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	<title>Island Archive - thebigstep.ch</title>
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	<description>Der Reiseblog eines Weltenbummlers</description>
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	<title>Island Archive - thebigstep.ch</title>
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		<title>SULAWESI &#038; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 04:49:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Huuii.. Auch dieser Blog-Eintrag wurde länger als geplant, aber entsprechend ereignisreich waren meine letzten Tage in Indonesien. Viel Spass Lesen, Lachen und Kommentieren. Bye bye<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/sulawesi-sumatra-neue-inseln-robinson-crusow-und-primaten/">SULAWESI &amp; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Huuii..</h2>



<p>Auch dieser Blog-Eintrag wurde länger als geplant, aber entsprechend ereignisreich waren meine letzten Tage in Indonesien. Viel Spass Lesen, Lachen und Kommentieren.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bye bye Kuta</h2>



<p>Denise sass vermutlich bereits im Flieger als ich gerade in unser Apartment zurückkehrte, um noch ein letztes Mal durch unser Zimmer zu gleiten, ohne dabei emotional zu werden. Allein hier bleiben wollte ich nicht. Zu viele Erinnerungen stecken in diesen Wänden, zu sehr erinnert mich hier alles and Denise. Mit meinem letzten Rundgang wollte ich nur sicherstellen, dass wir nichts liegen gelassen haben. Mutti Uyun hatte sich unter Tränen bereits von Denise verabschiedet. Mein Abschied stand noch bevor. Nach einer herzlichen Umarmung drückte ich ihr unseren Schlüssel in die Hand, schenkte ihr noch ein letztes ehrliches Lächeln und schloss damit das Kapitel «<a href="https://thebigstep.ch/blog/kuta-ein-zuhause-das-surfen-und-ein-schwerer-abschied/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Kuta – our home for a month (öffnet in neuem Tab)">Kuta – our home for a month</a>» ab.</p>



<p>Für meine letzte Woche in Kuta nistete ich mich in einem netten Homestay im Zentrum ein. Ich brauchte einige Tage für mich. Ich wollte meinen Kopf frei bekommen, surfen und schliesslich meine Weiterreise planen. Zudem war es wieder an der Zeit einige Kleidungsstücke auszusortieren und der Rest gründlich waschen zu lassen. Meine Akkus sollten geladen, einige Bücherseite gelesen und schliesslich einen Blog-Post aufgesetzt werden.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Abenteuer Sulawesi</h2>



<p>Im Norden von Indonesien befindet sich die Inselgruppierung Sulawesi. Eine Region die vom Massentourismus noch verschont ist. Sulawesi zählt nicht zu den klassischen indonesischen Destinationen für Pauschaltouristen. Zugegeben, die Reise durch Sulawesi war anstrengender und das Essen schärfer als auf Lombok, Bali oder Java, wo sich die Infrastruktur und die Essenskultur auf den Tourismus eingestellt hat. Aber ich suchte ja das Abenteuer und entsprechend gespannt war ich auch.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Manado, baah!</h3>



<p>Mein Plan sah vor, dass ich Sulawesi von Manado im Norden bis runter nach Makassar im Süden bereisen würde. Dabei freute ich mich am meisten auf die Inselgruppierung der Togian Islands. Manado war eine durchschnittlich grosse aber überdurchschnittlich hässliche Stadt. Die hatte wirklich überhaupt nichts Schönes an sich. Selbst der Hafen war einfach so richtig unspektakulär. Der Hauptgrund für meinen Aufenthalt in Manado war der Tangkok Nationalpark und die Insel Bunaken, welche fürs Tauchen schön sein soll.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Scharfes Essen</h4>



<p>Ich war auf einer neuen Insel und wollte das Essen hier probieren. Anscheinend sind die Gerichte in Sulawesi schärfer als auf den anderen Inseln. Ich ging also in ein einheimisches Lokal und bestellte mir klassisch und ohne Risiko ein Nasi Goreng – gebratener Reis mit Gemüse. Die Mutti aus der Küche frage: «Spicy?» also scharf? Meine Antwort darauf: «Local spicy is ok». Also wie die Einheimischen halt. Sie versicherte sich noch kurz mit einem: «are you sure, it is very spicy you know…». Ich nochmals «yes yes no problem». Ich war mir scharfen Essen sowas von gewohnt, da konnte mich nichts mehr abschrecken, dachte ich mir. Sie servierte das Essen und erinnerte mich nochmals daran: «It’s spicy». «Yes, thank you» erwiderte ich.</p>



<p>Ich sparte mir das Sambal, also die Chilisauce, auf, weil ich doch erstmal probieren wollte, mit was ich es zu tun hatte. Ich setzte den Löffel an und stopfte mir eine viel zu grosse Portion Reis in den Mund. Kurz kauen und runter damit. Die schärfe liess nicht lange auf sich warten. Ja ok, leck mich am Arsch. Das ist scharf. Ach du scheisse ist das scharf. Junge, Junge, Junge! Ich legte die Schale mit dem Sambal etwas auf die Seite, spülte den intensiven Geschmack mit etwas Wasser runter. Kurz durchatmen und ran an die Schale. Ja, das Essen verlangte mir alles ab und ja das Essen war scharf. Aber sowohl ich, als auch die Mutti aus der Küche waren froh, als ich die Schüssel restlos auslöffelte. Der Gedanke an das Ausscheiden der Mahlzeit machte mir jedoch Angst.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Tangkok Nationalpark</h3>



<p>Der Nationalpark war besonders für die vom Aussterben bedrohten Schwarzkopf-Makaken und die wilden Koboldmakis (mitunter die kleinsten Säugetiere der Welt, welche wie kleine Pokémon aussehen) bekannt. Die Schwarzkopf-Makaken waren in wilder Natur praktisch nur noch auf Sulawesi anzutreffen. Ich mietete mir einen Roller und meisterte die Strecke zum Nationalpark in gut zwei Stunden. Das Wetter versprach Regen und entsprechend leer war der Park auch. Mit dem Eintritt buchte ich mir einen Guide gleich mit. Die Koboldmakis in wilder Natur ohne Guide zu sichten, war schlicht unmöglich und diese süssen Dinger waren ja einer der Hauptgründe wieso ich überhaupt den Park besuchte.</p>



<p>Ich nannte meinen Ranger Nico. Nico’s Englischkenntnisse waren gleichzusetzen mit meinem Bahasa (Indonesisch) – also praktisch gleich null. Wie alt der Wald war und welche Insekten hier zu finden sind und warum der Park Tangkok hiess, war mir im Prinzip egal. Ich gab Nico zu verstehen, dass mich die Koboldmakis und Schwarzkopf-Makaken interessieren würden. Auch alles was mich töten könnte wie Schlangen, Krokodile und Giraffen schenkte ich meine Aufmerksamkeit. Nico gab mir ein Lächeln und ein schiefer Blick. Ich glaub er hat meinen Witz mit dem Giraffen nicht verstanden, aber es hätte jetzt auch keinen Sinn gemacht den Witz irgendwie zu erklären. Guter Start Oli.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Ranger Nico und die Koboldmakis</h4>



<p>Nico war mit Flipflops unterwegs. Ich wusste nicht ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. Jedes Mal, wenn Nico abrupt anhielt, tat ich das gleiche. Ich regte mich nicht und hielt dabei immer die Luft an – keine Ahnung wieso. Nico hörte und guckte sich kurz um und lief dann weiter. Immerhin wusste Nico wo er suchen musste. Nach etwa einer Stunde laufen, fand er Papageie, sonstige farbige Vögel, lustige Insekten, ein niedliches Eulen-Paar und schliesslich die Koboldmakis. Diese nachtaktiven kleinen Affen mit den riesigen Augen sind einfach zu süss. Ich war happy.</p>



<p>Wir suchten noch eine weitere Stunde nach den Schwarzkopf-Makaken, ohne Erfolg. Ich glaube er versuchte mir zu sagen, dass die Affen sich aufgrund des Regens eher tiefer im Park aufhielten. Er hätte die Affen seit zwei Tagen nicht gesehen. Ansonsten würde man den Affen praktisch jeden Tag begegnen. Ach egal, man kann nicht immer alles haben. Ich machte mich im strömenden Regen auf den Rückweg ins Hostel, wo ich mir eine ordentliche Portion Nudeln gönnte. Ein erfolgreicher Tag.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Bunaken oder eben nicht</h3>



<p>Von Manado aus war es ein Katzensprung nach Bunaken, eine Insel welche fürs Tauche bekannt ist. Jedoch hatte es während meinem Aufenthalt in Manado ununterbrochen geregnet und dabei war es stets dicht bewölkt, so auch in Bunaken. Während dem Tauchen wäre mir der Regen herzlich egal. Die fehlende Sonne war das Hauptproblem. Ohne Sonnenstrahlen sieht da unten alles fad und blass aus. Verzweifelt hatte ich meinen Aufenthalt in Manado um einen Tag verlängert, um eventuell doch noch einen sonnigen Tag zu erhalten, leider ohne Erfolg. So sparte ich mir die Überfahrt und die anfallende kostspielige Insel-Gebühr und verliess den Norden einen Tag früher als geplant. Nächstes Halt: Togian Islands.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Gorontalo</h2>



<p>Von Manado buchte ich mir einen günstigen Bus nach Gorontalo. Dort müsste ich dann wohl oder übel Übernachten, um am Folgetag die Nachtfähre auf die Togian Islands zu nehmen. Mit dem Taxi-Roller erreichte ich den Busbahnhof in Manado innert Kürze. Dort stand dann genau ein einziger Bus, mein Bus, und dieser wurde gerade gewartet. Mit gewartet meine ich nicht, dass der Ölstand geprüft und das Scheibenwischwasser nachgefüllt wird. Nein, nicht in Indonesien. Hier sieht die Wartung anders aus. Der Bus war schräg aufgebockt, zwei Räder demontiert, der Fahrersitz ausgebaut und das Dröhnen des Winkelschleifers wurde von vielen, sehr vielen Funken begleitet. Ich wollte weder wissen, wieso die Räder demontiert waren, noch wo gerade der Winkelschleifer angesetzt wurde.</p>



<p>Ungeduldig war ich nicht, da es bis zur geplanten Abfahrt noch gut drei Stunden dauern würde. Also noch genügend Zeit die Seifenkiste wieder zusammenzubauen. So geschah es auch. Pünktlich und mit allen vier Reifen an der Kiste, verliessen wir den Busbahnhof. Von Sekunde eins an dröhnte die Musik so laut aus den Lautsprechern, dass ich die Musik aus meinen Kopfhörern kaum noch hören konnte. Ich ersetzt meine Kopfhörer mir Ohrstöpsel, um mein Gehör bestmöglich zu schonen. Die zwölfstündige Fahrt war mit Abstand die holprigste Fahrt meiner bisherigen Weltreise. Obwohl es sich um einen Nachtbus handelte, war das Schlafen unmöglich. Fix und alle erreichte ich mein Hostel in Gorontalo morgens um drei Uhr. Schnell einchecken, schlafen und möglichst spät auschecken. Mir stand am nächsten Tag eine 13 stündige Fährenfahrt bevor, jiuhu!</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Travelhack Yakult</h2>



<p>Viel Reis und Bananen führen nicht selten dazu, dass die Verdauung etwas mehr Zeit braucht, um die Kost zu verdauen. Auch scharfes Essen oder ungewöhnliches Essen generell, scheint länger im Magen zu verweilen als mir lieb war. Ich entdeckte Yakult für mich. Yakult ist ein probiotisches Milchgetränk. Es fördert und reguliert die Verdauung und bewirkte in meinem Fall wahre Wunder. Yakult ist zudem in den meisten Supermärkten erhältlich. Seit Kuta gönne ich mir regelmässig das kleine Wundermittel.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Togian</h2>



<p>Die Togian Islands, auch einfach Togians genannt, waren paradiesisch. Wie es der Name verrät handelt es sich um mehrere Inseln, die jeweils nur mit kleinen privaten Booten erreichbar waren. Mit Ausnahme der Hauptinsel Wakai, hatte man nirgends Empfang. Lediglich die richtig alten einfachen unzerstörbaren Mobiltelefone funktionierte ab und zu. Strom gab es zwischen 17:00 und 21:00 Uhr und das Essen bestand ausnahmslos aus Fisch und Reis in verschiedenen Variationen – jeden Tag. Ich wollte mehrere Strände und mehrere Inseln besuchen und insgesamt etwa zehn Tage hier verweilen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">No Signal</h3>



<p>Noch bevor ich die Hauptinsel Wakai in Richtung Alé Beach verliess, schrieb ich Denise, dass ich vermutlich nicht mehr erreichbar sein würde, was sich auch bestätigte. Trotz des fehlenden Empfangs schrieben wir uns täglich. Vom Süssen «Good morning my dear&#8230;» über die Erlebnisse und Ereignisse vom Tag bis hin zum letzten Gedanken vor dem Einschlafen zusammengefasst in einem «…sleep tight sweetheart, I love you…» wir blieben uns unserem täglichen Ritual treu. Alsbald ich dann Empfang haben würde, könnte ich all die Nachrichten und Gedanken der vergangenen Tagen rückwirkend geniessen und Denise würde all meine Geschichte und Gedanken erhalten. Ich freute mich auf jenen Moment.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Alé Beach</h3>



<p>Meine erste Unterkunft hatte ich auf booking.com gefunden und die Bilder versprachen einen atemberaubenden Aufenthalt. Mir wurde nicht zu viel versprochen. Das Wasser war glasklar, die Wassertemperatur angenehm warm und das Unterwasserleben atemberaubend. Da das Alé Beach von einem italienisch-indonesischen Paar geführt wurde, gab es zum Frühstück Cappuccino. Ich war überglücklich. Ich verbrachte die Tage mit Schnorcheln, dem Austauschen von Geschichten mit den anderen Gästen und dem Besuchen des Nachbardorfs Malenge.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die einmalige Gayle</h4>



<p>Die Mutti des «Resorts» hiess Gayle. Eine 61-jährige Australierin, die ungelogen Ihr gesamtes Leben gereist ist. Gayle hatte so viele gute Geschichten zu erzählen und jede einzelne dieser Geschichten würde unsere Abenteuer in den Schatten stellen. Gayle war eine sehr entspannte und fröhliche Persönlichkeit. Sie besass aktuell einen Pass mit 80! Seiten und meinte, sie müsse diesen wohl bald wieder erneuern – natürlich weit vor dem Ablaufdatum.</p>



<p>Ich fragte sie nach ihrem eindrücklichsten Einreisestempel oder der besten Einreise-Geschichte, die sie erlebt hätte und da meinte sie prompt: «Oh, that would be Nepal. Yeah yeah Nepal was very special». Die kurze Geschichte dahinter: Gayle hat für Nepal das Visa mit der Nummer neun erhalten! Gayle war also tatsächlich die neunte Reisende die Nepal offiziell als Touristin betrat. Unfassbar! Als Nepal die Tore öffnete war Sie gerade im Norden von Indien. Nepal klingt nach einem Abenteuer also los, dachte sie sich. An der Grenze wurde sie mit Tee und Blumen begrüsst. Einmalig. Die Geschichte erzählte sie gerne. Das wäre mal eine Idee für den Erhalt eines Visums. Davon könnte sich der <a aria-label="Herr von der Imigrasi in Bali (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://thebigstep.ch/blog/bali-ein-visa-gate-magische-orte-und-die-begegnung/" target="_blank">Herr von der Imigrasi in Bali</a> eine fette Scheibe abschneiden.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Die Unterwasserwelt</h4>



<p>Das Tauchen war überall gleich, ohne dabei langweilig gewesen zu sein – im Gegenteil. Die korallen waren gross, farbig und lebendig. Die Fische waren aktiv, in allen Grössen vorhanden und sehr neugierig. Blaue Seesterne, gelbe Korallen, grosse Nemos, lange Barrakudas, dicke Drückerfische und schwarzweisse Seeschlangen. Es hatte von allem etwas.&nbsp; Dafür musste man auch nicht mit dem Boot raus, um die schönsten Schnorchel Spots zu finden. Sie waren vom Strand aus zugänglich.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Malenge Village und die Schwarzkopf-Makaken</h4>



<p>Wir besuchten Malenge, ein mittelgrosses Fischerdorf, welches unter den umliegenden Inseln und Fischern als Umschlagort und Handelsplatz genutzt wird. Wir besuchten es lediglich aus Neugier und um kleine Snacks zu kaufen. Als wir durchs Dorf schlenderten, begleiteten uns die Dorfkinder vom Moment als wir einen Fuss auf den Steg setzten. Touristen waren eine willkommene Attraktion. Sie nahmen uns an der Hand und führten uns herum. Sie wollten unbedingt fotografiert werden, mit oder ohne uns auf dem Bild. Wir erfüllten ihnen diesen Wunsch nur zu gerne. Während dem ganzen Rumblödeln, Rumschwingen und Fotografierten tauchten plötzlich zwei sehr junge Schwarzkopf-Makaken aus einem der Hütten auf. Ich war baff. Hatte ich diese noch im Nationalpark verpasst erscheinen sie hier. Was machen die hier überhaupt?</p>



<p>Der Besitzer der Hütte kam raus und erklärte mir, dass die Affen auf ganz Sulawesi anzutreffen sind, aber die grösste Population ist schon im Nationalpark bei Manado. Die beiden Babys habe er in der Nähe gefunden, eingekesselt von einem wilden Hund. Die Affen waren noch zu klein, um zu fliehen. Deren Mutter hat er leider nicht gesehen oder gehört, auch an den folgenden Tagen nicht. Er entschied sich gegen das Freisetzt und zieht die Affen nun selbstständig gross. Ich glaub ihm die Geschichte mal. Was will man sonst mit zwei kleinen Affen auf einer sonst touristenleeren Insel wo sich alles um die Fischerei dreht. Wir verliessen das Fischerdorf Malenge und glitten während Anbruch des Sonnenuntergangs langsam Richtung Alé Beach zurück.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Pulau Papan Bridge</h4>



<p>Am nächsten Tag tuckerten wir nach Pulau Papan. Einem anderen kleinen Dörfchen, dass aufgrund seiner langen Brücke bereits Bekanntheit erlangt hat. Die Brücke verbindet zwei Inseln und ermöglicht es den Kindern der einen Insel in die Schule, welche sich eben auf der anderen Insel befindet, zu gehen. Pulau Papan ist immer noch ein Fischerdorf, aber besitzt bereits ein Homestay, welches vom Dorfoberhaupt geführt wird. Am Ende des Dorfes sind bereits die ersten Bauarbeiten für Ressort-Bungalows zu erkennen. Auch hier wird also schon bald der Massentourismus Einzug erhalten.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Harmony Bay</h3>



<p>Es war an der Zeit das nächste «Ressort» zu besuchen. Vom Alé Beach sprang ich auf ein Boot, welches mich in der Harmony Bay absetzen würde. Die Harmony Bay, was zugleich der Name des Ressorts war, lag preislich knapp über meinem Budget. Gemäss einem niederländischen Pärchen, welches ich im Alé Beach kennengelernt habe, sei es jeden Cent wert. Ich muss dabei erwähnen, dass man sämtliche Unterkünfte immer mit drei Mahlzeiten, also als Vollpension bucht, da man sich schlicht nur im eigenen Haus verpflegen kann. Restaurant oder andere Resorts sind meist nur mit einem Boot zugänglich und auch dann verfügen Sie über keine Menükarte und kochen ausschliesslich für Ihre Gäste. Und rate mal was zu 90% serviert wir? Genau, Fisch und Reis.</p>



<p>Ich hatte nach dem Alé Beach nichts gebucht und da das Internet nicht funktionierte, schien mir die Harmony Bay eine akzeptable Alternative zu sein. Die Harmony Bay war schön. Zwar ziemlich eindeutig auf Pärchen ausgelegt aber sonnenbaden, schnorcheln und entspannen konnte ich auch gut allein. Beim Essen wurde versucht man etwas Abwechslung in den Reis und Fisch Alltag zu bekommen. Pfannkuchen oder Müesli zum Frühstück, Kokosnüsse als Snack und auch mal Pasta oder Curry zum Abendessen waren sehr willkommen.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Kadidiri und die Quallen</h3>



<p>Die Insel Kadidiri wurde mir von mehreren Reisenden empfohlen und glücklicherweise gab es eine Bucht mit mehreren Unterkünften. Ich checkte in den günstigsten Bungalow ein. Hier war alles wieder einfacher, aber ich gab mich ja bereits mit einem Bett, einer Dusche und Trinkwasser zufrieden. Auf Kadidiri investierte ich wieder mehr Zeit ins Lesen und unternahm einen Ausflug zum «Stingless Jellyfish Lake». Ein salzhaltiger See mit Quallen, die nicht stechen – klingt doch spannend. Der Name hielt was er versprach und so schwamm ich unglaublich nahe an die Quallen heran, ohne diese jedoch zu berühren. Die Quallen waren faszinierend und wirkten auf mich wie aus einem Science-Fiction Film.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Letzter Halt – Sunset Beach</h3>



<p>Mein vierter und letzter Aufenthalt war am Sunset Beach, wieder mit gleichnamigem Resort. Der Name war wohlverdient, denn die Sonnenuntergänge waren magisch. Geleitet wurde es von einer freundlichen und zuvorkommenden Russin, welche sich ebenfalls praktisch ununterbrochen auf Reisen befindet. Nebst der Eigentümerin gab es noch die Köchin/Putzfrau, sowie dessen Ehemann, der Kapitän des Bootes. Jedes Resort hatte sein eigenes Boot mit Kapitän, um die Einkäufe zu tätigen, die Gäste von einem anderen Resort abzuholen oder um Tagesausflüge anbieten zu können.</p>



<p>Eines Morgens sagte mir die Eigentümerin, dass Sie auf die Hauptinsel müsse, um Einkäufe zu tätigen und Abklärungen zu treffen. Die Köchin müsse dabei mitgehen, um beim Tragen zu helfen und der Kapitän müsse das Boot im Hafen warten lassen. Ich sei also für die nächsten Stunden auf mich allein gestellt. Ob dies ein Problem sei, frage sie mich noch: «…no worries, I will be fine…» antwortete ich mir mit grösstmöglichem Grinsen auf meinem Gesicht.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Robinson Crusoe</h4>



<p>Ich war also allein auf einer Insel. Niemand der mich sehen oder hören konnte. Auch die vorbeifahrenden Boote waren richtig weit weg. Ist ja klar was man in so einem Fall als allererstes macht?! Genau, splitterfasernackt ausziehen und umherrennen. Auch einfach mal am Strand stehen bleiben und drauflos schreien. Das beste Gefühl überhaupt. Wann hat man in seinem Leben denn schon die Gelegenheit dazu. Ok, das wäre abgehackt, was nun? Ich zog mir eine Badehose an, keine Ahnung wieso, und setzte mir zum Ziel eine Kokosnuss von der Palme zu holen. Ich wollte das Kokosnuss-Wasser trinken und das Kokosnuss-Fleisch essen. Gesagt getan. Klettern wollte nicht, denn die Palmen mit den reifen Nüssen waren verdammt hoch und ich dann doch allein auf einer Insel ohne Hilfe &#8211; nur falls doch etwas passieren würde.</p>



<p>So organisierte ich mir aus dem Dschungel einen richtig robusten Bambus-Pfahl, so gute sieben Meter lang. Ich fokussierte mich auf eine richtig fette Kokosnuss und fing an diese zu bearbeiten. Drehen, rütteln und schlagen. Zwischendurch schmiss ich eine kleinere Kokosnuss nach der grossen, erfolglos. Kurze Pause. Ich beschränkte mich auf das Abdrehen der Nuss und nach gefühlten 20 weiteren Minuten war es vollbracht. Die Kokosnuss schlug auf den sandigen Boden ein. Das Öffnen der Kokosnuss meisterte ich mit meinem Schweizer-Taschenmesser. Dabei wollte ich die Nuss nicht nur öffnen, sondern von der Aussenhülle befreien und schliesslich ein Loch schön oben mittig in der Spitze der Nuss haben. So weit so gut.</p>



<p>Beim Öffnen wollte ich die Nuss bestmöglich schön in zwei Hälften zerlegen. Das funktionierte ganz ok. Ich war mit meiner Arbeit zufrieden. Nach einer weitere Entdeckungstour durch den Dschungel und einer weiteren Schwimmeinlage, war es an der Zeit den Sonnenuntergang in aller Ruhe zu geniessen, bevor das Boot zurückkehrte und ich wieder in Gesellschaft war.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Weiterreise</h3>



<p>Nach einigen wunderschönen Tagen auf den Inseln, war es an der Zeit nach Tana Toraja weiterzuziehen. Mit der Fähre nach Ampana ans Festland und von dort über Tentena direkt in die mystische Stadt mit dem bizarren Totenkult.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Tana Toraja und der Totenkult</h2>



<p>Anfänglich war ich mir nicht sicher, ob ich die Stadt wirklich besuchen sollte, aber irgendwie wollte ich mir diese geschichtsträchtige und einzigartige Stadt dann doch nicht entgehen lassen. Ich versuche mal deren Brauch in eigenen Worten zu fassen. In Tana Toraja werden die verstorbenen Familienmitglieder einbalsamiert und in einem dafür vorgesehenen Zimmer gehalten, bis die Familie genügend Geld für die Beisetzung zusammengespart hat. </p>



<p>Die Häuser sehen aus symbolischen Gründen aus wie Schiffe und sind an sich sehenswert. Man glaubt, dass die Tote in jenen Schiffen von Wasserbüffeln ins Jenseits begleitet werden. Auch sind es die Büffel, welche die Himmelstore öffnen können. Je mehr oder grösser die Büffel, desto schneller wird das Familienmitglied in den Himmel geführt. Seltene Albino-Wasserbüffel beschleunigen die Fahrt nochmals.</p>



<p>Die Toten werden für die Zeremonie neu eingekleidet, um nochmals feierlich fotografiert zu werden. Je angesehener das Familienmitglied war, desto grösser muss die Zeremonie ausfallen. Eine grosse Zeremonie kann daher fünf, sechs oder sieben Tage andauern. Um auf die Wasserbüffel zu sprechen zu kommen, diese werden während der Zeremonie geopfert, also geschlachtet. Bei einer kleinen Zeremonie sind es vielleicht so 15 Wasserbüffel bei einer pompösen Beisetzung werden auch mal 120 Wasserbüffel und unzähligen Schweinen geschlachtet! Der Sarg besitzt ebenfalls eine spezielle Form und je nach Status des Verstorbenen erhält er auch eine geschnitzte Holzfigur von sich, welche seine Grabkammer oder seinen Sarg beschützt. Soviel zum geschichtlichen Teil und wie es mir erzählt wurde.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Zeremonie</h3>



<p>Ich durfte an einer grossen Zeremonie teilnehmen. Der Sohn des Hostelbesitzers, James, war so nett und führte mich mit dem Roller an ein solches Fest.<br>Kurze Zwischenbemerkung: Ich weiss nun wieso die Indonesier, im Gegensatz zu den anderen asiatischen Ländern, während dem Rollerfahren häufig einen Helm aufsetzten. Damit sie sich das Telefon zwischen Helm und Ohr klemmen und so während der Fahrt telefonieren können. Wieso eigentlich nicht.<br>Zurück zur Zeremonie. Es war der zweite Festtag dieser riesigen Zeremonie. An diesem Tag wurden alle Art von Gästen willkommen geheissen, also auch Touristen. Die grosse Schlachterei passierte am Folgetag und ohne mich.</p>



<p>Auf mein vieles Fragen hin, hat mich James wie folgt aufgeklärt. Jene Wasserbüffel, welche nicht während der Zeremonie verzehrt werden, werden an die umliegenden Dörfer, Schulen, Spitäler und Märkte gespendet. An sich ja gut, meint auch James, aber die Kosten der Wasserbüffel und der gesamten Zeremonie sind horrend. Ein normaler Wasserbüffel kostet umgerechnet etwa CHF 8000.—. Für einen grossen Albino-Wasserbüffel werden schon mal CHF 50&#8217;000.— fällig. James sagt dabei auch, dass er eigentlich keine Lust hat, sein gesamtes Leben nur dafür zu arbeiten, um die Zeremonie seiner Eltern und engster Verwandten mitfinanzieren zu können. Es respektiert seine Herkunft und seine Kultur sehr, aber eventuell sollten einige Anpassungen der Gebräuche vorgenommen werden.</p>



<p>Auch die Büffel tun ihm manchmal leid. Er meint zwar, dass jene Büffel nicht für die Arbeit genutzt werden dürften, da sie heilig sind und somit ein schönes Leben geniessen. Da aber die Anzahl und Grösse der Büffel lediglich etwas mit Prestige zu tun hat, sei es doch zwiespältig und würde durch das grosszügige Spenden des Büffelfleisches auch nicht wett gemacht werden. Die doch sehr veralteten Rituale sind darauf zurückzuführen, dass Tana Toraja erst vor wenigen Jahrzenten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und umgekehrt, meinte James.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Umgebung</h3>



<p>Tana Toraja ist nicht ganz so klein wie ich es vermutete. Viele der Sehenswürdigkeiten besuchte ich zu Fuss. Ich hatte die Distanzen etwas unterschätzt und aus einem gemütlichen Tagesausflug wurde eine Tageswanderung. Ich genoss die Umgebung, sprach hier und da mit den Einheimischen und wurde auch zu einem Kaffee eingeladen, einfach so. Die Umgebung war nett, friedlich und ruhig. Bis auf die speziellen Häuser, verwies nichts auf den altertümlichen Gebrauch in dieser Gegend hin. Ich konnte Tana Toraja ruhigen Gewissens abhaken und mich mit dem Nachtbus am nächsten Tag in Richtung Makassar begeben, wo ich schliesslich einen Flug nach Sumatra antreten wollte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Sumatra und die Primanten</h2>



<p>Meine letzten drei vollen Tage in Indonesien neigten sich dem Ende zu und ich wollte die wertvolle Zeit nicht ungenutzt lassen. Sumatra war gross, aber ich hatte genau ein Ziel im Auge, den Gunung Leuser Nationalpark bei Bukit Lawang. In diesem Park gab es vieles zu sehen, aber ich reist wegen den Hauptdarstellern dorthin: Den Orang-Utans. Der Gunung Leuser Nationalpark war einer der letzten Parks weltweit, in welchem sowohl semiwilde aber hauptsächlich wilde Orang-Utans leben!</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Von Makassar nach Bukit Lawang</h3>



<p>Die Anreise von Makassar nach Bukit Lawang war eine Zangengeburt. Allein das Vorhaben an einem Tag von Makassar nach Bukit Lawang zu gelangen, war ein Abenteuer. Der Flug von Makassar nach Medan verlief reibungslos. Die mehrstündige Busfahrt vom Flughafen durch die Grossstadt Medan nach Binjai war nicht aussergewöhnlich spektakulär. Nun drängte aber die Zeit. Es war bereits 18:00 und nach Bukit Lawang fuhren nur kleine klapprige Minivans bis etwa 18:15. Der Abfahrtsort der Vans war etwas versteckt. Ein netter Tuktuk-Fahrer nahm mich mit und fuhr mich zur gewünschten «Station». Dort wartete der letzte Bus, der lediglich noch dort Stand, weil er, wie so üblich, verspätet unterwegs war. Nur noch eine Fahrt und ich wäre in Bukit Lawang. Das Problem, welches mir bereits im Vorfeld bekannt war, war die Taxi-Mafia.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Taxi Mafia</h3>



<p>Da Bukit Lawang ein touristischer Ort ist, dachte sich wohl jemand, dies zu seinen Gunsten zu nutzen und ein Geschäft daraus zu machen. Bah, da könnte ich mich in Rage schreiben. Konkret, diese Kriminellen verlangen von Touristen das mehrfache der normalen Fahrkosten, bezahlen den Fahrer des Minivans die üblichen Fahrkosten und behalten den Rest für sich. Normalerweise bezahlt man den Fahrer, aber genau dies wurde verhindert. So richtige Huhrensöhne. Die Taxifahrer sind natürlich eingeschüchtert und tun nichts dagegen, wieso auch. Sie kriegen ja ihr Geld und wollen sicherlich kein Problem mit der Bande.</p>



<p>Ich wusste, dass die eigentliche Fahrt umgerechnet CHF 2,50 kostet. Sie wollten aber CHF 12,50. Nun kann einer denken, dass es sich lediglich um CHF10.— handelt. In Indonesien sind das aber ganze sechs Mahlzeiten, also so gesehen eine Menge Geld. Ich weigerte mich den Betrag zu zahlen und stieg in den Bus ein. Noch bevor ich meinen Rucksack drin hatte, griff mich ein Typ, wohl das grösste aller Arschlöcher, am Arm uns sagte: «you pay now or you stay here».</p>



<p>Der Typ war sowohl kleiner, als auch schmaler als ich und zudem hässlich wie ein Schirmständer. Er trug eine offensichtlich zu grosse schusssichere Weste und hatte zu viel Parfum aufgetragen. Ich war einfach nur müde und wollte endlich ankommen, also gab ich nach und sparte mir jegliche despektierliche Äusserung. Wir einigten uns auf CHF 7.50, ich hatten die letztmögliche Fahrgelegenheit nach Bukit Lawang und sie wieder einen Touristen mehr abgezogen. Alle waren Happy.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Homestay vom Ranger</h3>



<p>Während der Fahrt textete ich meinem Homestay, dass ich auf dem Weg sei. Freundlicherweise schickte der Besitzer gleich seinen Nachbarn an die Bushaltestelle. Ich wurde also herzlich empfangen und mit dem Motorrad direkt zum Homestay gefahren &#8211; kostenlos. Im Hostel lernte ich gleich die Familie kennen, wobei der Hausherr zugleich auch ein Parkranger  war &#8211; einer der Besten! Ohne Begleitung durfte man ohnehin nicht in den Nationalpark. Zu gefährlich war der Mensch für die Natur, nicht etwa umgekehrt.</p>



<p>Putra hiess der gute Mann, der mir sowohl ein Dach über dem Kopf sicherte, als auch den Park zeigen würde. Putra strahlte vor Lebensfreude, wuchs direkt neben dem Nationalpark auf und war einer der erfahrensten Guides in Bukit Lawang. Jeder kannte Putra und Putra kannte jeden. Putra behandelte den Nationalpark wie eines seiner Kinder und er wollte mir die bestmögliche Erfahrung bieten, ohne dabei etwas garantieren zu können. Ich liess ihn wissen, dass ich wegen den Orang-Utans da wäre, aber ich es ihm überlassen würde, wie und wo wir durch den Park streifen. Ich sei fit und für jeden Spass zu haben.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Bobby der King</h3>



<p>Der grosse Tag war da und trotz der begonnenen Regensaison waren nur wenige dünne Wolken am Himmel zu sehen. Putra, gut gelaunt wie immer, klärte mich kurz über das wichtigste auf, bevor wir uns in einem zügigen Tempo in Richtung Park bewegten. Putra war zwar nur etwa 1,55m gross, aber der Mann hatte Beine wie ein Radfahrer und eine Kondition wie ein Triathlet. Oli, das wird kein Spaziergang im Park, sondern ein OL auf Olympia-Niveau – aber ich war so was von bereit für das Abenteuer.</p>



<p>Putra kannte den Park zu gut. Je länger wir durch den Dschungel marschierten, desto unruhiger wurde Putra. Wir sahen, den coolen Thomas Leaf Affen, der wegen seiner Frisur auch Punky Monkey genannt wird, weisse Gibbons welche einen saugeilen Schrei von sich geben, etwa 3cm grosse Riesenameisen, Schmetterlinge in allen Farben und plötzlich der König des Parks höchstpersönlich – einen riesigen männlichen Orang-Utan. Putra strahlte übers ganze Gesicht. “We are so lucky. That is a wild and huge male orang-utan. The biggest one I have seen for a long time”. Putra kannte jeden semiwilden Orang-Utan beim Namen. Dieser war keiner von Ihnen. Wir bestaunten den Orang-Utan für etwa 20 Minuten. Es gesellten sich andere Ranger mit Touristen dazu und allesamt waren wir ruhig, sprachen kaum ein Wort und staunten.</p>



<p>Der Primate oben im Baum erhielt von mir den Namen Bobby. Ich habe Bobby direkt in die Augen geschaut und er erwiderte meinen Blick. Verblüfft über die Gesichtszüge, die Mimik und Gestik vergass ich beinahe Bobby abzulichten. Das leichte Grinsen und der neugierige Blick waren so unglaublich menschenähnlich, dass ich Gänsehaut bekam. Bobby hangelte sich weiter und verschwand innert Kürze im dichten Dschungel. Für genau jene Momente reise ich – Gänsehautmomente.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Füttern verboten</h3>



<p>Wir schlichen weiter durch den Dschungel und trafen nach kurzer Zeit auf einen weiblichen Orang-Utan. Diese war nicht halb so gross wie Bobby aber hangelte elegant durch die Bäume, immer auf der Suche nach Futter. Nach kurzem beobachten gingen wir auch weiter. Ich war bereits überglücklich. Wir gönnten uns einige Früchte als Snack. Anschliessend vergruben wir die übriggebliebenen Früchte und Schalen. Der Grund, sowohl die semiwilden aber besonders die wilden Affen dürfen nicht gefüttert werden. Dazu zählt auch das Hinterlassen von Früchten. Ich war erfreut zu sehen, wie sehr die wilde Natur hier berücksichtig wird. Nach etwa einer weiteren Stunde und unzähligen gesichteten Käfern, Vögel und anderen Dschungelbewohnern trafen wir auf Mina.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die weltbekannte Mina</h3>



<p>Putra hielt plötzlich an und schaute sich um. «Don’t move Oli, stay right there. This is Mina». Ok, dachte ich mir und blieb wie angewurzelt stehen. Ich lächelte als der Orang-Utan auf uns zu kam. Putra wurde nervös. Mina streckte die Hand aus und Putra reichte ihr Bananen. Eine nach der anderen. Ich dachte so: Was? Warum fütterst du jetzt diese Mina? Dann meinte Purtra: «ok, she has a good day. And there is her baby. Feel free to take pictures from her”. So lichtete ich Mina mit dem Baby ab. Süss die beiden, dachte ich mir.</p>



<p>Nun zu der Geschichte hinter Mina. Mina war eines der ersten semiwilden Orang-Utans, welche im Nationalpark freigesetzt wurde. Mina hatte eine aggressive Art, welche auf ihre traumatische Kindheit zurückzuführen ist. Man versuchte Mina bestmöglich zu rehabilitieren, aber auch Orang-Utans sind intelligente Wesen und vergessen nicht. Darum hat Mina eine Abneigung gegen Menschen. Eines Tages griff sie einen Ranger an, wonach der Ranger sie mit einem Schlag ins Gesicht in die Flucht trieb. Eine traurige Geschichte. Minas Narbe im Gesicht ist heute noch sichtbar.</p>



<p>Mina kann in der Wildnis überleben, keine Frage. Aber die Rangers haben sich dazu entschieden Mina zu füttern sobald sie aufkreuzt, um sie zu beruhigen. Wenn möglich versucht man sie zu umgehen. Die Ranger wollen sie auf keinen Fall mit Futter anlocken. Die Situation ist unbefriedigend, dass wissen auch die Ranger. Denn das Baby wächst so ja halbwild auf. Aber man wollte Mina nicht mehr schlagen müssen oder sie gar einschläfern. Ich lernte also die berühmte Mina kennen, bevor wir uns auf den Rückweg begaben. Den Rückweg bezwangen wir mit Hilfe eines selbstgebauten Gummiflosses. Das Rafting war der perfekter Abschluss eines sehr gelungen Tages.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Danke Indonesien</h3>



<p>Es war an der Zeit Indonesien zu verlassen. Indonesien hat mich auf so viele Arten bereichert. Ich konnte einige Punkte von meiner Bucket-Liste streichen, lernte neues Essen, andere Kulturen, das Surfen, neue Freunde und die atemberaubendste Persönlichkeit meines bisherigen Lebens kennen – Denise. Dieses Land wird immer ein Ehrenplatz in meinem Herzen halten. Indonesien, ich komme wieder. Nächster Halt: Philippinen!</p>



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		<title>LAOS &#8211; VERLUSTE, MOTORRÄDER UND EIN NEUER REKORD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2019 04:59:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von Hanoi nach Luang Prabang Keine Ahnung was mich in Laos erwarten würde. Ich wusste bis dato wenig über das Land. Die Geschichten der anderen<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
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<h2 class="wp-block-heading">Von Hanoi nach Luang Prabang</h2>



<p>Keine Ahnung was mich in Laos erwarten würde. Ich wusste bis dato wenig über das Land. Die Geschichten der anderen Backpacker faszinierten mich. Folglich war ich gespannt auf neue Abenteuer im Land indem ich zum Schluss mein Badetuch vergessen habe, mein geliebter Flipflop sein Lebensende erreichte, mir mein Douche entwendet wurde, meine Kopfhörer schon wieder abhandenkamen, mir ein paar kurze Hosen gestohlen wurden und zu guter Letzt ich mein begehrenswerten Tolino E-Reader zerstört habe &#8211; aber eins nach dem anderen. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Get ready</h4>



<p>Genügen Wasser und einen Essensvorrat für die Busfahrt hatte ich organisiert. Sämtliche Akkus waren 100% aufgeladen und ich fühlte mich mental fit für die anstehende 24 stündige Busfahrt. Ich hatte bereits einige längere Anreisen mitgemacht aber 24 Stunden sollte meine neue persönliche Bestmarke werden. Pünktlich im Hostel abgeholt wurde ich ohne Umweg direkt zum Busbahnhof chauffiert. Der Papierschnitzel in meiner Hand sah zwar aus wie ein benutztes einlagiges Taschentusch war aber in der Tat sowohl meine Quittung als auch meine Fahrkarte nach Luang Prabang, Laos. Da ich keine Ahnung hatte, welcher Sleeper-Bus meiner war, zeigte ich den Papierfetzen jedem der vertrauenswürdig aussah und so fand ich meinen Bus nach gefühlten 20 Minuten. Der Rucksack wurde in die entsprechende Luke verstaut. Meine wichtigsten Habseligkeiten trug ich natürlich auf mir. Im Bus wurde mir der mit Abstand schlimmste Platz zugewiesen – hinterste Reihe oben links. Zu deutsch – ich war am Arsch! Bei einem Sleeperbus hat grundsätzlich jeder seine eigene Liege. Davon ausgenommen ist die hinterste Reihe, dort liegen fünf unglückliche Opfer ohne irgendwelche Trennung nebeneinander. Zur Info, in dieser Reihe misst einer dieser fünf aneinandergereihten Liegen höchstens 55cm. Für Asiaten mag das eventuell genügen. Für einen ausgewachsenen Europäer mit einer ordentlichen Statur wie in meinem Fall, funktioniert dies natürlich nicht. Da befand ich mich also in der Reihe mit zwei Laoten, einem Neuseeländer und einem Briten, eingepfercht für die nächsten 24 Stunden. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die Anreise</h4>



<p>Ich hatte einen der beiden Fensterplätze. Ich fand nach einer gewissen Zeit eine Position, in der ich mit angewinkelten Beinen und überkreuzten Armen, einigermassen Schlafen konnte. Etwa alle vier Stunden legten wir eine Pause ein. Verpflegen, Toilette und sich die Füsse vertreten stand dabei auf dem Programm. Nach einer unendlich langen und schlaflosen Nacht erreichten wir den vietnamesischen / laotischen Grenzposten. Obwohl ich als Schweizerbürger 15 Tage visafreien Aufenthalt geniessen würde, wollte ich länger bleiben. Entsprechend beantrage ich an der Grenze ein ordentliches 30 Tage Visa. Dies bedeutete wieder einen Visa-Sticker und einen Stempel mehr in meinem Pass. Bereits jetzt fing ich an die freien Seiten in meinem Pass zu zählen. Freie Pass-Seiten sind Gold wert. Aber wenn ich so weiterreise, muss ich meinen Pass noch vor dem Ablaufdatum erneuern. Darum sorge ich mich aber, wenn es soweit ist. Zurück zur Einreise. Mit meinem Pass in der Hand begab ich mich zurück zum Bus. Ich war optimistisch, dass wir baldmöglichst weiterfahren konnte, da an der Grenze wenig los war. Da machte ich meine Rechnung aber ohne die laotischen Zollbeamten. Nach über drei Stunden ging es dann endlich weiter. Der Fahrer hatte wohl nicht alle Papiere beisammen und das kann dann halt schon mal dauern. 18 Stunden waren verstrichen und wir hatten gemäss meiner Karte erst die Hälfte der Strecke hinter uns. Mir graute es. Die Weiterfahrt war holpriger als noch in Vietnam. Unser Fahrer hielt nun etwa alle 30 Minuten mitten im nirgendwo an, um einige Güter ab oder umzuladen. Die Zeit blieb gefühlt stehen und so hatten wir nach 24 Stunden immer noch knapp 300 km vor uns – auf haarsträubenden Strassen. Nachdem nun auch die Klimaanlage im Bus ausstieg – war auch ich kurz davor mich abzumelden. Ich wollte nur noch ankommen – um jeden Preis. Morgens um 02:00 haben wir es endlich nach Luang Prabang geschafft. Eine 33 stündige Busfahrt war also mein neuer Rekord. Ein Rekord, den ich weder egalisieren noch toppen will. Ein voller Tag und neun Stunden – das war dann doch auch für mich zu viel des Guten. Im Hostel wiedermal provisorisch eingecheckt und dann schön 10 Stunden durchgeschlafen – Hallo Laos.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Luang Prabang</h2>



<p>Am nächsten Tag organisierte ich mir die obligate und bewährte SIM Karte. Im Supermarkt machte ich auch eine bemerkenswerte Entdeckung – die Schokolade wird im Kühlregal gelagert! Das war mein Aufsteller des Tages. Danach stand das UXO Museum auf dem Programm. Das Museum informiert darüber, wie die Amerikaner während des Vietnam-Krieg grosse Teile von Laos systematisch bombardierten. Der Landweg über Laos diente den Vietnamesen als Nord-Süd-Verbindung von Hanoi nach Saigon – heute Ho Chi Minh City – und die Amerikaner versuchten diese Verbindungsstrassen zu zerstören. Die Laoten waren neutral und nicht im Krieg involviert aber dennoch die Leittragenden. Der Krieg wurde lange von den Amerikanern dementiert und auch in den Geschichtsbüchern findet er kaum seinen gerechten Platz. Laos gehört auch heute noch zu den schwerstbombardiertesten Länder der Welt!</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">What to do</h4>



<p>Nach der Geschichtsstunde freundete ich mich in unserem Hostel mit zwei Briten und einer Amerikanerin an. Wir besuchten den Night-Market, wo wir uns komplett überassen. Das Essen spülten wir mit einem Drink von der Bar um die Ecke runter, bevor es dann in Richtig Bowling-Alley ging. Die Bowling-Halle war die einzige Möglichkeit zur späten Stunde noch ausgelassen feiern zu gehen. In bester Gesellschaft mit zwei trinkfesten Iren, verbrachten wir einige lustige Abende in der Bowling-Halle, in der man auch mit Bogen und Pfeil hantieren konnte. Eventuell nicht die beste Idee angetrunkenen Touristen mitten in der Nacht noch Pfeil und Bogen in die Hand zu geben. Aber in unserem Fall ist nie etwas passiert, alles gut. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Waterfall and Viewpoint</h4>



<p>Ein absolutes Muss in Luang Prabang ist der Kuang Si Wasserfall. Da durfte sogar ich staunen und musste zugeben, ja das kommt einem anständigen Wasserfall bereits ganz schön nahe. Das blaue Wasser erinnerte an den Brienzersee im Sommer, so auch die Temperaturen. Im Park gab es auch ein Bärengehege. Während dem Ausflug hat sich dann der eine Flipflop endgültig verabschiedet. Nach monatelangem Tragen hat sich die Halterung aus der Sohle gelöst. Die treuen Weggefährten gehörten in den Müll und meine Backup Flipflops dürfen nun hinhalten. In den darauffolgenden Tagen habe ich auch einen weiteren Tempel und den obligaten Viewpoint besucht. Am Tag vor meiner Weiterreise verabredete ich mich noch mit Christy. Sie war ein Mitglied der Thailand-Truppe und ich wusste, dass sie gerade in Luang Prabang angekommen war. Nach einem geselligen Abend reiste ich am darauffolgenden Tag nach Muang Ngoy, einem abgelegenen Dorf etwa vier Reisestunden nördlich von Luang Prabang. Reisen, juhuuii!</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Muang Ngoy</h2>



<p>Das abgelegene Dorf war nur mit dem Boot – was eher einer Nussschale glich – erreichbar. Christy hatte mir von diesem magischen Ort erzählt. Wir, eine Gruppe von vier Backpackern, lernten uns auf dem Boot kennen und beschlossen gemeinsam eine Unterkunft zu suchen. In Muang Ngoy gab es fast nur Bungalows und es war gerade Low-Season. Wir verhandelten uns private Bungalows für den Spotpreis von CHF 4.— pro Nacht aus.</p>



<p>Muang Ngoy ist dermassen abgelegen, dass Menükarten zum Teil auf Notizblöcke geschrieben sind, einfach perfekt. In Muang Ngoy wollte ich wieder mal richtig auf einen Berg hochsteigen, da mir die körperliche Aktivität fehlte. Die Viewpoints in den Städten sind oftmals keine wirkliche Herausforderung – zumindest für mich nicht. Ich konnte eine Holländerin und eine Britin dazu überreden mich auf den höchsten Aussichtspunkt zu begleiten. Der Weg war steil und hatte einige Kletterpassagen. Die Aussicht war dafür umso schöner. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Ban Na and Chill</h4>



<p>Nach drei Tagen verabschiedeten sich die meisten bereits wieder. Ich blieb noch zwei weitere Tage, da ich keinen Zeitdruck hatte. Ich marschierte zum Nachbardorf namens Ban Na welches sich in einem Tal befand. Die Reisfelder dort waren prächtig und die Arbeiten für die nächste Reissaison in vollem Gange. In Ban Na sah ich riesige Schmetterlinge. Einige Schmetterlinge erreichten mit gespreizten Flügeln die Grösse meiner Handfläche. Auch sonst traf ich unglaublich viele Schmetterlinge in allen erdenklichen Farben an. Zurück in Muang Ngoy genoss ich meine Hängematte, das Essen und das obligate Treffen zum Abendbrot mit den wenigen Touristen, welche sich in dieses Dorf verirrt hatten. Danach hiess es auch für mich, zurück nach Luang Prabang, wo ich meinen grossen Rucksack deponiert hatte. Kurz noch meine schmutzige Wäsche zum Reinigen abgegeben, das Ticket nach Vang Vieng gebucht, einmal schlafen und schon sass ich im Bus in Richtung Süden.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Vang Vieng</h2>



<p>In der Partystadt Vang Vieng erwartete mich ein zweiter Weggefährte
aus der Thailandtruppe – Zeus. Er war zurück in seinem Alltag als Barchef im Nanas
Hostel. Nachdem er mich herzlich begrüsste – natürlich mit einem Gin Tonic &#8211; machte
ich nach kurzer Zeit neue Bekanntschaften. </p>



<p>In Vang Vieng gab es ein Pflichtprogramm, welches sich wie folgt zusammensetzt. Tubing, Blue Lagoon, Viewpoint und Party. Einen anderen Grund gab es nicht nach Vang Vieng zu kommen. Ok, vielleicht ist da noch die Heissluftballon-Fahrt aber auf Grund des hohen Preises gehört dies nicht mehr zum Pflichtprogramm – so.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Tubing</h4>



<p>Das Tubing kennt man in der Schweiz unter dem Namen Aaarebööötle. In Vang Vieng setzte man sich auf einen überdimensionalen Reifen und treibt auf dem Fluss bis man die erste Bar erreicht. Dort wird erstmals ordentlich getankt bevor man sich mit dem ebengenannten Schlauch zur nächsten Bar tragen lässt. Als Sicherheitsmassnahme trägt man eine Schwimmweste, da in jüngster Vergangenheit regelmässig Touristen ertrunken sind. Nach der zweiten Bar waren alle bestens gelaunt und in Partystimmung. Der eingesetzte Regen führte dazu, dass die Volleyballpartie in einer Schlammschlacht endete. Nachdem auch der letzte waagemutige von der Zipline gestürzt war, machten wir uns auf den Rückweg ins Hostel, wo eine ordentliche Dusche mehr als willkommen war.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Blue Lagoon 3</h4>



<p>Vang Vieng soll für seine blauen Lagunen bekannt sein. Es gab sechs oder sieben Lagunen wobei die Nummer eins und zwei einfach nur grottenhässliche seien. Wir folgten den Tipps der anderen Reisenden und begaben uns zur Blue Lagoon 3. Alle schwärmten von den bezaubernden Farben des Wassers und von den kühlen Wassertemperaturen. Als wir dort ankamen fällte auch ich mein Urteil: Naja trifft es wohl am besten. Die Lagune war ein künstlich erstellter Pool, das Wasser frisch und die Farbe halt blau. Ich verstand die Aufregung der anderen aufgrund der schönen Farben teilweise. Ich für meinen Teil war einfach vorbelastet. Wenn man den Brienzersee vor der Haustüre hat und den Blausee kennt, ist jeder anderer Teich im Vergleich einfach nur ein Witz, langweilig, ja gar scheisse. Aber es gab eine Zipline, ein Bambusfloss und eine süsse Schildkröte was das ganze aufwertete. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">The Gang</h4>



<p>Ich hatte mich inzwischen einer Gruppe angeschlossen,
mitwelcher ich bereits die Blue Lagoon 3 besucht hatte. Wie es der Zufall
wollte, blieb ich bis zum Ende meines Laos-Trips ein Teil dieser Gruppe. Die
Mitglieder:</p>



<p>Bart, ein junger lachender Holländer, der immer seine Kamera dabeihatte. Er war ausgebildeter Physiotherapeut. Bart hatte trotz seines jungen Alters, bereits einige interessante Länder bereist, darunter Indien und Nepal. Er war zudem ein grosser Glace- und Fruit-Shake- Fan. Er war immer für ein Bier zu haben und zugleich mein neuer Billard-Sparring-Partner. Bart war niemals ein Stimmungskiller und für jeden Spass zu haben. Er hatte eine Abneigung gegen Franzosen, weil Backpacker aus Frankreich generell asozial sind und lieber unter ihresgleichen bleiben und französisch sprechen wollen. Bart tickte genau 180 Grad in die andere Richtung. Er suchte stehts den Kontakt zu anderen Reisenden und sprach selbst mit Holländern ausnahmslos englisch. </p>



<p>Unser Israeli Yanai. Israelis, welche meistens in Gruppen unterwegs sind, öffnen sich kaum anderen Backpackern und sind meist unter sich. Yanai war allein unterwegs und hatte gleiche Absichten und Ansichten wie der Rest der Gruppe. Er war immer «120%-social» wie er selbst sagte und war die Stimmungsmaschine in der Truppe. Yanai war vier Jahre Fallschirmaufklärer und Notfallsanitäter in der israelischen Armee. Dabei hatte er Angst vor Schnecken. Wenn auch immer jemand eine neue Wunde hatte, assistierte ich Yanai gerne und liebte es seinen Geschichten aus den Kriegsgebieten zu lauschen. Yanai hatte den dunkelsten Humor den man sich vorstellen kann.</p>



<p>Jonas, ein grossgewachsener sympathischer Ingenieur-Student
aus Deutschland. Er verliess uns bereits in Vientiane, da er via Bangkok wieder
zurück nach Deutschland musste. An guten Tagen war er unschlagbar im Billard. Als
Ingenieure hatten wir immer etwas zu philosophieren und so genoss ich seine
Anwesenheit. </p>



<p>Poppy war eine lebendige, tollpatschige Britin. Als angehende Veterinärin hatte sie einen extremen Drang Hunde und Katzen zu streicheln. Sie war unsere einzige Frau in der Truppe aber wusste sich gut durchzusetzen. Sie war sich nie zu scheu bei unseren Dummheiten mitzugehen und an vorderster Front mitzumischen. Poppy war auch der DJ der Truppe und hatte immer einen portablen Lautsprecher dabei. Gute Musik bringt gute Stimmung. Poppy hatte mit Abstand die meisten Verletzungen und wurde daher regelmässig von mir und Yanai verarztet. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Nam Xay Viewpoint</h4>



<p>Wir verglichen die besten Aussichtspunkte rundum Vang Vieng und der Nam Xay Top View war unsere erste Wahl. Auf der Aussichtsplattform hatten einige Einheimische ein Motorrad platziert – ein perfektes Fotomotiv. Anstatt ein TukTuk zum Fusse des Hügels zu nehmen, liefen wir von unserem Hostel stolze 8km hin. Ich begrüsse solche Ausflüge. Oben angekommen waren wir die einzigen Touristen und genossen die wunderbare Aussicht. Nach einiger Zeit sah ich dunkle Wolken und eine Regenwand auf uns zukommen. Der Wind trug die Regenwolke direkt in unsere Richtung und daher begannen wir umgehen mit dem Abstieg. Unten angekommen hämmerte uns der Regen auf den Kopf. Da der TukTuk Fahrer unsere unglückliche Lage ausnutzen und uns das doppelte der üblichen Fahrkosten verlangen wollte, fingen wir halt an zurückzulaufen. Der Regen war ungeheuer und so musste dann doch eine andere Lösung her. Wir fingen an zu hitchhiken also trampen. Es dauerte keine 2 Minuten und der erste Bauer nahm uns auf seinem Traktoranhänger mit. Nach zwei Kilometern war er zu Hause und wir wieder auf der Strasse. Und wieder hiess es, Daumen raus und laufen. Traktor Nr. 2 liess nicht lange auf sich warten und wieder waren drei Kilometern Weg zurückgelegt. Gleiches Spiel auch hier, er liess uns vor seinem Haus raus. Über die Hälfte der Strecke war nun überwunden. Wir hielten an unserem Glück fest und tatsächlich hielt ein Truck mit grosser Ladefläche für uns an. Dieser brachte uns bis praktisch bis vor unser Hostel. Kosten für unvergesslichen Ritt im Regen CHF 0.—. Auf der anderen Seite waren wir um eine gute Geschichte und eine schöne Erfahrung reicher. Es war an der Zeit Vang Vieng zu verlassen. Das Pflichtprogramm war erfüllt. Der Vibe in unserem Hostel war zudem nicht mehr top und so entschueden wir uns für die Weiterreise am Folgetag.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Oops</h4>



<p>Am Morgen checkte ich pflichtbewusst frühzeitig aus, wollte noch schnell duschen als ich bemerkte, dass mir jemand mein Douche entwendet hat – es war noch halb voll und darum etwas ärgerlich. Halb so schlimm, ich hatte noch mein kleines Reserve-Douche dabei. Nach dem Duschen habe ich dann tatsächlich mein Badetuch einfach hängen gelassen bemerkte das Missgeschick als wir bereits im Bus sassen. Das war dann wohl mein Fehler – Fuck. Ich hatte noch mein Strandtuch, welches wohl jetzt als mein Handtuch fungiert.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Vientiane</h2>



<p>Es folgte die Hauptstadt Vientiane. Die Hauptstadt Laos ist vermutlich einer der langweiligsten und unspektakulärsten Hauptstädte überhaupt. Wir waren gezwungen einen Stopp in Vientiane einzulegen, da es keine direkte Busverbindung von Vang Vieng nach Thakhek, unserem eigentlichen Zielort, gab. Wir besuchten den Freiheitsbogen, welches vermutlich die einzige wirkliche Attraktion in der Stadt ist. Der Freiheitsbogen erinnert an den Arc de Triomphe in Paris und hat zugleich nicht vergleichbares an sich. Im Innern des Gebäudes befindet sich ein kleiner Markt was das ganze noch absurder machte. Wir speisten beim Inder, schlenderten durch den Markt, machten uns auf den Rückweg ins Hostel, genossen ein kühles Blondes und warteten den kommenden Tag ab. Jonas verliess die Gruppe hier, um die Rückreise via Bangkok nach Deutschland anzutreten.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Thakhek</h2>



<p>Nächster Halt war Thakhek. Von Thakhek aus startet ein weiterer schöner Motorrad-Loop. Ich freute mich auf einen neuen Loop. Für einige von uns war es der Erste überhaupt. Nach einer angenehmen Anfahrt im Localbus erreichten wir nach 12 Stunden unser Hostel in Thakhek. Wir informierten uns über die Preise und Konditionen der Motorräder, holten uns Tipps bei jenen Reisenden, welche den Loop gerade hinter sich hatten und packten unsere Tagesrucksäcke für den Trip. Ich erklärte Poppy und Yanai den Unterschied zwischen Vollautomatik, Semiautomatik und Manueller Handschaltung, da sie kaum oder keine Erfahrung mit Motorrädern hatten. Uns schlossen sich noch Liv und Rosa an, zwei schottische Studentinnen, welche den Loop am selben Tag starten würden und gleiche Sehenswürdigkeiten besuchen wollten.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Der Loop</h4>



<p>Die Strassen waren angenehmer als erwartet. Das Wetter blieb stabil und die Laune war top. Poppy schaffte es am ersten Tag gleich zweimal hinzufallen, jeweils mit sehr geringem Tempo, sodass sie sich lediglich kleine Schürfwunden zuzog. Yanai und ich waren natürlich zur Stelle, reinigten die Wunden und verbanden diese zweckmässig. Danach reparierten wir das Motorrad nach allen Künsten der Physik, Mechanik und Logik sodass wir ohne grosse Behinderung weiterfahren konnten. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">To see</h4>



<p>In den vier Tagen auf der Piste haben wir Grotten besucht, sind durch pechschwarze Höhlen geschwommen, haben Tropfsteinhöhlen erforsch, die Reisfelder bestaunt, schöne Aussichtspunkte genossen und jeden Abend in geselligen Runden ausklingen lassen. Wir bewältigten einige platte Reifen und leere Benzintanks, überstanden Hunger, pflegten unsere Sonnenbrände und fotografierten die schönsten Momente. Einige Tage waren lang und anstrengend andere waren amüsant, allesamt waren sie unvergesslich. Besonders das Erwachen neben den Reisfeldern bei Sonnenschein und bester Laune war unbezahlbar. Wir waren dann auch froh, als wir alle gesund und munter zurück im Hostel in Thakhek ankamen – Safe and Sound wie die Briten so schön sagen würden. Zum Abschluss ein obligates Beer Lao während wir die besten Geschehnisse nochmals revuepassieren liessen. Am nächsten Tag hatten Bart, Yanai und ich die Weiterreise nach Don Det angesetzt und Poppy reiste zurück nach Vientiane, um Ihren Flug nach Thailand zu erwischen.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Don Det und die 4000 Islands – Reisetag</h2>



<p>Die Anreise von Thakhek nach Don Det klang wiedermal vielversprechend. Zehn bis zwölf Stunden sollten es diesmal werden. Wenn ich so zurück denke habe ich unglaubliche Strecken und massig viel Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Zügen und Fähren verbracht. Was man nicht alles tut, um Geld zu sparen und die Umwelt bestmöglichst zu schonen. Die Zeitangabe war diesmal akkurat – elf Stunden. Dabei kamen folgende Transportmittel in genau folgender Reihenfolge zum Einsatz. Mini-TukTuk vom Hostel zum Thakhet Main Busstation. Localbus von Thakhek nach Pakse North Station. TukTuk von Pakse Norht Station zur Pakse South Station. Big TukTuk von Paske South Station nach Nakasang Village. Dort holte uns ein Bike-TukTuk ab und brachte uns nach Nakasang Pier. Abschliessend fuhr uns ein Longtailboat nach Don Det Pier. Die letzten Meter zu den Bungalows liefen wir. Sechs unterschiedliche Fortbewegungsmittel für die eine Anreise – persönlicher Rekord würde ich mal behaupten. Während der Busfahrt stiegen zwischen den Stationen immer wieder Fleisch- und Gemüseverkäuferinnen ein, welche Poulet am Spiess, frische Maiskolben und kalte Getränke verkauften. Wir waren mit Vorräten eingedeckt und haben auch aus Sicherheitsgründen vom Kauf abgesehen. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die Insel</h4>



<p>Don Det war wieder eine Insel – Island Vibes!!! Endlich befand ich mich wieder auf einer Insel. Der Vibe war spürbar, alles ging etwas gemächlicher, die Leute waren freundlicher und die Backpacker entspannter. Die Insel war genau dafür gemacht &#8211; Entspannen. Wir mieteten uns Fahrräder und erkundeten sowohl unsere Insel als auch die Nachbarinsel Don Khon. Zwischendurch schwammen wir im Mekong und gönnten uns hier uns da einen eiskalten Fruit-Shake. Am Abend genossen wir das Lichtspektakel vom Sonnenuntergang und das Blitzen der Wolken am Horizont – ohne hörbaren Donner. Danach gingen wir in die Bars, spielten Karten oder Billard und tauschten wieder die besten Reisegeschichten mit anderen Reisenden aus. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Bart und die Franzosen</h4>



<p>Auf der Insel waren viele Franzosen, was Bart natürlich sofort auffiel. Er startete jede Konversation mit: Are you french? Franzosen mit Humor lachten, die anderen fühlten sich in ihrer Ehre verletzt. Zum Schluss waren wir alle Freunde und stiessen auf das Reisen an.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Lieblingshose</h4>



<p>Für mich war es unterdessen wieder an der Zeit meine Kleider zu waschen. Ich schwitzte mindestens ein T-Shirt pro Tag klitschnass, sodass es höchste Eisenbahn für einen Laundry-Day war. Noch am selben Tag erhielt ich meine Wäsche von der Laundry-Lady zurück. Kontrolliert habe ich diese erst zwei Tage später wobei mir auffiel, dass mir einer meiner beiden kurzen Jeanshosen fehlte. Scheisse! Ich wusste zudem, dass ich meine Kopfhörer in genau jenen Hosen vergessen hatte. Ich ging zurück und fragte wo denn meine anderen Hosen wären. Sie wusste natürlich von nichts. Waschen würde dies jemand anders und die sei momentan nicht auf der Insel. Was auch immer, diese Hosen samt meinen Kopfhörern waren weg! Die Hosen taten mir schon weh, da sie meine Lieblingshosen waren – jedes T-Shirt oder die Unterhosen waren mir scheissegal, aber genau diese Hosen nicht! That’s life. Ich versuche es gelassen zu nehmen, bleibt mir nichts anderes übrig. Da sollte sich ein passender Ersatz finden lassen, schliesslich befinde ich mich in Südostasien und jene Hosen wurden vermutlich hier um die Ecke zusammengeschneidert.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Tolino E-Reader</h4>



<p>Ein weiterer schwerer Verlust war mein Tolino E-Reader. Dieser wurde während der Anreise vermutlich gegen einen spitzen Gegenstand gedrückt, sodass das Display zersplitterte und somit unbrauchbar war. Auch hier Wuusaaa – einatmen, ausatmen. Ich konnte eine App runterladen und kann die Bücher nun auf meinem Smartphone lesen. Nicht ansatzweise dasselbe Lesegefühl, aber besser als gar keine Möglichkeit meine Bücher zu lesen. Mein Gepäck hat sich also um ein gefühltes Kilo verringert und dabei fehlt mir, bis auf die Kopfhörer, eigentlich nichts. Ich versuche ohnehin fortlaufend mein Gepäck zu reduzieren und diese Missgeschicke helfen mir lediglich dabei. Think positiv. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Der Abschied </h4>



<p>Bart und Yanai planten lediglich drei Nächte auf der Insel – Zeitdruck. Diesen Zeitdruck hatte ich überhaupt nicht und so plante ich drei weitere Nächte ein, um einerseits wieder meinen obligaten Blogeintrag schreiben zu können und andererseits meine Weiterreise zu planen. Zudem hatte ich genügend Kip, also einheimisches Geld, für maximal weitere drei Tage und mein Visa würde am vierten Tag auslaufen. Alles also perfekt abgestimmt.</p>



<p>Laos hat mich positiv überrascht. Selbst wenn mir so einiges
abhandengekommen ist – dafür kann das Land ja nichts – mag ich es hier. Ja, mir
fehlt eine richtige Insel mit Strand und Meer, aber Laos hat charmante Ecken.
Da wir uns als Schweizerbürger 15 Tage visafrei im Land aufhalten dürfen, kann
ich mir vorstellen, Laos nochmals zu besuchen. Vielleicht um abzuschalten oder
um einen weiteren Loop zu meistern. Ich habe Laos in der Regensaison besucht
und dabei genau an zwei Tagen Regen erlebt. Sonst tropfte es lediglich in der
Nacht, was eine schöne Kühle mit sich brachte. Ich denke ich war schlicht ein
Glückspilz. Laos bei andauerndem strömendem Regen wäre sicherlich nicht
ansatzweise so eindrucksvoll gewesen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Rückblick</h4>



<p>Die Preise in Laos sind günstiger als vergleichsweise in Thailand aber teurer als Vietnam – Vietnam ist sowieso mitunter das günstigste Land in Südostasien. Meine tägliche Ausgaben beliefen sich auf knapp CHF 25.&#8211;. Darin sind sämtliche Kosten für Anreise, Visa, Unterkunft, Essen, Aktivitäten, Bankspesen und Ausgang inkludiert &#8211; einfach alles. Auch in Laos hat es an jeder Ecke eine Apotheke mit den wichtigsten Medikamenten. Laos ist sicherlich nicht bekannt für sein Essen. Es gibt auch hier, welch Überraschung, Reis und Nudelsuppen an jeder Ecke. Aber die Laoten verstehen thailändische Currys, vietnamesische Nudelsuppen und Sandwiches zuzubereiten. Auch ein guten BBQ findet man in jedem Dorf und aus irgendeinem Grund gibt es unzählige gute und günstige indische Restaurants. Zudem gibt es überall frische Fruit-Smoothies oder Fruit-Shakes was einfach top ist! Kritik gibt es hier wieder für den Kaffee, der reiht sich irgendwo zwischen dem japanischen und dem thailändischen ein, also warme, braune Tunke. Vietnam hat noch immer mit Abstand den besten Kaffee. Guter Kaffee ist irgendwie rar in Südostasien. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Abschluss ein Statement: Junge Backpacker sind Luschen</h2>



<p>Ich versuche Verallgemeinerungen zu vermeiden. Stereotype für Länder oder Generationen existieren an sich kaum. Doch an dieser Stelle muss ich eine Beobachtung festhalten. Viele junge Reisende bekommen die Reise von den Eltern oder anderen Sponsoren bezahlt – ist für mich total OK. Viele schätzen dieses Privileg auch. In mindestens neun von zehn Fällen handelten es sich dabei um Studenten. Dementsprechend pendelt sich das Durchschnittsalter oftmals irgendwo um die 23 Jahren ein – zumindest hier in Südostasien. Studieren nach der Grundschule ist in praktisch allen Ländern ausser der Schweiz gängige Praxis. Ausbildungen und Lehren sind schlicht nicht angesehen. Aber auf der anderen Seite sind diese jungen Studenten oftmals mit dem Leben selbst unfassbar überfordert. Aufgrund ihres marginalen Wissens, welches sie sich im Studium angeeignet haben, versuchen sie sich in jeder Situation zu behaupten und versagen oftmals kläglich. Ihnen fehlt jegliche Vorstellung vom Leben. Es fehlt schlicht an der Lebenserfahrung im wahrsten Sinne des Wortes.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Beispiele aus dem Alltag</h4>



<p>Hiernach einige von mir beobachtete Beispiele. Sie wissen nicht wie mit Brand oder Schnittverletzungen umzugehen ist. Wissen knapp was Paracetamol oder Ibuprofen ist aber haben kaum Ahnung in welchem Masse es anzuwenden. Haben keinen Schimmer wie man kocht oder wie man sich ohne Restaurant und Fastfood ernährt. Haben von politischen länderübergreifenden Problemen keine Ahnung. Haben geringes geografisches und historisches Wissen abrufbereit. Briten und Amerikaner sprechen oft genau Englisch und haben kaum Interesse an anderen  Fremdsprachen oder Kulturen. Junge wissen oft nicht was zu tun ist, nachdem Sie den Bus oder die Fähre verpasst haben. Reklamieren bereits ab der kleinsten Unstimmigkeit im Hostel. Klagen über die Hitze, die nicht vorhandene Klimaanlage, über Regen und über die Preise. Falls es im Local-Bus zu eng ist, sich das Fenster nicht öffnen lässt oder wenn der Bus Verspätung hat, fangen sie an zu hyperventilieren. Wissen nicht wie reagieren, wenn das Motorrad einen platten Reifen hat. Werden panisch, wenn Sie eine Mücke gestochen hat oder ein Hostel-Hund Ihnen zu nahekommt. Reklamieren wenn Verkehrsteilnehmer die Regeln nicht befolgen. Haben wenig Verständnis für die mangelnde Englischkenntnisse der Einheimischen und wollen immer alles sofort haben. Zudem fehlende Disziplin, wenn es draufankommt. </p>



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<h4 class="wp-block-heading">Tipps</h4>



<p>Gesunder Menschenverstand. Verständnis für fremde Kulturen. Die Eier haben zu sagen, dass weiss ich nicht. Keinen Mut einfache Fehler zuzugestehen. Respekt, Dankbarkeit und vor allem eine gewisse Gelassenheit. Diese einfachen Voraussetzungen muss man mitbringen, um in Südostasien entspannt reisen zu können. Wie gesagt, dies gilt lange nicht für alle und ich wurde bereits oft eines Besseren belehrt, aber der Grundtenor besteht. Ich bin mir diese jungen, trinkfesten, lauten, unerfahrenen Reisende momentan gewohnt und frage mich dennoch, wie sie sich wohl zu Hause ohne Hilfe am Leben halten? Ich fühle mich dabei irgendwie immer leicht im Vorteil und geniesse die Konversationen mit genau jenen Bengeln irgendwie. Jedoch dienen sie mehr meiner Unterhaltung als meiner Bereicherung und aus jenem Grund erfreue ich mich über einzigartige Begegnungen mit Persönlichkeiten wie die Eine in Luang Prabang.</p>



<p>Eine 29-jährige Amerikanerin. Als ausgebildete Bühnenschauspielerin ist sie natürlich ein Multitalent. Dennoch geerdet, reiseerfahren und eine Frohnatur. Sie hat in der Zwischenzeit drei Jahre in Japan Englisch unterrichtet, spricht tatsächlich Französisch, hat Ihr eigenes Geld verdient, alle Schulden abbezahlt und finanziert ihre Reise selbst. Dazu hat sie die absurdesten Geschichten zu erzählen. Bitte mehr davon!</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Weiterreise nach Kambodscha</h4>



<p>Da ich mich an der Grenze zu Kambodscha befinde, habe ich mich dazu entschlossen Siem Riep und Phnom Penh zu besuchen. Ich habe die beiden historischen Städte letztes Mal übersprungen. Da ich noch ein gültiges Kambodscha-Visum halte und jetzt so Nahe bin, will ich die Städte nun nachholen. Mir ist irgendwie nicht ganz wohl dabei nach so kurzer Zeit wieder nach Kambodscha zu reisen, aber andererseits plane ich nicht auf die Inseln zu gehen, was das ganze entkrampft. Ich bin neugierig auf die Sehenswürdigkeiten und das Folk, dass mir alles andere als fremd ist. Cambodia I’m coming home – but just for a short layover.</p>



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		<title>BANGKOK, AO NANG, KOH LANTA, KOH PHANGAN, KOH TAO</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2019 08:46:13 +0000</pubDate>
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<h4 class="wp-block-heading">Mein Reisebuddy</h4>



<p>Während meiner letzten Woche auf Koh Rong Samloem verbrachte ich viel Zeit mit Paul. Paul war seit seiner Jugendzeit ein guter Freund von Brian, dem Besitzer der Bushbar. Paul war etwas älter als ich, arbeitete in der IT-Branche als Web-Entwickler und hatte seine Leidenschaft für das Reisen gerade erst entdeckt. Paul war bereits seit fünf Monaten unterwegs aber hatte leider nur noch drei Wochen übrig, bevor er zurück in die Niederlande fliegen musste. Paul war eine Frohnatur, stets hungrig und hatte immer eine Geschichte zu erzählen. Paul plante seine letzten zwei Wochen in Thailand zu verbringen und er hatte von Brian gehört, dass Koh Lanta eine der letzten entspannten Inseln in Thailand sei. Koh Lanta hatte auch ich noch nicht gesehen und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Thailand. Erster Halt: Bangkok.</p>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Bangkok</h4>



<p>Nach einer gemütlichen, 18 stündigen Busfahrt kamen wir
02:00 morgens in Bangkok an. Mit einem GRAB, einem Taxidienst ähnlich wie UBER,
fuhren wir vom Busbahnhof zum Hostel, konnten gleich provisorisch einchecken
und holten dann erstmals eine ordentliche Portion Schlaf nach. Wir planten
einen zweitätigen Aufenthalt in Bangkok. Während dieser Zeit wurde der neue
König, Rama X, gekrönt. In der sonst schon lebendigen Stadt herrschte also Rubel
und Trubel – Bangkok auf Steroiden.</p>



<p>Wir starteten den ersten Tag mit dem obligaten Besuch im 7/11 und gönnten uns das klassische Backpacker-Frühstück. Jeder der schon einmal in Thailand war, weiss wovon ich hier spreche. Der heilige Gral der Snacks. Toasties!!! begleitet von einem Eis-Kaffee. Für diejenigen die den 7/11 nicht kennen &#8211; der 7/11 ist mit einem Coop Pronto in der Schweiz vergleichbar. Der kleine aber feine Unterschied, der 7/11 hat 24 Stunden geöffnet. Nach dem Frühstück stand Sightseeing auf unserer To-Do-Liste, also besuchten wir eine nahegelegene Tempelanlage. Für mich eine Anlage wie die 25’000 Tempelanlagen die ich bereits davor besichtigt habe. Ich musste feststellen, dass es in Bangkok unerträglich heiss, schwül und dabei windstill war. Der Schweiss tropfte förmlich an mir herunter. Mein T-Shirt war klitschnass. Bereits jetzt vermisste ich das Meer. Zur Abhilfe liefen wir von 7/11 zu 7/11 und standen wie ahnungslose Vollblut-Pauschaltouristen einfach neben dem Kühlregal im sonst schon gekühlten Laden. Nach 10 Minuten und einem kurzen jauchzen ging es dann wieder raus in die Sauna.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1573" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8486-e1560754938910.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1577" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8473.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p>Am Mittag und am Abend haben wir direkt ab einem der Streetfood-Wagen oder in einem der unzähligen authentisches Thai-Restaurant gegessen. Natürlich waren wir in jenen Restaurants oft die einzigen westlichen Menschen. Magenverstimmung war für mich mittlerweile ein Fremdwort. Mein Magen hat sich an die asiatische Küche gewohnt und war irgendwie gegen die gängigen Bakterien immun. Später am Abend feierten wir mit den anderen Hostelgästen in der berühmt-berüchtigten Khao San Road bis in die frühen Morgenstunden. Trotzdem waren wir froh, als wir am dritten Tag endlich in Richtung Süden aufbrechen konnten. Selbst wenn es dort nicht viel kühler war, konnten wir uns zumindest im Meer abkühlen.</p>



<p>Bevor wir uns auf den Weg machten, wollte ich noch unbedingt das Gewichts meines Backpacks reduzieren. Ich hatte Kleidungsstücke und Gadgets dabei, welche ich in nächster Zeit nicht mehr brauchen werde oder günstig beschaffen konnte. Ich trennte mich dabei auch von meinen Trekkingschuhen sowie meiner Softshell-Jacke. Ab damit zur Post. Dort wurde alles begutachtet, in einen Karton verpackt, verschlossen und gewogen. Noch kurz das Papier für das Zollamt ausgefüllt und schon war das Packet aufgegeben. Für knapp 2.6kg habe ich CHF 30.— bezahlt. Für mich war es tragbar. Ich habe mich für die günstigste Variante, dem Verschiffen, entschieden und so sollte das Paket nach zwei bis drei Monaten in der Schweiz bei meiner Korrespondenzadresse ankommen. Ich bin gespannt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8477-e1560754923953-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1578" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8477-e1560754923953-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8477-e1560754923953-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8477-e1560754923953-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8477-e1560754923953-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8477-e1560754923953-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8477-e1560754923953.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Ao Nang</h4>



<p>Von Bangkok nach Ao Nang gönnten wir uns einen Flug für schlappe 32 US-Dollar. Ich hatte seit dem Flug von Japan nach China kein Flugzeug mehr betreten. Ich bin von Peking, China durch ganz Vietnam über Sihanoukville, Kambodscha bis nach Bangkok, Thailand nur mit dem Bus oder Zug gereist.</p>



<p>Ich hörte bis dato nichts Schlechtes von Ao Nang oder der benachbarten Kleinstadt Krabi. Als wir im Hostel ankamen, war es natürlich bereits wieder dunkel und spät. Wir checkten ein, erkundeten den Strand, genossen ein Bier und machten uns anschliessend auf den Weg zurück ins Hostel. Ich musste feststellen, dass mir Ao Nang überhaupt nicht gefiel. Massentourismus, viele Familien mit unerzogenen, nörgelnden Hosenscheissern, viele 18 bis 20-Jährige, welche sich systematisch besaufen und zum Schluss wären noch die reichen Russen und Chinesen. Nein, das war nicht meine Welt. Ja, auch ich mag Party, Sonne und schöne Strände. Trotzdem, was ich da vorfand wollte ich unbedingt vermeiden. Schöne Orte ziehen nun mal viele Touristen an, aber für mich gab es keinen Grund lange in Ao Nang zu bleiben. Der Strand hingegen war ganz ok. Das Meer war wellig, aber die Abkühlung sehr willkommen. Das Hauptziel war ohnehin Koh Lanta und so buchten wir an unserem zweiten und zugleich letzten Abend das Ticket in einem der vielen Travel-Agencys bevor es dann wieder hiess: packen, auschecken und ab auf den nächsten Bus.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Koh Lanta</h4>



<p>Für Koh Lanta hatten wir noch kein Hostel oder Bungalow gebucht und wollten vor Ort den besten Deal einholen. Brian verriet uns einen entspannten Strandabschnitt und so liess uns der Busfahrer eben an jedem Abschnitt aussteigen. Kurz herumgelaufen und die Hostelbewertungen online verglichen, fanden wir eine für uns passenden Bleibe. Ein Zweipersonenbungalow mit separaten Betten, zu einem Spottpreis. Der gute Preis verdankten wir einerseits der offiziell gerade angefangenen Nebensaison, andererseits blieben wir auch für einige Tage an jenem Ort was uns einen zusätzlichen Rabatt sicherte. Der Manager, Jojo, war zugleich der Sohn der Eigentümerin und betrieb am Abend eine Bar etwas weiter die Strasse runter.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1587" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8490.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1581" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8601.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p>Endlich ein schöner Strand ohne Menschenmassen. Der Einstieg ins Wasser war an unserem Strandabschnitt steinig, aber dafür hatten wir unsere ruhe. Die angefangene Nebensaison war hier spürbar. Wir freundeten uns mit den anderen entspannten Bungalowgästen an. Wir verbrachten die Nächte oft in Jojos Bar. Einer der Gäste, Jayce, war ein erfahrener Chef und ich ein leidenschaftlicher Koch. So war es unsere Pflicht ein dickes Fisch-BBQ anzureissen. Wir besuchten den Markt und deckten uns mit frischem Fisch ein. Am späteren Nachmittag wurden die Köstlichkeiten mit den frisch gewetzten Messern zubereitet und nach Sonnenuntergang auf dem vorgeheizten Grill gegart. Ich bin kein Fan von Eigenlob, aber dieses Essen suchte auf der Insel seinesgleichen. </p>



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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1580" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8594.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1586" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8617.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Islandlife</h4>



<p>Wir mieteten Roller für die gesamte Aufenthaltsdauer auf der Insel. Rollerfahren bedeutete Freiheit. Wir erkundeten die Parks sowie die schönsten Strände und fanden auch diesmal einen Menschenleeren und wunderschönen Strand. Die Wellen waren hier zum Bodysurfen ideal. Beim Bodysurfen schmeisst man sich zum richtigen Zeitpunkt und mit dem entsprechenden Schwung in die Welle und lässt sich von der zwei bis vier Meter hohen Wassermasse tragen. Teilweise weit über 30 Meter. Danach liessen wir uns im Schatten oder unter der Sonne die wohlverdiente Bräune einbrennen. Natürlich darf die Sonnencreme unter diesen extremen Bedingungen nicht vergessen werden. </p>



<p>Auch ein obligater Boattrip mit allem was dazugehört, durfte nicht ausgelassen werden. Schnorcheln, klettern, höhlenschwimmen und zum Abschluss ein grünes Curry und frische Früchte begleitet von einem kühlen Bier. Ein durchaus gelungener Tag. Zum Schluss konnte ich noch ein Schnappschuss von einem Nashornvogel schiessen.</p>



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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1589" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8539.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p>Die Zeit vergingen schnell und so kam der Tag, an dem ich mich von meinem Reisebuddy Paul verabschiedete. Für Ihn hiess es zurück in die Niederlande. Für mich bedeutete dies, dass ich nun das erste Mal in meinem Leben tatsächlich allein reisen würde. Ich war schon einige Male allein von A nach B gereist, aber am anderen Ende war ich in sicherer Gesellschaft. Nicht diesmal. Ich war auf mich gestellt. Ich entschied mich also an einen Ort zu gehen, an den ich mich auskannte. An dem ich Freunde und Bekannte aus einer früheren Reise hatte. So war ich doch noch nicht ganz allein. Koh Phangan, ein emotionaler Ort für mich aber für den Anfang vermutlich eine gute Wahl. Bus buchen, packen, auschecken. Koh Phangan, I’m on my way.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Koh Phangan</h4>



<p>Die Anreise verging wie im Flug. Vermutlich, weil ich die
Strecke kannte oder weil ich einfach nervös war. Tom, ein guter alter Freund
holte mich am Pier in Koh Phangan ab. Tom arbeitete in einem Hostel, dass unter
Backpackern beliebt war. Für mich natürlich perfekt. Das Hostel war relativ
günstig und meist gut gebucht. So versprach ich mir den Anschluss an einen
anderen Reisenden oder gar eine gesellige Gruppe.</p>



<p>Die erste Nacht feierte ich mit Tom und den Angestellten des
Hostels meine Rückkehr in einer Bar um die Ecke. Noch am selben Abend machte
ich Bekanntschaft mit Zeus. Einem halb-italienischen Filipino, der in Laos in
einem Hostel arbeitete und aktuell in Südostasien herumreiste. Er war mit einer
gemischten, wildzusammengewürfelten Reisetruppe unterwegs. Er hiess mich gerne
in der Gruppe willkommen. Yes man!</p>



<p>Die Gruppe bestand aus insgesamt sieben durchgeknallten Backpackern und wurde nun durch mich und zwei Tage später durch zwei weitere Freunde ergänzt. Zehn Backpackern aus insgesamt sieben unterschiedlichen Ländern. Der Spass war vorprogrammiert. Da ich bis zum Schluss hin über mehreren Wochen mit einigen von ihnen reiste, will ich die einzelnen Weggefährten kurz vorstellen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1611" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_LLIV1866.jpg 1280w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Die legendären Gruppenmitglieder</h4>



<p><strong>Chelsea</strong></p>



<p>Eine Powerfrau aus dem Norden Englands um genau zu sein aus der Nähe von New Castle. In den Ausgang zog sie meistens ihre über alles geliebte Dr. Martens Boots an. Aus irgendeinem Grund hatte sie niemals schlechte Laune – wirklich nie. Stets überoptimistisch und für jeden Spass zu haben. Getanzt hat sie den ganzen Tag. Sobald wir dann im Ausgang waren entlud Sie ihre ganze Energie, was ein ADHS-Kind neben ihr wie ein Faultier aussehen liess. Chelsea war der grösste Toastie-Fan den ich bisher getroffen habe. Jeder Tag wurde mit einem Toastie begonnen und beendet. </p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Estelle</strong></p>



<p>Die beste Freundin von Chelsea und zu zweit ein klassischer Fall von double-trouble – im positiven Sinne. Estelle war eine rothaarige Vollblut-Engländerin aus dem Norden. Ebenfalls aus einer Kleinstadt in der Nähe von New Castle. Als ausgebildete Notfall-Krankenschwester, war sie nicht auf den Mund gefallen. Eine taffe, leicht kratzige Stimme mit dem unverkennbaren Akzent. Ein Akzent in den ich mich verliebt habe. Wer die TV-Sendung Geordie Shore kennt, weiss von welchem Akzent ich spreche. Sie war freischnauze, geradeaus, immer mitten in die Fresse und natürlich für jeden Scheiss zu haben. Estelle war eine Hundeliebhaberin. Mit Hunden konnte man sie zähmen. Es verging kein Tag, an dem ich mich nicht ab Estelle krummgelacht habe. Ich wusste wie man sie zu handeln hatte, was mir eine gewisse Immunität gegen Ihre direkte, taffe Art verschaffte. Estelle war zudem nur ein Jahr jünger als ich, weshalb wir uns auf derselben Wellenlänge befanden. Wir verstanden uns prächtig. Was für eine legendäre Frau.</p>



<p>Nordengländer sind eine eigene Spezies. Man muss sie einfach lieben.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Selin</strong></p>



<p>Eine holländische Halbtürkin, lesbisch, etwa 155cm gross und voller Energie. Selin war der schlimmste Morgenmuffel, den ich je getroffen habe. Und dabei schlief sie mit Abstand am längsten von allen. Nachdem sie ihren obligaten ersten schwarzen Kaffee getrunken hatte, durfte man für gefühlte 30 Minuten nicht mit Ihr sprechen. Nach zwei Zigaretten und einem gewaltigen Frühstück, wurde sie wieder sozial und alles war in Butter. Selin war spargeldürr aber ass mit Abstand am meisten von uns allen – unglaublich. Selin und ich hatten etwas gemeinsam. Wir waren beide kompetitiv, ehrgeizig und mittelmässig bis schlechte Verlierer. Selin war im U19 Frauenkader des niederländischen Fussballnationalteams gewesen und zudem ein Allround-Talent bei allen erdenklichen Spielen und Sportarten. Wir hatten die emotionalsten und spannendsten Wettkämpfe überhaupt. Billard, Schach, Volleyball, Treppenlaufen, Kartenspiele egal was. Wir fanden immer einen Grund zum Duellieren. Selin war aber eine sehr herzliche und soziale Persönlichkeit. Mit Selin war ich zum Schluss hin am längsten Unterwegs. </p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Annemiek</strong></p>



<p>Annemiek war die beste Freundin von Selin und besuchte sie, zusammen mit ihrem Freund Mike, für zwei Wochen in Thailand. Annemiek war immer um das Wohl der gesamten Truppe bemüht. Da sie nur die zwei Wochen Urlaub auf Thailand verbrachte, wollte sie natürlich möglichst vieles sehen und erleben. So schlossen wir uns an manchen Tagen den beiden an und erkundeten die Strände und Aktivitäten rund um die Inseln.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Mike</strong></p>



<p>Annemiekes Freund Mike, war der ruhigere von beiden. Mike lief irgendwie immer mit einem Lachen im Gesicht rum. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass es sich bei ihm um ein muskuläres Problem im Gesicht handeln. Nicht so schlimm wie bei Martina Hingis, aber das Lachen war permanent da. Ich und Mike verstanden uns prächtig. Nicht selten wurden wir aufgrund unseres Aussehens für Brüder gehalten.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Zeus</strong></p>



<p>Ein philippinischer Halbitaliener, auf keinen Fall heterosexuell, war eine treibende Kraft der Gruppe. Er hatte sich eine Auszeit von seiner Arbeit genommen. Er arbeitete als Barkeeper und Animator in einem der grössten Partyhostels in Laos und kannte die Backpackerszene und das ganze Drumherum nur zu gut. Zeus hatte immer Lust auf italienisches Essen und vermisste seine Hunde und den italienischen Wein. Er war ein Stimmungsmacher und stellte sicher, dass jeder mit der bestmöglichen Laune den Tag und Abend genoss. Zeus war einer der Menschen, der innert kürzester Zeit jeder im und ums Hostel kannte.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Christy</strong></p>



<p>Eine schottische Halbspanierin, bisexuell und leidenschaftliche Leserin. Um etwas Geld zu verdienen schrieb sie Artikel über technische Neuerungen für ein IT-Unternehmen und verdiente sich dazu Geld durch das Übersetzen von Texten von/nach Spanisch/Englisch. Ihr schottischer Akzent war sehr angenehm und einfach zu verstehen im Vergleich zu dem schottischen Englisch was ich mir sonst so gewohnt war. Ihre angenehme Art und lockige Frisur erinnerten mich stark an meine jüngere Schwester. Auch Christy hatte eine grosse Leidenschaft für Hunde. Estelle und Christy hatten es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Hostelhund neu zu benennen. Und die Namen war skurril wie etwa Long John Silverfinger, Massiv Martin, Snicker Legs (das war meine Idee) usw.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Paloma</strong></p>



<p>Sie hatte sich kurz vor mir der Gruppe angeschlossen. Leider sprach sie nur Spanisch und kein Englisch. Das kommunizieren war so natürlich schwierig, da Christy immer als Dolmetscher fungieren musste. Da ich in der Schweiz einige Lektionen «Reise-Spanisch» absolvierte, verstand ich Paloma zwar meistens, aber ich hatte meine liebe Mühe mich mit Ihr zu verständigen. Immerhin Smalltalk schien ganz gut zu funktionieren. </p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Benji</strong></p>



<p>Der Gruppenältester und erfahrenster Backpacker. Benji ist zwar ein Australier, war aber seit etwa zehn Jahren nicht mehr in Australien gewesen. Ich durfte mir seinen Pass anschauen und dieser war rappelvoll mit Stempeln und Visa. Er hat tatsächlich kaum noch Platz für künftige Stempeln, sodass er den Pass, noch vor dem Ablaufdatum, bald erneuern musste. Benji hat bereits überall auf der Welt gearbeitet, hauptsächlich in Partyhostels als Animator, Barchef oder Manager. Benji war bereits 34 und ich hatte das Gefühl, dass er die Hostel und Partyszene zwar mag, aber mittlerweile bereits alles gesehen hat und somit etwas gelangweilt war. Er hatte immer ein Auge auf uns und stellte sicher, dass wir nichts Ungeschicktes anstellen würden.</p>



<p>Ich war also in einer kunterbunten Runde willkommen
geheissen worden und genoss das Gefühl von Gesellschaft, Freunde und
gewissermassen Familie.</p>



<p>Wir verbrachten gefühlte zehn Tage auf Koh Phangan bzw. in diesem Hostel. Die Tage liefen immer sehr ähnlich ab. Es erwachte einer nach dem andern aus dem Tiefschlaf, ging an die Bar, bestellte Frühstück und erwachte so langsam wieder zum Leben. Ich und Benji waren dabei immer die ersten. Selin natürlich immer die letzte. Falls wir gerade keinen Gruppenausflug geplant hatten oder eine Walkingtour zum Markt stattfand, füllten wir den Tag mit Spielen, Spass und Geschichtserzählungen. Immer gegen 18:00 gingen wir zum einen der Restaurants um die Ecke dinieren. Danach war der Pflichtbesuch im 7/11 an der Reihe, wo wir uns mit Snacks, Wasser und Bier eindeckten. Zurück im Hostel machten wir es uns am Strand gemütlich, genossen, falls es noch nicht zu spät war, den Sonnenuntergang und stimmten uns mit der entsprechenden Musik auf den Abend ein. Mit dieser gewaltigen Ladung unglaublich gut gelaunter Menschen, war jeder Abend ein einmaliges Erlebnis. Besonders die Halfmoon-Party war ein Event, dass ich nicht so schnell vergessen werde. Irgendwie schafften wir es immer zurück in unser Hostel &#8211; mit neuen Geschichten und Erlebnissen im Gepäck. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1595" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8646-e1560754906945.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



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<p>Nach zehn Tagen war dann die Weiterreise angesagt und die Gruppe teilte sich auf. Chelsea reiste weiter nach Australien. Paloma wollte nach Koh Phi Phi und Zeus blieb noch einige Tage auf Koh Phangan. Die Gruppe verkleinerte sich also auf sieben Gefährten. Nächster Halt: Koh Tao.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Koh Tao</h4>



<p>Ich war zuvor noch nie auf Koh Tao gewesen und darum froh, dass die Gruppe noch diese Insel besuchen wollte. Selin wollte unbedingt ihr Tauchschein machen und Mike wollte sein Advanced nachholen. Die restlichen fünf von uns erkundeten die Insel wie immer mit dem Roller. Wir entdeckten schöne Aussichtspunkte, Restaurants mit leckerem Essen und ruhige Strandabschnitte.</p>



<p>Auch die obligaten Tagesausflüge blieben nicht aus. Das einmalige Erlebnis für mich war natürlich das Schnorcheln mit Riesenschildkröten. Wir bekamen den Tipp von einem Tauchlehrer, dass einige Schildkröten sich ab 16:00 öfters in der Sharkbay zeigen. In der Sharkbay angekommen und nach einer halbstündigen Suchaktion tauchten sie direkt vor meiner Nase auf. Ich schwamm etwa 20 Minuten mit ihnen mit und tauchte immer wieder mit ihnen ab, natürlich immer mit dem nötigen Abstand. Danach wurden leider die Touristenboote auf die Schildkröten aufmerksam. Die aufdringlichen und schwimmunfähigen Gäste verjagten die Schildkröten selbstverständlich. Vermutlich hat dene niemand gesagt, dass man die Schildkröten nicht am Panzer packen soll um ein Selfie machen zu können. Diese Touristen gehören zu der Sorte Menschen, die vergessen die Hosen vor dem kacken runterzulassen. Es gibt einfach Touristen die sollten besser zu Hause bleiben. Naja, was will man machen. Für mich war nur schade, dass meine GoPro zu der Zeit nicht funktionierte. Nur ein vernüftiges Foto von den graziösen schwimmenden Panzern &#8211; aber die Erinnerungen bleiben mir auf ewig.</p>



<p>Wir besuchten zudem die Insel Koh Nang Yuan. Es war nicht ganz so überflutet wie anfangs vermutet, sodass wir den Strand und das Schnorcheln tatsächlich geniessen konnten. Die restliche Zeit genossen wir mit leckerem Essen, sonnenbaden, schwimmen, und das Erkunden des Nachtlebens auf der Insel. Auch wenn es dieser Abschnitt nicht vermuten lässt, habe ich habe unglaublich viele schöne Erinnerung an Koh Tao.</p>



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<p>Nach fünf Tagen verliessen uns Mike und Annemiek. Ihre zwei Wochen Urlaub ging leider zu Ende. Die beiden waren eine grosse Bereicherung für die Gruppe und trugen extrem zur guten Stimmung bei. Es war tatsächlich ein Abschied mit einigen Tränen besonders für Selin. Nach 7 Tagen war es dann leider auch für uns an der Zeit aufzubrechen. Benji entschied sich nach Kambodscha weiterzureisen. Christy hatte Ihren Flug nach Laos ebenfalls bereits im Voraus gebucht und wollte dies nicht verfallen lassen. So kam es, dass Selin, Estelle und ich uns auf den Weg nach Hanoi machten. Eigentlich hatte ich mir Bali als nächste Destination gesetzt. Da Selin in drei Tage ihren 25. Geburtstag in Hanoi feiern würde, fragte sie mich, ob ich nicht doch auch nach Hanoi kommen würde.</p>



<p>Ich war mir nicht sicher wie das mit dem Vietnam-Visa aussehen würde. Ich war der Meinung, dass ich mich auf der schweizerischen Botschaft in Bangkok blicken lassen müsste. Nun hat sich aber die Regelung für Schweizerbürger geändert. Wir konnten seit neustem ebenfalls ein e-Visa online beantragen und anschliessend an einem der grossen Flughäfen in Vietnam das Visa on Arrival erhalten. Das war wieder einer dieser Zeichen. Ich musste nach Vietnam! Bali, musste vorerst warten, mein nächster Halt hiess Hanoi. Ich liebte Vietnam und hatte noch ein Punkt auf meiner ToDo Liste, welche ich bei meinem ersten Besuch nicht abhacken konnte – den Ha Giang Loop. Mein Thailand Visa lief früher aus, als jenes von Selin und Estelle und so machte ich mich allein auf den Weg von Koh Tao nach Bangkok, um den Flug nach Hanoi zu erwischen. </p>



<p>Auf diese Reise freute ich mich irgendwie. In Vietnam lässt es sich günstig und gut leben und ich kannte das Land und die Mentalität bereits. Hanoi war zudem die erste Grossstadt, welche ich tatsächlich mochte. Diese Stadt mit der verrückten Selin und der einzigartigen Estelle zu erkunden, darauf musste ich mich einfach freuen. Hanoi, I&#8217;m coming!</p>



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		<title>KOH RONG SAMLOEM &#8211; M&#8217;PAI BAY</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2019 07:17:27 +0000</pubDate>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie die Zeit vergeht</h4>



<p>Es sind nun bereits einige Wochen vergangen, seit dem letzten Blogeintrag. Hier auf der Insel geht alles langsamer, alles dauert seine Zeit. Hier nennt es sich «Island time». So empfand ich kein Drang rasch möglichst einen neuen Eintrag zu schreiben. Nun ist es aber an der Zeit die Welt da draussen wieder auf den neusten Stand zu bringen – los geht’s.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1410" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7997.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading">Tellerwäscher</h4>



<p> Ich und Julia haben uns gerade auf dem Festland verabschiedet, ein scheiss Gefühl. Ich wusste sie war lediglich um die Ecke &#8211; in Thailand. Zudem hatte sie Anja als Begleitung bei sich, aber trotzdem hatte ich die ersten zwei Tage Mühe mit der neuen Situation.<br> Nach der Verabschiedung machte ich auf dem Festland einige Besorgungen für das Hostel. Gewisse Lebensmittel sind auf der Insel nicht zu bekommen oder kosten das doppelte oder gar dreifache. Darum sind die Besuche auf dem Festland alle zwei bis drei Wochen ein Muss.<br> Nachdem ich also bereits für das Hostel einkaufen war, musste ich noch einige administrative Abklärungen treffen, ein Blogeintrag fertigstellen und mich mental auf die neue Situation einstellen. Ein Tag bevor ich offiziell als Volunteer begann, half ich beim servieren und in der Küche beim Abwasch aus. Ich wollte ein Gefühl dafür bekommen, was mich erwarten wird. Abwaschen war keine Kunst und auch das Servieren war schnell gelernt.</p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219-1024x768.jpg" alt="" data-id="1400" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8219/" class="wp-image-1400" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8219.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218-1024x768.jpg" alt="" data-id="1399" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8218/" class="wp-image-1399" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8218.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-1 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014-1024x768.jpg" alt="" data-id="1411" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8014/" class="wp-image-1411" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8014.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Volunteer</h4>



<p>Der Tag war da, an dem ich meinen ersten offiziellen Tag als Volunteer hatte. Gestartet wurde um etwa viertel vor acht mit einem Kaffee. Selbst wenn der erste Gast bereits an der Theke stand, trank Stefan – der Eigentümer – zuerst genüsslich seinen Kaffee zu Ende bevor er auch nur einen Finger krumm machte. Island Time eben. Die Gäste hatte Verständnis dafür und genossen die Morgensonne in einem unserer Liegen oder Hängematten.<br>Alsbald die Küche geöffnet war, kamen die Kunden um unsere Pancakes, Toasts, Smoothies oder Kaffee bzw. Tee zu geniessen. Wir hatten unschlagbar günstige Preise und mit unserer selbstgemachten Erdnussbutter und dem selbstgemachten Schokoladenaufstrich hatten wir uns bereits einen guten Namen gemacht. Wie man Kaffee und Tee zubereitet, war schnell erklärt. In die Küche wurde ich ebenfalls sofort eingeweiht, sodass ich bald die Toasts und Pancakes selbst zubereitete. Leidenschaftlich gerne gekocht habe bereits zu Hause, sodass die Zubereitung dieser einfachen Gerichte ein Einfaches war. Das Check-in und Check-out hatte ich selbst bereits durchgemacht und entsprechend schnell war dieser Ablauf erklärt. Die Tage waren lang, manchmal hektisch, oft sehr entspannt. Jeder Volunteer konnte von Zeit zu Zeit ein Family Dinner für unsere Gäste zubereiten. Auch hier war wieder die Verfügbarkeit der Zutaten das eigentliche Problem. Dazu kam, dass das Essen vegetarisch sein sollte. Aus irgendeinem Grund waren immer etwa die Hälfte unserer Gäste Vegetarier oder gar Veganer– überhaupt nicht mein Fall. Ich mag Fleisch, Fisch und Geflügel. Egal, ich konnte vegetarische Gerichte kochen. Ich schaute mich bei den Früchte- und Gemüseständen um und fand sowohl Kürbis als auch Karotten. Ingwer, Knoblauch und Kokosmilch waren ebenfalls immer verfügbar und so entschloss ich mich, etwa einmal die Woche ein Kürbis-Ingwer Curry zuzubereiten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8247-e1553497078599-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1401" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8247-e1553497078599-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8247-e1553497078599-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8247-e1553497078599-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8247-e1553497078599-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8247-e1553497078599-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8247-e1553497078599.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1423" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7951-1.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p> Ich wurde immer besser uns sicherer bei meinen täglichen Aufgaben und so genoss ich die Zeit als Volunteer enorm. Vermutlich war auch der Standort und die Aussicht schuld daran, dass ich meine Aufgaben mochte. Alle drei bis vier Stunden gönnte ich mir eine Abkühlung im Meer gefolgt von einem Sonnenbad. Meistens las ich danach in einem Buch bevor ich wieder etwas zum Anpacken sah.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1420" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8162.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading">Hostelmanager</h4>



<p>Stefan bemerkte bald meine Auffassung von Arbeiten. Sowohl die Gründlichkeit als auch die Geschwindigkeit war nicht das, was andere Volunteers an den Tag legen wollten oder konnten. Für mich war es selbstverständlich. Ich wusste von Stefan, dass er in einem Dilemma steckte. Er konnte nicht an seinem Haus bauen und zeitgleich ein Hostel führen, dass funktioniert nicht. Er war auf der Suche nach einem Hostelmanager, am besten einem Paar. Er zögerte nicht lange und fragte mich bald, ob ich und Julia sein Hostel managen wollen. Er sieht wie pflichtbewusst und umsatzorientiert ich arbeitete und Julia mit ihren KV-Kenntnissen, der Marketingschulung und der Barerfahrung war ein Hauptgewinn für das Hostel. So kam es also, dass wir als Managerpärchen ein Hostel managen. Arbeiten und wirtschaften lag uns irgendwie im Blut. Wir legten bereits im ersten Monat Topzahlen an den Tag. Optimierten so einige Fehler im Ablauf. Ich verbesserte die Küchen- und Bareinrichtung und so wurde der Laden auf Vordermann gebracht. Learning by doing war hier an der Tagesordnung. Unser Engagement wurde von Nachbarn bald bemerkt und auch andere Hostel hatten bald von uns Kenntnis. M’Pay Bay, we’ll rock you.</p>



<ul class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315-1024x768.jpg" alt="" data-id="1402" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8315/" class="wp-image-1402" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8315.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215-1024x768.jpg" alt="" data-id="1403" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_k1600_aiyt3425/" class="wp-image-1403" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_K1600_AIYT3425-e1553498567215.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025-1024x768.jpg" alt="" data-id="1412" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8025/" class="wp-image-1412" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8025.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035-1024x768.jpg" alt="" data-id="1414" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8035/" class="wp-image-1414" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8035.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028-1024x768.jpg" alt="" data-id="1413" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8028/" class="wp-image-1413" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8028.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941-1024x768.jpg" alt="" data-id="1405" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7941/" class="wp-image-1405" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7941.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Hausbau</h4>



<p> Zu Beginn meiner Freiwilligenarbeit half ich Stefan noch beim Hausbau. Anfänglich mussten wir acht Löcher für die Trägerelemente graben. Jedes Loch hatte ein Ausmass von 60x60cm und eine Tiefe von 80cm. Als Werkzeug diente uns ein Pickel und eine wacklige Schaufel. Der Waldboden bestand aus Lehm und Fels. Das Graben war ein saumässiger Kraftakt und die Temperaturen stiegen bald auf gefühlte 10000 °C. 5 Tage später, nachdem die Löcher ausgehoben waren, mussten wir 30kg Sandsäcke und 50kg(!) Betonsäcke den Hügel rauf- bzw. runtertragen. Lastwagenziehen war vergleichsweise ein Kindergeburtstag mit Schokoladenfondue dagegen. Stefan und ich waren die einzigen die es im Stande waren, die Betonsäck zu buckeln. Andere Volunteere haten bereits mit den 30kg Sandsäcke mühe. Nun mussten noch die restlichen Trägerelemente vom Dschungel zum Grundstück getragen werden. Ein Khmer hatte die Bäume gefällt und von Ästen befreit. Das Verschieben der letzten Elemente überlies er aber uns. Die Bäume waren bolzengerade, hart und schwer wie Sau. 7m lange und etwa 300 – 400 kg schwere Baumstämme durch den Dschungel schleppen klingt nach Muskelkater.</p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132-1024x768.jpg" alt="" data-id="1417" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8132/" class="wp-image-1417" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8132.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130-1024x768.jpg" alt="" data-id="1415" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8130/" class="wp-image-1415" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8130.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7991-e1553496962966-768x1024.jpg" alt="" data-id="1407" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7991/" class="wp-image-1407" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7991-e1553496962966-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7991-e1553496962966-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7991-e1553496962966-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7991-e1553496962966-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7991-e1553496962966-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7991-e1553496962966.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="769" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884-769x1024.jpg" alt="" data-id="1409" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7996/" class="wp-image-1409" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884-769x1024.jpg 769w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884-768x1022.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7996-e1553496895884.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:769px) 100vw, 769px" /></figure></li></ul>



<p>Der letzte fette Baum konnten wir nur mit der Hilfe von Stefan, Julia, mir und vier weiteren Freiwilligen aus dem Dschungel tragen. Die Distanz von etwas 200m durch Wald, Gestrüpp und Dreck hatten wir in etwa 1,5h geschafft. Jetzt ging es eigentlich darum die Bäume zu stellen, ausrichten und betonieren. Leider wurde der Wasseranschluss einfach nicht geliefert und Wasser war nun mal notwendig um den Beton anzumischen. Meine Hilfe war ab diesem Zeitpunkt im Hostel nötiger als beim Hausbau und so widmete ich mich nur noch dem Hostel. Für den Bau des Hauses trommelte Stefan immer wieder Freiwillige zusammen und heuerte schliesslich einige einheimische Bauarbeiter an, welche ihm beim Weiterbau halfen. Die Hochsaison begann, Julia kehrt bald zurück und die Eindrücke der nächsten Tagen und Wochen werden eindrücklich, Highseason I&#8217;m ready, I guess?!</p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8137-e1553496797260-768x1024.jpg" alt="" data-id="1419" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8137/" class="wp-image-1419" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8137-e1553496797260-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8137-e1553496797260-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8137-e1553496797260-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8137-e1553496797260-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8137-e1553496797260-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8137-e1553496797260.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8135-e1553496835725-768x1024.jpg" alt="" data-id="1418" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8135/" class="wp-image-1418" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8135-e1553496835725-768x1024.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8135-e1553496835725-225x300.jpg 225w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8135-e1553496835725-110x146.jpg 110w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8135-e1553496835725-38x50.jpg 38w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8135-e1553496835725-56x75.jpg 56w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8135-e1553496835725.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></li></ul>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-1 is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131-1024x768.jpg" alt="" data-id="1416" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_8131/" class="wp-image-1416" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8131.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>
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