniessen und Denise würde all meine Geschichte und Gedanken erhalten. Ich freute mich auf jenen Moment.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Alé Beach</h3>



<p>Meine erste Unterkunft hatte ich auf booking.com gefunden und die Bilder versprachen einen atemberaubenden Aufenthalt. Mir wurde nicht zu viel versprochen. Das Wasser war glasklar, die Wassertemperatur angenehm warm und das Unterwasserleben atemberaubend. Da das Alé Beach von einem italienisch-indonesischen Paar geführt wurde, gab es zum Frühstück Cappuccino. Ich war überglücklich. Ich verbrachte die Tage mit Schnorcheln, dem Austauschen von Geschichten mit den anderen Gästen und dem Besuchen des Nachbardorfs Malenge.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die einmalige Gayle</h4>



<p>Die Mutti des «Resorts» hiess Gayle. Eine 61-jährige Australierin, die ungelogen Ihr gesamtes Leben gereist ist. Gayle hatte so viele gute Geschichten zu erzählen und jede einzelne dieser Geschichten würde unsere Abenteuer in den Schatten stellen. Gayle war eine sehr entspannte und fröhliche Persönlichkeit. Sie besass aktuell einen Pass mit 80! Seiten und meinte, sie müsse diesen wohl bald wieder erneuern – natürlich weit vor dem Ablaufdatum.</p>



<p>Ich fragte sie nach ihrem eindrücklichsten Einreisestempel oder der besten Einreise-Geschichte, die sie erlebt hätte und da meinte sie prompt: «Oh, that would be Nepal. Yeah yeah Nepal was very special». Die kurze Geschichte dahinter: Gayle hat für Nepal das Visa mit der Nummer neun erhalten! Gayle war also tatsächlich die neunte Reisende die Nepal offiziell als Touristin betrat. Unfassbar! Als Nepal die Tore öffnete war Sie gerade im Norden von Indien. Nepal klingt nach einem Abenteuer also los, dachte sie sich. An der Grenze wurde sie mit Tee und Blumen begrüsst. Einmalig. Die Geschichte erzählte sie gerne. Das wäre mal eine Idee für den Erhalt eines Visums. Davon könnte sich der <a aria-label="Herr von der Imigrasi in Bali (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://thebigstep.ch/blog/bali-ein-visa-gate-magische-orte-und-die-begegnung/" target="_blank">Herr von der Imigrasi in Bali</a> eine fette Scheibe abschneiden.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Die Unterwasserwelt</h4>



<p>Das Tauchen war überall gleich, ohne dabei langweilig gewesen zu sein – im Gegenteil. Die korallen waren gross, farbig und lebendig. Die Fische waren aktiv, in allen Grössen vorhanden und sehr neugierig. Blaue Seesterne, gelbe Korallen, grosse Nemos, lange Barrakudas, dicke Drückerfische und schwarzweisse Seeschlangen. Es hatte von allem etwas.&nbsp; Dafür musste man auch nicht mit dem Boot raus, um die schönsten Schnorchel Spots zu finden. Sie waren vom Strand aus zugänglich.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Malenge Village und die Schwarzkopf-Makaken</h4>



<p>Wir besuchten Malenge, ein mittelgrosses Fischerdorf, welches unter den umliegenden Inseln und Fischern als Umschlagort und Handelsplatz genutzt wird. Wir besuchten es lediglich aus Neugier und um kleine Snacks zu kaufen. Als wir durchs Dorf schlenderten, begleiteten uns die Dorfkinder vom Moment als wir einen Fuss auf den Steg setzten. Touristen waren eine willkommene Attraktion. Sie nahmen uns an der Hand und führten uns herum. Sie wollten unbedingt fotografiert werden, mit oder ohne uns auf dem Bild. Wir erfüllten ihnen diesen Wunsch nur zu gerne. Während dem ganzen Rumblödeln, Rumschwingen und Fotografierten tauchten plötzlich zwei sehr junge Schwarzkopf-Makaken aus einem der Hütten auf. Ich war baff. Hatte ich diese noch im Nationalpark verpasst erscheinen sie hier. Was machen die hier überhaupt?</p>



<p>Der Besitzer der Hütte kam raus und erklärte mir, dass die Affen auf ganz Sulawesi anzutreffen sind, aber die grösste Population ist schon im Nationalpark bei Manado. Die beiden Babys habe er in der Nähe gefunden, eingekesselt von einem wilden Hund. Die Affen waren noch zu klein, um zu fliehen. Deren Mutter hat er leider nicht gesehen oder gehört, auch an den folgenden Tagen nicht. Er entschied sich gegen das Freisetzt und zieht die Affen nun selbstständig gross. Ich glaub ihm die Geschichte mal. Was will man sonst mit zwei kleinen Affen auf einer sonst touristenleeren Insel wo sich alles um die Fischerei dreht. Wir verliessen das Fischerdorf Malenge und glitten während Anbruch des Sonnenuntergangs langsam Richtung Alé Beach zurück.</p>


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        </div>


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<h4 class="wp-block-heading">Pulau Papan Bridge</h4>



<p>Am nächsten Tag tuckerten wir nach Pulau Papan. Einem anderen kleinen Dörfchen, dass aufgrund seiner langen Brücke bereits Bekanntheit erlangt hat. Die Brücke verbindet zwei Inseln und ermöglicht es den Kindern der einen Insel in die Schule, welche sich eben auf der anderen Insel befindet, zu gehen. Pulau Papan ist immer noch ein Fischerdorf, aber besitzt bereits ein Homestay, welches vom Dorfoberhaupt geführt wird. Am Ende des Dorfes sind bereits die ersten Bauarbeiten für Ressort-Bungalows zu erkennen. Auch hier wird also schon bald der Massentourismus Einzug erhalten.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Harmony Bay</h3>



<p>Es war an der Zeit das nächste «Ressort» zu besuchen. Vom Alé Beach sprang ich auf ein Boot, welches mich in der Harmony Bay absetzen würde. Die Harmony Bay, was zugleich der Name des Ressorts war, lag preislich knapp über meinem Budget. Gemäss einem niederländischen Pärchen, welches ich im Alé Beach kennengelernt habe, sei es jeden Cent wert. Ich muss dabei erwähnen, dass man sämtliche Unterkünfte immer mit drei Mahlzeiten, also als Vollpension bucht, da man sich schlicht nur im eigenen Haus verpflegen kann. Restaurant oder andere Resorts sind meist nur mit einem Boot zugänglich und auch dann verfügen Sie über keine Menükarte und kochen ausschliesslich für Ihre Gäste. Und rate mal was zu 90% serviert wir? Genau, Fisch und Reis.</p>



<p>Ich hatte nach dem Alé Beach nichts gebucht und da das Internet nicht funktionierte, schien mir die Harmony Bay eine akzeptable Alternative zu sein. Die Harmony Bay war schön. Zwar ziemlich eindeutig auf Pärchen ausgelegt aber sonnenbaden, schnorcheln und entspannen konnte ich auch gut allein. Beim Essen wurde versucht man etwas Abwechslung in den Reis und Fisch Alltag zu bekommen. Pfannkuchen oder Müesli zum Frühstück, Kokosnüsse als Snack und auch mal Pasta oder Curry zum Abendessen waren sehr willkommen.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Kadidiri und die Quallen</h3>



<p>Die Insel Kadidiri wurde mir von mehreren Reisenden empfohlen und glücklicherweise gab es eine Bucht mit mehreren Unterkünften. Ich checkte in den günstigsten Bungalow ein. Hier war alles wieder einfacher, aber ich gab mich ja bereits mit einem Bett, einer Dusche und Trinkwasser zufrieden. Auf Kadidiri investierte ich wieder mehr Zeit ins Lesen und unternahm einen Ausflug zum «Stingless Jellyfish Lake». Ein salzhaltiger See mit Quallen, die nicht stechen – klingt doch spannend. Der Name hielt was er versprach und so schwamm ich unglaublich nahe an die Quallen heran, ohne diese jedoch zu berühren. Die Quallen waren faszinierend und wirkten auf mich wie aus einem Science-Fiction Film.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Letzter Halt – Sunset Beach</h3>



<p>Mein vierter und letzter Aufenthalt war am Sunset Beach, wieder mit gleichnamigem Resort. Der Name war wohlverdient, denn die Sonnenuntergänge waren magisch. Geleitet wurde es von einer freundlichen und zuvorkommenden Russin, welche sich ebenfalls praktisch ununterbrochen auf Reisen befindet. Nebst der Eigentümerin gab es noch die Köchin/Putzfrau, sowie dessen Ehemann, der Kapitän des Bootes. Jedes Resort hatte sein eigenes Boot mit Kapitän, um die Einkäufe zu tätigen, die Gäste von einem anderen Resort abzuholen oder um Tagesausflüge anbieten zu können.</p>



<p>Eines Morgens sagte mir die Eigentümerin, dass Sie auf die Hauptinsel müsse, um Einkäufe zu tätigen und Abklärungen zu treffen. Die Köchin müsse dabei mitgehen, um beim Tragen zu helfen und der Kapitän müsse das Boot im Hafen warten lassen. Ich sei also für die nächsten Stunden auf mich allein gestellt. Ob dies ein Problem sei, frage sie mich noch: «…no worries, I will be fine…» antwortete ich mir mit grösstmöglichem Grinsen auf meinem Gesicht.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Robinson Crusoe</h4>



<p>Ich war also allein auf einer Insel. Niemand der mich sehen oder hören konnte. Auch die vorbeifahrenden Boote waren richtig weit weg. Ist ja klar was man in so einem Fall als allererstes macht?! Genau, splitterfasernackt ausziehen und umherrennen. Auch einfach mal am Strand stehen bleiben und drauflos schreien. Das beste Gefühl überhaupt. Wann hat man in seinem Leben denn schon die Gelegenheit dazu. Ok, das wäre abgehackt, was nun? Ich zog mir eine Badehose an, keine Ahnung wieso, und setzte mir zum Ziel eine Kokosnuss von der Palme zu holen. Ich wollte das Kokosnuss-Wasser trinken und das Kokosnuss-Fleisch essen. Gesagt getan. Klettern wollte nicht, denn die Palmen mit den reifen Nüssen waren verdammt hoch und ich dann doch allein auf einer Insel ohne Hilfe &#8211; nur falls doch etwas passieren würde.</p>



<p>So organisierte ich mir aus dem Dschungel einen richtig robusten Bambus-Pfahl, so gute sieben Meter lang. Ich fokussierte mich auf eine richtig fette Kokosnuss und fing an diese zu bearbeiten. Drehen, rütteln und schlagen. Zwischendurch schmiss ich eine kleinere Kokosnuss nach der grossen, erfolglos. Kurze Pause. Ich beschränkte mich auf das Abdrehen der Nuss und nach gefühlten 20 weiteren Minuten war es vollbracht. Die Kokosnuss schlug auf den sandigen Boden ein. Das Öffnen der Kokosnuss meisterte ich mit meinem Schweizer-Taschenmesser. Dabei wollte ich die Nuss nicht nur öffnen, sondern von der Aussenhülle befreien und schliesslich ein Loch schön oben mittig in der Spitze der Nuss haben. So weit so gut.</p>



<p>Beim Öffnen wollte ich die Nuss bestmöglich schön in zwei Hälften zerlegen. Das funktionierte ganz ok. Ich war mit meiner Arbeit zufrieden. Nach einer weitere Entdeckungstour durch den Dschungel und einer weiteren Schwimmeinlage, war es an der Zeit den Sonnenuntergang in aller Ruhe zu geniessen, bevor das Boot zurückkehrte und ich wieder in Gesellschaft war.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Weiterreise</h3>



<p>Nach einigen wunderschönen Tagen auf den Inseln, war es an der Zeit nach Tana Toraja weiterzuziehen. Mit der Fähre nach Ampana ans Festland und von dort über Tentena direkt in die mystische Stadt mit dem bizarren Totenkult.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Tana Toraja und der Totenkult</h2>



<p>Anfänglich war ich mir nicht sicher, ob ich die Stadt wirklich besuchen sollte, aber irgendwie wollte ich mir diese geschichtsträchtige und einzigartige Stadt dann doch nicht entgehen lassen. Ich versuche mal deren Brauch in eigenen Worten zu fassen. In Tana Toraja werden die verstorbenen Familienmitglieder einbalsamiert und in einem dafür vorgesehenen Zimmer gehalten, bis die Familie genügend Geld für die Beisetzung zusammengespart hat. </p>



<p>Die Häuser sehen aus symbolischen Gründen aus wie Schiffe und sind an sich sehenswert. Man glaubt, dass die Tote in jenen Schiffen von Wasserbüffeln ins Jenseits begleitet werden. Auch sind es die Büffel, welche die Himmelstore öffnen können. Je mehr oder grösser die Büffel, desto schneller wird das Familienmitglied in den Himmel geführt. Seltene Albino-Wasserbüffel beschleunigen die Fahrt nochmals.</p>



<p>Die Toten werden für die Zeremonie neu eingekleidet, um nochmals feierlich fotografiert zu werden. Je angesehener das Familienmitglied war, desto grösser muss die Zeremonie ausfallen. Eine grosse Zeremonie kann daher fünf, sechs oder sieben Tage andauern. Um auf die Wasserbüffel zu sprechen zu kommen, diese werden während der Zeremonie geopfert, also geschlachtet. Bei einer kleinen Zeremonie sind es vielleicht so 15 Wasserbüffel bei einer pompösen Beisetzung werden auch mal 120 Wasserbüffel und unzähligen Schweinen geschlachtet! Der Sarg besitzt ebenfalls eine spezielle Form und je nach Status des Verstorbenen erhält er auch eine geschnitzte Holzfigur von sich, welche seine Grabkammer oder seinen Sarg beschützt. Soviel zum geschichtlichen Teil und wie es mir erzählt wurde.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Zeremonie</h3>



<p>Ich durfte an einer grossen Zeremonie teilnehmen. Der Sohn des Hostelbesitzers, James, war so nett und führte mich mit dem Roller an ein solches Fest.<br>Kurze Zwischenbemerkung: Ich weiss nun wieso die Indonesier, im Gegensatz zu den anderen asiatischen Ländern, während dem Rollerfahren häufig einen Helm aufsetzten. Damit sie sich das Telefon zwischen Helm und Ohr klemmen und so während der Fahrt telefonieren können. Wieso eigentlich nicht.<br>Zurück zur Zeremonie. Es war der zweite Festtag dieser riesigen Zeremonie. An diesem Tag wurden alle Art von Gästen willkommen geheissen, also auch Touristen. Die grosse Schlachterei passierte am Folgetag und ohne mich.</p>



<p>Auf mein vieles Fragen hin, hat mich James wie folgt aufgeklärt. Jene Wasserbüffel, welche nicht während der Zeremonie verzehrt werden, werden an die umliegenden Dörfer, Schulen, Spitäler und Märkte gespendet. An sich ja gut, meint auch James, aber die Kosten der Wasserbüffel und der gesamten Zeremonie sind horrend. Ein normaler Wasserbüffel kostet umgerechnet etwa CHF 8000.—. Für einen grossen Albino-Wasserbüffel werden schon mal CHF 50&#8217;000.— fällig. James sagt dabei auch, dass er eigentlich keine Lust hat, sein gesamtes Leben nur dafür zu arbeiten, um die Zeremonie seiner Eltern und engster Verwandten mitfinanzieren zu können. Es respektiert seine Herkunft und seine Kultur sehr, aber eventuell sollten einige Anpassungen der Gebräuche vorgenommen werden.</p>



<p>Auch die Büffel tun ihm manchmal leid. Er meint zwar, dass jene Büffel nicht für die Arbeit genutzt werden dürften, da sie heilig sind und somit ein schönes Leben geniessen. Da aber die Anzahl und Grösse der Büffel lediglich etwas mit Prestige zu tun hat, sei es doch zwiespältig und würde durch das grosszügige Spenden des Büffelfleisches auch nicht wett gemacht werden. Die doch sehr veralteten Rituale sind darauf zurückzuführen, dass Tana Toraja erst vor wenigen Jahrzenten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und umgekehrt, meinte James.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Die Umgebung</h3>



<p>Tana Toraja ist nicht ganz so klein wie ich es vermutete. Viele der Sehenswürdigkeiten besuchte ich zu Fuss. Ich hatte die Distanzen etwas unterschätzt und aus einem gemütlichen Tagesausflug wurde eine Tageswanderung. Ich genoss die Umgebung, sprach hier und da mit den Einheimischen und wurde auch zu einem Kaffee eingeladen, einfach so. Die Umgebung war nett, friedlich und ruhig. Bis auf die speziellen Häuser, verwies nichts auf den altertümlichen Gebrauch in dieser Gegend hin. Ich konnte Tana Toraja ruhigen Gewissens abhaken und mich mit dem Nachtbus am nächsten Tag in Richtung Makassar begeben, wo ich schliesslich einen Flug nach Sumatra antreten wollte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Sumatra und die Primanten</h2>



<p>Meine letzten drei vollen Tage in Indonesien neigten sich dem Ende zu und ich wollte die wertvolle Zeit nicht ungenutzt lassen. Sumatra war gross, aber ich hatte genau ein Ziel im Auge, den Gunung Leuser Nationalpark bei Bukit Lawang. In diesem Park gab es vieles zu sehen, aber ich reist wegen den Hauptdarstellern dorthin: Den Orang-Utans. Der Gunung Leuser Nationalpark war einer der letzten Parks weltweit, in welchem sowohl semiwilde aber hauptsächlich wilde Orang-Utans leben!</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Von Makassar nach Bukit Lawang</h3>



<p>Die Anreise von Makassar nach Bukit Lawang war eine Zangengeburt. Allein das Vorhaben an einem Tag von Makassar nach Bukit Lawang zu gelangen, war ein Abenteuer. Der Flug von Makassar nach Medan verlief reibungslos. Die mehrstündige Busfahrt vom Flughafen durch die Grossstadt Medan nach Binjai war nicht aussergewöhnlich spektakulär. Nun drängte aber die Zeit. Es war bereits 18:00 und nach Bukit Lawang fuhren nur kleine klapprige Minivans bis etwa 18:15. Der Abfahrtsort der Vans war etwas versteckt. Ein netter Tuktuk-Fahrer nahm mich mit und fuhr mich zur gewünschten «Station». Dort wartete der letzte Bus, der lediglich noch dort Stand, weil er, wie so üblich, verspätet unterwegs war. Nur noch eine Fahrt und ich wäre in Bukit Lawang. Das Problem, welches mir bereits im Vorfeld bekannt war, war die Taxi-Mafia.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Taxi Mafia</h3>



<p>Da Bukit Lawang ein touristischer Ort ist, dachte sich wohl jemand, dies zu seinen Gunsten zu nutzen und ein Geschäft daraus zu machen. Bah, da könnte ich mich in Rage schreiben. Konkret, diese Kriminellen verlangen von Touristen das mehrfache der normalen Fahrkosten, bezahlen den Fahrer des Minivans die üblichen Fahrkosten und behalten den Rest für sich. Normalerweise bezahlt man den Fahrer, aber genau dies wurde verhindert. So richtige Huhrensöhne. Die Taxifahrer sind natürlich eingeschüchtert und tun nichts dagegen, wieso auch. Sie kriegen ja ihr Geld und wollen sicherlich kein Problem mit der Bande.</p>



<p>Ich wusste, dass die eigentliche Fahrt umgerechnet CHF 2,50 kostet. Sie wollten aber CHF 12,50. Nun kann einer denken, dass es sich lediglich um CHF10.— handelt. In Indonesien sind das aber ganze sechs Mahlzeiten, also so gesehen eine Menge Geld. Ich weigerte mich den Betrag zu zahlen und stieg in den Bus ein. Noch bevor ich meinen Rucksack drin hatte, griff mich ein Typ, wohl das grösste aller Arschlöcher, am Arm uns sagte: «you pay now or you stay here».</p>



<p>Der Typ war sowohl kleiner, als auch schmaler als ich und zudem hässlich wie ein Schirmständer. Er trug eine offensichtlich zu grosse schusssichere Weste und hatte zu viel Parfum aufgetragen. Ich war einfach nur müde und wollte endlich ankommen, also gab ich nach und sparte mir jegliche despektierliche Äusserung. Wir einigten uns auf CHF 7.50, ich hatten die letztmögliche Fahrgelegenheit nach Bukit Lawang und sie wieder einen Touristen mehr abgezogen. Alle waren Happy.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Homestay vom Ranger</h3>



<p>Während der Fahrt textete ich meinem Homestay, dass ich auf dem Weg sei. Freundlicherweise schickte der Besitzer gleich seinen Nachbarn an die Bushaltestelle. Ich wurde also herzlich empfangen und mit dem Motorrad direkt zum Homestay gefahren &#8211; kostenlos. Im Hostel lernte ich gleich die Familie kennen, wobei der Hausherr zugleich auch ein Parkranger  war &#8211; einer der Besten! Ohne Begleitung durfte man ohnehin nicht in den Nationalpark. Zu gefährlich war der Mensch für die Natur, nicht etwa umgekehrt.</p>



<p>Putra hiess der gute Mann, der mir sowohl ein Dach über dem Kopf sicherte, als auch den Park zeigen würde. Putra strahlte vor Lebensfreude, wuchs direkt neben dem Nationalpark auf und war einer der erfahrensten Guides in Bukit Lawang. Jeder kannte Putra und Putra kannte jeden. Putra behandelte den Nationalpark wie eines seiner Kinder und er wollte mir die bestmögliche Erfahrung bieten, ohne dabei etwas garantieren zu können. Ich liess ihn wissen, dass ich wegen den Orang-Utans da wäre, aber ich es ihm überlassen würde, wie und wo wir durch den Park streifen. Ich sei fit und für jeden Spass zu haben.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Bobby der King</h3>



<p>Der grosse Tag war da und trotz der begonnenen Regensaison waren nur wenige dünne Wolken am Himmel zu sehen. Putra, gut gelaunt wie immer, klärte mich kurz über das wichtigste auf, bevor wir uns in einem zügigen Tempo in Richtung Park bewegten. Putra war zwar nur etwa 1,55m gross, aber der Mann hatte Beine wie ein Radfahrer und eine Kondition wie ein Triathlet. Oli, das wird kein Spaziergang im Park, sondern ein OL auf Olympia-Niveau – aber ich war so was von bereit für das Abenteuer.</p>



<p>Putra kannte den Park zu gut. Je länger wir durch den Dschungel marschierten, desto unruhiger wurde Putra. Wir sahen, den coolen Thomas Leaf Affen, der wegen seiner Frisur auch Punky Monkey genannt wird, weisse Gibbons welche einen saugeilen Schrei von sich geben, etwa 3cm grosse Riesenameisen, Schmetterlinge in allen Farben und plötzlich der König des Parks höchstpersönlich – einen riesigen männlichen Orang-Utan. Putra strahlte übers ganze Gesicht. “We are so lucky. That is a wild and huge male orang-utan. The biggest one I have seen for a long time”. Putra kannte jeden semiwilden Orang-Utan beim Namen. Dieser war keiner von Ihnen. Wir bestaunten den Orang-Utan für etwa 20 Minuten. Es gesellten sich andere Ranger mit Touristen dazu und allesamt waren wir ruhig, sprachen kaum ein Wort und staunten.</p>



<p>Der Primate oben im Baum erhielt von mir den Namen Bobby. Ich habe Bobby direkt in die Augen geschaut und er erwiderte meinen Blick. Verblüfft über die Gesichtszüge, die Mimik und Gestik vergass ich beinahe Bobby abzulichten. Das leichte Grinsen und der neugierige Blick waren so unglaublich menschenähnlich, dass ich Gänsehaut bekam. Bobby hangelte sich weiter und verschwand innert Kürze im dichten Dschungel. Für genau jene Momente reise ich – Gänsehautmomente.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Füttern verboten</h3>



<p>Wir schlichen weiter durch den Dschungel und trafen nach kurzer Zeit auf einen weiblichen Orang-Utan. Diese war nicht halb so gross wie Bobby aber hangelte elegant durch die Bäume, immer auf der Suche nach Futter. Nach kurzem beobachten gingen wir auch weiter. Ich war bereits überglücklich. Wir gönnten uns einige Früchte als Snack. Anschliessend vergruben wir die übriggebliebenen Früchte und Schalen. Der Grund, sowohl die semiwilden aber besonders die wilden Affen dürfen nicht gefüttert werden. Dazu zählt auch das Hinterlassen von Früchten. Ich war erfreut zu sehen, wie sehr die wilde Natur hier berücksichtig wird. Nach etwa einer weiteren Stunde und unzähligen gesichteten Käfern, Vögel und anderen Dschungelbewohnern trafen wir auf Mina.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die weltbekannte Mina</h3>



<p>Putra hielt plötzlich an und schaute sich um. «Don’t move Oli, stay right there. This is Mina». Ok, dachte ich mir und blieb wie angewurzelt stehen. Ich lächelte als der Orang-Utan auf uns zu kam. Putra wurde nervös. Mina streckte die Hand aus und Putra reichte ihr Bananen. Eine nach der anderen. Ich dachte so: Was? Warum fütterst du jetzt diese Mina? Dann meinte Purtra: «ok, she has a good day. And there is her baby. Feel free to take pictures from her”. So lichtete ich Mina mit dem Baby ab. Süss die beiden, dachte ich mir.</p>



<p>Nun zu der Geschichte hinter Mina. Mina war eines der ersten semiwilden Orang-Utans, welche im Nationalpark freigesetzt wurde. Mina hatte eine aggressive Art, welche auf ihre traumatische Kindheit zurückzuführen ist. Man versuchte Mina bestmöglich zu rehabilitieren, aber auch Orang-Utans sind intelligente Wesen und vergessen nicht. Darum hat Mina eine Abneigung gegen Menschen. Eines Tages griff sie einen Ranger an, wonach der Ranger sie mit einem Schlag ins Gesicht in die Flucht trieb. Eine traurige Geschichte. Minas Narbe im Gesicht ist heute noch sichtbar.</p>



<p>Mina kann in der Wildnis überleben, keine Frage. Aber die Rangers haben sich dazu entschieden Mina zu füttern sobald sie aufkreuzt, um sie zu beruhigen. Wenn möglich versucht man sie zu umgehen. Die Ranger wollen sie auf keinen Fall mit Futter anlocken. Die Situation ist unbefriedigend, dass wissen auch die Ranger. Denn das Baby wächst so ja halbwild auf. Aber man wollte Mina nicht mehr schlagen müssen oder sie gar einschläfern. Ich lernte also die berühmte Mina kennen, bevor wir uns auf den Rückweg begaben. Den Rückweg bezwangen wir mit Hilfe eines selbstgebauten Gummiflosses. Das Rafting war der perfekter Abschluss eines sehr gelungen Tages.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Danke Indonesien</h3>



<p>Es war an der Zeit Indonesien zu verlassen. Indonesien hat mich auf so viele Arten bereichert. Ich konnte einige Punkte von meiner Bucket-Liste streichen, lernte neues Essen, andere Kulturen, das Surfen, neue Freunde und die atemberaubendste Persönlichkeit meines bisherigen Lebens kennen – Denise. Dieses Land wird immer ein Ehrenplatz in meinem Herzen halten. Indonesien, ich komme wieder. Nächster Halt: Philippinen!</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/sulawesi-sumatra-neue-inseln-robinson-crusow-und-primaten/">SULAWESI &amp; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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		<title>KUTA &#8211; EIN ZUHAUSE, DAS SURFEN UND EIN SCHWERER ABSCHIED</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 05:07:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kuta auf Lombok In diesem Blogpost will ich über unseren Monat auf Kuta berichten. Von der Rückreise nach Kuta über die Visa-Verlängerung und dem Surfen<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/kuta-ein-zuhause-das-surfen-und-ein-schwerer-abschied/">KUTA &#8211; EIN ZUHAUSE, DAS SURFEN UND EIN SCHWERER ABSCHIED</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Kuta auf Lombok</h2>



<p>In diesem Blogpost will ich über unseren Monat auf Kuta berichten. Von der Rückreise nach Kuta über die Visa-Verlängerung und dem Surfen bis hin zur Abreise von Denise.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Flores</h2>



<p>Nach unserem Bootstrip von Lombok nach Flores, gönnten wir uns eine Verschnaufpause in der nordöstlichen Hafenstadt Labuan Bajo. Flores war bekannt für seine grünen Wälder, schönen Wasserfälle, antiken Dörfer und atemberaubenden Landschaften. Uns war auch bewusst, dass sich eine Erkundungsreise durch Flores gerade jetzt, da wir uns bereits auf der Insel befänden, anbieten würde. Aber wir wollten surfen. Wir sehnten uns nach einem zu Hause weg von zu Hause. Einem Ort, an dem wir mehrere Wochen bleiben würden. Wir wollten unser Gepäck einfach mal ausgebreitet liegen lassen, ohne nach wenigen Tagen wieder aufbrechen zu müssen. Flores bleibt auf meiner Liste und ich werde die Insel zu einem späteren Zeitpunkt bereisen, garantiert. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fähre &#8211; Bus &#8211; Fähre &#8211; Minibus &#8211; Minivan</h2>



<p>Eine 28-stündige Reise lag vor uns. Wir entschieden uns gegen den Flugtransport und für den längeren, mühsamen, aber günstigeren Land- und Wasserweg. Eine Fähre brachte uns von der Hafenstadt zur westlichen Insel West Nusa Tanggara. Juhu, wieder einige Stunde auf einem Boot! Stunden später erreichten wir das Festland. Die Busse warteten bereits ungeduldig auf uns Passagiere. Wir hatten uns vorgängig über die Preise informiert. Da unterschiedliche Busse und Anbieter zur Auswahl standen und die Konkurrenz gross war, konnten wir den Preis grosszügig drücken.</p>



<p>Nach einem guten Deal und der mehrstündigen Busfahrt, mussten wir mitten in der Nacht auf die Fähre umsteigen. Das zumindest haben wir aus den Worten: «you go boot, no bus, no swim» des Fahrers verstanden. Denise war gerade eben eingeschlafen und nach dem ruppigen Aufwachen entsprechend angeschissen. Mittlerweile waren wir bereits gut 18 Stunden ununterbrochen unterwegs. Auf der Fähre suchten wir Schlaf. Dies wurde von den Verkäufern auf der Fähre aber verunmöglicht, da diese ununterbrochen: «Nasi Goreng, Nasi Goreng» schrien! Müssen wohl Misanthropen sein. Wer sonst schreit unaufhörlich Nasi Goreng mitten in der Nacht auf einer Fähre, während sich Passagiere nach Schlaf sehnen.</p>



<p>Morgens um sechs dann erreichten wir die Ostküste von Lombok – endlich. Wir hatten es bald geschafft. Wir wurden zum nächsten Busterminal chauffiert, wo wir unseren letzten Transport zum Hostel arrangierten. Gute 28 Stunden später erreichten wir unsere gebuchte Bleibe für die nächsten 2 Tage – Hallo Kuta.</p>


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        </div>


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<h2 class="wp-block-heading">Hallway Homestay und Mutti Uyun </h2>



<p>Die Reise war überstanden und wir hatten es ohne Umweg und Verluste zurück nach Kuta geschafft. In Kuta fühlten wir uns wohl. Nun suchten wir eine Unterkunft für die nächsten vier Wochen. Bedingungen: Ein Privatzimmer in der Nähe des Zentrums mit funktionaler Warmwasser-Dusche, einer ausgestatten Küche (idealerweise mit Standmixer für Smoothies), Klimaanlage und gutes WiFi. Ja, wir stellten hohe Ansprüche. Das Ganze durfte dabei nicht mehr als CHF 10.— pro Nacht kosten, also 5.— pro Person. Auf den Portalen Booking, Agoda und Hostelworld fanden wir nichts was unseren Ansprüchen genügen würde. Auch als wir uns im Zentrum und in der näheren Umgebung an den «Rooms available»-Schildern orientierten, wollte nichts Perfektes dabei sein. Letzte Chance Air-B&amp;B.</p>



<p>Ich hatte Air-B&amp;B in Asien nie wirklich in Betracht gezogen, aber es konnte ja nicht schaden. Die Auswahl war gering, aber darunter war ein Juwel – Hallway Homestay. &nbsp;Wir machten uns auf den Weg die Bleibe und die Gegend zu besuchen. Vor Ort trafen wir Uyun – der Boss auf dem Platz. Ihrem Mann gehörte dieser Bungalow-Komplex, wenn man es so nennen will. Aber Uyun hatte klar die Hosen an. Wir schauten uns das Zimmer an und es war perfekt! Alle unsere Bedingungen schienen erfüllt. Nun ging es um den Preis und Uyun hatte Verhandlungsgeschick. Wir einigten uns auf exakt CHF 10.— pro Nacht inklusive Frühstück. Was für ein Deal! Ein Deal der alle glücklich stimmte!</p>



<p>Nachdem uns Uyun noch einen Roller zu einem Spotpreis organisieren konnte, fuhren wir zu unserem alten Hostel, packten unsere Sachen, checkten aus fuhren zurück zu unserem neuen zu Hause, schmissen unser Gepäck in eine Ecke und zelebrierten unsere neue Bleibe, die warme Dusche, das offerierte Frühstück und das verdammt geile Leben!</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">To-Do Liste Kuta</h2>



<p>Ganz ohne Verpflichtungen und ohne Hausaufgaben blieben wir
dann doch nicht in Kuta. Auf unserer To-Do Liste waren folgende Punkte
aufgeführt. Denises Reisepass in Mataram abholen, Oli’s Visarun, Surfen, Denise
musste einen Job in Australien finden, Surfen, Lion King 2 gucken, Handstand
üben, zusammen kochen, Surfen, ein Blogbeitrag schreiben, Einen Kaffeefilter
bauen (da die Indonesier einfach nicht wissen wie man einen Kaffee zu trinken
hat – sorry) und zu guter Letzt das Surfen!</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Mataram – Visa und Spielhallen</h2>



<p>Denise hatte Ihre Visaverlängerung beantragt, noch bevor wir
den Bootsausflug nach Flores anraten. Entsprechend mussten wir den ihren Pass
nur noch in Mataram auf der Imigrasi abholen. Dies lief wie geschmiert. Die einstündige
Anreise sollte nicht nur des Reisepasses wegen sein. Wir verbrachten die
restliche Zeit des Tages damit in Einkaufszentrum rumzuirren wobei wir eine
Spielhalle entdeckten. EINE SPIELHALLE! Vom Airhockey-Tisch über ein
Shootergame zum Virtuellen-Motorradrennen und Tanzwettbewerb – unser inneres
Kind war geweckt! Wir kauften uns die benötigten Credits und probierten die
besten Spiele aus. Wir lachten, schwitzten, fluchten und lachten wieder. Denise
konnte zwar den Gesamtsieg einheimsen aber bei der Königsdisziplin, Airhockey,
konnte ich meine Ehre wahren.&nbsp; </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Visarun</h2>



<p>Ich hatte bereits zwei Monate in Indonesien verbracht und
wie es sich herausstellte, waren 60 Tage bei weitem nicht genug. Ich brauchte
mehr Zeit für dieses wunderbare Land. Zwei Monate in Indonesien bedeuteten auch,
dass ich mein Visa nicht mehr im Land selber verlängern konnte. Ich musste also
das Land verlassen und erneut einreisen, um ein gültiges Visum für die nächsten
30 Tage, mit der Option auf 60 Tage zu verlängern, zu erhalten. Ein klassischer
Visarun stand mir bevor. Ich suchte den günstigsten Flug vom nahegelegenen
Flughafen in Lombok nach «mir absolut egal» wohin. Die Suche ergab, dass Kuala
Lumpur (KL), Malaysia die günstigste Destination für einen Hin- und Rückflug
war – natürlich am selben Tag. Ich kaufte einige Snacks, packte meinen Laptop
und die Kopfhörer in meinen Daypack und tritt meinen kleinen Tagesausflug an.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Lombok – Kuala Lumpur – Lombok</h2>



<p>Morgens um sechs Uhr bestieg ich den Flieger und landete pünktlich in KL. Nach Erkundigung des Flughafens setzte mich in das günstigste Restaurant mit WiFi – ein Burger King. Ich arbeitete an einem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Blogpost  (öffnet in neuem Tab)" href="https://thebigstep.ch/blog/lombok-flores-ueber-matrosen-travelhacks-und-olis-glueck/" target="_blank">Blogpost </a>bevor es Zeit wurde meinen Rückflug anzutreten. Gleiches Prozedere wie auf dem Hinflug. Beim betreten des Flugzeuges begrüsste mich die gleiche Crew wie bereits auf dem Hinflug. Ein eigenartiger Moment.</p>



<p>In Lombok angekommen dachte ich mir die Einreise würde einfach von der Hand gehen – aber da waren ja wieder die Offiziellen von der Einwohnerbehörde. Der Herr war korpulent, um es höflich zu beschreiben. Er hatte eine stramme Frisur und ein unehrliches Lächeln im Gesicht. Die Frau vor mir, sie hielt einen französischen Pass, hatte denselben Tagesausflug wie ich hinter sich – ein Visarun nach KL. Die Beamte bohrte bei ihr unaufhörlich nach, wieso sie denn am selben Tag ein uns ausreiste und wieso sie sich so lange in Indonesien aufhalten würde und ob sie einer Arbeit nachgehe. Es war 22:30 und weder sie noch ich hatten die Nerven sich mit den Beamten zu streiten. Nachdem sie die Beamten überzeugen konnte, dass sie lediglich reise, erhielt sie den Einreisekleber und Stempel.</p>



<p>Ich war an der Reihe. Gleiches Spiel. Ich sagte, ich könne ihm die Fotos meiner Destinationen, meine Reiseroute und meine Homepage zeigen – ich will bloss Indonesien bereisen. Ich war zu müde und mir war nicht nach Spiel und Spass – darum setzte ich auch kein Lächeln mehr auf. Erstaunlich schnell nickte er, stempelte den Pass und gab mir noch den Tipp – «next time, apply for a six month visa – that’s the cheaper option» Ich solle also von Beginn an ein sechs Monate Visa beantragen, dies sei günstiger. Jajaja dachte ich mir. Eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung würden seiner Figur zugutekommen – dachte ich laut vor mich hin.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Surfen</h2>



<p>Ich wollte endlich surfen. Kuta war ein idealer Ausgangspunkt, um mit dem Surfen zu beginnen. Denise stand bereits zwei oder drei Male auf dem Surfbrett. Ich genau einmal und das vor gefühlten fünf Jahren. Wir erkundeten uns bei Mutti Uyun, welcher der richtige Strand für Anfänger sei, wonach sie uns den Ort auf der Karte zeigte.</p>



<p>In den folgenden vier Wochen verbrachten wir unzählige Stunden am Strand, im Wasser und natürlich auf dem Board. Wir blieben unserem Surfshop, Hary’s, treu. Er, sowie die anderen Surfer und Surflehrer dort, wurden zu Freunde. Das Surfen haben wir uns schrittweise selbst beigebracht. Wir haben uns unzählige Surfvideos angeschaut, die Einheimische um Tipps gebeten und natürlich stundenlang geübt. Unzählige Male wurden wir von der Wucht der Wellen unter Wasser gedrückt, mitgerissen oder einfach weggespült. Öfters frustrierend aber immer wieder lehrreich. Wir halfen einander und gaben uns Tipps. Denise spürte es, sobald ich unkonzentriert, ungeduldig oder hungrig wurde – ohne dass ich es je zugeben wollte. Sie behielt natürlich recht.</p>



<p>Wir wurden besser, Welle für Welle. Wir machten beachtliche Fortschritte und wechselten bereits nach kurzer Zeit vom Anfängerboard zum fortgeschrittenen, kürzeren und schmaleren Hardtop. Jeder Tag auf dem Surfboard endete mit brennenden Schulter- und Rückenmuskeln sowie neuen Schnitten an den Füssen und Beinen. Dabei immer begleitet von einem unglaublichen Glücksgefühl. Ich liebte es. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Kaffeefilter</h2>



<p>Der Kaffee in Indonesien ist an sich ganz ok. Aber die Weise wie er serviert und getrunken wir, damit konnte ich mich nicht anfreunden. Der gemahlene Kaffee wird nicht gefiltert. Stattdessen wird das Pulver in eine Tasse gegeben und mit heissem Wasser aufgegossen. Kurz umrühren, zwei Minuten sitzen lassen und geniessen. Gegen Ende musste man dann vorsichtig schlürfen, um nicht etwas den Kaffeesatz zu trinken. Nein, so will ich meinen Kaffee nicht trinken. Ich wollte meine Tasse Kaffee geniessen, ohne dabei zu achten, ob ich bereits am Kaffeesatz nuckle oder nicht.</p>



<p>Denise war mit einem nachgewiesenen IQ von 129-134 hochbegabt. Ich als Ingenieur liebe das Lösen von Problemen und Optimieren von Systemen. Wäre ja gelacht, wenn wir für ein solch einfaches Problem keine kostengünstige Lösung finden würden. So geschah es, dass Denise aus normalem Haushaltspapier einen Filter designte und faltete, während ich eine PET-Flasche zu einem Filter-Chassis umfunktioniert. Das Resultat war ein funktionaler Kaffeefilter.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Travelhack</h2>



<p>Mein Travelhack für diesen Blogpost: Lokale SIM Karten. Wo immer man in Südostasien hinreist, sollte man sich eine einheimische SIM-Karte beschaffen. SIM Karten werden oft an jeder Ecke verkauft und kosten meistens CHF 1.&#8211; bis 3.&#8211;. Das Datenpaket, welche man sich dazukauft, kostet in der Regel zwischen CHF 5.— bis 15.— pro Monat, je nach gewünschter Datenmenge. Mit dem Internet auf dem Smartphone ist man frei. Man kann sich günstige Taxis/Grab/Uber bestellen, die besten Hostelangebote von unterwegs reservieren, Musik hören, auf der Reise Bücher herunterladen, Wörter übersetzen und mit Freunden und Familie kommunizieren, ohne dabei auf ein WiFi angewiesen zu sein.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Küche mit dem Wellblechdach</h2>



<p>Endlich wieder eine einigermassen ausgestattete Küche. Wir vermissten
Smoothies, selbstgemachtes Knoblauchbrot und Pasta al dente. Daher gönnten wir
uns fast täglich eine selbstgemachte Leckerei. Es harmonierte in der Küche.
Selbst mit den stumpfen Messern und viel zu kleinen Schneidebrettern,
harmonierte es zwischen uns. Denise wusste wie man ein gutes Shakshuka
zubereitet und so stand dieses Gericht öfters auf dem Speiseplan. So geschah
es, dass währenddessen sie Tomaten einkochte und ich den Knoblauch und die
Zwiebeln hackte, es plötzlich auf dem Wellblechdach über uns knallte – BAAAM! «What
the fuck?! What was that?» Es waren der Einschlag einer Kokosnuss. Die
Kokosnüsse fielen von der 15m hohen Palme runter auf das Dach über unseren
Köpfen und erzeugten dabei ein gewaltigen Knall. Beim ersten Mal habe ich mir
fast in die Hosen geschissen. Danach erschreckte ich mich nur noch – jedes Mal
fast zu Tode. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ernährung</h2>



<p>In Indonesien veränderte sich meine Ernährungsweise
ungewollt. Fleisch vom Rind war teuer. Schweinefleisch gab es, aufgrund des
gelebten muslimischen Glaubens auf der Insel, nicht. Ich musste mich mit Poulet
und Fisch begnügen. An einem durchschnittlichen Tag ass ich Reis mit Gemüse,
Tempe, Eier, Bananen, Mangos und Pfannkuchen. Dabei verzichtete ich auf
Süssgetränke, trank viel Wasser, gönnte mir meinen Tee und Kaffee hauptsächlich
schwarz und reduzierte meinen Alkoholkonsum auf ein Minimum. Die billigste
Flasche Wein kostete schliesslich CHF 20.— und war dennoch ungeniessbar. Guter
Wein kostete entsprechend mehr. Trotzdem gönnten wir uns hier und da ein Glas
Wein, ein kühles Blondes oder ein Cocktail. Zusammen mit dem vielen Surfen,
Schnorcheln und Laufen, fühlte ich mich tatsächlich so fit wie lange nicht
mehr. Läuft soweit.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Essenskultur</h2>



<p>Die indonesische Küche war an sich abwechslungsreich, wobei
Reis oft die Basis für praktische jede Mahlzeit bildet. Aber auch in Sachen
Desserts gibt es die eine oder andere Köstlichkeit. Rückblickend entdeckte ich
für mich das Dessert Terang Bulan – ein überdimensionaler und kalorienreicher
Pfannkuchen. Aber auch Gado Gado, ein Warmer Salat mit Erdnuss-Sauce, Satay
Spiesse sowie die Klassiker Nasi- und Mi Goreng (gebratener Reis oder Nudeln
mit Gemüse oder Poulet) oder Nasi Campur (Reis mit unterschiedlichen Zutaten
von Buffet wie Tempe, Eier, Gemüse, Curry, Fish) sind nicht zu verachten.</p>



<p>Am Tag besuchten wir meistens die lokalen und günstige
kleinen Restaurants namens Warung. Nasi Campur stand immer weit oben auf der
Liste. Man konnte sich buffetmässig sein sättigendes Essen zusammenstellen
lassen &#8211; für umgerechnet CHF 1 &#8211; 1,50. Aber natürlich durfte es auch mal eine
Poke-Bowl für CHF 5.&#8211; beim Restaurant um die Ecke sein. Wir liessen es uns auf
jeden Fall gut gehen. </p>



<p>Kleine Anmerkung, die Indonesier essen ohne Messer. Wenn
nicht gerade mit den Händen gegessen wird, findet man im Restaurant/Warung nur
Löffel und Gabel. Das Essen wir meistens in entsprechend mundgerechten Stücken
zubereitet, sodass nichts geschnitten werden muss. Wenn man grossen Hunger
mitbringt, kann man das Gericht einfach in sich hinein schaufeln. Höchst
effizient.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Faszination</h2>



<p>Nachdem Denise mir bereits die Ukulele-Grundlagen und den
Handstand beibrachte, lehrte sie mir täglich neue Dinge – oft unbewusst.</p>



<p>Sie spricht ein unfassbar reines Englisch, begleitet von
einem immensen Wortschatz. Selbst Engländer halten es oftmals für unmöglich,
dass sie als gebürtige Holländerin, nie in England gelebt hat. Aufgrund dessen
bat ich sie mich zu korrigieren, alsbald ich mich falsch oder unschön auf
Englisch ausdrückte.</p>



<p>Sie vermittelte mir die Bedeutung von Akkuratesse und die Nützlichkeit der Sorgfalt und die Liebe zum Detail. Beispielsweise spielte es eine Rolle ob die Ukulele genau abgestimmt war und nicht etwa nur soso lala. Beim Surfen war es wichtig auf die richtige Welle zu warten und dabei das Momentum des Aufstehens abzuwarten. Beim Zuhören einer Geschichte spielen oftmals Details eine zentrale Rolle.</p>



<p>Weiter lehrte sie mir die Meinung unwichtiger oder
unbedeutenden Personen nicht zu stark zu gewichten. Auch mal etwas zu tun, ohne
sich Gedanken zu machen was andere davon halten – einfach machen. Daran muss
ich mich noch herantasten.&nbsp; </p>



<p>Es war auch Denise die mir zeigte, dass man sich des Öfteren
etwas gönnen muss. Bis anhin hatte ich eine «hauptsache günstig»-Einstellung.
Dabei ist es besonders während einer Reise mit einem geringen täglichen Budget
wichtig, dass man sich auch mal etwas gönnt. In unserem Fall war das der Wein
mit gutem Käse, ein Essen beim Italiener oder ein Privatzimmer mit warmer
Dusche.</p>



<p>Ich bin immer noch unglaublich fasziniert von ihrer ehrlichen
und offenen Persönlichkeit. Geschmückt mit Sarkasmus und Humor. Basierend auf
ihrer atemberaubenden Erscheinung und der imponierenden Intelligenz – Ich hatte
den Glauben an so etwas Schönes bereits aufgegeben. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Australien</h2>



<p>Für das Reisen benötigt man Geld. Denise war, wie ich auch, seit bald knapp einem Jahr unterwegs. Dabei neigte sich Ihr Budget langsam dem Ende zu. Damit sie nicht in die Niederlande zurückkehren musste, verschaffte sie sich ein Work &amp; Travel Visa für Australien. Dieses Visa erlaubt es ihr in Australien zu arbeiten und Geld zu verdienen um anschliessend weiterreisen zu können. Als Schweizer können wir leider kein solches Visa beantragen. Australien ist dabei ein sehr teures Land. Das Problem liegt also auf der Hand. Denise wird für die nächsten Monate in Australien Geld verdienen und ich werde leider vorübergehend nicht mehr bei ihr sein können. Wir beide wussten um die bevorstehende Situation. Der Tag der Verabschiedung näherte sich unaufhaltsam. Natürlich vergehen die Tage welche man mit einem geliebten Menschen verbringt viel schneller als die Zeit ohne diesen Menschen. Gerade hatte ich mich an ihre Wärme, ihre erfrischende Persönlichkeit und ihre Liebe gewohnt und schon mussten wir uns vorübergehend voneinander trennen. Die letzten beiden Tage waren wunderschön und unterhaltsam aber auch intensiv und emotional. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Der schwerste Abschied</h2>



<p>Der Tag war gekommen. Ich fuhr Denise mit dem Roller zum internationalen
Flughafen Lombok. Wir liefen zum Schalter und checkten Ihren grossen Backpack ein.
Dabei behielten wir beide die Fassung. Wir lächelten uns zu, schauten uns in
die Augen. Gesprochen haben wir dabei nur wenig. Meine Augen waren feucht und
meine Lippen zitterten unaufhörlich. Nach dem Check-in schnappte sich Denise ihre
Ukulele und ich ihren Daypack. Über die Rolltreppe liefen wir Hand in Hand zur
Passkontrolle und hielten kurz davor an. Wir fielen uns in die Arme und weinten
drauflos. Ich heulte wie ein Schlosshund. Ich war nicht im Stande zu sprechen. Kennst
du das Gefühl, wenn kein Ton aus dir rauskommt, wenn dir die Stimme wegbleibt –
genau das passierte gerade mit mir. Ich wollte ihr noch ein letztes Mal sagen,
was sie mir bedeutete und dabei kam kein Piep über meine Lippen. Und weil
Denise eben Denise ist und über ein unglaublich gutes Gespür verfügt, sprach
sie mir mit bebender Stimme von der Seele und fragte: «you can’t talk right?».
Sie hatte recht, ich konnte nicht sprechen. Wer würde da nicht gleich wieder
anfangen zu weinen. Es war mir egal was die vorbeilaufenden Passagiere dachten,
für mich gab es in diesem Moment nur Denise. So vergingen einige der
intensivsten Minuten meines Lebens.</p>



<p>Es wurde Zeit, sie sollte auf keinen Fall ihren Flug verpassen. Noch ein letzter Kuss gefolgt von einem «I love you». Dann passierte Denise die Passkontrolle legte ihr Gepäck auf das Rollband und reihte sich hinter dem Personenscanner ein. Unsere Blicke wichen nicht voneinander. Denise war an der Reihe passierte die Schranke und war weg. In diesem Moment fühlte ich wie jemand gerade ein Teil von mir weggerissen hat.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Und jetzt?</h2>



<p>Denise und ich sind uns einig, wir glauben an unsere
Beziehung. Es ist zwar ein ganz schöner Kraftakt eine so junge Beziehung, über
einen längeren Zeitraum und dieser Distanz aufrecht zu halten. Jedoch will ich
für Denise nichts unversucht lassen. Auch Denise empfindet gleich.<br>
Beim Gedanken an Vertrauen läuft es mir verständlicherweise kalt den Rücken
runter. Aber so spielt das Leben. In dem Sinne, Herausforderung angenommen!</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/kuta-ein-zuhause-das-surfen-und-ein-schwerer-abschied/">KUTA &#8211; EIN ZUHAUSE, DAS SURFEN UND EIN SCHWERER ABSCHIED</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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		<title>LOMBOK &#038; FLORES &#8211; ÜBER MATROSEN, TRAVELHACKS UND OLI&#8217;S GLÜCK</title>
		<link>https://thebigstep.ch/blog/lombok-flores-ueber-matrosen-travelhacks-und-olis-glueck/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Nov 2019 08:42:21 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/lombok-flores-ueber-matrosen-travelhacks-und-olis-glueck/">LOMBOK &#038; FLORES &#8211; ÜBER MATROSEN, TRAVELHACKS UND OLI&#8217;S GLÜCK</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Freiwillig gefangen in Indonesien</h2>



<p>Nach den ereignisreichen Wochen auf Bali und den Nusa Inseln,
soll nun die Gegend weiter im Osten bereist werden. Gili, Lombok und Flores
versprechen ordentlich Stoff, worüber geschrieben werden muss. In dem Sinne,
auf geht’s. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Gili Trawangan – Oh, hey there!</h2>



<p>Ich konnte es kaum erwarten nach Gili Trawangan zu reisen. Ich wusste um das hohe touristische Aufkommen auf der Insel. Dennoch war ich schon immer darum bemüht, mir meine eigene Meinung über Orte und Sehenswürdigkeiten zu bilden. Die anhaltende Vorfreude verdankte ich sicherlich meinem Empfangskomitee: Denise. Ich hielt Sie auf dem Laufenden in der Hoffnung, dass wir uns bereits am Hafen wiedersehen würden – und so geschah es. Das Boot lief im Hafen ein und ich sah sie bereits ungeduldig am Strand stehen. Aufgrund der getönten Scheiben konnte ich sie, sie aber mich nicht sehen. Ich eilte aufs Deck, lief über die schmale Treppe runter zum Sandstrand und schnurgerade auf Denise zu. Meine Knie wackelten und meine Pumpe raste wie verrückt, das Atmen fiel mir schwer und mein Grinsen war unkontrollierbar. «Oh, hey there» war alles was ich in diesem Moment über die Lippen brachte.<br><br>Nach der Begrüssung, auf die ich mich sehnlichst gefreut hatte, stellte Denise dann eine berechtigte Frage: «Where is you big backpack?» Ach ja, scheisse, mein Rucksack. Dieser wurde von der Crew am Strand abgeladen. Denise war zwar bei weitem mein wertvollstes Hab und Gut – auf den Rucksack wollte ich allerdings nicht verzichtet. «Thank you Denise» und hallo Gili Trawangan. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Aktivitäten</h3>



<p>Gili T, wie die Insel umgangssprachlich genannt wird, war winzig. Mit dem Fahrrad konnten wir die Insel innert 20 Minuten umfahren. Denise, als gebürtige Holländerin und ich, ein alter Haase im Fahrradgeschäft, sehnten uns nach einem Drahtesel und dem umherkurven auf den unebenen Strassen. Dabei waren weder die Fahrräder noch die Strassen deren Namen würdig. Das Fahrrad hätte mühelos zu Werbezwecken für das Anti-Rostspray WD40 dienen können. Und wollte man bremsen, war es effektiver in den Sand zu fahren, als sich auf die abgeschliffenen Gummiklötze zu verlassen.<br /><br /> Das Angebot an Aktivitäten war ansonsten überschaubar. Auf das Tauchen verzichteten wir. Jedoch gönnten wir uns einen Schnorchel-Trip, badeten fast täglich in der Sonne und genossen authentisches indonesischen Essen. Die Insel verliessen wir nach wenigen Tagen. Die noch kleineren Nachbarinseln Gili Meno und Gili Air umfuhren wir während unseres Schnorchel-Trips und ich wollte keine Übernachtung, nur des Besuches wegen, auf jenen Inseln einlegen. Nächster geplanter halt war Lombok.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Travelhack</h3>



<p>Ich mag es, bestehende Systeme oder Zustände zu optimieren. Sei es um Zeit zu sparen, mehr aus seinem Geld zu holen oder zur Steigerung des eigene Wohlbefindens. Die Tipps dazu werde ich von nun an als «Travelhack» oder Reisetipp veröffentlichen. Dabei würden die meisten Ideen oder Tipps aus eigener Erfahrung entspringen, wobei auch eine gute aufgeschnappte Idee darunter sein kann. Hier also mein erster <strong>Travelhack</strong>:<br /> Übernachtungen in indonesischen Hostels oder Homestays möglichst mit Frühstück buchen. Oftmals wird in solchen Fällen 24h Wasser, Kaffee und Tee angeboten. Nicht selten ist eine Küche, die benutzen werden darf, vorhanden. Wer sehnt sich denn nicht nach einem guten alten Gericht aus der Heimat oder einfach mal nach einem Teller Pasta oder einer Käseplatte. </p>



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<h2 class="wp-block-heading">Lombok</h2>



<p>Östlich von Bali befand sich Lombok. Die Insel hatte eine beachtliche Grösse. Erholung, Abenteuer und Natur, Lombok hatte alles zu bieten. Dabei war die Insel bei weitem nicht so stark mit Touristen geflutet, wie vergleichsweise Bali. </p>



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<h3 class="wp-block-heading">Kuta auf Lombok</h3>



<p>Wir peilten gleich Kuta im Süden von Lombok an. Unter
Touristen bereits bekannt, hatte Kuta eine Vielzahl von Stränden zu bieten. Auch
auf Bali gab es die Partygegend Kuta, diese war jedoch mit Kuta auf Lombok
überhaupt nicht zu vergleichen. &nbsp;Auf
Lombok suchten wir einen Ort zum Sonnenbaden und Surfen und Kuta schien dafür
perfekt zu sein. In die Umgebung von Kuta verliebten wir uns schnell. Darum
planten wir nach unserem Schnupperaufenthalt, diese Gegend zu einem späteren
Zeitpunkt intensiver zu besuchen. Über die Geschichten und Erlebnisse in Kuta
schreibe ich liebend gerne in einem späteren Beitrag.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Tetebatu</h3>



<p>Nach Sonne, Strand und Cocktails mit kleinen Schirmchen, wollten wir uns in die Natur zurückziehen. Mit Denise zu reisen war unbeschwerlich. Ich mussten keine unangenehmen Anpassungen oder Einschränkungen vornehmen. Es war mühelos, simpel und für mich sehr willkommen.</p>



<p>In Tetebatu angekommen, irrten wir in den umliegenden Reisfeldern herum, erkundeten das Nachbardorf und genossen die Ruhe in unserem Bungalow. Weisse Touristen und Backpacker waren in dieser Gegend rar. Auf der Strasse wurde uns zugewunken, wir wurden dauernd angelacht und immer wieder wollte man ein Foto von oder mit uns. Besonders Denise war ein Superstar. Eine grosse, hellhäutige Europäerin mit grossen blauen Augen war für viele etwas, was sie nur aus dem Fernseher kannten. Uns wurde gezeigt, dass sie einem indonesischen Superstar glich. In der Tat hatten beide so einige Gemeinsamkeiten. Sie wiederspiegelte gewissermassen das Wunsch- oder Schönheitsideal der jungen indonesischen Mädchen.</p>



<p>Zurück im Bungalow lehrte mir Denise die einfachsten und wichtigsten Akkorde auf ihrer Ukulele, welche ich nun tatsächlich beherrsche. Ein unbeschwerliches Leben, welches ich zurzeit geniessen darf. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Wasserfälle</h4>



<p>Nebst den saftigen Reisfeldern waren die Wasserfälle von
Kelambul und Stokel, unweit von Tetebatu entfernt, die Hauptattraktion in der
Gegend. Unser Hostelbesitzer organisierte uns einen Roller. Wir packten unsere
Kameras, die Badekleidung und genügend Trinkwasser ein. Denise zeigte mir die
Richtung und ich fuhr uns durch die schmalen, meist asphaltierten Strassen zu
den Wasserfällen. In einigen Wochen sollte die Regenzeit beginnen und so waren
jene Wasserfälle nicht ganz so mächtig wie während oder direkt nach der
Regenzeit. </p>


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<h2 class="wp-block-heading">Thank you!</h2>



<p>Dieses wohltuende Gefühl von Nähe, diese Harmonie zwischen mir und Denise.<br /> Im Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/koh-rong-samloem-mpay-bay-i-loved-you/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="KOH RONG SAMLOEM – M’PAY BAY – I LOVED YOU! (öffnet in neuem Tab)">KOH RONG SAMLOEM – M’PAY BAY – I LOVED YOU!</a> versuchte ich jenes Gefühl zu beschreiben, welches mir Denise gibt. Meine Hoffnung wurde von Vorsicht und das Glücksgefühl von Angst begleitet. Ich war vorbelastet und geprägt. Denise vermochte mich zu beruhigen. Sie rührte mich. Plötzlich schien alles möglich. Wir waren beide bodenständige, rational handelnde Realisten. Doch auch in unseren Welten findet sich Platz für das Unabsehbare. Auch in unseren Welten waren Liebesgeschichten möglich. Denise hat es geschafft mich wieder an Prinzipien glauben zu lassen, welche ich zu verdrängen vermochte. Ehrliche Zuneigung, das zwischenmenschliche Vertrauen und das Gefühl von Liebe. Denise brachte mir das unbezahlbare Gefühl von Lebensfreude zurück. Ich wünschte mir von nun an Denise an meiner Seite und wir beide wollten wissen, wo uns unsere Reise hinführt. Lange Geschichte kurz, ich liess Denise in mein Leben.</p>


<div class="ub_image_slider swiper-container wp-block-ub-image-slider" id="ub_image_slider_582fedb9-5b7e-4649-854c-eae1a22b0ca4" data-swiper-data='{"spaceBetween":20,"slidesPerView":1,"loop":true,"pagination":{"el": ".swiper-pagination" , "type": ""}
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<h3 class="wp-block-heading">Senggigi</h3>



<p>Unser vorerst letzter Halt auf Lombok war Senggigi, ein Aussenbezirk der Inselhauptstadt Mataram. Senggigi war unser Sprungbrett für das nächstes Abenteuer auf Komodo &amp; Flores und zudem ein idealer Ausgangsort um die Stadt Mataram zu besuchen. In Mataram musste Denise ihr Visa um weitere 30 Tage verlängern. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir, dass wir nach dem bevorstehenden Bootstrip nach Lombok zurückkehren würden und sie ihren Pass anschliessend wieder in Mataram abholen könnte. Senggigi war an sich nicht spektakulär. Es war an der Zeit einige Tage wieder so richtig faul zu sein. Spät aufstehen, Filme auf dem Laptop schauen, Musik hören und dabei schief mitsingen, sich guten Essen gönnen und die besten Kindheitsgeschichten erzählen. Wir buchten uns in das Abenteuer Flores und Komodo-Nationalpark ein, packten unsere Habseligkeiten zusammen, checkten aus und verabschiedeten uns von Lombok – vorerst. Nächstes Abenteuer Komodo Nationalpart.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Komodo und Flores</h2>



<p>Den Nationalpark von Komodo und die Insel Flores konnte man
auf mehrere Arten besuchen. Wir entschieden uns für einen viertägigen Bootstrip
von Senggigi aus. Komodo war ein riesiger Nationalpark und für die gewaltigen dinosaurierartigen
Komodo-Drachen bekannt. Drei, vier Meter grosse, gut 80kg schwere
Rieseneidechsen. Der Nationalpark war weitläufig und hatte einiges mehr zu
bieten. Die Highlights wären ein pinkgefärbter Sandstrand, die Bucht der
Manta-Rochen, Aussichtspunkte auf Padar-Island, niedliche Wasserfälle,
unzählige Korallenriffe und glasklares Wasser. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Lichtet die Anker</h3>



<p>Im Hafen von Senggigi gab uns die Crew ein kurzes Briefing
über die Drachen, die Fische, die Korallen und das Programm. Die schlechte
Nachricht dabei war, dass wir in der Manta-Rochen-Bucht nicht halten durften.
Die Rochen, die Bucht und das Gewässer musste sich von Zeit zu Zeit erholen und
so wurde die Bucht für einige Tage, zumindest für grössere Boote, gesperrt. Tja
so spielt das Leben. Nichtsdestotrotz befürworte ich solche Massnahmen. Dies
war also mein zweiter Versuch die Manta-Rochen zu bestaunen, wann aber werde
ich diese Manta-Rochen zu sehen bekommen. Egal, nach der kurzen Einleitung
deckten wir uns noch mit einigen Bieren ein und liessen uns zum Boot
chauffieren. </p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Ahoi Matrosen</h3>



<p>Nach dem Boarding bezogen wir unsere Betten und machten es uns gemütlich. Von Betten kann man nicht wirklich sprechen. Vielmehr handelt es sich um Matratzen, welche auf dem oberen Deck am Boden nebeneinander aufgereiht waren. Sehr simpel halt. Duschen/WCs gab es drei Stück im unteren Deck. Der Essensbereich war zu gleich der Meetingraum und der Treffpunkt für das Abendprogramm. Für die etwas bequemeren Touristen gab es Kabinen zu mieten, welche jedoch unser Budget gesprengt hätten. Nach einem ersten Beschnuppern des Bootes, der Crew und natürlich der anderen Mitsegelnden, glitten wir durch das Meer und genossen dabei unser Mittagessen. Dreimal tätlich wurde für uns gekocht und zwischendurch gab es Wasser, Tee, Kaffee und süsses Gepäck. Wir peilten eine nette kleine Insel an und genossen auf der Hügelspitze den ersten wunderprächtigen Sonnenuntergang. Soweit ganz nett. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Das Leben auf dem Boot</h3>



<p>Die nächsten Tage liefen meist ähnlich ab. Am Tag glitten
wir einige Stunden übers Wasser, legten hier und da den Anker, um einen Strand
oder eine Insel zu erkunden, sprangen vom Boot ins kühle Nass und schnorchelten
bis unsere Hände runzelig wurden. Zwischendurch wurden wir verpflegt und
nachdem sich die Sonne verabschiedete, gönnten wir uns ein wohlverdientes Bier.
Alle verstanden sich prächtig uns die Stimmung war ausgelassen und locker. Die
Crew liess uns hier uns da auch vom Boot fischen, wobei deren Erfolgsquote weit
über unserer lag. Übung macht wohl auch hier den Meister.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Eine schaukelige Angelegenheit</h3>



<p>Ich der zweiten Nacht wurde es dann unruhiger. Die Bucht, in der wir eigentlich noch etwas länger bleiben wollten, mussten wir frühzeitig verlassen. Der Kapitän erfuhr von der unruhigen See und den herannahenden Wellen. Folglich war es das Beste, wenn er etwas früher als geplant die lange 18-stündige Anfahrt zum Komodo-Nationalpark in Angriff nahm. Na dann, let’s go. Da ich bereits einige Zeit auf Booten, Nussschalen, Kajaks oder einfach so im Wasser verbracht hatte, war ich davon überzeugt, dass ich Seekrank-Resistent war. Falsch gedacht. Nach einer dreistündigen Schaukelfahrt und dem Abendessen, wurde auch mir etwas unwohl. Ich gönnte mir eine Tablette gegen Reiseübelkeit und legte mich eine Stunde hin. Es half und die Fahrt wurde erträglicher.<br /><br />Es gab drei Reisekrank-Typen. Die Immunen, welche überhaupt kein Problem mit dem Geschaukel hatten – Denise war einer von denen. Daneben gab es solche, die etwas Mühe hatten, aber dennoch wohlauf waren. Zu denen zählte ich mich. Und schliesslich die «Ich kotz mir das Essen der vergangenen drei Tage aus dem Leib, begleitet von einem unüberhörbaren Geschrei». Japp, da half auch keine Tablette gegen Reiseübelkeit mehr. Diese hingen für gefühlte vier Stunden über der Reling und konnten nichts dagegen machen. Also einfach mal raus damit, Detox-Express. Ab einem gewissen Zeitpunkt waren wir alle müde und erschöpft und sehnten uns nach Schlaf. Am nächsten Morgen waren wir dann bereits in den Gewässern des Nationalparks und das Meer hatte sich normalisiert. Was für eine Schaukelpartie.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Nationalpark</h3>



<p>Wir peilten zuerst Komodo- und danach Rinca Island an. Auf beiden der Inseln lebten die Komodo-Drachen in freier Wildbahn. Da diese Eidechsen für den Menschen gewissermassen bedrohlich sein konnten, begleitete uns ein Park-Ranger. Er wusste wo die Drachen zu finden waren und mit welchem Abstand und Verhalten man sich an die Tiere heranwagen durfte. Wir hatten Glück und sahen in beiden Parks die Drachen. Die Biester waren irgendwie cool. Auf mich wirkten sie wie Krokodile, einfach mit kleinerem Kopf. Ihre Jagt-Taktik war ziemlich simpel, aber effektiv. Sie tarnten und versteckten sich im Gebüsch, bis ein Affe oder ein Wasserbüffel um die Ecke kam.  Blitzschnell sprangen sie aus ihrem Versteck und bissen Sie ihr Opfer, das wars. Ihr Speichel ist giftig und wird die Beute innert einiger Stunden tot umfallen lassen. Sie müssen also lediglich jenem Vieh nachlaufen und abwarten. Cool. Nach einigen Schnappschüssen ging es zurück aufs Boot, um zum nahegelegenen pinken Stand zu fahren. Der weisse Sand enthielt rote Korallenkörner und so schimmerte der Strand in einem leichten pink – niedlich. Aber die Anzahl der Touristen liess die eindrückliche Kulisse verblassen. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Flipflop Gate</h3>



<p>Nachdem ich in Laos mein erstes geliebtes Flipflops-Paar wegschmeissen musste, verabschiedete sich nun auch das zweite Paar. Während dem Spaziergang im Nationalpark stolperte ich über einen latenten Ast. Der Knopf, der die Laschen und die Sohle zusammenhielt, riss dabei ab. Der eine Flipflop und in dem Sinne das Paar, war unbrauchbar und ich wieder ohne Schuhwerk unterwegs. Ich weiss, wer läuft den mit Flipflops durch einen Nationalpark? Zu meiner Verteidigung muss ich ergänzen, dass ich mich meistens an Stränden auf einem Surfbrett oder im Wasser aufhalte und dabei ohnehin kaum Schuhwerk tragen muss. Dementsprechend mussten Flipflops für diesen Fall genügen. Also weiter im Text. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Haus am Meer</h3>



<p>Wir genossen den letzten Sonnenuntergang von einem menschenleeren Strand aus. Ich und Denise fantasierten über die Art und Weise wo und wie man hier ein Haus bauen würde. Ich hatte meine klaren Vorstellungen und Ideen über ein vorbildliches Haus und sie, als Architektin, hatte selbstverständlich weitaus mehr Ideen und interessantere Vorgehensweisen. Kurze Anmerkung, Denise war nicht irgendeine dahergelaufene Freizeit-Architektin. Sie schloss ihren Master of Science in Building Technology mit Honor also mit Auszeichnung an der renommierten Technischen Universität von Delft ab. Ja, ach du scheisse, das dachte ich mir auch. Eine hochbegabte, intelligente und grossartige Frau.<br /><br />Aufgrund meiner ehemaligen Arbeitstätigkeit hatte ich einige Erfahrung rund um den Hausbau angesammelt. Mir war also die Materie rund um das Planen und Erschaffen von Gebäuden geläufig. Da ich also mitsprechen konnte, entwickelte sich daraus eine amüsante Unterhaltung. Klare und runde Linien oder pragmatische Formen. Welche Farbe würden bevorzugt und wie würde das Material beschafft werden. Auch die Energiegewinnung und das Wiederverwerten der umliegenden Ressourcen müssten berücksichtigt werden. Auch die Weinfelder hätten ihre Daseinsberechtigung. Nicht zu vergessen eine überdimensional breite und 150m lange Wasserrutsche &#8211; absolut prioritär! Wir blühten richtig auf und fantasierten vor uns hin. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Flores</h2>



<p>Zurück auf dem Boot packten wir unsere Sachen zusammen,
schliefen das letzte Mal auf dem Boot ein und erwachten am nächsten Morgen im
Hafen von Labuan Bajo, Flores. Eine sehr eindrucksvolle und erlebnisreiche
Reise. Wir nisteten uns in einem Hostel ein und gönnten uns allem voran eine
ordentliche Portion Schlaf, bevor wie die Pläne für das nächste Abenteuer
schmiedeten. Also dann, gute Nacht. </p>


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		<title>BALI &#8211; EIN VISA-GATE, MAGISCHE ORTE UND DIE BEGEGNUNG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Oct 2019 05:04:59 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/bali-ein-visa-gate-magische-orte-und-die-begegnung/">BALI &#8211; EIN VISA-GATE, MAGISCHE ORTE UND DIE BEGEGNUNG</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Gemütslage</h2>



<p>Aktuell bedrückte mich ein leichter Blues. Meine Erkältung hatte ich überwunden. Was war das Problem? Es war das erste Mal, dass ich ein solches Unwohlsein verspürte. Vielleicht war es das viele Reisen und die vielen Eindrücke. Das ständige Wechseln der Ort- und Freundschaften. Ich sehnte mich nach mehr Routine, Entspannung und auch nach ehrlicher Nähe. <br />Bali meinte es gut mit mir und so will ich in diesem Beitrag über neue Abenteuer, Erfahrungen und Begegnungen schreiben. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bali</h2>



<p>Die wahrscheinlich bekannteste indonesische Insel. Berühmt unter
Pauschaltouristen. Berüchtigt für die Partyszene in der Region Kuta und Seminyak.
Beliebt unter den digitalen Nomaden und Backpackern, welche sich im hippen Canggu
niederlassen. Nicht zu vergessen all die Surfer-, Taucher- und Schnorchel-Begeisterte.</p>



<p>Ich für meinen Teil steuerte Canggu im Südwesten von Bali
an. Die Anreise von Java aus war für meine Verhältnisse entspannt. Von
Banyuwangi mit dem Rollertaxi zum Hafen, mit der Fähre nach Gilimanuk vom
dortigen Hafen mit dem Bus in den Bezirk Canggu und schliesslich mit dem Rollertaxi
zum Hostel. Eine gemütliche achtstündige Anreise. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Canggu und die Zufälle</h3>



<p>Für die Wahl meines Aufenthalts in Canggu, hatte das
Schicksal seine Hände im Spiel. Die Buchung für mein favorisiertes Hostel
schlug wiederholt und auf mehreren Portalen fehl. Egal ob ich auf meinem
Smartphone via Hostelworld bzw. Booking oder mit dem Notebook direkt auf der
Homepage. Ich konnte die Übernachtung schlicht nicht reservieren. Also buchte
ich mich in einem anderen Hostel ein. Preis und Konditionen waren identisch und
so sicherte ich provisorisch drei Nächte im Beachbums Berawa Hostel in Canggu. Dort
angekommen wurde ich dann gefragt, ob ich ein Problem damit hätte im Sechs-Bett,
anstatt im Vier-Bett Zimmer zu schlafen. Der Preis würde aber derselbe bleiben.
Hatte auch hier das Schicksal seine Hände im Spiel? Ich konnte mich damit
abfinden. Ich war mir 16- ja gar 30-Bett Zimmer gewohnt, auf die zwei
zusätzlichen Betten wird es hier wohl nicht ankommen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Begegnung</h3>



<p>Etwas müde von der Reise wollte ich lediglich mein Gepäck
deponieren und mich nach einem Restaurant umsehen. Ich öffnete die Zimmertür
und blickte direkt auf das Bett mir gegenüber liegend. Das Schmunzeln in meinem
Gesicht verriet meine Bewunderung für die Frau auf jenem Bett. Grosse blaue
Augen, eine attraktive weibliche Figur und dieses magische Lächeln. Eine
wahrlich atemberaubende Erscheinung.</p>



<p>Sie hatte Kopfhörer auf, ein Zeichen dafür, dass man nicht gestört werden will. Währenddessen ich mein Gepäck deponierte, nahm sie einen Kopfhörer-Stöpsel raus und setzte sich aufrecht hin. Ich konnte nicht wiederstehen und musste sie nach ihrem Namen fragen. Sie legte die Kopfhörer und das Smartphone bei Seite und drehte sich etwas mehr in meine Richtung. Mit einem Lächeln auf den Lippen, strich sie sich die Haare aus dem Gesicht und sprach. «Denise is my name, and your name is…?» «Oliver, you can call me Oli» antwortete ich prompt. Das Schmunzeln in meinem Gesicht verwandelte sich zu einem breiten Lachen. Irgendwie klickte es zwischen uns von Beginn an. Ein Gefühl, dass schwer zu beschreiben ist. Was sich daraus entwickeln würde, konnte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen. In den kommenden Tagen verbrachte ich viel Zeit mit Denise, der Person, die mich täglich aufs Neue faszinierte. Irgendetwas war zwischen uns. Wir beide waren neugierig, wo uns unsere Bindung hinführen würde. Wir glichen unsere Reisepläne für die nächsten Tage ab, was sich als kleiner Akt herausstellte. Egal, die Mühe würde sich lohnen. Wie es sich zwischen uns entwickelte und was diese Denise so einzigartig macht, erzähle ich in den kommenden Beiträgen – alles zu seiner Zeit.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">I got a feeling</h3>



<p>In Canggu hatte ich ein zu-Hause-Gefühl entwickelt.
Zumindest für kurze Zeit. Alles in Canggu meinte es gut mit mir. Neue
Freundschaften, das familiär gehaltene Hostel und der Island Vibe hoben meine
Laune. Der Blues verschwand allmählich. Ich genoss den Strand, das unglaublich
gute Essen, das perfekte Wetter und die herzliche Nähe. Ich trainierte wieder
regelmässig und arbeitete an meiner Beweglichkeit. Ich liess mich dazu
überreden, den Handstand zu erlernen und wollte meine Englischkenntnisse
aufbessern. In Canggu war alles möglich.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Uluwatu &#8211; Klingt komisch, heisst aber so</h2>



<p>Nach einigen Tagen Sonnenbaden, gutem Essen und Erkundungstouren
mit dem Motorrad, wollte ich Uluwatu auskundschaften. Denise hatte einen Visa-Run
bzw. ein Kurztrip nach Kuala Lumpur vor sich und deshalb wir würden uns in
wenigen Tagen in Canggu wiedertreffen. Wie es der Zufall so wollte, meldete sich
Charlotte bei mir. Charlotte war die flotte Amerikanerin, welche ich in Laos
kennengelernt hatte. Sie war auf dem Weg nach Bali und hatte noch keine
konkreten Pläne – perfekt. Mein Geburtstag war in zwei Tagen und so traf ich
mich mit Charlotte in Uluwatu, um unser Wiedersehen und mein Geburtstag zu
feiern.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Sonne, Strand und Monsterwellen</h3>



<p>Nebst den wunderbaren Stränden und der ausgelassenen Stimmung ist Uluwatu ein Mekka für Surfer. Die Wellen besitzen eine Höhe und eine Wucht, die seines Gleichen sucht. Uluwatu hat auch einige ruhige Meeresufer und so klapperten wir die schönsten Strände mit den sehenswürdigsten Sonnenuntergängen ab. Alles natürlich mit einem Roller und auf eigene Faust. Ohne Roller als Fortbewegungsmittel ist man aufgeschmissen. In Indonesien hatte ich bereits locker einige hundert Kilometer Rollererfahrung gesammelt, was sicherlich auf meinen Fahrstil abfärbte. Zwischen dem vielen Herumfahren und Auskundschaften gönnten wir uns köstliche, aber etwas teurere europäische Speisen und liessen den Abend jeweils mit einem Bier ausklingen.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Happy Birthday</h3>



<p>Mein Geburtstag ist für mich ein Tag wie jeder andere auch.
In Charlottes Augen hingegen muss ein Geburtstag, altersunabhängig, gefeiert
werden. Rasch sprach sich die Neuigkeit in unserem Hostel herum. Nach einem Tag
am Strand und stets begleitet von köstlichem Essen, verabredete sich das
gesamte Hostel für einen feuchtfröhliche Nacht. Wir wurden vom Hostelbesitzer
zum Beach-Club gefahren und zur frühen Morgenstunde wieder abgeholt. Auf einer
Klippe nahe am Strand bei warmen Temperaturen und guter Stimmung begleitet von
geselligen Backpackern – ja mein Geburtstag war ein Erfolg. Auf dem Rückweg
noch ein happen gegessen und schon war mein Geburtstag bereits um. Uluwatu
konnte ich nun stolz von meiner Liste streichen. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Planung gefragt</h3>



<p>Charlotte würde sich nach Nusa Penida begeben, um sich mit
einem Freund zu treffen. Ich für meinen Teil machte mich auf den Weg zurück
nach Canggu, um Denise wieder zu sehen. Unsere Pläne sahen vor, dass Denise in
drei Tagen einen alten Bekannten auf Gili Trawangan besuchen würde, um dort
etwa vier Tage zu verweilen. Ich würde in dieser Zeit Nusa Penida, Nusa
Ceningan und Nusa Lembongan erkunden und mich dafür in Nusa Penida mit der
altbekannten Charlotte treffen. Ein kleines Wunder, dass sich unsere Pläne
nahtlos aufeinander abstimmen liessen – perfekt.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Nusa Penida</h2>



<p>Einige Tage später, Denise hatte sich bereits auf den Weg nach Gili Trawangan gemacht, traf ich mich mit Charlotte in einem Hostel auf Nusa Penida. In der kurzen Zeit hatten wir so einiges auf unsere To-Do Liste. Touristische Sehenswürdigkeiten, einige Strände und abgelegene Juwelen. Wir organisierten einen Roller für die folgenden Tage und ruhten uns nach dem Abendessen erstmals aus. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Kelingking Beach – die T-Rex Bucht</h3>



<p>Das Highlight auf Nusa Penida war natürlich der Kelingking Beach. Die Form der Bucht ähnelt einem T-Rex – zumindest von oben betrachtet. Wir informierten uns am Vorabend auf diversen Blogs und Reiseseiten, was es zu beachten gilt. Genügend Wasser mitbringen und vor dem Mittag erscheinen, da die meisten Touren so ab 10:30 dort ankommen. Wasser hatten wir stets genügend dabei, aber den Massentourismus konnten wir kaum vermeiden. Am nächsten Tag erschienen wir, nach einer halbstündigen Anfahrt, um etwa 10:00 Kelingking Parkplatz. Der Ansturm war bereits gross. Nach einigen Schnappschüssen von oben, wollte ich unbedingt an den Strand runter. Der Abstieg sei, gemäss vielen Bloggern, relativ einfach und der Strand wunderschön. Aus diesen Gründen hatte ich auch nur Flipflops dabei. Leider glich der Abstieg eher einer Kletterpartie und nicht einem Spaziergang im Park. Ich frage mich wo diese Blogger wohl runter gegangen sind und ob diese sich die Mühe überhaupt gemacht haben. In der ersten Hälfte konnte man sich noch an einem Geländer festhalten und es waren relativ pragmatische Treppen vorhanden. Für die untere Hälfte war aber definitiv klettern angesagt, in der prallen Sonne, mit Flipflops. Ein Abenteuer, aber die Belohnung dafür wars ein wunderschöner Strand und imposante Wellen. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Steinmännchen-Bucht</h3>



<p>Nur wenige Kilometer entfernt besuchten wir noch am selben
Tag eine weitere sehenswürdige Bucht mit natürlichen kleinen Lagunen. Die
Lagunen und die Bucht waren nicht überwältigend, dafür fanden wir über einen
kleinen Pfad in die Nebenbucht, in welcher unzählige kleinen Steinmännchen
getürmt waren. Charlotte hatte noch nie zuvor ein Steinmännchen gebaut. Ich hingegen
hatte so einige Männchen in Flussbeeten oder auf Wanderungen erstellt. Also ran
an die Steine. Die Herausforderung lag darin, keine der anderen Türme
umzustossen. Nach kurzer Zeit hatten wir unseren stolzen Turm erstellt. Wir
genossen noch die Ruhe in der Bucht, knipsten für die Erinnerung einige
Schnappschüsse und begaben uns vor Einbruch der Dunkelheit auf den Rückweg zu
unserem Hostel. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Strassenzustand</h3>



<p>Als geübter Rollerfahrer war ich mir mittlerweile so einige
Strassenzustände gewohnt. Die Zufahrtsstrassen zu den beiden obigen
Sehenswürdigkeiten, waren echte Herausforderung. Besonders jene zur
Steinmännchen-Bucht. Diese Strasse war beängstigend schmal, übertrieben steil
und mit Schottersteinen bedeckt. Dazu kam, dass wir zu zweit auf einem Roller
sassen und Dr. Q, so nannten wir unseren Roller, bereits einige tausend Kilometer
auf dem Buckel hatte. Die Bremsen und die Reifen liessen eher zu wünschen
übrig, um es mal gelinde auszudrücken. Zurück im Hostel brannten meine
Unterarme vom vielen Bremsen, Ausweichen und Gas geben, das war neu für mich. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Penida Colada</h3>



<p>An unserem letzten Abend gönnten wir uns dann noch einen
Penida Colada im gleichnamigen Restaurant gleich um die Ecke unseres Hostels.
Wir hatten unterdessen einige Strände, Aussichtspunkte und Buchten besucht.
Unsere Zeit war knapp und so planten wir für die letzten Tage die kleineren Nachbarinseln
Nusa Lembongan und Nusa Ceningan zu erkunden.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Nusa Lembongan – Schnorcheln, Schaukeln und Sonnenuntergänge</h2>



<p>Ich mochte den Vibe auf Lembongan. Alles schien kleiner und gemächlicher
abzulaufen als auf Penida. Das Programm war einfach, die schönsten Strände
besuchen, keinen Sonnenuntergang verpassen und auf einen Schnorchel-Trip gehen.
In der Umgebung gab es nämlich Manta-Rochen und diesen Fisch wollte ich
unbedingt zu sehen bekommen. Schöne Strände haben wir gefunden und auch charmante
Orte für Sonnenuntergänge aber mit den Rochen bin ich leider nicht geschwommen.
Trotzdem genoss ich das Schnorcheln extrem. Ich bin eine Wasserratte und fühle
mich auf und besonders im Wasser pudelwohl. Zurück vom Schnorchel-Trip
entdeckte ich eine Schaukel direkt am Strand. Was habe ich solche Schaukeln
vermisst – wahre Kindheitserinnerungen kamen auf.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Nusa Ceningan – Die blaue Lagune</h2>



<p>Die Mikroinsel Nusa Ceningan liegt zwischen Lembongan und Penida. Diese Insel war keine Übernachtung wert. Stattdessen erkundeten wir Ceningan innert weniger Stunden mit Dr. Q. Obwohl die Insel klein ist, hatte sie die eine oder andere Sehenswürdigkeit zu bieten. Nebst einer schönen Klippe über dem Riff und einem Restaurant mit Blick auf die mächtigen und schier unendlich langen und perfekt brechenden Wellen, ist Ceningan berühmt für seine versteckte blaue Lagune. Das blau der Lagune ist so unfassbar kitschig. Die Fotos sehen allesamt übertrieben editiert aus, aber ich kann euch versichern, genau dieses blau trifft man in eben jener Bucht an. No filter needed. Wir genossen noch einige kulinarische Köstlichkeiten bevor wir uns am nächsten Tag wieder auf die Rückreise aufmachten. Es waren sehr ereignisreiche Tage und ich sehnte mich wieder nach etwas mehr Ruhe und einem gemächlicherem Reisetempo. Charlotte machte sich auf den Weg nach Canggu, wobei sie meinem Rat gefolgt ist und sich vorübergehend im Beachbums niedergelassen hat. Ich werde mich nach Denpasar, Bali begeben, meinen Pass abholen, um am Folgetag endlich nach Gili Trawangan zu gelangen.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Visa-Verlängerung</h2>



<p>Tee aufsetzt hilft nichts, ich hol mir dann mal einen Kaffee – also allen Ernstes jetzt.<br /> Mit Visa-Anträgen und Visa-Verlängerungen hatte ich mittlerweile so einiges an Erfahrung angesammelt. Aber eine Visa-Verlängerung auf Bali zu beantragen war nochmals eine ganz andere Geschichte. Wieso ausgerechnet in Bali? Bei meiner Einreise in Jakarta wurde mir von der Einwanderungsbehörde am Flughafen empfohlen, eine allfällige Visa-Verlängerung in Bali zu beantragen. In einem Blog-Beitrag hatte ich ebenfalls gelesen, dass die Imigrasi, die Einwanderungsbehörde, in Bali die effizienteste sei. Klingt doch vielversprechend. Die Bedingungen waren wie folgt. Man muss drei Mal vor Ort erscheinen. Beim ersten Mal gibt man den Pass samt Visa-Antrag, Kopie des Passes, Buchungsbestätigung für den Weiterflug (einen Flug, den man buchen muss, obwohl man noch kein Visa, bis zu diesem Datum hin, hat) ab. Beim zweiten Besuch erscheint man für Foto und Fingerabdrücke sowie für die Bezahlung der 35USD für das Visa, um schliesslich beim dritten Mal den Pass wieder abzuholen. Die Prozedur dauert in der Regel 14 Tage! ohne Gewähr. Klingt erstmals mühsam.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Erster Besuch – Ausser Spesen nichts gewesen</h3>



<p>Nun gut, eine Visa-Verlängerung kann also bis zu 14 Tage dauern. Dabei muss man bis zu drei Mal auf der Imigrasi erscheinen. Folglich musste ich meinen Aufenthalt rund um Bali gut planen, damit ich keinen der Termine verpassen würde. Just zwei Wochen vor Ablauf meines Visas erschien ich gut gelaunt samt allen Unterlagen an einem Freitagmorgen auf der Imigrasi in Kuta nahe Canggu. Nach 25 Minuten warten wurde ich zu einem der wenigen Schaltern gerufen, um zu erfahren, dass ich mich auf der falschen Imigrasi befinde. Diese Behörde sei nicht für Canggu zuständig, sondern nur für Touristen, welche in einer Bleibe oder einem Hotel in Kuta untergebracht sind. «Excuse me could you repeat that?» Sagte ich. Ja, ich hatte richtig verstanden. Ich war etwas ratlos und fragte wo ich den meine Verlängerung beantragen könne? Er meinte: «you have to go to Denpasar, about 30min drive from here. But now ist Friday 11:30am, Imigrasi Denpasar is closed till Monday morning.» Ehm, ok. Wie konnte ich das wissen und wieso macht das überhaupt einen Unterschied. Ach, Leck mich doch am Arsch, dachte ich laut vor mich hin. Ich verabschiedete mich höflich mit einem angestrengten Lächeln und plante einen zweiten Anlauf für den kommenden Montag, diesmal in Denpasar.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Zweiter Besuch &#8211; Bürokraten</h3>



<p>So geschah es, dass ich montagmorgens auf der Imigrasi in Denpasar erschien. Dabei wusste ich nicht, dass die Aufgabe der Anträge lediglich bis 11:00 morgens möglich war und ich, ohne Witz, 11:02 dort auftauchte. Ich dachte die wollten mich verarschen. Es kostete mich unglaublich viel Überzeugungskraft damit ich meinen Pass samt Antrag abgeben konnte. Wohlbemerkt, ich musste lediglich den Pass abgeben, das Antragsformular hatte ich bereits bei der Imigrasi in Kuta erhalten und daher ausgefüllt mitgebracht. Für die Beamten war es null Aufwand, cero, nada, niente! Mein Pass samt Antrag wurde schliesslich angenommen. Ich erhielt eine Einladung für in einer Woche, um Foto und Fingerabdrücke zu hinterlegen, begleitet von einem Einzahlungsschein. Nach einer abschliessenden Belehrung, dass Schalteröffnungszeiten eingehalten werden müssen, verabschiedete ich mich mit einem «matur suksma» &#8211; danke viel Mals. Bürokratie auf Bali ahoi.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Dritter Gang – Foto und Fingerabdrücke</h3>



<p>Nach einer Woche Wartezeit konnte ich also, während eines vorgegebenen Zeitfensters von zwei Stunden, Foto und Fingerabdrücke abgeben. Bali ist gross und der Verkehr die Hölle. Ein sportliches Zeitfenster, wenn ich mal darüber nachdenke. Überpünktlich und adrett gekleidet, erschien ich mit meiner Einladung und der Bezahlungsquittung auf der Imigrasi. Ich durfte mich mit dem gleichen Herrn beschäftigen, der mich bereits beim ersten Mal zu belehren vermochte. Mein Lachen hatte ich, wie meine vorgetäuschte gute Laune auch, ununterbrochen aufgesetzt. Nach 20 Minuten Wartezeit war ich an der Reihe und nach zwei Minuten war die Prozedur durch. Ich erhielt eine weitere Einladung für in einer Woche. Zeitfenster 13:00 – 14:30.  Ich wusste, dass ich mich zum vorgegebenen Zeitpunkt eigentlich auf den Weg nach Gili Trawangan machen wollte. Deshalb erfragte ich, ob es möglich wäre den Pass bereits am Vormittag abzuholen, sodass ich die Fähre um 13:00 noch erwischen konnte. Die Antwort des mir bereits bekannten Herrn war kurz und klar. «No! Please listen. You can appear that day or the following two days. Otherwise we can’t guarantee for your passport. Do you understand that.» So ein pathetisches Arschloch dachte ich mir. Ich war nicht auf den Kopf gefallen und wir beide wussten, dass ich auf meinen Pass angewiesen war und er am längeren Hebel sass. Mit einem «OK» als Antwort drehte ich mich um und verliess die Imigrasi. Es ist wichtig das eigene Gesicht und jenes seines Gegenübers zu wahren – dies wurde mir in Jogja als Geheimtipp auf den Weg gegeben. Ich wurde nie unhöflich, ich empfand nur für den Angestellten keine Empathie. Ich verstand seine Art, wie er die Kunden und seine Mitmenschen behandelte, nicht.  </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Vierter bzw. fünfter und letzter Akt</h3>



<p>In der Hoffnung meinen Pass doch noch am Vormittag zu
erhalten, erschien ich am vorgegebenen Tag, aber um 10:55 anstatt um 13:00 in
der Imigrasi. Kaum zu glauben, dass ich mich wieder mit Hr. Klugscheisser
höchstpersönlich arrangieren durfte. Nachdem ich ihn gesehen hatte, wollte ich
eigentlich gleich umdrehen, da ich die Antwort auf meine Frage bereits kannte.
Aber im Stapel aus Pässen, welcher sich zu seiner Rechten befand, sah ich einen
knallroten Pass – ein Schweizer Pass. Der einzige Schweizer Pass im Stapel.
Dieser Pass musste meiner sein! Dies liess mich mit etwas Hoffnung doch noch an
seinem Schalter auflaufen. Noch bevor ich meine Frage fertigstellen konnte,
unterbrach er mich und meinte: «Passport will be handed out between 1:00 and
2:30pm, goodbye.» «Du kleiner, fetter, apathischer Egozentriker» schwirrte mir
im Kopf. «Mir den Pass auszuhändigen, welcher sich neben dir auf dem Tisch
befindet, erweist sich wohl als eine Tätigkeit ausserhalb deiner Möglichkeiten».
Entspann dich Oli, wieso so aufgebracht. Ich hatte ja keine Wahl und er meinen
Pass auf seinem Tisch. Ich erschien 12:58 in der Imigrasi, wurde fünf Minuten
später aufgerufen, schnappte mir meinen Pass und verliess die Imigrasi leicht angeschissen,
aber dennoch erleichtert. Die Fähre nach Gili Trawangan hatte ich verpasst. Ich
buchte mir für diese eine Nacht ein günstiges Hostel in der Nähe des Hafens und
schnappte mir gleich eines der Ersten Boote am nächsten frühen Morgen. Denise,
I am on my way. </p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fake news</h2>



<p>Liebe Blogger unter euch da draussen, die behaupten, dass der Abstieg zum Kelingking Beach ein Spaziergang sei und die Strassen allerorts in Nusa Penida problemlos zu befahren sind. Seid ihr diese Strassen und diese Abwege mal entlanggelaufen und gefahren? Denn diese sind alles andere als ein Kindergeburtstag. Auch das Bali der perfekte Ort für eine Visa-Verlängerung sei ist ein Witz. Habt ihr eine Visa-Verlängerung in Bali selbstständig vorgenommen? Bali ist wohl der unkomfortabelste Ort, um eine Visa-Verlängerung zu beantragen. Ich kann das behaupten, da ich meine zweite Visaverlängerung in Lombok vorgenommen habe und dort lief es weitaus angenehmer ab. Beim ersten Imigrasi-Besuch auf Lombok konnte ich den Pass abgeben und das Foto sowie die Fingerabdrücke gleich miterledigen. Den Pass durfte ich bereits fünf Tage später abholen – wohlbemerkt dazwischen lag ein Wochenende! Alle Angestellten sind bestens gelaunt und alle hatten sich Lieb. Werte Reisende da draussen, falls möglich, verlängert euren Pass doch auf Lombok und nicht auf Bali.</p>



<p>Vermehrt muss ich feststellen, dass ich die Reiseblogs anderer, mittlerweile bekannten und gesponserten Backpacker, nicht mehr gerne lese. Sie sind mir zu geschmückt, zu perfekt und kaum noch authentisch. Alles scheint einfach, schön und unbeschwerlich zu sein, aber leider entspricht das selten der Realität. Meine Beiträge versuche ich so authentisch und wahrheitsgetreu wie möglich zu verfassen, immer in der Hoffnung, die Leser so nahe wie möglich an meine Erlebnisse heranzuführen. Ich hoffe, dass auch dieser Beitrag dir gefallen hat und freue mich auf deinen nächsten Besuch auf meiner Homepage.</p>



<p>Carpe Diem<br />Oli</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/bali-ein-visa-gate-magische-orte-und-die-begegnung/">BALI &#8211; EIN VISA-GATE, MAGISCHE ORTE UND DIE BEGEGNUNG</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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		<title>JAVA &#8211; AKTIVE VULKANE, GUTES KARMA UND ÜBERMENSCHEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2019 02:38:33 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/java-aktive-vulkane-gutes-karma-und-ubermenschen/">JAVA &#8211; AKTIVE VULKANE, GUTES KARMA UND ÜBERMENSCHEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Endlich ein Update!</h2>



<p>Nach längerer Abwesenheit haben ich mir nun die Zeit genommen, um meinen nächsten Blogeintrag zu verfassen. Aktuell befinde ich mich in Kuta auf Lombok und plane hier noch einige Wochen mit meiner liebevollen Begleitung zu verweilen, bevor ich meine nächste Destination ansteuere. Hiernach meine ersten Eindrücke und Erlebnisse von Indonesien – viel Spass beim Lesen!</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Das Land der tausend Inseln</h2>



<p>Indonesien. Ein Land, in welches ich persönlich sehr viel Hoffnung stecke. Ein Land, dass bezaubernd sein muss. Eins Land, dass ich länger bereisen will. Mir ist bewusst, dass ich meine Wunschdestinationen kaum in 30 Tage bereisen kann. Daher werde ich mein Visa um mindestens weitere 30 Tage verlängern. 60 Tage könnten vorerst ausreichen, um einen groben Überblick über das Land, die Kultur und die besten Ecken zu erhaschen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Flughafen Phnom Penh</h3>



<p>Von Phnom Penh würde mich ein günstiger Flug nach Jakarta befördern. Als ich mich am Internationalen Flughafen von Phnom Penh für die Gepäckaufgabe und das Check-in einreihte, war mir bewusst, dass ich mit zwei Problemen konfrontiert würde. Zum einen verlangt jede Fluggesellschaft, welche Indonesien anfliegt, eine Buchungsbestätigung für den Ausreiseflug. Diesen Flug hatte ich noch nicht gebucht. Zum anderen war mein Aufgabegepäck zu schwer. Ich hatte einen Budgetflug gebucht womit lediglich 10kg Gepäck zur Aufgabe inkludiert waren. Das Handgepäck war auf 8kg limitiert. Jedes zusätzliche Kilogramm hätte mich etwa 15 USD gekostet. </p>



<p>Mein Ziel war es beide Probleme möglichst ohne zusätzliche Kosten zu lösen. Ich reihte mich hinter dem Schalter ein, bei dem mich am Ende eine bezaubernde, junge Dame erwartete – ich nannte Sie Amelie. Sie bediente gerade eine etwas laute, unfreundliche russische Familie. Damit meine ich Vater Boris 185cm gross und gute 110kg schwer, Mutter Maruska 160cm gross, kurze Haare und tiefe Stimme, angetrieben von drei nörgelnden Kindern und ächzenden Grosseltern. Allesamt redeten mit einem starken russischen Akzent auf die besonnene Frau ein. Amelie tat mir leid.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Auf einen Tango mit Amelie</h3>



<p>Ich erhoffte mir, dass ich mit einem Lachen und guter Laune die liebe Amelie für mich gewinnen kann und sich meine beiden Probleme in Luft auflösen würden. Ich war an der Reihe. Mit einem  &#8222;Salamat Pagi!&#8220; – Guten Morgen auf Bahasa (indonesisch) – gefolgt von einem &#8222;how are you doing today, I really like your braid&#8220; – begann ich den Smalltalk. Amelie hatte die Haare zu einem Zopf geflochten und mit diesem ehrlich gemeinten Kompliment wollte ich das Eis brechen. Amelie lächelte dankend zurück und ihre Laune besserte sich schlagartig. Weiter so Oli. <br>Während dem ich mein Gepäck auf das Band legte, sah ich auf der Anzeige 12,6 kg. Scheisse, das wären dann 2,6 kg zu viel. Ich trug bereits meine langen Hosen, ein Pullover sowie meine Jacke. Zudem hatte ich all meine T-Shirts, mein Badetuch und sämtliche elektronischen Gadgets in mein Handgepäck umgeladen, aber dennoch war mein Rucksack zu schwer. Ruhe bewahren Oli. </p>



<p>Amelie sprach mich zuerst auf den Weiterflug an. Ich sagte ihr, dass ich plane mein Visa zu verlängern und daher noch keinen Flug gebucht hätte. Amelies Vorgesetzter tigerte hinter ihrem Rücken auf und ab, was selbst mich nervös machte. Amelie gab mir zu verstehen, dass ich einen gebuchten Weiterflug vorweisen muss, ungeachtet wie sich mein Aufenthalt in Indonesien entwickelt. Ich zückte mein Smartphone, buchte den günstigsten Flug für in vier Wochen von Jakarta nach Kuala Lumpur für 40 Euro und zeigte ihr gefühlte fünf Minuten später meine Buchungsbestätigung. Diesen Kosten konnte ich also nicht vermeiden. Auf meiner späteren Reise erfuhr ich über eine Möglichkeit, wie ich dieses Geld zurückbekommen würde – darüber aber in meinem nächsten Blog mehr.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Hakuna Matata</h3>



<p>Amelie gab mir zu verstehen, dass sie leider keine Ausnahme machen kann, wenn es um den Ausreiseflug gehe. Kein Problem, ich zeigte Verständnis. Die Stimmung war immer noch gelassen. Nun zum zweiten Problem. Amelie schaute etwas genauer auf ihren Bildschirm und dann auf mein Rucksack während ihr Vorgesetzter konstant hinter ihrem Rücken auf und ab schlich. Amelie guckte mich leicht fragend an und mein Schmunzeln verriet mich. Wir beide wussten, dass mein Gepäck zu schwer war. Sie zögerte etwa fünf Sekunden, druckte das Etikett aus, heftete es an meinen Backpack und wünschte mir mit breitem Grinsen &#8222;a lovely day and a wonderful stay in Indonesia&#8220;. &#8222;Have a great day&#8220; antwortete ich mit einem ehrlichen Lachen, schnappte meinen Pass samt Bordkarte und schlenderte Richtung Gate. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Jakarta</h2>



<p>Die Einreise samt Visa-Antrag war reine Routinearbeit und kaum nennenswert. Die ersten 30 Tage Aufenthalt waren mir gesichert, mit der Option, mein Visa im Land um weitere 30 Tage zu verlängern. In der Hauptstadt wollte ich nicht zu lange verweilen. Jakarta ist hässlich. Sobald ich mir einen Überblick verschafft habe, wie ich nach Yogyakarta komme und wo ich eine SIM Karte erhalte, werde ich die Hauptstadt verlassen und mit dem Zug halb Java durchqueren. Java ist der Name der Insel, auf der sich Jakarta und Yogyakarta befinden. Eigentlich wollte ich mein anhaltendes Fieber noch in Jakarta auskurieren und mein unruhiger Magen unter Kontrolle bekommen. Dieses Vorhaben habe ich nach Yogyakarta verschoben.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Yogyakarta</h2>



<p>Jogja, wie die einheimischen die Stadt nennen, ist der Ausgangsort, um die beiden mächtigen Tempelanlagen Borobodur und Prambanan zu besuchen. Die achtstündige Anreise mit dem Zug war angenehm und der Zug, mit lediglich sieben Minuten Verspätung, überraschend pünktlich. Jogja war eine nette Stadt mit Charm aber halt eben immer noch eine Stadt. Ich checkte in einem netten Hostel ein und freundete mich direkt mit dem jungen Eigentümer an. Das Hostel wurde gerade erst eröffnet und der Eigentümer betrieb das Hostel mit lediglich einem Angestellten. Es erinnerte mich stark an die Zeit auf Koh Rong Samloem. Ich und der Eigentümer verstanden uns prächtig und wir tauschten Geschichten über das Hostelleben, das Reisen und die Kulturen aus. Er gab mir sämtliche Informationen und Tipps, die ich für die nächsten Tage benötigte.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Stadterkundung</h3>



<p>Auch Jogja hatte einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Es handelte sich um eine ältere Stadt mit entsprechender Geschichte. Ich besichtigte das Wasserschloss, die unterirdische Mosche und die Residenz des Königs. Die Stadtmauer und der Markt besuchte ich dabei auf dem Rückweg meiner Tagestouren. Soweit alles ganz nett.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Kultur</h3>



<p>Java war eine stark muslimisch geprägte Insel. Moscheen waren überall zu sehen. Auch die Gebete waren fünf Mal täglich zu hören. Die erste Session begann morgens um 04:30! Es dauerte zwei bis drei Tage, bis ich mich an das Hallen von den Moscheen gewöhnt hatte. Zur Kultur gehörte natürlich auch das Essen. So wagte ich mich an die authentische indonesische Küche, welche nebst den bekannten Gerichten Nasi Goreng, Mi Goreng und Satay-Spiesse einiges zu bieten hat. Reis bildet dabei in den meisten Fällen die Basis. Reis konnte ich gerade gut gebrauchen, da mein Magendarmtrakt die zugeführte Nahrung weiterhin unverarbeitet ausscheidete – mehrmals täglich. Bisher wurde ich von solchen Magenverstimmungen verschont, nicht diesmal. Mein Fieber verschwand dafür ziemlich bald. Jedoch gesellte sich zu der andauernden Magenverstimmung eine hartnäckige Erkältung dazu. Indonesien, so war das nicht abgemacht.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Borobodur</h3>



<p>Ganz oben auf meiner Liste waren natürlich die beiden grossen Tempelanlagen. Borobodur ist die grösste buddhistische Tempelanlage der Welt! Somit unterschied sich diese Anlage von den Tempeln, die ich bisher gesehen habe. Zudem hatte ich bereits länger keine Tempelanlage besucht. Ich war also fit für ein Tag voller Tempel und Buddha-Statuen. Borobodur konnte man, wie praktisch alle Sehenswürdigkeiten, mit einer geführten Tour oder auf eigene Faust erkunden. Klar schaukle ich das Ding auf eigene Faust! Da ich für den Sonnenaufgang ganz oben auf der Anlage stehen wollte, sicherte ich mir meinen Roller bereits am Vorabend. Die Anfahrt sollte etwa 1,5 Stunden dauern weshalb mein Tag bereits um 04:00 begann – noch bevor die ersten Schreie der Mosche zu hören waren. Ich verbrachte etwa fünf Stunden in der Anlage. Ich lies mir Zeit. Gedulde war gefragt, wenn man ein Schnappschuss der Statuen und der Anlage haben wollte, ohne dabei andere Touristen auf seinem Foto zu verewigen. Nach meiner Fotosession ging es für mich zurück ins Hostel, um mich kurz auszuruhen. Am Nachmittag stand die Anlage von Prambanan auf dem Programm.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Prambanan</h3>



<p>Auch bekannt als die grösste hinduistische Tempelanlage Indonesiens! Die Anlage befand sich einen gute Scooter-Stunde von meinem Hostel entfernt. Natürlich in entgegengesetzter Richtung von Borobodur. Sonnenuntergang war um etwa 17:30. Ich hatte also gut vier bis fünf Stunden Zeit die gesamte Anlage zu erkunden. Der Grund wieso ich beide Anlagen an einem Tag besuchte war, wie so oft, aus Spargründen. Bei der ersten Anlage hatte ich ein Komboticket erworben wodurch ein massiver Rabatt gewährt wird, aber eben nur wenn beide Tempelanlagen am selben Tag besucht werden. Das Komboticket wird nicht aktiv beworben. Man muss spezifisch danach fragen. Den Tipp habe ich von meinem Hostelbesitzer erhalten. Sparfuchs Oli liess sich dieses Angebot natürlich nicht entgehen. Die Anlage war, wie Borobodur auch, sehr eindrücklich. Besonders zur goldenen Stunde, bevor die Sonne sich verabschiedet, leuchteten die Türme in einem atemberaubenden Gold. Auch hier sprechen die Bilder für sich.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Karma</h3>



<p>Als unaufmerksam oder duselig würde ich mich nicht bezeichnen. Jedoch hatte ich, aus mir unerklärlichen Gründen, mein Smartphone bei einem Tempel liegen gelassen. Ich wusste noch, dass ich einen speziellen Tempel auf der Mappe meines Smartphones suchte und danach vermutlich das Telefon einfach neben mich legte bevor ich meine Wasserflasche einpackte und los lief.</p>



<p>Beim Tempel angekommen bemerkte ich mein Missgeschick. Fuck fuck fuck fuck fuck fuck schoss mir durch den Kopf. Bloss nicht mein Smartphone fuck fuck fuck fuck fuck. Innert eines Sekundenbruchteils wusste ich wo ich es liegen gelassen habe. An einer Stelle, an dem sich sprichwörtlich hunderte Touristen tummeln. Innerlich hatte ich mich bereits von meinem essenziellen Wegbegleiter verabschiedet. Den fünf Minuten Fussmarsch absolvierte ich in gefühlten 45 Sekunden. Ich passierte das Eingangstor zum Tempel, umlief eine chinesische Gruppe und stand an dem Ort, an dem mein geliebtes Telefon liegen sollte. Zu meinem Erstaunen lag es unangetastet an derselben Stelle. DANKE KARMA! Ich würde mich nicht als Materialist bezeichnen aber ohne Pass, Smartphone und Kreditkarte ist man als Weltenbummler angeschissen!</p>



<p>Mir fiel ein Stein, grösser als das Jungfraumassiv, vom Herzen. Endlich ein glückliches Ereignis zu meinen Gunsten. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich während meiner Reise eine ordentliche Anzahl Karmapunkte gesammelt habe und weiterhin sammle. Karmapunkte unter diesen Umständen einzulösen, für mich ein fairer Deal. Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende zu. Todmüde aber erleichtert liess ich mich in die Federn fallen und gönnte mir eine ordentliche Portion Schlaf. Bereits am nächsten Tag ging die Reise für mich weiter.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Karimunjawa</h2>



<p>Leicht angeschlagen und mit einer dicht verstopften Nase reiste ich nach Karimunjawa, eine Insel im Norden Javas. Das Fieber war unterdessen weg und meine Verdauung funktionierte wie ein Schweizer Uhrwerk. Die Erkältung blieb hartnäckig. Da ich diese nicht in der Stadt kurieren konnte, musste ich auf eine Insel fliehen. Ich sehnte mich nach den Island Vibes und Karimunjawa hörte sich vielversprechend an. Auf der Insel war frischer Fisch überall verfügbar und so gönnte ich mir meine tägliche Portion frisch gefangenen Thunfisch. Der Markt war gleich um die Ecke des Hostels und der Preis unschlagbar günstig. Ein 30cm Thunfisch mit Reis und Tee kostete mich durchschnittlich CHF 3.&#8211;!</p>



<p>Für die Tage mietete ich mir einen Roller und erkundete die kleine Insel und die schönsten Strände. An Tag vier entschloss ich mich, trotz meiner anhaltenden Erkältung, doch noch schnorcheln zu gehen. Ich durfte schlicht nicht zu tief tauchen aber schnorcheln an sich sollte kein Ding sein, was sich auch bestätigte. Die Szenerie war schön, nicht umwerfend aber sicherlich sehenswert. Bestens gelaunt und leicht gebräunt war ich bereit, die nächsten beiden grösseren Abenteuer in Angriff zu nehmen. Der Bromo ist ein aktiver Vulkan und der Ijen bekannt für seinen säurehaltigen See und dem Blue Fire. Die vom Hostel arrangierte Anfahrt würde mich von Karimunjawa aus rund CHF 75.&#8211; kosten. Ich war mir sicher, dass ich auch hier für bedeutend günstiger von Karimunjawa nach Cemoro Lawang, dem Dorf direkt am Bromo, kommen würde.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Cemoro Lawang</h2>



<p>Die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war natürlich wieder ein Abenteuer für sich. Mit einer Übernachtung in Probolinggo erreichte ich Cemoro Lawang am nächsten Morgen, ausgeruht und bestens gelaunt. Gekostet hat mich die Anreise auf eigene Faust CHF 32.&#8211;. Darin ist die Übernachtung und das Frühstück in Probolinggo enthalten. Auf der Minibus Fahrt von Probolinggo nach Cemoro Lawang habe ich mit den anderen Reisenden eine gesellige Reisegruppe gebildet. Diese setzte sich nebst meiner Wenigkeit aus einem Alpinsport-faszinierte italienischen Pärchen, einem Crossfit-begeisterten Pärchen aus Frankreich, welche beide einen PhD Titel in Maschinenbau besassen, und einer italienischen Fussballspielerin zusammen. Na dann, auf geht&#8217;s!</p>



<p>In Cemoro Lawang hatten wir alle dieselben Pläne. Erstens den Bromo zu besteigen und zweitens den Sonnenaufgang über dem Tal der Vulkane, von einem entfernteren Viewpoint aus, zu bestaunen. Ich hatte noch keine Unterkunft gebucht und wie es der Zufall so wollte, hatte das französische Pärchen ein Zimmer mit drei Betten gebucht. Für einen Drittel des eigentlichen Zimmerpreises hatte ich eine günstige Bleibe gefunden und das Pärchen war über die zusätzliche Einnahme erfreut, Win-Win!</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Vulkan Bromo</h3>



<p>Da wir nach unserer Ankunft noch sechs Stunden bis zum Sonnenuntergang hatten, schlug ich vor, den Bromo noch am selben Tag zu erklimmen. Was den Bromo betrifft, hatte ich gemischte Gefühle. Vor zwei Tagen, in Karimunjawa, wurde mir mitgeteilt, dass der Krater des Bromos geschlossen sei und dass man lediglich bis zum Fusse des Vulkans gehen kann – Grund: Eruptionsgefahr. Doch in Cemoro Lawang angekommen wurde uns mitgeteilt, dass der Krater gerade eben wieder geöffnet wurde, come on! Der Abstieg ins Tal und Aufstieg zum Krater dauerte 50 Minuten. Der Parkeintritt kostet 325&#8217;000 Indonesien Rupiah, umgerechnet 23.&#8211; Schweizer Franken. Als selbsternannter Sparfuchs und mittlerweile erfahrener Weltenbummler hatte ich einen Weg gefunden diese hohe Eintrittsgebühr zu umgehen.</p>



<p>In meiner Smartphone Mappe, maps.me, habe ich einen Hirtenpfad entdeckt. Dieser Weg führte uns, wie erhofft, durch einen kleinen Wald an der Eingangskontrolle vorbei. &nbsp;Im Tal angekommen machten wir uns gut gelaunt auf den Weg zum Vulkan und bestiegen diesen rasch möglichst. Das Tal bestand aus Asche und war vergleichbar mit einer staubigen Wüste. Mein dünner Schal diente mir als Atemschutz. Unsere Kleider waren nach der Wanderung von Aschestaub bedeckt. Halb so wild. Der Bromo war mein erster aktiver Vulkan. Entsprechend gross war meine Freude, als ich oben angekommen in den Krater blicken konnte. Als Beweis noch schnell einige Bilder geschossen, machten wir uns während des Sonnenuntergangs auf den Rückweg in unsere Herbergen. Wir verabredeten uns zum Abendessen bei einem lokalen Warung, so heissen die lokalen kleinen Restaurants, und planten die Wanderung für den Sonnenaufgang für den kommenden Morgen.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">King Kong Hill</h3>



<p>Es gibt einen kleinen Berg gegenüber dem Bromo, welcher sich für Sonnenaufgänge ausgezeichnet eignet. Dieser Hügel hat etwa fünf bis sechs gute Aussichtspunkte welche natürlich von den geführten Touren ebenfalls angesteuert werden. Um uns einen Top-Platz zu sichern ging es früh morgens um 03:30 los, um noch vor den Tourgruppen oben anzukommen. Geplante Marschdauer – 2Std 10min. Unser Hostelbesitzer verriet uns einen Aussichtspunkt namens King Kong. Da dieser mit dem Auto nicht angefahren und erklettert werden muss, tummeln sich dort tendenziell weniger Touristen rum.</p>



<p>Zur verabredeten Zeit marschierten wir also Richtung King Kong Hill los. Wie bereits erwähnt setzte sich unsere Reisegruppe aus Alpinisten, Sportfanatiker und meiner Wenigkeit zusammen. Das Laufen und Wandern war ich mir gewohnt und konditionell war ich auf einem guten Level – dachte ich jedenfalls. Unsere Truppe bezwang die Route in 1Std und 10min – eine ganze Stunde schneller als eigentlich vorgesehen. Ich konnte zwar die Geschwindigkeit halten, war aber fix und alle. Meine anhaltende Erkältung war dabei alles andere als hilfreich. Vielleicht doch etwas zu übermütig unsere Marschgeschwindigkeit, denn auch die anderen waren offensichtlich ausser Atem. Ohne Kaffee oder Frühstück und mit lediglich drei Stunden Schlaf war dieser Marsch ein Akt. Wir sicherten uns den bestmöglichen Aussichtspunkt und wurden für unsere Anstrengung mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Banyuwangi</h2>



<p>Auf Java stand lediglich noch eine Sehenswürdigkeit auf meiner Liste – der Vulkan Ijen. Dieser war bekannt für sein blaues Feuer, dem gelben Schwefel und dem türkisfarbenen See. Ich quartierte mich in einem Hostel in Banyuwangi ein, dem Ausgangsort für die Erklimmung des Ijens. Was ich von geführten Touren halte, sollte unterdessen klar sein. So organisierte ich mir vor Ort einen Roller, die essenzielle Atemschutzmaske und genügend Proviant. Zurück im Hostel erfuhr ich, dass ein junges deutsches Pärchen, Nina und Matze, den Ijen ebenfalls am nächsten Tag erklimmen wollen und so schlossen wir uns zu einem kleinen Team zusammen. Top motiviert und mit geladenen Akkus ging es für uns um Mitternacht los!</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Vulkan Ijen</h3>



<p>Es stand einiges auf dem Programm. Die Tore am Fusse des Berges öffneten zwischen 01:00 und 02:00. Wir wollten unbedingt vor dem grossen Ansturm den Krater erreichen, weshalb wir um Mitternacht losfuhren, um nach einer einstündigen Rollerfahrt die Eingangstore zu erreichen. Der Aufstieg dauerte eine weitere gute Stunde. Es war stockdunkel und selbst mit der Stirnlampe sahen wir maximal fünf Meter weit. Dafür versprach der unglaublich klare Sternenhimmel einen guten Sonnenaufgang. Oben als einer der ersten angekommen, stiegen wir direkt in den Krater runter.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Blaues Feuer und gelber Schwefel</h3>



<p>Für den Abstieg war dann auch die Atemschutzmasken erforderlich, um nicht etwa den gelben, ätzenden Schwefelrauch ungefiltert einzuatmen. Selbst durch die Maske war der beissende Geruch des Schwelfels zu riechen. Der Rauch brannte in den Augen und in der Lunge, trotz geschlossenen Augen und Atemschutzmaske – ungeheuer. Unten angekommen erwartete uns dann schliesslich das blaue Feuer, welches nur im Dunkeln zu sehen ist. Das blaue Feuer wird durch Schwefel und Gase erzeugt, welche sich an der Luft selbst entzünden. Der Schwefel hingegen entsteht durch den Schwefelrauch, welcher am Gestein abkühlt und so eine feste, steinartige Struktur annimmt.</p>



<p>Nach einem kurzen Anblick und einigen Schnappschüssen, verliessen wir die Quelle und begaben uns auf den Rückweg, um uns einen guten Platz für den Sonnenaufgang zu suchen. Auf dem Weg nach oben bemerkten wir den Menschenansturm. Die vielen Stirnlampen zeigten uns unseren Rückweg aus dem Krater. Gottseidank sind wir frühestmöglich angereist. Ich wollte auf keinen Fall in mitten der Menschenmenge den Abstieg bewältigen müssen. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Minenarbeiter als Übermenschen</h3>



<p>Die Minenarbeiter hinterliessen mir einen bleibenden Eindruck. Ihre Aufgabe war es den Schwefel abzutragen und den gesamten Weg zurück an die Hauptstrasse zu transportieren. Gearbeitet wurde von 02:00 morgens bis zum Sonnenuntergang. Das ganze ohne Atemschutzmaske und Schutzbrille dafür teilweise in Flipflops – unvorstellbar! Nachdem die Arbeiter ihre Körbe mit rund 70-100kg! Schwefelgestein gefüllt hatten, machteb sie sich auf den irrsinnig anstrengenden steilen Aufstieg. Man stelle sich vor, diese Männer haben eine Körpergrösse von etwa 160cm. Oben am Kraterrand angekommen wurde das Gestein auf einen kleinen Karren umgeladen und runter zum Haupteingang gefahren, um es dort für 6 Rappen pro Kilogramm zu verkaufen. Ein gut gefüllter Korb brachte ihnen also vier bis sechs Schweizer Franken. Was für eine Tortur. Um etwas mehr Geld zu verdienen, trugen sie für wenig Geld «müde» Touristen in ihren kleinen Karren nach oben! Ich traute meinen Augen nicht. Die Lebenserwartung jener Arbeiter liegt Jahrzehnte unter dem Landesdurchschnitt – absolut nachvollziehbar. Mit Sicherheit einer der schwersten, wenn nicht der härteste Job der Welt.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Sonnenaufgang über dem Säurefass</h3>



<p>Wir sicherten uns einen idealen Standort am Kraterrand des Vulkans und warteten eine weitere Stunde bis die Sonne sich zu erkennen gab. Es war um einiges kälter als erwartet. Ich trug gerade genügend Kleiderschichten, um nicht zu frieren. Vor Sonnenaufgang war es Zeit für eine Zwischenverpflegung. So gönnte ich mir Bananenchips, einen Proteinriegel und ein Schluck Wasser. Der Sonnenaufgang war beeindruckend. Alsbald die Sonnenstrahlen vom ätzenden See reflektiert wurden, zeigte sich der See in vollem türkisfarbenem Glanz. Der See wird von Experten als grösstes Säurefass der Welt bezeichnet und erreicht einen PH-Wert, der jener von Batteriesäure nahe kommt. Die Farbe war sehr eindrücklich und erinnerte mich irgendwie an den Brienzersee. Wir nahmen uns die Zeit und schossen einige Fotos von verschiedenen Standorten aus. Matze und Nina blieben für ihre Mittagspause am Krater. Ich war fix und alle und begab mich alleine auf den Rückweg, um meine Weiterreise für den nächsten Tag zu planen. </p>


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<h2 class="wp-block-heading">Nächster Halt Bali</h2>



<p>Als meine erste indonesische Insel, verliess ich Java mit einem positiven Eindruck. Die Kultur, das Essen und die Einheimischen mochte ich von Beginn an. Auch die Jahreszeit schien ideal zu sein. Für viele Studenten hatte das neue Semester begonnen und so waren diese jungen Reisenden weniger anzutreffen. Ich war nun ein Katzensprung von der Insel Bali entfernt und es war an der Zeit weiter zu reisen. Canggu auf Bali soll für Backpacker ein idealer Ausgangspunkt sein. Ich konnte es kaum erwarten mehr Zeit am Strand zu verbringen, meine Erkältung definitiv zu begraben und mich auf neue Abenteuer vorzubereiten. </p>



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		<title>KAMBODSCHA &#8211; ANGKOR WAT, KILLING FIELDS UND DER AKZENT-GATE</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Aug 2019 17:14:56 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/kambodscha-angkor-wat-die-killing-fields-und-ein-akzent-gate/">KAMBODSCHA &#8211; ANGKOR WAT, KILLING FIELDS UND DER AKZENT-GATE</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Siem Reap </h2>



<p>Ich war also zurück in Kambodscha, das Land, welches für mich vor kurzer Zeit noch Heimat war. Ich hatte noch ein gültiges Visum und wollte in Siem Reap die Angkor Tempel sowie die Killing Fields und das Gefängnis S21 in Phnom Penh besichtigen. Mein einfaches Vorhaben war begleitet von einem medizinischen Mini-Notfall, einem wohlverdienten Tourniersieg und einem &#8211; ich nenne es mal Akzent-Gate. Diesmal habe ich keine Verluste zu beklagen, ausser der beiden T-Shirts, die ich bewusst in Phnom Penh gelassen habe.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Anfahrt</h3>



<p>Nach einer angenehmen Busfahrt von Don Det erreichten wir die Landesgrenze zu Kambodscha um etwa 10:00 Uhr. Ich musste keinen Visa-Antrag stellen und konnte nach dem Ausfüllen des Einreiseformulars gleich mein Stempel abholen. Bei meinen bestehenden vier kambodschanischen Visen, wovon nur noch einer gültig war, musste auch der Grenzbeamte lachen. Die Uniform des Beamten war mit Auszeichnungen zugekleistert. Musste wohl ein wichtiger Beamter sein. Mit einem Lächeln im Gesicht platzierte er den Stempel auf der nächstmöglichen Seite und händigte mir meinen Reisepass mit einem <em>Welcome back to Cambodia</em>, aus. Es ging bald weiter und wir erreichten Siem Reap pünktlich um 17:00. Es folgte die Checkin-Standartprozedur. Die Bleibe war diesmal wieder ein Partyhostel und versprach viele guten Momente. Ich verbrachte drei Nächte in diesem Hostel und weitere zwei Nächte in einem entspannten Hostel um die Ecke. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Gelassenheit</h3>



<p>Zu meinem eigenen erstaunen musste ich feststellen, wie entspannt ich mittlerweile Reise. Es ist mir immer noch wichtig meinen Bus oder Zug zu erwischen. Auch will ich mein Gepäck am Zielort noch haben. Wäre dies aber mal nicht der Fall, halb so wild. Ich versuche immer mein Möglichstes aber mittlerweile mit einer entsprechenden Gelassenheit. Das Reisen fühlt sich so viel entspannter an. Worauf ich weiterhin mit Argus Auge achte sind Reisepass, iPhone und Kreditkarte. Diese drei essenziellen Dinge bringen dich praktisch überall hin.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Mein erstes Mal Snooker</h3>



<p>Einige Briten und Iren luden mich zu einer Partie Snooker ein. Ich hatte davor zwar Billard aber noch nie Snooker gespielt. Die anderen jeweils so 15 Mal. Ich kannte die Regeln und ahnte wie schwierig Snooker sein muss. Zudem waren mir Snookergrössen wie Ronnie O’Sullivan bekannt. Unsere Partie dauerte 45 Minuten. Am Anfang hatte ich Mühe mich an den schnellen und grossen Tisch zu gewöhnen. Zudem diese kleinen Bälle und noch kleineren Taschen. Die Halle sah genauso aus, wie in den Filmen. Ein grosser Raum, niedrige Decke und alles sehr dunkel. Bis auf die Tische, die waren gut beleuchtet. Der frische Duft und die Klimaanlage erinnerten mich irgendwie an Las Vegas. Wir waren alle mehr oder weniger gleich gut, ich tendenziell im hinteren Drittel, verständlich. Gegen Ende der Partie blühte ich dann auf und versank die letzten drei Bälle hintereinander. Der Sieg war unser. Mit dem hätte niemand gerechnet weshalb ich den Sieg mit einem Eintrag in diesem Reiseblog ehre. Darauf gab es, wie bei den Briten und Iren üblich, ein kühles Bier. Prost.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Kopfhörer</h3>



<p>Nach der Partie Snooker war es dann an der Zeit mich um neue
Kopfhörer zu bemühen. Zwei Tage ohne Kopfhörer waren lange genug. Ich ging in
den nächsten Smartphone-Shop, welcher alles erdenkliche Rund um das Smartphone hatte.
Die angebotenen Kopfhörer waren top. Zusammen mit dem benötigten iPhone-Adapter
handelte ich einen Preis von 6USD aus. Für mich OK.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Tempelanlage von Angkor</h3>



<p>Wie immer konnte man die Tempel von Angkor mit einer geführten Tour oder im Alleingang besuchen und auch hier war für mich die geführte Tour keine Option. Ich schloss mich einer Gruppe von drei anderen Backpackern an und so charterten wir ein Tuk-tuk für den darauffolgenden Tag. Abfahrt 04:30. Wir wollten unbedingt den Sonnenaufgang über dem Haupttempel Angkor Wat erleben. Knapp vor 15:00 Uhr hatten wir dann auch die wichtigsten und grössten Tempel ausgiebig erkundet. Nach knapp 11 Stunden auskundschaften ist man müde. Das Wetter blieb glücklicherweise stabil und hielt unsere Laune auf einem andauernden Hoch. Die Eindrücke waren unglaublich. Diese Tempel waren mit all den anderen Tempeln, die ich bisher besucht hatte, nicht zu vergleichen. Meine Erwartungen wurden übertroffen. </p>



<p>Zurück im Hostel war für unseren Fahrer dann Zahltag. Die anderen jungen und etwas unerfahrenen Reisenden, welche eher der Sorte Hotel- und nicht Hostelgästen angehören, haben am Vortag dem ersten Preis des Tuktuk-Fahrers zugestimmt. Klassischer Anfängerfehler. Da konnte auch ich mit meinem akzeptablen Khmer und einem Lächeln nichts mehr ändern. Der Preis war ausgemacht und daran wird auch nichts mehr geändert – ungeschriebenes Gesetz. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Beerpong</h3>



<p>Im Hostel war Beerpong-Night. Beerpong war ein Duellspiel. Jedes Zweierteam hatte jeweils an seinem Ende des Tisches sechs bzw. neun Becher vor sich, welche etwas Bier beinhalteten. Zwei Pingpong-Bälle waren das Hauptspielmittel. Diese Bälle versuchte man in die gegnerischen Becher zu befördern, womit man diesen Becher eliminiert. Ich hatte davor bereits einige Male Beerpong gespielt, aber in einem Partyhostel ist das Niveau meistens hoch. Ich bildete ein Team mit Kieran, einem Iren. Mit  Kieran gewann ich bereits die Partie Snooker – gute Voraussetzungen. Kieran und ich kannten uns bereits von Vang Vieng, Laos und trafen uns auf Don Det wieder. Iren und Trinkspiele gehören zusammen wie Schoggi und Züpfe. Ich und Kieran waren ein unschlagbares Team. Wir gewannen gegen alle drei Gegner im KO-Verfahren und holten uns den Sieg in einem spektakulären Endspiel. Der Siegerpreis war eine Quad-Tour für in drei Tagen. Unglücklicherweise reiste Kieran am nächsten Tag ab und ich am Tourtag. Geändert werden konnten natürlich nichts, egal. Next time!</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Medikit im Einsatz</h3>



<p>Am Folgemorgen hiess es für mich eigentlich Checkout um
11:00 und nach der Beerpong-Nacht und der Afterparty wollte ich eigentlich noch
einige Stunden schlafen. Dank der folgenden Geschichte verringerte sich mein
Schlaf um eine wertvolle Stunde.</p>



<p>Zwei Jungs kommen ins Zimmer, schreien meinen Bettnachbarn an und werfen ihm das übelste Übel vor. Mein Bettnachbar war der 23-jährige James. Ein quicklebendiger, sympathischer jedoch harmloser Engländer. Ich wache auf und frage höflich ob man das nicht draussen klären konnte. Schliesslich wollten hier alle nur schlafen. Dabei fiel mir auf das James sein halbes Gesicht Blutüberströmt war. Ach du scheisse! Was nun?</p>



<p>Es war wieder einer dieser Momente in welcher man schlagartig nüchtern und klar denken kann. Ich zerrte James aus dem Bett, bevor ich das Medikit aus meinem Backpack holte. Zusammen platzierten wir uns auf der Bank vor unserem Zimmer. Die anderen Schreihälse hatten sich unterdessen verzogen. James sagte mir, dass einige Zeit bevor wir nach Hause kamen, jemand ihn für eine Tat beschuldigte, welche er wirklich niemals begangen haben kann. Danach kassierte er einige Fäuste ehe der Schläger verschwand. James schaffte es gerade noch ins Bett und war danach weggetreten. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Mein Assistent</h4>



<p>Ein Zimmergenossen kam um die Ecke. Ich rief sofort: <em>You will assist me dude!</em> Da kam keine Wiederrede. Wie viele Schweizer, genoss auch ich eine San-Ausbildung zur Vorbereitung meiner Autoprüfung und eine Umfangreichere während meines Militärdienstes. Der andere Typ hatte keine Ahnung was er machen soll. Darum hielt er lediglich meine Lampe und das Desinfektionsspray. <em>Why do you have a medikit</em>, fragte mich mein Assistent verwundert. Ich schmunzelte. <em>Where did you learn all this?</em> Ok, jetzt hatte er eine Antwort verdient. <em>Well, in the Army. And sometimes it was learning by doing. You never had that situation before? Didn’t they teach you this in school or at uni?</em> Ich weiss, fies von mir zu behaupten er würde studieren, aber so war es tatsächlich. Er also: <em>No, i would have call the ambulance like back home.</em> Und wieder ein Schmunzeln von mir. Diese jungen Backpacker. Wo sind die praxisorientierten, hilfsbereiten und nützlichen Backpacker, wo?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Eingriff</h4>



<p>Egal, zurück zu unserem Patienten James. Er hatte einen 1cm langen Schnitt oberhalb des rechten Auges. Etwas anderes war nicht sichtbar. Ich desinfizierte meine Hände, reinigte seine Wunde gründlich und klebte den Schnitt mit einem Streifen zusammen. Ich hatte noch einige dieser 3M-Klebstreifen übrig aus der Zeit, als ich mir in den Daumen geschnitten hatte und eben genau jene zum Einsatz kamen. Genial und solid die Dinger. Ich sagte James, dass er sich ausruhen aber kein blutverdünnendes Aspirin einnehmen soll. Falls es schmerzt, einfach 500mg Panadol einnehmen. Morgen müsse er einen Freund oder jemand von der Reception kontaktieren und zur Kontrolle in ein Spital fahren. Falls es Stiche bräuchte, dann wäre es halt so. Ich hatte mein bestmögliches getan, was auch für die paar Stunden halten würde. Am nächsten Morgen war kein Blut sichtbar und James im Tiefschlaf. Ich wünschte ihm eine rasche Genesung und machte mich auf den Weg.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Phnom Penh</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Fahrtkosten</h3>



<p>Das Kostenverhältnis ist manchmal witzig. Eine achtstündige Busfahrt von Siem Reap nach Phnom Penh kostet etwa 10USD. Ein fairer Preis. Doch wenn du in Phnom Penh aussteigst, wollen dich die Taxis und Tuktuks für etwa 6-8USD in dein 5 Minuten entferntes Hostel bringen. Irgendwie geht das für mich nicht auf. Ich für meinen Teil nutzte natürlich den Grab-Dienst und ergattere mir mein Tuktuk für 1.25USD für meine acht minütige Fahrt. 1.25USD zahlte ich gerne, anstatt die 3.4km im Regen zum Hostel zu laufen. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Geldbörse</h3>



<p>Vom Rollertaxi aus sieht man das Leben wörtlich aus der Perspektive eines Lokals. Während der Fahrt fiel mir bereits wieder auf, wie sehr das Leben auf der Strasse stattfindet. So bemerkte ich zum ersten Mal, wie sehr die Einheimischen vor sich hinsingen. Viele davon sogar ganz passabel. Während dem Zahlen sah ich wieder diese Bauchtasche voller Geld. Tuktuk-Fahrer haben ihre gesamte Kasse in einer Umhänge- oder Bauchtasche. Oftmals eine ordentliche Stange Geld.</p>



<p>Ich würde niemals mit einer Bauchtasche voller Geld rumlaufen, ich bin aber auch kein Tuktuk-Fahrer. Ich besitze kein Geldbeutel, sondern trage die gefalteten Noten in meiner vorderen Hosentasche. Die Kreditkarte in der Hülle meines iPhones. Eine Geldbörse brauche ich nicht. Ein Geldbeutel ist an den gedehnten Hosentaschen zu erkennen und erregt Aufmerksamkeit. Das kann bei mir weniger passieren. Ja auch ein Smartphone in der Hosentasche ist sichtbar, jedoch besitzt in Südostasien wirklich jeder ein Smartphone. Zudem gilt immer noch Cash is King und bares Geld hat hier einen hohen Stellenwert.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Hitze steigt</h3>



<p>Jeder weiss, dass warme Luft tendenziell nach oben steigt – Schulstoff aus der 4. Klasse Natur Mensch Mitwelt (NMM) 2. Lektion &#8211; vermutlich. Im Hostel in Phnom Penh habe ich ein günstiges, dennoch gutes Hostel gebucht für 4USD die Nacht. Handtuch und ein Willkommens-Bier waren inkludiert. Die Bewertungen waren hervorragend. Zudem war die Lage top. Das einzige was mir auf den Fotos auffiel war die Anordnung der Betten.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Betten</h3>



<p>Es handelten sich um Kapseln. Kapseln bieten eine gewisse Privatsphäre. Ungeachtet dessen waren eben drei mal vier solcher Kapseln als Block zusammengezimmert. Ich dachte mir, dass ich nun zweimal hintereinander das bessere, untere Bett eines Kajütenbettes hatte. Diese unteren Betten sind beliebter. Einerseits kann man seine Wasserflaschen oder andere Sachen neben dem Bett auf den Boden legen, andererseits fällt man nicht tief, wenn man aus dem Bett rollen würde. Ja, alles schon passiert. Ich hatte mich mental bereits auf eines der beiden oberen Betten eingestellt, was an sich nur fair war. Ich dachte mir aber auch, selbst wenn ich eines der oberen Betten haben würde, wäre da immer noch die Klimaanlage, die mir kühle Luft in meine Kapsel pusten würde. </p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die kleinen Dinge</h3>



<p>Nach dem Checkin wurde mir mein Bett zugewiesen. Im obersten Stock des Hostels bekam ich das Bett in der obersten, hintersten Reihe. War ja klar. Nun zur Klimaanlage. Diese befand direkt bei meinen Füssen und pustet die angenehm kühle Luft genau an meiner Kapsel vorbei – einfach perfekt! Mir kamen die Erinnerungen der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="33 stündigen Busfahrt (öffnet in neuem Tab)" href="https://thebigstep.ch/blog/laos-verluste-motorraeder-und-ein-neuer-rekord/" target="_blank">33 stündigen Busfahrt</a> hoch – als ich ebenfalls den heissesten Platz ergatterte und dabei die Klimaanlage ausstieg. Zusammenfassung: heisseste Kabine kombiniert mit der geringsten Kühlung ergibt: gute Stimmung! Die kleinen täglichen Probleme eines Backpackers. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Killing Fields und Prison S21</h3>



<p>In Phnom Penh wollte ich die Killing Fields und das Gefängnis S21 besuchen. Ich packte die beiden geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten in einen Tag. Ich wusste es würde ein trauriger jedoch eindrucksvoller Tag werden und so war es auch. Die Geschichten und Bilder welche dort zu sehen, lesen und hören waren, gaben Grund zum Nachdenken. Einfach schrecklich. Man sah die Fassungslosigkeit auch den anderen Touristen an. Man sollte hoffen, dass nach dem Genozid während des zweiten Weltkriegs die Menschheit etwas gelernt hätte, leider nein. Eines der schrecklichsten Beispiele unseres Scheiterns findet man leider in der jüngsten kambodschanischen Geschichte.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Spicy</h3>



<p>Zeit für ein Themenwechsel. Nach einem dreiviertel Jahr in Asien, habe ich meine Schärfe-Toleranz beim Essen den Einheimischen angepasst. Ich würde nicht behaupten, dass ich übertrieben scharf Essen kann. Dennoch kann ich in einem lokalen Restaurant ein Gericht bestellen und bei der Frage «spicy?» unbekümmert mit «yes please» antworten. Solange ich meinen Geschmacksinn nicht verliere und nur das angenehme kribbeln auf den Lippen spüre, hat es für mich genau die richtige Schärfe.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Der Akzent-Gate</h3>



<p>Ich hatte kürzlich eine Begegnung mit, ich nenne Sie mal Ingrid. Ingrid hat es tatsächlich als erste Reisende geschafft, mich aus meiner entspannten Fassung zu bringen. Nicht dass ich jemals laut oder persönlich wurde, jedoch hat sie es geschafft, dass ich einen ganzen Abend lang mich nicht mit ihr unterhalten wollte. In einer Gruppe mit mehreren Reisende ist dies in der Regel nicht schwierig. Leider hatte Ingrid den notorischen Drang mir auf den Sack zu gehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Smalltalk Ingrid</h4>



<p>Unser Gespräch begann mit ihrer Frage: <em>Are you from Australia or New Zealand.</em> Mein englischer Akzent bewegt sich momentan zwischen Neutral und einem Hauch von Irisch, da ich den «R» einfach saumässig gerne wie die Iren ausspreche. Ihr Englisch-Akzent war so unverkennbar Deutsch wie er nur sein konnte. Getoppt wurde sie höchstens von dem französischen oder indischen Englischakzent. Weiter im Text. Nachdem ich geantwortet habe: <em>well I have a Swiss passport and I grew up in Switzerland. But I am traveling for a while so home is where my backpack is.</em> Halt der klassische Backpacker Smalltalk.</p>



<p>Ire Antwort darauf: <em>Yes yes, i knew you where from Switzerland, your accent is strong.</em> Genau, nachdem ich ihr gerade gesagte habe, dass ich Schweizer sein. Im Prinzip konnte es mir egal sein. Trotzdem, noch nie hatte ich jemand getroffen, der mir vorneweg sagen konnte, dass ich aus der Schweiz sei. Geschweige denn aufgrund meines Akzents! Mal hier und da mit Deutschland oder Holland verwechselt, oft mit Schweden oder Norwegen, aber nie Schweiz. Zumal sie eben noch gemeint hat ich komme aus Australien oder Neuseeland. Egal, meine Antwort darauf: Ich spreche bewusst nicht Deutsch mit dir, da es unhöflich gegenüber den anderen wäre. Sie war schockiert und frage: also wie weisst du, dass ich Deutsch spreche? Die Antwort wussten wir insgeheim beide und ich wollte eine Retourkutsche: «wegen deines Akzents» vermeiden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ingrid, so nicht</h4>



<p>Nachdem sie also bereits nicht mein Lieblingsgesprächspartner war, packte sie jedes erdenkliche Thema aus, dass uns Schweizern sowieso auf den Zeiger geht. Sag mal «Chuchichästli». Du musst unglaublich reich sein als Schweizer. Ich verstehe jedes Wort auf schweizerdeutsch und so weiter und so fort. Nach geschlagenen 45 Minuten war genug. Nach der Aussage Schweizerdeutsch ist keine Sprache, eure Sprache ist Hochdeutsch plus Schweizerdeutsch klingt sowieso komisch, hatte ich die Faxen dicke. Ich wechselte wortlos den Sitzplatz und den Gesprächspartner.</p>



<p>Nachdem wir uns um Mitternacht auf die Piste begaben, fand sie immer wieder Zündstoff. Von wo nahm sie bloss diese Energie mir auf den Kecks zu gehen? Es folgten die Fragen: Wie viel verdient man in der Schweiz? Warum ist Zürich nicht die Hauptstadt? Ich war mal in Basel, kennst du diesen und jene von Basel? Warum sprechen nicht alle die gleiche Sprache? Ich dachte mir nur so: Ingrid, halt die Fresse! Nach einer Weile verstand sie vermutlich meine Abneigung. Gott sei Dank fand sie andere Gesprächspartner in der Gruppe und selbes galt für mich. Was für ein Nervtöter.</p>



<p>Da Ingrid im selben Hostel wohnte, trifft man sich halt
öfters. So auch am nächsten Tag. Ich schrieb tatsächlich gerade an diesem
Abschnitt, als sie mich höflich auf Englisch fragte, wie der Abend gestern so
lief. Ich schnackte kurz mit Ihr in der Hoffnung, dass sie mich bloss nicht
fragen würde, was ich da mache und ob sie den Blog auch verfolgen dürfe. Sie
fragte nicht. Sie war auf dem Sprung und ich glücklich darüber. </p>



<p>In letzter Zeit ärgere ich mich zu viel über andere
Reisende, ich will versuchen mich in dieser Hinsicht zu bessern. Nichtsdestotrotz
sind solche Geschichten die Nahrung für meine Blogs.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Endspurt</h3>



<p>Ich genoss meine letzten drei Abenden mit der großartigen Meute im Big Easy Hostel in Phnom Penh. Die Mitarbeiter und wir Gäste waren allesamt auf einer Wellenlänge weshalb auch die Nächte feuchtfröhlich in früher Morgenstunden endeten. Ingrid begegnete ich glücklicherweise nicht mehr. Am letzten Abend liess ich es gemütlich angehen. Einerseits wollte ich meinen Flug am nächsten Tag nicht verpassen, andererseits hatte ich zu diesem Zeitpunkt etwas Fieber und einen unruhigen Magen. Könnte die Aufregung sein. Nächster Halt war Jakarta Indonesien &#8211; endlich Indonesien! Eine Insel in der ich viel Hoffnung stecke. Ich packte ausnahmsweise bereits am Vorabend und ging vor Mitternacht ins Bett. Aufgeregt wie ein Hosenscheisser an seinem Geburtstag liess ich mich in die Federn fallen. Indonesien ich bin bereit für neue Abenteuer. </p>


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		<title>LAOS &#8211; VERLUSTE, MOTORRÄDER UND EIN NEUER REKORD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2019 04:59:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von Hanoi nach Luang Prabang Keine Ahnung was mich in Laos erwarten würde. Ich wusste bis dato wenig über das Land. Die Geschichten der anderen<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/laos-verluste-motorraeder-und-ein-neuer-rekord/">LAOS &#8211; VERLUSTE, MOTORRÄDER UND EIN NEUER REKORD</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Von Hanoi nach Luang Prabang</h2>



<p>Keine Ahnung was mich in Laos erwarten würde. Ich wusste bis dato wenig über das Land. Die Geschichten der anderen Backpacker faszinierten mich. Folglich war ich gespannt auf neue Abenteuer im Land indem ich zum Schluss mein Badetuch vergessen habe, mein geliebter Flipflop sein Lebensende erreichte, mir mein Douche entwendet wurde, meine Kopfhörer schon wieder abhandenkamen, mir ein paar kurze Hosen gestohlen wurden und zu guter Letzt ich mein begehrenswerten Tolino E-Reader zerstört habe &#8211; aber eins nach dem anderen. </p>



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<h4 class="wp-block-heading">Get ready</h4>



<p>Genügen Wasser und einen Essensvorrat für die Busfahrt hatte ich organisiert. Sämtliche Akkus waren 100% aufgeladen und ich fühlte mich mental fit für die anstehende 24 stündige Busfahrt. Ich hatte bereits einige längere Anreisen mitgemacht aber 24 Stunden sollte meine neue persönliche Bestmarke werden. Pünktlich im Hostel abgeholt wurde ich ohne Umweg direkt zum Busbahnhof chauffiert. Der Papierschnitzel in meiner Hand sah zwar aus wie ein benutztes einlagiges Taschentusch war aber in der Tat sowohl meine Quittung als auch meine Fahrkarte nach Luang Prabang, Laos. Da ich keine Ahnung hatte, welcher Sleeper-Bus meiner war, zeigte ich den Papierfetzen jedem der vertrauenswürdig aussah und so fand ich meinen Bus nach gefühlten 20 Minuten. Der Rucksack wurde in die entsprechende Luke verstaut. Meine wichtigsten Habseligkeiten trug ich natürlich auf mir. Im Bus wurde mir der mit Abstand schlimmste Platz zugewiesen – hinterste Reihe oben links. Zu deutsch – ich war am Arsch! Bei einem Sleeperbus hat grundsätzlich jeder seine eigene Liege. Davon ausgenommen ist die hinterste Reihe, dort liegen fünf unglückliche Opfer ohne irgendwelche Trennung nebeneinander. Zur Info, in dieser Reihe misst einer dieser fünf aneinandergereihten Liegen höchstens 55cm. Für Asiaten mag das eventuell genügen. Für einen ausgewachsenen Europäer mit einer ordentlichen Statur wie in meinem Fall, funktioniert dies natürlich nicht. Da befand ich mich also in der Reihe mit zwei Laoten, einem Neuseeländer und einem Briten, eingepfercht für die nächsten 24 Stunden. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die Anreise</h4>



<p>Ich hatte einen der beiden Fensterplätze. Ich fand nach einer gewissen Zeit eine Position, in der ich mit angewinkelten Beinen und überkreuzten Armen, einigermassen Schlafen konnte. Etwa alle vier Stunden legten wir eine Pause ein. Verpflegen, Toilette und sich die Füsse vertreten stand dabei auf dem Programm. Nach einer unendlich langen und schlaflosen Nacht erreichten wir den vietnamesischen / laotischen Grenzposten. Obwohl ich als Schweizerbürger 15 Tage visafreien Aufenthalt geniessen würde, wollte ich länger bleiben. Entsprechend beantrage ich an der Grenze ein ordentliches 30 Tage Visa. Dies bedeutete wieder einen Visa-Sticker und einen Stempel mehr in meinem Pass. Bereits jetzt fing ich an die freien Seiten in meinem Pass zu zählen. Freie Pass-Seiten sind Gold wert. Aber wenn ich so weiterreise, muss ich meinen Pass noch vor dem Ablaufdatum erneuern. Darum sorge ich mich aber, wenn es soweit ist. Zurück zur Einreise. Mit meinem Pass in der Hand begab ich mich zurück zum Bus. Ich war optimistisch, dass wir baldmöglichst weiterfahren konnte, da an der Grenze wenig los war. Da machte ich meine Rechnung aber ohne die laotischen Zollbeamten. Nach über drei Stunden ging es dann endlich weiter. Der Fahrer hatte wohl nicht alle Papiere beisammen und das kann dann halt schon mal dauern. 18 Stunden waren verstrichen und wir hatten gemäss meiner Karte erst die Hälfte der Strecke hinter uns. Mir graute es. Die Weiterfahrt war holpriger als noch in Vietnam. Unser Fahrer hielt nun etwa alle 30 Minuten mitten im nirgendwo an, um einige Güter ab oder umzuladen. Die Zeit blieb gefühlt stehen und so hatten wir nach 24 Stunden immer noch knapp 300 km vor uns – auf haarsträubenden Strassen. Nachdem nun auch die Klimaanlage im Bus ausstieg – war auch ich kurz davor mich abzumelden. Ich wollte nur noch ankommen – um jeden Preis. Morgens um 02:00 haben wir es endlich nach Luang Prabang geschafft. Eine 33 stündige Busfahrt war also mein neuer Rekord. Ein Rekord, den ich weder egalisieren noch toppen will. Ein voller Tag und neun Stunden – das war dann doch auch für mich zu viel des Guten. Im Hostel wiedermal provisorisch eingecheckt und dann schön 10 Stunden durchgeschlafen – Hallo Laos.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Luang Prabang</h2>



<p>Am nächsten Tag organisierte ich mir die obligate und bewährte SIM Karte. Im Supermarkt machte ich auch eine bemerkenswerte Entdeckung – die Schokolade wird im Kühlregal gelagert! Das war mein Aufsteller des Tages. Danach stand das UXO Museum auf dem Programm. Das Museum informiert darüber, wie die Amerikaner während des Vietnam-Krieg grosse Teile von Laos systematisch bombardierten. Der Landweg über Laos diente den Vietnamesen als Nord-Süd-Verbindung von Hanoi nach Saigon – heute Ho Chi Minh City – und die Amerikaner versuchten diese Verbindungsstrassen zu zerstören. Die Laoten waren neutral und nicht im Krieg involviert aber dennoch die Leittragenden. Der Krieg wurde lange von den Amerikanern dementiert und auch in den Geschichtsbüchern findet er kaum seinen gerechten Platz. Laos gehört auch heute noch zu den schwerstbombardiertesten Länder der Welt!</p>


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<h4 class="wp-block-heading">What to do</h4>



<p>Nach der Geschichtsstunde freundete ich mich in unserem Hostel mit zwei Briten und einer Amerikanerin an. Wir besuchten den Night-Market, wo wir uns komplett überassen. Das Essen spülten wir mit einem Drink von der Bar um die Ecke runter, bevor es dann in Richtig Bowling-Alley ging. Die Bowling-Halle war die einzige Möglichkeit zur späten Stunde noch ausgelassen feiern zu gehen. In bester Gesellschaft mit zwei trinkfesten Iren, verbrachten wir einige lustige Abende in der Bowling-Halle, in der man auch mit Bogen und Pfeil hantieren konnte. Eventuell nicht die beste Idee angetrunkenen Touristen mitten in der Nacht noch Pfeil und Bogen in die Hand zu geben. Aber in unserem Fall ist nie etwas passiert, alles gut. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Waterfall and Viewpoint</h4>



<p>Ein absolutes Muss in Luang Prabang ist der Kuang Si Wasserfall. Da durfte sogar ich staunen und musste zugeben, ja das kommt einem anständigen Wasserfall bereits ganz schön nahe. Das blaue Wasser erinnerte an den Brienzersee im Sommer, so auch die Temperaturen. Im Park gab es auch ein Bärengehege. Während dem Ausflug hat sich dann der eine Flipflop endgültig verabschiedet. Nach monatelangem Tragen hat sich die Halterung aus der Sohle gelöst. Die treuen Weggefährten gehörten in den Müll und meine Backup Flipflops dürfen nun hinhalten. In den darauffolgenden Tagen habe ich auch einen weiteren Tempel und den obligaten Viewpoint besucht. Am Tag vor meiner Weiterreise verabredete ich mich noch mit Christy. Sie war ein Mitglied der Thailand-Truppe und ich wusste, dass sie gerade in Luang Prabang angekommen war. Nach einem geselligen Abend reiste ich am darauffolgenden Tag nach Muang Ngoy, einem abgelegenen Dorf etwa vier Reisestunden nördlich von Luang Prabang. Reisen, juhuuii!</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Muang Ngoy</h2>



<p>Das abgelegene Dorf war nur mit dem Boot – was eher einer Nussschale glich – erreichbar. Christy hatte mir von diesem magischen Ort erzählt. Wir, eine Gruppe von vier Backpackern, lernten uns auf dem Boot kennen und beschlossen gemeinsam eine Unterkunft zu suchen. In Muang Ngoy gab es fast nur Bungalows und es war gerade Low-Season. Wir verhandelten uns private Bungalows für den Spotpreis von CHF 4.— pro Nacht aus.</p>



<p>Muang Ngoy ist dermassen abgelegen, dass Menükarten zum Teil auf Notizblöcke geschrieben sind, einfach perfekt. In Muang Ngoy wollte ich wieder mal richtig auf einen Berg hochsteigen, da mir die körperliche Aktivität fehlte. Die Viewpoints in den Städten sind oftmals keine wirkliche Herausforderung – zumindest für mich nicht. Ich konnte eine Holländerin und eine Britin dazu überreden mich auf den höchsten Aussichtspunkt zu begleiten. Der Weg war steil und hatte einige Kletterpassagen. Die Aussicht war dafür umso schöner. </p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Ban Na and Chill</h4>



<p>Nach drei Tagen verabschiedeten sich die meisten bereits wieder. Ich blieb noch zwei weitere Tage, da ich keinen Zeitdruck hatte. Ich marschierte zum Nachbardorf namens Ban Na welches sich in einem Tal befand. Die Reisfelder dort waren prächtig und die Arbeiten für die nächste Reissaison in vollem Gange. In Ban Na sah ich riesige Schmetterlinge. Einige Schmetterlinge erreichten mit gespreizten Flügeln die Grösse meiner Handfläche. Auch sonst traf ich unglaublich viele Schmetterlinge in allen erdenklichen Farben an. Zurück in Muang Ngoy genoss ich meine Hängematte, das Essen und das obligate Treffen zum Abendbrot mit den wenigen Touristen, welche sich in dieses Dorf verirrt hatten. Danach hiess es auch für mich, zurück nach Luang Prabang, wo ich meinen grossen Rucksack deponiert hatte. Kurz noch meine schmutzige Wäsche zum Reinigen abgegeben, das Ticket nach Vang Vieng gebucht, einmal schlafen und schon sass ich im Bus in Richtung Süden.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vang Vieng</h2>



<p>In der Partystadt Vang Vieng erwartete mich ein zweiter Weggefährte
aus der Thailandtruppe – Zeus. Er war zurück in seinem Alltag als Barchef im Nanas
Hostel. Nachdem er mich herzlich begrüsste – natürlich mit einem Gin Tonic &#8211; machte
ich nach kurzer Zeit neue Bekanntschaften. </p>



<p>In Vang Vieng gab es ein Pflichtprogramm, welches sich wie folgt zusammensetzt. Tubing, Blue Lagoon, Viewpoint und Party. Einen anderen Grund gab es nicht nach Vang Vieng zu kommen. Ok, vielleicht ist da noch die Heissluftballon-Fahrt aber auf Grund des hohen Preises gehört dies nicht mehr zum Pflichtprogramm – so.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Tubing</h4>



<p>Das Tubing kennt man in der Schweiz unter dem Namen Aaarebööötle. In Vang Vieng setzte man sich auf einen überdimensionalen Reifen und treibt auf dem Fluss bis man die erste Bar erreicht. Dort wird erstmals ordentlich getankt bevor man sich mit dem ebengenannten Schlauch zur nächsten Bar tragen lässt. Als Sicherheitsmassnahme trägt man eine Schwimmweste, da in jüngster Vergangenheit regelmässig Touristen ertrunken sind. Nach der zweiten Bar waren alle bestens gelaunt und in Partystimmung. Der eingesetzte Regen führte dazu, dass die Volleyballpartie in einer Schlammschlacht endete. Nachdem auch der letzte waagemutige von der Zipline gestürzt war, machten wir uns auf den Rückweg ins Hostel, wo eine ordentliche Dusche mehr als willkommen war.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Blue Lagoon 3</h4>



<p>Vang Vieng soll für seine blauen Lagunen bekannt sein. Es gab sechs oder sieben Lagunen wobei die Nummer eins und zwei einfach nur grottenhässliche seien. Wir folgten den Tipps der anderen Reisenden und begaben uns zur Blue Lagoon 3. Alle schwärmten von den bezaubernden Farben des Wassers und von den kühlen Wassertemperaturen. Als wir dort ankamen fällte auch ich mein Urteil: Naja trifft es wohl am besten. Die Lagune war ein künstlich erstellter Pool, das Wasser frisch und die Farbe halt blau. Ich verstand die Aufregung der anderen aufgrund der schönen Farben teilweise. Ich für meinen Teil war einfach vorbelastet. Wenn man den Brienzersee vor der Haustüre hat und den Blausee kennt, ist jeder anderer Teich im Vergleich einfach nur ein Witz, langweilig, ja gar scheisse. Aber es gab eine Zipline, ein Bambusfloss und eine süsse Schildkröte was das ganze aufwertete. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">The Gang</h4>



<p>Ich hatte mich inzwischen einer Gruppe angeschlossen,
mitwelcher ich bereits die Blue Lagoon 3 besucht hatte. Wie es der Zufall
wollte, blieb ich bis zum Ende meines Laos-Trips ein Teil dieser Gruppe. Die
Mitglieder:</p>



<p>Bart, ein junger lachender Holländer, der immer seine Kamera dabeihatte. Er war ausgebildeter Physiotherapeut. Bart hatte trotz seines jungen Alters, bereits einige interessante Länder bereist, darunter Indien und Nepal. Er war zudem ein grosser Glace- und Fruit-Shake- Fan. Er war immer für ein Bier zu haben und zugleich mein neuer Billard-Sparring-Partner. Bart war niemals ein Stimmungskiller und für jeden Spass zu haben. Er hatte eine Abneigung gegen Franzosen, weil Backpacker aus Frankreich generell asozial sind und lieber unter ihresgleichen bleiben und französisch sprechen wollen. Bart tickte genau 180 Grad in die andere Richtung. Er suchte stehts den Kontakt zu anderen Reisenden und sprach selbst mit Holländern ausnahmslos englisch. </p>



<p>Unser Israeli Yanai. Israelis, welche meistens in Gruppen unterwegs sind, öffnen sich kaum anderen Backpackern und sind meist unter sich. Yanai war allein unterwegs und hatte gleiche Absichten und Ansichten wie der Rest der Gruppe. Er war immer «120%-social» wie er selbst sagte und war die Stimmungsmaschine in der Truppe. Yanai war vier Jahre Fallschirmaufklärer und Notfallsanitäter in der israelischen Armee. Dabei hatte er Angst vor Schnecken. Wenn auch immer jemand eine neue Wunde hatte, assistierte ich Yanai gerne und liebte es seinen Geschichten aus den Kriegsgebieten zu lauschen. Yanai hatte den dunkelsten Humor den man sich vorstellen kann.</p>



<p>Jonas, ein grossgewachsener sympathischer Ingenieur-Student
aus Deutschland. Er verliess uns bereits in Vientiane, da er via Bangkok wieder
zurück nach Deutschland musste. An guten Tagen war er unschlagbar im Billard. Als
Ingenieure hatten wir immer etwas zu philosophieren und so genoss ich seine
Anwesenheit. </p>



<p>Poppy war eine lebendige, tollpatschige Britin. Als angehende Veterinärin hatte sie einen extremen Drang Hunde und Katzen zu streicheln. Sie war unsere einzige Frau in der Truppe aber wusste sich gut durchzusetzen. Sie war sich nie zu scheu bei unseren Dummheiten mitzugehen und an vorderster Front mitzumischen. Poppy war auch der DJ der Truppe und hatte immer einen portablen Lautsprecher dabei. Gute Musik bringt gute Stimmung. Poppy hatte mit Abstand die meisten Verletzungen und wurde daher regelmässig von mir und Yanai verarztet. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Nam Xay Viewpoint</h4>



<p>Wir verglichen die besten Aussichtspunkte rundum Vang Vieng und der Nam Xay Top View war unsere erste Wahl. Auf der Aussichtsplattform hatten einige Einheimische ein Motorrad platziert – ein perfektes Fotomotiv. Anstatt ein TukTuk zum Fusse des Hügels zu nehmen, liefen wir von unserem Hostel stolze 8km hin. Ich begrüsse solche Ausflüge. Oben angekommen waren wir die einzigen Touristen und genossen die wunderbare Aussicht. Nach einiger Zeit sah ich dunkle Wolken und eine Regenwand auf uns zukommen. Der Wind trug die Regenwolke direkt in unsere Richtung und daher begannen wir umgehen mit dem Abstieg. Unten angekommen hämmerte uns der Regen auf den Kopf. Da der TukTuk Fahrer unsere unglückliche Lage ausnutzen und uns das doppelte der üblichen Fahrkosten verlangen wollte, fingen wir halt an zurückzulaufen. Der Regen war ungeheuer und so musste dann doch eine andere Lösung her. Wir fingen an zu hitchhiken also trampen. Es dauerte keine 2 Minuten und der erste Bauer nahm uns auf seinem Traktoranhänger mit. Nach zwei Kilometern war er zu Hause und wir wieder auf der Strasse. Und wieder hiess es, Daumen raus und laufen. Traktor Nr. 2 liess nicht lange auf sich warten und wieder waren drei Kilometern Weg zurückgelegt. Gleiches Spiel auch hier, er liess uns vor seinem Haus raus. Über die Hälfte der Strecke war nun überwunden. Wir hielten an unserem Glück fest und tatsächlich hielt ein Truck mit grosser Ladefläche für uns an. Dieser brachte uns bis praktisch bis vor unser Hostel. Kosten für unvergesslichen Ritt im Regen CHF 0.—. Auf der anderen Seite waren wir um eine gute Geschichte und eine schöne Erfahrung reicher. Es war an der Zeit Vang Vieng zu verlassen. Das Pflichtprogramm war erfüllt. Der Vibe in unserem Hostel war zudem nicht mehr top und so entschueden wir uns für die Weiterreise am Folgetag.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Oops</h4>



<p>Am Morgen checkte ich pflichtbewusst frühzeitig aus, wollte noch schnell duschen als ich bemerkte, dass mir jemand mein Douche entwendet hat – es war noch halb voll und darum etwas ärgerlich. Halb so schlimm, ich hatte noch mein kleines Reserve-Douche dabei. Nach dem Duschen habe ich dann tatsächlich mein Badetuch einfach hängen gelassen bemerkte das Missgeschick als wir bereits im Bus sassen. Das war dann wohl mein Fehler – Fuck. Ich hatte noch mein Strandtuch, welches wohl jetzt als mein Handtuch fungiert.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Vientiane</h2>



<p>Es folgte die Hauptstadt Vientiane. Die Hauptstadt Laos ist vermutlich einer der langweiligsten und unspektakulärsten Hauptstädte überhaupt. Wir waren gezwungen einen Stopp in Vientiane einzulegen, da es keine direkte Busverbindung von Vang Vieng nach Thakhek, unserem eigentlichen Zielort, gab. Wir besuchten den Freiheitsbogen, welches vermutlich die einzige wirkliche Attraktion in der Stadt ist. Der Freiheitsbogen erinnert an den Arc de Triomphe in Paris und hat zugleich nicht vergleichbares an sich. Im Innern des Gebäudes befindet sich ein kleiner Markt was das ganze noch absurder machte. Wir speisten beim Inder, schlenderten durch den Markt, machten uns auf den Rückweg ins Hostel, genossen ein kühles Blondes und warteten den kommenden Tag ab. Jonas verliess die Gruppe hier, um die Rückreise via Bangkok nach Deutschland anzutreten.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Thakhek</h2>



<p>Nächster Halt war Thakhek. Von Thakhek aus startet ein weiterer schöner Motorrad-Loop. Ich freute mich auf einen neuen Loop. Für einige von uns war es der Erste überhaupt. Nach einer angenehmen Anfahrt im Localbus erreichten wir nach 12 Stunden unser Hostel in Thakhek. Wir informierten uns über die Preise und Konditionen der Motorräder, holten uns Tipps bei jenen Reisenden, welche den Loop gerade hinter sich hatten und packten unsere Tagesrucksäcke für den Trip. Ich erklärte Poppy und Yanai den Unterschied zwischen Vollautomatik, Semiautomatik und Manueller Handschaltung, da sie kaum oder keine Erfahrung mit Motorrädern hatten. Uns schlossen sich noch Liv und Rosa an, zwei schottische Studentinnen, welche den Loop am selben Tag starten würden und gleiche Sehenswürdigkeiten besuchen wollten.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Der Loop</h4>



<p>Die Strassen waren angenehmer als erwartet. Das Wetter blieb stabil und die Laune war top. Poppy schaffte es am ersten Tag gleich zweimal hinzufallen, jeweils mit sehr geringem Tempo, sodass sie sich lediglich kleine Schürfwunden zuzog. Yanai und ich waren natürlich zur Stelle, reinigten die Wunden und verbanden diese zweckmässig. Danach reparierten wir das Motorrad nach allen Künsten der Physik, Mechanik und Logik sodass wir ohne grosse Behinderung weiterfahren konnten. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">To see</h4>



<p>In den vier Tagen auf der Piste haben wir Grotten besucht, sind durch pechschwarze Höhlen geschwommen, haben Tropfsteinhöhlen erforsch, die Reisfelder bestaunt, schöne Aussichtspunkte genossen und jeden Abend in geselligen Runden ausklingen lassen. Wir bewältigten einige platte Reifen und leere Benzintanks, überstanden Hunger, pflegten unsere Sonnenbrände und fotografierten die schönsten Momente. Einige Tage waren lang und anstrengend andere waren amüsant, allesamt waren sie unvergesslich. Besonders das Erwachen neben den Reisfeldern bei Sonnenschein und bester Laune war unbezahlbar. Wir waren dann auch froh, als wir alle gesund und munter zurück im Hostel in Thakhek ankamen – Safe and Sound wie die Briten so schön sagen würden. Zum Abschluss ein obligates Beer Lao während wir die besten Geschehnisse nochmals revuepassieren liessen. Am nächsten Tag hatten Bart, Yanai und ich die Weiterreise nach Don Det angesetzt und Poppy reiste zurück nach Vientiane, um Ihren Flug nach Thailand zu erwischen.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Don Det und die 4000 Islands – Reisetag</h2>



<p>Die Anreise von Thakhek nach Don Det klang wiedermal vielversprechend. Zehn bis zwölf Stunden sollten es diesmal werden. Wenn ich so zurück denke habe ich unglaubliche Strecken und massig viel Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Zügen und Fähren verbracht. Was man nicht alles tut, um Geld zu sparen und die Umwelt bestmöglichst zu schonen. Die Zeitangabe war diesmal akkurat – elf Stunden. Dabei kamen folgende Transportmittel in genau folgender Reihenfolge zum Einsatz. Mini-TukTuk vom Hostel zum Thakhet Main Busstation. Localbus von Thakhek nach Pakse North Station. TukTuk von Pakse Norht Station zur Pakse South Station. Big TukTuk von Paske South Station nach Nakasang Village. Dort holte uns ein Bike-TukTuk ab und brachte uns nach Nakasang Pier. Abschliessend fuhr uns ein Longtailboat nach Don Det Pier. Die letzten Meter zu den Bungalows liefen wir. Sechs unterschiedliche Fortbewegungsmittel für die eine Anreise – persönlicher Rekord würde ich mal behaupten. Während der Busfahrt stiegen zwischen den Stationen immer wieder Fleisch- und Gemüseverkäuferinnen ein, welche Poulet am Spiess, frische Maiskolben und kalte Getränke verkauften. Wir waren mit Vorräten eingedeckt und haben auch aus Sicherheitsgründen vom Kauf abgesehen. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die Insel</h4>



<p>Don Det war wieder eine Insel – Island Vibes!!! Endlich befand ich mich wieder auf einer Insel. Der Vibe war spürbar, alles ging etwas gemächlicher, die Leute waren freundlicher und die Backpacker entspannter. Die Insel war genau dafür gemacht &#8211; Entspannen. Wir mieteten uns Fahrräder und erkundeten sowohl unsere Insel als auch die Nachbarinsel Don Khon. Zwischendurch schwammen wir im Mekong und gönnten uns hier uns da einen eiskalten Fruit-Shake. Am Abend genossen wir das Lichtspektakel vom Sonnenuntergang und das Blitzen der Wolken am Horizont – ohne hörbaren Donner. Danach gingen wir in die Bars, spielten Karten oder Billard und tauschten wieder die besten Reisegeschichten mit anderen Reisenden aus. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Bart und die Franzosen</h4>



<p>Auf der Insel waren viele Franzosen, was Bart natürlich sofort auffiel. Er startete jede Konversation mit: Are you french? Franzosen mit Humor lachten, die anderen fühlten sich in ihrer Ehre verletzt. Zum Schluss waren wir alle Freunde und stiessen auf das Reisen an.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Lieblingshose</h4>



<p>Für mich war es unterdessen wieder an der Zeit meine Kleider zu waschen. Ich schwitzte mindestens ein T-Shirt pro Tag klitschnass, sodass es höchste Eisenbahn für einen Laundry-Day war. Noch am selben Tag erhielt ich meine Wäsche von der Laundry-Lady zurück. Kontrolliert habe ich diese erst zwei Tage später wobei mir auffiel, dass mir einer meiner beiden kurzen Jeanshosen fehlte. Scheisse! Ich wusste zudem, dass ich meine Kopfhörer in genau jenen Hosen vergessen hatte. Ich ging zurück und fragte wo denn meine anderen Hosen wären. Sie wusste natürlich von nichts. Waschen würde dies jemand anders und die sei momentan nicht auf der Insel. Was auch immer, diese Hosen samt meinen Kopfhörern waren weg! Die Hosen taten mir schon weh, da sie meine Lieblingshosen waren – jedes T-Shirt oder die Unterhosen waren mir scheissegal, aber genau diese Hosen nicht! That’s life. Ich versuche es gelassen zu nehmen, bleibt mir nichts anderes übrig. Da sollte sich ein passender Ersatz finden lassen, schliesslich befinde ich mich in Südostasien und jene Hosen wurden vermutlich hier um die Ecke zusammengeschneidert.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Tolino E-Reader</h4>



<p>Ein weiterer schwerer Verlust war mein Tolino E-Reader. Dieser wurde während der Anreise vermutlich gegen einen spitzen Gegenstand gedrückt, sodass das Display zersplitterte und somit unbrauchbar war. Auch hier Wuusaaa – einatmen, ausatmen. Ich konnte eine App runterladen und kann die Bücher nun auf meinem Smartphone lesen. Nicht ansatzweise dasselbe Lesegefühl, aber besser als gar keine Möglichkeit meine Bücher zu lesen. Mein Gepäck hat sich also um ein gefühltes Kilo verringert und dabei fehlt mir, bis auf die Kopfhörer, eigentlich nichts. Ich versuche ohnehin fortlaufend mein Gepäck zu reduzieren und diese Missgeschicke helfen mir lediglich dabei. Think positiv. </p>



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<h4 class="wp-block-heading">Der Abschied </h4>



<p>Bart und Yanai planten lediglich drei Nächte auf der Insel – Zeitdruck. Diesen Zeitdruck hatte ich überhaupt nicht und so plante ich drei weitere Nächte ein, um einerseits wieder meinen obligaten Blogeintrag schreiben zu können und andererseits meine Weiterreise zu planen. Zudem hatte ich genügend Kip, also einheimisches Geld, für maximal weitere drei Tage und mein Visa würde am vierten Tag auslaufen. Alles also perfekt abgestimmt.</p>



<p>Laos hat mich positiv überrascht. Selbst wenn mir so einiges
abhandengekommen ist – dafür kann das Land ja nichts – mag ich es hier. Ja, mir
fehlt eine richtige Insel mit Strand und Meer, aber Laos hat charmante Ecken.
Da wir uns als Schweizerbürger 15 Tage visafrei im Land aufhalten dürfen, kann
ich mir vorstellen, Laos nochmals zu besuchen. Vielleicht um abzuschalten oder
um einen weiteren Loop zu meistern. Ich habe Laos in der Regensaison besucht
und dabei genau an zwei Tagen Regen erlebt. Sonst tropfte es lediglich in der
Nacht, was eine schöne Kühle mit sich brachte. Ich denke ich war schlicht ein
Glückspilz. Laos bei andauerndem strömendem Regen wäre sicherlich nicht
ansatzweise so eindrucksvoll gewesen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Rückblick</h4>



<p>Die Preise in Laos sind günstiger als vergleichsweise in Thailand aber teurer als Vietnam – Vietnam ist sowieso mitunter das günstigste Land in Südostasien. Meine tägliche Ausgaben beliefen sich auf knapp CHF 25.&#8211;. Darin sind sämtliche Kosten für Anreise, Visa, Unterkunft, Essen, Aktivitäten, Bankspesen und Ausgang inkludiert &#8211; einfach alles. Auch in Laos hat es an jeder Ecke eine Apotheke mit den wichtigsten Medikamenten. Laos ist sicherlich nicht bekannt für sein Essen. Es gibt auch hier, welch Überraschung, Reis und Nudelsuppen an jeder Ecke. Aber die Laoten verstehen thailändische Currys, vietnamesische Nudelsuppen und Sandwiches zuzubereiten. Auch ein guten BBQ findet man in jedem Dorf und aus irgendeinem Grund gibt es unzählige gute und günstige indische Restaurants. Zudem gibt es überall frische Fruit-Smoothies oder Fruit-Shakes was einfach top ist! Kritik gibt es hier wieder für den Kaffee, der reiht sich irgendwo zwischen dem japanischen und dem thailändischen ein, also warme, braune Tunke. Vietnam hat noch immer mit Abstand den besten Kaffee. Guter Kaffee ist irgendwie rar in Südostasien. </p>



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<h2 class="wp-block-heading">Zum Abschluss ein Statement: Junge Backpacker sind Luschen</h2>



<p>Ich versuche Verallgemeinerungen zu vermeiden. Stereotype für Länder oder Generationen existieren an sich kaum. Doch an dieser Stelle muss ich eine Beobachtung festhalten. Viele junge Reisende bekommen die Reise von den Eltern oder anderen Sponsoren bezahlt – ist für mich total OK. Viele schätzen dieses Privileg auch. In mindestens neun von zehn Fällen handelten es sich dabei um Studenten. Dementsprechend pendelt sich das Durchschnittsalter oftmals irgendwo um die 23 Jahren ein – zumindest hier in Südostasien. Studieren nach der Grundschule ist in praktisch allen Ländern ausser der Schweiz gängige Praxis. Ausbildungen und Lehren sind schlicht nicht angesehen. Aber auf der anderen Seite sind diese jungen Studenten oftmals mit dem Leben selbst unfassbar überfordert. Aufgrund ihres marginalen Wissens, welches sie sich im Studium angeeignet haben, versuchen sie sich in jeder Situation zu behaupten und versagen oftmals kläglich. Ihnen fehlt jegliche Vorstellung vom Leben. Es fehlt schlicht an der Lebenserfahrung im wahrsten Sinne des Wortes.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Beispiele aus dem Alltag</h4>



<p>Hiernach einige von mir beobachtete Beispiele. Sie wissen nicht wie mit Brand oder Schnittverletzungen umzugehen ist. Wissen knapp was Paracetamol oder Ibuprofen ist aber haben kaum Ahnung in welchem Masse es anzuwenden. Haben keinen Schimmer wie man kocht oder wie man sich ohne Restaurant und Fastfood ernährt. Haben von politischen länderübergreifenden Problemen keine Ahnung. Haben geringes geografisches und historisches Wissen abrufbereit. Briten und Amerikaner sprechen oft genau Englisch und haben kaum Interesse an anderen  Fremdsprachen oder Kulturen. Junge wissen oft nicht was zu tun ist, nachdem Sie den Bus oder die Fähre verpasst haben. Reklamieren bereits ab der kleinsten Unstimmigkeit im Hostel. Klagen über die Hitze, die nicht vorhandene Klimaanlage, über Regen und über die Preise. Falls es im Local-Bus zu eng ist, sich das Fenster nicht öffnen lässt oder wenn der Bus Verspätung hat, fangen sie an zu hyperventilieren. Wissen nicht wie reagieren, wenn das Motorrad einen platten Reifen hat. Werden panisch, wenn Sie eine Mücke gestochen hat oder ein Hostel-Hund Ihnen zu nahekommt. Reklamieren wenn Verkehrsteilnehmer die Regeln nicht befolgen. Haben wenig Verständnis für die mangelnde Englischkenntnisse der Einheimischen und wollen immer alles sofort haben. Zudem fehlende Disziplin, wenn es draufankommt. </p>



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<h4 class="wp-block-heading">Tipps</h4>



<p>Gesunder Menschenverstand. Verständnis für fremde Kulturen. Die Eier haben zu sagen, dass weiss ich nicht. Keinen Mut einfache Fehler zuzugestehen. Respekt, Dankbarkeit und vor allem eine gewisse Gelassenheit. Diese einfachen Voraussetzungen muss man mitbringen, um in Südostasien entspannt reisen zu können. Wie gesagt, dies gilt lange nicht für alle und ich wurde bereits oft eines Besseren belehrt, aber der Grundtenor besteht. Ich bin mir diese jungen, trinkfesten, lauten, unerfahrenen Reisende momentan gewohnt und frage mich dennoch, wie sie sich wohl zu Hause ohne Hilfe am Leben halten? Ich fühle mich dabei irgendwie immer leicht im Vorteil und geniesse die Konversationen mit genau jenen Bengeln irgendwie. Jedoch dienen sie mehr meiner Unterhaltung als meiner Bereicherung und aus jenem Grund erfreue ich mich über einzigartige Begegnungen mit Persönlichkeiten wie die Eine in Luang Prabang.</p>



<p>Eine 29-jährige Amerikanerin. Als ausgebildete Bühnenschauspielerin ist sie natürlich ein Multitalent. Dennoch geerdet, reiseerfahren und eine Frohnatur. Sie hat in der Zwischenzeit drei Jahre in Japan Englisch unterrichtet, spricht tatsächlich Französisch, hat Ihr eigenes Geld verdient, alle Schulden abbezahlt und finanziert ihre Reise selbst. Dazu hat sie die absurdesten Geschichten zu erzählen. Bitte mehr davon!</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Weiterreise nach Kambodscha</h4>



<p>Da ich mich an der Grenze zu Kambodscha befinde, habe ich mich dazu entschlossen Siem Riep und Phnom Penh zu besuchen. Ich habe die beiden historischen Städte letztes Mal übersprungen. Da ich noch ein gültiges Kambodscha-Visum halte und jetzt so Nahe bin, will ich die Städte nun nachholen. Mir ist irgendwie nicht ganz wohl dabei nach so kurzer Zeit wieder nach Kambodscha zu reisen, aber andererseits plane ich nicht auf die Inseln zu gehen, was das ganze entkrampft. Ich bin neugierig auf die Sehenswürdigkeiten und das Folk, dass mir alles andere als fremd ist. Cambodia I’m coming home – but just for a short layover.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>VIETNAM &#8211; SEIT NUN ÜBER 8 MONATEN UNTERWEGS</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jul 2019 11:08:08 +0000</pubDate>
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<h2 class="wp-block-heading">Hanoi, here I am again</h2>



<p>In Hanoi angekommen, musst ich Nasenspray für meine laufende
Nase besorgen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die
Fluggesellschaften, welche es pflegen die Klimaanlage on Board auf Stufe
«rechtsanschlag» zu stellen. Zum Glück aber befindet sich in Hanoi an praktisch
jeder Ecke eine Apotheke. Daraufhin musste auch für Vietnam wieder eine neue
SIM Karte und ein Datenpacket für die nächsten 30 Tage besorgt werden. Ohnehin
gehört mobiles Internet in der heutigen Zeit einfach dazu – ohne mich da rechtfertigen
zu müssen. Zum Glück sind die Datenpakete in Südostasien erschwinglich.</p>



<p>Da ich die ersten anderthalb Tage noch allein unterwegs war, quartierte ich mich in einem altbekannten Hostel ein. Danach hatte ich Zeit und organisierte Geld – mal eben 3 Millionen vietnamesische Dong abgehoben-, buchte das nächste Hostel und machte wie immer neue Bekanntschaften bei einem gekühlten Bier in der Common-Area unseres Hostels. In Hanoi war es aktuell 38°C, aber dank der hohen Luftfeuchtigkeit so um die 450’000%, fühlte es sich an wie 52°C – zumindest gemäss den gängigen Apps auf den Smartphones. Ich lief meistens klitschnass durch die Gegend und war dabei in guter Gesellschaft.</p>



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<p>Estelle und Selin reisten am übernächsten Tag nach und so checkten wir in einem beliebten Hostel, dem Vietnam Backpacker Hostel, ein. Das Hostel ist bekannt für gute Stimmung und ausgelassene Feste. Da Selins Geburtstag nahte, war dies also ein perfekter Ort für uns. Die Tage verstrichen schnell. Unser Tagesablauf war doch immer ähnlich. Aufstehen, frühstücken, sightseeing, wieder essen, für den Abend auffrischen und ab auf die Piste. Hanoi war zwar nicht bekannt für sein Nachtleben, aber dank den Tipps einiger Einheimischen fanden wir die Juwelen, welche auch bis in die frühen Morgenstunden geöffnet hatten. Anscheinend machte ich es mir zu Gewohnheit, andere englische Akzente zu adaptieren. So wurde ich also aktuell öfters als Nordbrite eingeschätzt. Ich nehme es als ein Kompliment.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Cat Ba</h2>



<p>Es wurde Zeit die nächste Ortschaft in Angriff zu nehmen.
Cat Ba war eine willkommene Option. Ich war bereits in Cat Ba gewesen und mir
gefiel die Gegend. Wir gönnten uns ein privates Dreibett-Zimmer zum Spottpreis
von CHF 8.— pro Nacht. Also 2,70 pro Nacht ist mitunter das günstigste was ich
jemals für eine Unterkunft bezahlt habe – Ach ich liebe dich Vietnam.</p>



<p>Pflichtgemäss haben wir uns Roller gemietet und die Insel bis in die hinterste Ecke erkundet. Der Nationalpark mit seinen unglaublich grossen Schmetterlingen, die historischen Höhlen und die Aussichtspunkte wurden schön abgearbeitet. Auf eine Tour in die Halong Bay verzichteten wir – aus Kosten- und Zeitgründen. Mir egal, ich hatte die Halong Bay für mich bereits erlebt.</p>


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       <div class="swiper-button-prev"></div> <div class="swiper-button-next"></div>
        </div>


<p>Tag drei in Cat Ba sollte unser letzter sein, am nächsten Morgen
ging es bereits wieder zurück nach Hanoi. An unserem letzten Abend war keine
Party angesagt, kein Alkohol und keine unnötig teuren Restaurantbesuche
vorgesehen. Die Zeit war reif für eine Movie-Night. Ich hatte mein Surface Pro dabei
und das WiFi war stabil genug für die Inhalte von Netflix zu streamen. Essen holten
wir uns beim Italiener um die Ecke und die Snacks von der Mini-Mart-Mama auf
der gegenüberliegenden Strassenseite. Entspannen, Licht aus und Play.</p>



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<p>Zurück in Hanoi verabschiedeten wir uns von Estelle. Sie musste ihre Reise auf die Philippinen antreten. Ich und Selin planten die ersten Schritte unseres Trips nach Ha Giang. Wie immer beendeten wir die Planerei und spielten stattdessen lieber eine Runde Billard oder Tischfussball. </p>


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<h2 class="wp-block-heading">Ha Giang</h2>



<p>Da waren es nur noch wir zwei und ein mehrtägiges Abenteuer. Nach einer achtstündigen Busfahrt erreichten wir Ha Giang morgens um zwei Uhr. Auch hier konnten wir provisorisch einchecken und erstmals eine ordentliche Portion Schlaf nachholen. Am Morgen nach dem Frühstück informierten wir uns über die besten Routen, Schlafmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Den Roller mieteten wir direkt im Hostel. Ich packte meinen Tagesrucksack für einen viertägigen Trip und schnallte diesen auf den hinteren Teil meines Halbautomaten-Rollers. Bevor es für uns losging, halfen wir der Hostel-Familie die Mangos ab dem Baum zu pflücken. Der Mangobaum wuchs direkt vor dem Eingang des Hostels. Zum Dank gab es nebst den geschnittenen Mangos auch ein frischer Mango-Smoothie – yes! Danach ging das Abenteuer los.</p>


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<p>Wenn es um atemberaubende Landschaften geht, ist man als Schweizer verwöhnt. Uns ist es schwierig zu beeindrucken, wenn es um Berge, Täler und schöne Aussichten geht. Aber der Ha Giang Loop hat mich imponiert. Die Berge sind anders, die Landschaften nicht zu vergleichen mit der der Schweiz. Einfach schon nur für mehrere Stunden durch die Natur zu gleiten und immer wieder ein kleines Dorf zu passieren war ein grandioses Gefühl. Ich bin definitiv kein Stadtkind. Die Natur mit all Ihren Facetten zu erleben, dass macht mich glücklich. Natürlich hatten wir auch mit platten Reifen und falscher Routenführung zu kämpfen. Auch die Strassen waren abschnittsweise haarsträubend, aber das gehört zu einem guten Abenteuer dazu.</p>



<p>Ein weiterer Punkt auf meiner To-Do-Liste war also endlich abgehackt. Der Ha Giang Loop verdiente sich einen Platz unter den Top-5 meiner Lieblingsreiseerlebnisse.</p>


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<p>Der Abschied nahte und so machte sich Selin auf die Weiterreise nach Ninh Binh. Die Gruppe hatte sich also definitiv aufgelöst – ein trauriger Tag. Ich für meinen Teil würde meine letzten Tage in Hanoi verbringen. Laos hiess das Ziel, dass ich nach Vietnam anpeilte und Hanoi war ein guter Ausgangspunkt für mein Vorhaben. Auch habe ich den Rest von Vietnam gerade erst bereist und wollte nun wirklich nicht meine Zeit an mir bereits bekannten Orten verschwenden.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Zurück in Hanoi</h2>



<p>Die Hauptstadt Vietnams mustert sich langsam zu meiner Lieblingsstadt in Südostasien. Wie gesagt, ich bin ein absolutes Landei und versuche längere Aufenthalte in Grossstädte zu vermeiden. Ich fühle den Grossstadt-Vibe einfach nicht. Hanoi hingegen hat Charm. Besonders der Stadtteil Old-Quarter hat es mir irgendwie angetan. Hier geht alles gemächlich zu, hier lässt man sich Zeit. Viele Junge Leute leben hier und das Nachtleben finden auch mehrheitlich in diesem Bezirk statt. An jeder Ecke findet man kleinere und grössere Kaffees – und ja die Vietnamesen verstehen was von Kaffee! Essen kann man buchstäblich in jeder Seitengasse oder vor jeder kleinen Küche mit einem Tisch und vier Plastikstühlen. </p>



<p>Ich hatte mein Lieblingskaffee in der Nähe meines Hostels gefunden. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite gab es eine authentische französische Bäckerei. Der Besuch in dieser Bäckerei gehörte zu meinem täglichen Pflichtprogramm. Richtig gutes Brot hatte ich wahnsinnig vermisst. Zudem wusste ich, dass ich vermutlich für längere Zeit kein anständiges Brot kosten werde. Aus diesem Grunde musste ich hier zünftig zupacken. Dunkles Brot, Croissants mit und ohne Schokolade oder einfach ein Semmelbrötchen alles täglich frisch und meistens verfügbar. Das Brot also in der Bäckerei abgeholt und in meinem Kaffee auf der gegenüberliegenden Strassenseite zu einem vietnamesischen schwarzen Kaffee genossen. Was für einen Start in den Tag.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Sightseeing und Aufladen</h3>



<p>In Hanoi versuchte ich jeden Tag eine Sehenswürdigkeit zu besuchen. Unterwegs war ich praktisch immer zu Fuss, es sei denn, ich war knapp an der Zeit. So bin ich täglich zwischen 7-20km gelaufen, was mein Croissant vom Frühstück in jedem Falle rechtfertigte. Ich habe das Hanoi Hilton, also das Kriegsgefängnis von Hanoi besucht, worin US-Gefangenen im Vietnam Krieg festgehalten wurden. Darunter übrigens auch ehemaliger US-Präsidentschaftskandidat John McCain. Weiter auf meiner Liste waren dann auch die Train-Street und die Street-Art-Gallery. Auch das Mausoleum von Ho Chi Minh und das Museum durften nicht fehlen. Die Überreste eines B52-Bombers in einem Teich wollte ich auch gleich bestaunen. Schliesslich waren da noch Plätze und Denkmäler, die ich beim Vorbeilaufen bewundert habe.</p>



<p>In der Zwischenzeit habe ich neue Passfotos machen lassen und mir neue Kleidung besorgt. Einige meiner T-Shirts sahen nun wirklich langsam ausgebleicht und getragen aus. Weiter habe ich mein Gepäck wieder etwas reduziert. Dabei habe ich meine geliebte Drohne begleitet von anderen Kleinigkeiten mit der vietnamesischen Post in die Schweiz geschickt. Apropos Paket – kleines Update. Mein Bruder hat mir mitgeteilt, dass mein Paket von Thailand tatsächlich den Weg in die Schweiz gefunden hat – nach just zwei Monaten.</p>



<p>In Hanoi war es dann auch wieder an der Zeit mir die Haare
schneiden zu lassen. Haareschneiden ist so eine Geschichte. Zu Hause hat man normalerweise
seinen Coiffeur. Dem vertraut man blind und der Haarschnitt wird meist genauso
wie man ihn eben wünscht. In meinem Fall habe ich ja permanent einen neuen oder
eine neue Künstlerin. Ich zeige denen immer dasselbe Foto von mir mit einem für
mich guten Haarschnitt und erkläre Ihnen meine einfachsten Bedingungen. Obwohl
alle die haargenau – Wortspiel – gleiche Vorgabe haben, habe ich noch nie auch
nur ansatzweise zweimal denselben Haarschnitt bekommen. Dazu muss ich
fairerweise hinzufügen, dass ich niemals einen schlechten Haarschnitt bekommen
habe. Jeder hatte halt seine eigene Interpretation und Vorgehensweise gehabt
und so hat jeder Haarschnitt variiert. Einen unglaublich guten Haarschnitt habe
ich in Kampot, Kambodscha und in Hanoi, Vietnam bekommen. Die restlichen waren
eher von der Sorte «gut-tragbar aber Luft nach oben».</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Essen in Hanoi</h3>



<p>In Hanoi genoss ich das gute Essen. Dabei war auch westliche oder indische Küche zur Abwechslung sehr willkommen. Trotzdem, Vietnam ist bekannt für seine gute Küche und so wollte ich meinen Horizont dahingehend etwas erweitern. Die klassischen Touristengerichte wie Bahn Mi oder Pho hatte ich nämlich langsam satt. Von den Hostelangestellten liess ich mir Tipps für gutes Essen geben oder probierte es gleich selbst aus. In den meisten Fällen befindet man sich in einem Restaurant für Einheimische. Diese Juwelen findet man weder auf Tripadvisor noch in einem der bekannten Reiseführer. Es handelt sich um richtig authentische einheimische Küchen. Die Lokals mustern einen kurz beachten einen danach aber kaum noch. Die mutigen fragen höchstens ganz herzlich &#8211; where are you from? Das wars aber oftmals mit den Englischkenntnissen schon. Und mein Vietnamesisch ist ja weiss Gott nicht besser. Es gibt natürlich auch hier die Neugierigen, die es nicht abwarten können über die Essstäbchenkünste eines Touristen zu schmunzeln &#8211; die Geschichte hatten wir bereits in Japan. Aber auch hier lasse ich leider nichts zu lachen übrig. Nachdem ich gemäss den traditionellen Gepflogenheiten mein Gericht mit Chilis und Knoblauchöl gewürzt habe, schweiffen sämtliche neugierigen Blicke dann auch ab &#8211; einer der Bescheid weiss &#8211; denken sie vermutlich.</p>



<p>Meine Highlights waren dabei Sut Vang. Niedergegartes
Riedfleisch, welches in einer Nudelsuppe serviert wird und dabei leicht
nachzieht – Wenn ich schon nur daran denke läuft mir das Wasser im Mund
zusammen. Preis CHF 1,70.</p>



<p>Bun Cha ist grilliertes Schweinefleisch, welches in einem
Fonds serviert wird. Dazu gibt es einen Teller dünne Reisnudeln und Grünzeugs,
dass man im Fonds fertiggart- der Wahnsinn! CHF 1,50.</p>



<p>Bun Bo Nam Bo. Gebratenes Rinderfleisch serviert mit kalten
Reisnudeln und vielen anderen kleineren Zutaten als eine Art warm-kalter Salat.
Preis CHF 2,10.</p>



<p>Abschliessend noch Matcha-Coffe Roti. Ein brotartiges,
fluffiges Süssgebäck mit einer cremigen Füllung nach Wahl. Wuhuu. Davon habe
ich mir bestimmt sechs Stück oder mehr gegönnt während meiner Zeit in Hanoi.
Jedes Mal, wenn ich den Roti-King in der Nähe der Sunglass-Street passierte,
musste ich einen solchen Matcha-Coffe Roti mitnehmen – was sind schon 60
Rappen.</p>



<p>Früchte waren in Hanoi erstaunlich teuer. Ich hatte zwar hier und da eine Fruitlady gesehen, aber die Preise waren horrend. CHF 2.50 für eine Mango war ich schlicht nicht bereit zu bezahlen. Ich habe dann einen kleinen Laden gefunden, welcher geschnittenen Früchte verkauft – CHF 1,50 pro Schüssel. War jetzt nicht der Hit aber alles besser also die Preise auf der Strasse. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Die letzten Tage in Hanoi</h3>



<p>Die restliche Zeit verbrachte ich mit lesen, der groben Planung für meinen nächsten Trip nach Laos oder schrieb wie immer brav einen Blog-Eintrag meiner letzten Ereignissen. Dies Tat ich öfters in einem Lokal namens Pateta. Im 2. Stock gab es einen Raum mit Klimaanlage und schnellem WiFi, der kaum genutzt wurde – für mich perfekt zum Fokussieren. Am Abend genoss ich auch diesmal wieder mit den anderen Gästen das offerierte Bier in der Common-Area. Wir erzählten uns die unmöglichsten Geschichten und verrieten die besten Tipps zu den jeweiligen nächsten Destinationen.</p>



<p>Bevor es für mich weiter nach Laos ging, gönnte ich mir nach reifer Überlegung mein erstes und zweites Tattoo. Das Tattoo-Studio und die Künstler waren landesweit oder gar International bekannt, sodass ich für meinen Termin jeweils etwas länger warten musste. Aber Mr. Ti war an der Umsetzung meiner Motive interessiert und so passierte es, dass ich Hanoi mit neuer Tinte unter meiner Haut verliess.</p>



<p>Endlich konnte ich mich auf den Weg nach Laos begeben. Ein
neues Land auf meiner Reise. Von Laos wusste ich so gut wie nichts. Ich genoss
nur die schönen Geschichten der anderen Reisenden und freute ich richtig auf
dieses Land. Der Bus sollte die Strecke von Hanoi, Vietnam nach Luang Prabang,
Laos anscheinend innert 24 Stunden bewältigen. Ich deckte mich also mit Wasser,
Snacks und zwei dunklen Broten von meinem Beck ein, lud mein iPhone und meine
Powerbank 100%ig auf und wartete auf den Roller der mich um punkt 17:00 abholen
würde.</p>



<p>Laos, I think I’m ready for you!</p>


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		<title>BANGKOK, AO NANG, KOH LANTA, KOH PHANGAN, KOH TAO</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2019 08:46:13 +0000</pubDate>
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<h4 class="wp-block-heading">Mein Reisebuddy</h4>



<p>Während meiner letzten Woche auf Koh Rong Samloem verbrachte ich viel Zeit mit Paul. Paul war seit seiner Jugendzeit ein guter Freund von Brian, dem Besitzer der Bushbar. Paul war etwas älter als ich, arbeitete in der IT-Branche als Web-Entwickler und hatte seine Leidenschaft für das Reisen gerade erst entdeckt. Paul war bereits seit fünf Monaten unterwegs aber hatte leider nur noch drei Wochen übrig, bevor er zurück in die Niederlande fliegen musste. Paul war eine Frohnatur, stets hungrig und hatte immer eine Geschichte zu erzählen. Paul plante seine letzten zwei Wochen in Thailand zu verbringen und er hatte von Brian gehört, dass Koh Lanta eine der letzten entspannten Inseln in Thailand sei. Koh Lanta hatte auch ich noch nicht gesehen und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Thailand. Erster Halt: Bangkok.</p>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Bangkok</h4>



<p>Nach einer gemütlichen, 18 stündigen Busfahrt kamen wir
02:00 morgens in Bangkok an. Mit einem GRAB, einem Taxidienst ähnlich wie UBER,
fuhren wir vom Busbahnhof zum Hostel, konnten gleich provisorisch einchecken
und holten dann erstmals eine ordentliche Portion Schlaf nach. Wir planten
einen zweitätigen Aufenthalt in Bangkok. Während dieser Zeit wurde der neue
König, Rama X, gekrönt. In der sonst schon lebendigen Stadt herrschte also Rubel
und Trubel – Bangkok auf Steroiden.</p>



<p>Wir starteten den ersten Tag mit dem obligaten Besuch im 7/11 und gönnten uns das klassische Backpacker-Frühstück. Jeder der schon einmal in Thailand war, weiss wovon ich hier spreche. Der heilige Gral der Snacks. Toasties!!! begleitet von einem Eis-Kaffee. Für diejenigen die den 7/11 nicht kennen &#8211; der 7/11 ist mit einem Coop Pronto in der Schweiz vergleichbar. Der kleine aber feine Unterschied, der 7/11 hat 24 Stunden geöffnet. Nach dem Frühstück stand Sightseeing auf unserer To-Do-Liste, also besuchten wir eine nahegelegene Tempelanlage. Für mich eine Anlage wie die 25’000 Tempelanlagen die ich bereits davor besichtigt habe. Ich musste feststellen, dass es in Bangkok unerträglich heiss, schwül und dabei windstill war. Der Schweiss tropfte förmlich an mir herunter. Mein T-Shirt war klitschnass. Bereits jetzt vermisste ich das Meer. Zur Abhilfe liefen wir von 7/11 zu 7/11 und standen wie ahnungslose Vollblut-Pauschaltouristen einfach neben dem Kühlregal im sonst schon gekühlten Laden. Nach 10 Minuten und einem kurzen jauchzen ging es dann wieder raus in die Sauna.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1573" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1577" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p>Am Mittag und am Abend haben wir direkt ab einem der Streetfood-Wagen oder in einem der unzähligen authentisches Thai-Restaurant gegessen. Natürlich waren wir in jenen Restaurants oft die einzigen westlichen Menschen. Magenverstimmung war für mich mittlerweile ein Fremdwort. Mein Magen hat sich an die asiatische Küche gewohnt und war irgendwie gegen die gängigen Bakterien immun. Später am Abend feierten wir mit den anderen Hostelgästen in der berühmt-berüchtigten Khao San Road bis in die frühen Morgenstunden. Trotzdem waren wir froh, als wir am dritten Tag endlich in Richtung Süden aufbrechen konnten. Selbst wenn es dort nicht viel kühler war, konnten wir uns zumindest im Meer abkühlen.</p>



<p>Bevor wir uns auf den Weg machten, wollte ich noch unbedingt das Gewichts meines Backpacks reduzieren. Ich hatte Kleidungsstücke und Gadgets dabei, welche ich in nächster Zeit nicht mehr brauchen werde oder günstig beschaffen konnte. Ich trennte mich dabei auch von meinen Trekkingschuhen sowie meiner Softshell-Jacke. Ab damit zur Post. Dort wurde alles begutachtet, in einen Karton verpackt, verschlossen und gewogen. Noch kurz das Papier für das Zollamt ausgefüllt und schon war das Packet aufgegeben. Für knapp 2.6kg habe ich CHF 30.— bezahlt. Für mich war es tragbar. Ich habe mich für die günstigste Variante, dem Verschiffen, entschieden und so sollte das Paket nach zwei bis drei Monaten in der Schweiz bei meiner Korrespondenzadresse ankommen. Ich bin gespannt.</p>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Ao Nang</h4>



<p>Von Bangkok nach Ao Nang gönnten wir uns einen Flug für schlappe 32 US-Dollar. Ich hatte seit dem Flug von Japan nach China kein Flugzeug mehr betreten. Ich bin von Peking, China durch ganz Vietnam über Sihanoukville, Kambodscha bis nach Bangkok, Thailand nur mit dem Bus oder Zug gereist.</p>



<p>Ich hörte bis dato nichts Schlechtes von Ao Nang oder der benachbarten Kleinstadt Krabi. Als wir im Hostel ankamen, war es natürlich bereits wieder dunkel und spät. Wir checkten ein, erkundeten den Strand, genossen ein Bier und machten uns anschliessend auf den Weg zurück ins Hostel. Ich musste feststellen, dass mir Ao Nang überhaupt nicht gefiel. Massentourismus, viele Familien mit unerzogenen, nörgelnden Hosenscheissern, viele 18 bis 20-Jährige, welche sich systematisch besaufen und zum Schluss wären noch die reichen Russen und Chinesen. Nein, das war nicht meine Welt. Ja, auch ich mag Party, Sonne und schöne Strände. Trotzdem, was ich da vorfand wollte ich unbedingt vermeiden. Schöne Orte ziehen nun mal viele Touristen an, aber für mich gab es keinen Grund lange in Ao Nang zu bleiben. Der Strand hingegen war ganz ok. Das Meer war wellig, aber die Abkühlung sehr willkommen. Das Hauptziel war ohnehin Koh Lanta und so buchten wir an unserem zweiten und zugleich letzten Abend das Ticket in einem der vielen Travel-Agencys bevor es dann wieder hiess: packen, auschecken und ab auf den nächsten Bus.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Koh Lanta</h4>



<p>Für Koh Lanta hatten wir noch kein Hostel oder Bungalow gebucht und wollten vor Ort den besten Deal einholen. Brian verriet uns einen entspannten Strandabschnitt und so liess uns der Busfahrer eben an jedem Abschnitt aussteigen. Kurz herumgelaufen und die Hostelbewertungen online verglichen, fanden wir eine für uns passenden Bleibe. Ein Zweipersonenbungalow mit separaten Betten, zu einem Spottpreis. Der gute Preis verdankten wir einerseits der offiziell gerade angefangenen Nebensaison, andererseits blieben wir auch für einige Tage an jenem Ort was uns einen zusätzlichen Rabatt sicherte. Der Manager, Jojo, war zugleich der Sohn der Eigentümerin und betrieb am Abend eine Bar etwas weiter die Strasse runter.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1587" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1581" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p>Endlich ein schöner Strand ohne Menschenmassen. Der Einstieg ins Wasser war an unserem Strandabschnitt steinig, aber dafür hatten wir unsere ruhe. Die angefangene Nebensaison war hier spürbar. Wir freundeten uns mit den anderen entspannten Bungalowgästen an. Wir verbrachten die Nächte oft in Jojos Bar. Einer der Gäste, Jayce, war ein erfahrener Chef und ich ein leidenschaftlicher Koch. So war es unsere Pflicht ein dickes Fisch-BBQ anzureissen. Wir besuchten den Markt und deckten uns mit frischem Fisch ein. Am späteren Nachmittag wurden die Köstlichkeiten mit den frisch gewetzten Messern zubereitet und nach Sonnenuntergang auf dem vorgeheizten Grill gegart. Ich bin kein Fan von Eigenlob, aber dieses Essen suchte auf der Insel seinesgleichen. </p>



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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1584" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8610.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="764" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611-764x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1585" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611-764x1024.jpg 764w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611-224x300.jpg 224w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611-768x1030.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611-109x146.jpg 109w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611-37x50.jpg 37w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8611.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, 764px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1586" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Islandlife</h4>



<p>Wir mieteten Roller für die gesamte Aufenthaltsdauer auf der Insel. Rollerfahren bedeutete Freiheit. Wir erkundeten die Parks sowie die schönsten Strände und fanden auch diesmal einen Menschenleeren und wunderschönen Strand. Die Wellen waren hier zum Bodysurfen ideal. Beim Bodysurfen schmeisst man sich zum richtigen Zeitpunkt und mit dem entsprechenden Schwung in die Welle und lässt sich von der zwei bis vier Meter hohen Wassermasse tragen. Teilweise weit über 30 Meter. Danach liessen wir uns im Schatten oder unter der Sonne die wohlverdiente Bräune einbrennen. Natürlich darf die Sonnencreme unter diesen extremen Bedingungen nicht vergessen werden. </p>



<p>Auch ein obligater Boattrip mit allem was dazugehört, durfte nicht ausgelassen werden. Schnorcheln, klettern, höhlenschwimmen und zum Abschluss ein grünes Curry und frische Früchte begleitet von einem kühlen Bier. Ein durchaus gelungener Tag. Zum Schluss konnte ich noch ein Schnappschuss von einem Nashornvogel schiessen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="769" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861-769x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1588" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861-769x1024.jpg 769w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861-768x1022.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8515-1-e1560754881861.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:769px) 100vw, 769px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-1590" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542-1024x576.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542-300x169.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542-768x432.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542-260x146.jpg 260w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542-50x28.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542-133x75.jpg 133w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8542.jpg 1680w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1589" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p>Die Zeit vergingen schnell und so kam der Tag, an dem ich mich von meinem Reisebuddy Paul verabschiedete. Für Ihn hiess es zurück in die Niederlande. Für mich bedeutete dies, dass ich nun das erste Mal in meinem Leben tatsächlich allein reisen würde. Ich war schon einige Male allein von A nach B gereist, aber am anderen Ende war ich in sicherer Gesellschaft. Nicht diesmal. Ich war auf mich gestellt. Ich entschied mich also an einen Ort zu gehen, an den ich mich auskannte. An dem ich Freunde und Bekannte aus einer früheren Reise hatte. So war ich doch noch nicht ganz allein. Koh Phangan, ein emotionaler Ort für mich aber für den Anfang vermutlich eine gute Wahl. Bus buchen, packen, auschecken. Koh Phangan, I’m on my way.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Koh Phangan</h4>



<p>Die Anreise verging wie im Flug. Vermutlich, weil ich die
Strecke kannte oder weil ich einfach nervös war. Tom, ein guter alter Freund
holte mich am Pier in Koh Phangan ab. Tom arbeitete in einem Hostel, dass unter
Backpackern beliebt war. Für mich natürlich perfekt. Das Hostel war relativ
günstig und meist gut gebucht. So versprach ich mir den Anschluss an einen
anderen Reisenden oder gar eine gesellige Gruppe.</p>



<p>Die erste Nacht feierte ich mit Tom und den Angestellten des
Hostels meine Rückkehr in einer Bar um die Ecke. Noch am selben Abend machte
ich Bekanntschaft mit Zeus. Einem halb-italienischen Filipino, der in Laos in
einem Hostel arbeitete und aktuell in Südostasien herumreiste. Er war mit einer
gemischten, wildzusammengewürfelten Reisetruppe unterwegs. Er hiess mich gerne
in der Gruppe willkommen. Yes man!</p>



<p>Die Gruppe bestand aus insgesamt sieben durchgeknallten Backpackern und wurde nun durch mich und zwei Tage später durch zwei weitere Freunde ergänzt. Zehn Backpackern aus insgesamt sieben unterschiedlichen Ländern. Der Spass war vorprogrammiert. Da ich bis zum Schluss hin über mehreren Wochen mit einigen von ihnen reiste, will ich die einzelnen Weggefährten kurz vorstellen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1611" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866.jpg 1280w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Die legendären Gruppenmitglieder</h4>



<p><strong>Chelsea</strong></p>



<p>Eine Powerfrau aus dem Norden Englands um genau zu sein aus der Nähe von New Castle. In den Ausgang zog sie meistens ihre über alles geliebte Dr. Martens Boots an. Aus irgendeinem Grund hatte sie niemals schlechte Laune – wirklich nie. Stets überoptimistisch und für jeden Spass zu haben. Getanzt hat sie den ganzen Tag. Sobald wir dann im Ausgang waren entlud Sie ihre ganze Energie, was ein ADHS-Kind neben ihr wie ein Faultier aussehen liess. Chelsea war der grösste Toastie-Fan den ich bisher getroffen habe. Jeder Tag wurde mit einem Toastie begonnen und beendet. </p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Estelle</strong></p>



<p>Die beste Freundin von Chelsea und zu zweit ein klassischer Fall von double-trouble – im positiven Sinne. Estelle war eine rothaarige Vollblut-Engländerin aus dem Norden. Ebenfalls aus einer Kleinstadt in der Nähe von New Castle. Als ausgebildete Notfall-Krankenschwester, war sie nicht auf den Mund gefallen. Eine taffe, leicht kratzige Stimme mit dem unverkennbaren Akzent. Ein Akzent in den ich mich verliebt habe. Wer die TV-Sendung Geordie Shore kennt, weiss von welchem Akzent ich spreche. Sie war freischnauze, geradeaus, immer mitten in die Fresse und natürlich für jeden Scheiss zu haben. Estelle war eine Hundeliebhaberin. Mit Hunden konnte man sie zähmen. Es verging kein Tag, an dem ich mich nicht ab Estelle krummgelacht habe. Ich wusste wie man sie zu handeln hatte, was mir eine gewisse Immunität gegen Ihre direkte, taffe Art verschaffte. Estelle war zudem nur ein Jahr jünger als ich, weshalb wir uns auf derselben Wellenlänge befanden. Wir verstanden uns prächtig. Was für eine legendäre Frau.</p>



<p>Nordengländer sind eine eigene Spezies. Man muss sie einfach lieben.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Selin</strong></p>



<p>Eine holländische Halbtürkin, lesbisch, etwa 155cm gross und voller Energie. Selin war der schlimmste Morgenmuffel, den ich je getroffen habe. Und dabei schlief sie mit Abstand am längsten von allen. Nachdem sie ihren obligaten ersten schwarzen Kaffee getrunken hatte, durfte man für gefühlte 30 Minuten nicht mit Ihr sprechen. Nach zwei Zigaretten und einem gewaltigen Frühstück, wurde sie wieder sozial und alles war in Butter. Selin war spargeldürr aber ass mit Abstand am meisten von uns allen – unglaublich. Selin und ich hatten etwas gemeinsam. Wir waren beide kompetitiv, ehrgeizig und mittelmässig bis schlechte Verlierer. Selin war im U19 Frauenkader des niederländischen Fussballnationalteams gewesen und zudem ein Allround-Talent bei allen erdenklichen Spielen und Sportarten. Wir hatten die emotionalsten und spannendsten Wettkämpfe überhaupt. Billard, Schach, Volleyball, Treppenlaufen, Kartenspiele egal was. Wir fanden immer einen Grund zum Duellieren. Selin war aber eine sehr herzliche und soziale Persönlichkeit. Mit Selin war ich zum Schluss hin am längsten Unterwegs. </p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Annemiek</strong></p>



<p>Annemiek war die beste Freundin von Selin und besuchte sie, zusammen mit ihrem Freund Mike, für zwei Wochen in Thailand. Annemiek war immer um das Wohl der gesamten Truppe bemüht. Da sie nur die zwei Wochen Urlaub auf Thailand verbrachte, wollte sie natürlich möglichst vieles sehen und erleben. So schlossen wir uns an manchen Tagen den beiden an und erkundeten die Strände und Aktivitäten rund um die Inseln.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Mike</strong></p>



<p>Annemiekes Freund Mike, war der ruhigere von beiden. Mike lief irgendwie immer mit einem Lachen im Gesicht rum. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass es sich bei ihm um ein muskuläres Problem im Gesicht handeln. Nicht so schlimm wie bei Martina Hingis, aber das Lachen war permanent da. Ich und Mike verstanden uns prächtig. Nicht selten wurden wir aufgrund unseres Aussehens für Brüder gehalten.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Zeus</strong></p>



<p>Ein philippinischer Halbitaliener, auf keinen Fall heterosexuell, war eine treibende Kraft der Gruppe. Er hatte sich eine Auszeit von seiner Arbeit genommen. Er arbeitete als Barkeeper und Animator in einem der grössten Partyhostels in Laos und kannte die Backpackerszene und das ganze Drumherum nur zu gut. Zeus hatte immer Lust auf italienisches Essen und vermisste seine Hunde und den italienischen Wein. Er war ein Stimmungsmacher und stellte sicher, dass jeder mit der bestmöglichen Laune den Tag und Abend genoss. Zeus war einer der Menschen, der innert kürzester Zeit jeder im und ums Hostel kannte.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Christy</strong></p>



<p>Eine schottische Halbspanierin, bisexuell und leidenschaftliche Leserin. Um etwas Geld zu verdienen schrieb sie Artikel über technische Neuerungen für ein IT-Unternehmen und verdiente sich dazu Geld durch das Übersetzen von Texten von/nach Spanisch/Englisch. Ihr schottischer Akzent war sehr angenehm und einfach zu verstehen im Vergleich zu dem schottischen Englisch was ich mir sonst so gewohnt war. Ihre angenehme Art und lockige Frisur erinnerten mich stark an meine jüngere Schwester. Auch Christy hatte eine grosse Leidenschaft für Hunde. Estelle und Christy hatten es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Hostelhund neu zu benennen. Und die Namen war skurril wie etwa Long John Silverfinger, Massiv Martin, Snicker Legs (das war meine Idee) usw.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Paloma</strong></p>



<p>Sie hatte sich kurz vor mir der Gruppe angeschlossen. Leider sprach sie nur Spanisch und kein Englisch. Das kommunizieren war so natürlich schwierig, da Christy immer als Dolmetscher fungieren musste. Da ich in der Schweiz einige Lektionen «Reise-Spanisch» absolvierte, verstand ich Paloma zwar meistens, aber ich hatte meine liebe Mühe mich mit Ihr zu verständigen. Immerhin Smalltalk schien ganz gut zu funktionieren. </p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Benji</strong></p>



<p>Der Gruppenältester und erfahrenster Backpacker. Benji ist zwar ein Australier, war aber seit etwa zehn Jahren nicht mehr in Australien gewesen. Ich durfte mir seinen Pass anschauen und dieser war rappelvoll mit Stempeln und Visa. Er hat tatsächlich kaum noch Platz für künftige Stempeln, sodass er den Pass, noch vor dem Ablaufdatum, bald erneuern musste. Benji hat bereits überall auf der Welt gearbeitet, hauptsächlich in Partyhostels als Animator, Barchef oder Manager. Benji war bereits 34 und ich hatte das Gefühl, dass er die Hostel und Partyszene zwar mag, aber mittlerweile bereits alles gesehen hat und somit etwas gelangweilt war. Er hatte immer ein Auge auf uns und stellte sicher, dass wir nichts Ungeschicktes anstellen würden.</p>



<p>Ich war also in einer kunterbunten Runde willkommen
geheissen worden und genoss das Gefühl von Gesellschaft, Freunde und
gewissermassen Familie.</p>



<p>Wir verbrachten gefühlte zehn Tage auf Koh Phangan bzw. in diesem Hostel. Die Tage liefen immer sehr ähnlich ab. Es erwachte einer nach dem andern aus dem Tiefschlaf, ging an die Bar, bestellte Frühstück und erwachte so langsam wieder zum Leben. Ich und Benji waren dabei immer die ersten. Selin natürlich immer die letzte. Falls wir gerade keinen Gruppenausflug geplant hatten oder eine Walkingtour zum Markt stattfand, füllten wir den Tag mit Spielen, Spass und Geschichtserzählungen. Immer gegen 18:00 gingen wir zum einen der Restaurants um die Ecke dinieren. Danach war der Pflichtbesuch im 7/11 an der Reihe, wo wir uns mit Snacks, Wasser und Bier eindeckten. Zurück im Hostel machten wir es uns am Strand gemütlich, genossen, falls es noch nicht zu spät war, den Sonnenuntergang und stimmten uns mit der entsprechenden Musik auf den Abend ein. Mit dieser gewaltigen Ladung unglaublich gut gelaunter Menschen, war jeder Abend ein einmaliges Erlebnis. Besonders die Halfmoon-Party war ein Event, dass ich nicht so schnell vergessen werde. Irgendwie schafften wir es immer zurück in unser Hostel &#8211; mit neuen Geschichten und Erlebnissen im Gepäck. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1595" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



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<p>Nach zehn Tagen war dann die Weiterreise angesagt und die Gruppe teilte sich auf. Chelsea reiste weiter nach Australien. Paloma wollte nach Koh Phi Phi und Zeus blieb noch einige Tage auf Koh Phangan. Die Gruppe verkleinerte sich also auf sieben Gefährten. Nächster Halt: Koh Tao.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Koh Tao</h4>



<p>Ich war zuvor noch nie auf Koh Tao gewesen und darum froh, dass die Gruppe noch diese Insel besuchen wollte. Selin wollte unbedingt ihr Tauchschein machen und Mike wollte sein Advanced nachholen. Die restlichen fünf von uns erkundeten die Insel wie immer mit dem Roller. Wir entdeckten schöne Aussichtspunkte, Restaurants mit leckerem Essen und ruhige Strandabschnitte.</p>



<p>Auch die obligaten Tagesausflüge blieben nicht aus. Das einmalige Erlebnis für mich war natürlich das Schnorcheln mit Riesenschildkröten. Wir bekamen den Tipp von einem Tauchlehrer, dass einige Schildkröten sich ab 16:00 öfters in der Sharkbay zeigen. In der Sharkbay angekommen und nach einer halbstündigen Suchaktion tauchten sie direkt vor meiner Nase auf. Ich schwamm etwa 20 Minuten mit ihnen mit und tauchte immer wieder mit ihnen ab, natürlich immer mit dem nötigen Abstand. Danach wurden leider die Touristenboote auf die Schildkröten aufmerksam. Die aufdringlichen und schwimmunfähigen Gäste verjagten die Schildkröten selbstverständlich. Vermutlich hat dene niemand gesagt, dass man die Schildkröten nicht am Panzer packen soll um ein Selfie machen zu können. Diese Touristen gehören zu der Sorte Menschen, die vergessen die Hosen vor dem kacken runterzulassen. Es gibt einfach Touristen die sollten besser zu Hause bleiben. Naja, was will man machen. Für mich war nur schade, dass meine GoPro zu der Zeit nicht funktionierte. Nur ein vernüftiges Foto von den graziösen schwimmenden Panzern &#8211; aber die Erinnerungen bleiben mir auf ewig.</p>



<p>Wir besuchten zudem die Insel Koh Nang Yuan. Es war nicht ganz so überflutet wie anfangs vermutet, sodass wir den Strand und das Schnorcheln tatsächlich geniessen konnten. Die restliche Zeit genossen wir mit leckerem Essen, sonnenbaden, schwimmen, und das Erkunden des Nachtlebens auf der Insel. Auch wenn es dieser Abschnitt nicht vermuten lässt, habe ich habe unglaublich viele schöne Erinnerung an Koh Tao.</p>



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<p>Nach fünf Tagen verliessen uns Mike und Annemiek. Ihre zwei Wochen Urlaub ging leider zu Ende. Die beiden waren eine grosse Bereicherung für die Gruppe und trugen extrem zur guten Stimmung bei. Es war tatsächlich ein Abschied mit einigen Tränen besonders für Selin. Nach 7 Tagen war es dann leider auch für uns an der Zeit aufzubrechen. Benji entschied sich nach Kambodscha weiterzureisen. Christy hatte Ihren Flug nach Laos ebenfalls bereits im Voraus gebucht und wollte dies nicht verfallen lassen. So kam es, dass Selin, Estelle und ich uns auf den Weg nach Hanoi machten. Eigentlich hatte ich mir Bali als nächste Destination gesetzt. Da Selin in drei Tage ihren 25. Geburtstag in Hanoi feiern würde, fragte sie mich, ob ich nicht doch auch nach Hanoi kommen würde.</p>



<p>Ich war mir nicht sicher wie das mit dem Vietnam-Visa aussehen würde. Ich war der Meinung, dass ich mich auf der schweizerischen Botschaft in Bangkok blicken lassen müsste. Nun hat sich aber die Regelung für Schweizerbürger geändert. Wir konnten seit neustem ebenfalls ein e-Visa online beantragen und anschliessend an einem der grossen Flughäfen in Vietnam das Visa on Arrival erhalten. Das war wieder einer dieser Zeichen. Ich musste nach Vietnam! Bali, musste vorerst warten, mein nächster Halt hiess Hanoi. Ich liebte Vietnam und hatte noch ein Punkt auf meiner ToDo Liste, welche ich bei meinem ersten Besuch nicht abhacken konnte – den Ha Giang Loop. Mein Thailand Visa lief früher aus, als jenes von Selin und Estelle und so machte ich mich allein auf den Weg von Koh Tao nach Bangkok, um den Flug nach Hanoi zu erwischen. </p>



<p>Auf diese Reise freute ich mich irgendwie. In Vietnam lässt es sich günstig und gut leben und ich kannte das Land und die Mentalität bereits. Hanoi war zudem die erste Grossstadt, welche ich tatsächlich mochte. Diese Stadt mit der verrückten Selin und der einzigartigen Estelle zu erkunden, darauf musste ich mich einfach freuen. Hanoi, I&#8217;m coming!</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8791-e1560757758994-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1615" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8791-e1560757758994-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8791-e1560757758994-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8791-e1560757758994-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8791-e1560757758994-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8791-e1560757758994-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8791-e1560757758994.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/bangkok-ao-nang-koh-lanta-koh-phangan-koh-tao/">BANGKOK, AO NANG, KOH LANTA, KOH PHANGAN, KOH TAO</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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