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	<description>Der Reiseblog eines Weltenbummlers</description>
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		<title>SULAWESI &#038; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 04:49:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Huuii.. Auch dieser Blog-Eintrag wurde länger als geplant, aber entsprechend ereignisreich waren meine letzten Tage in Indonesien. Viel Spass Lesen, Lachen und Kommentieren. Bye bye<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/sulawesi-sumatra-neue-inseln-robinson-crusow-und-primaten/">SULAWESI &amp; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Huuii..</h2>



<p>Auch dieser Blog-Eintrag wurde länger als geplant, aber entsprechend ereignisreich waren meine letzten Tage in Indonesien. Viel Spass Lesen, Lachen und Kommentieren.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Bye bye Kuta</h2>



<p>Denise sass vermutlich bereits im Flieger als ich gerade in unser Apartment zurückkehrte, um noch ein letztes Mal durch unser Zimmer zu gleiten, ohne dabei emotional zu werden. Allein hier bleiben wollte ich nicht. Zu viele Erinnerungen stecken in diesen Wänden, zu sehr erinnert mich hier alles and Denise. Mit meinem letzten Rundgang wollte ich nur sicherstellen, dass wir nichts liegen gelassen haben. Mutti Uyun hatte sich unter Tränen bereits von Denise verabschiedet. Mein Abschied stand noch bevor. Nach einer herzlichen Umarmung drückte ich ihr unseren Schlüssel in die Hand, schenkte ihr noch ein letztes ehrliches Lächeln und schloss damit das Kapitel «<a href="https://thebigstep.ch/blog/kuta-ein-zuhause-das-surfen-und-ein-schwerer-abschied/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Kuta – our home for a month (öffnet in neuem Tab)">Kuta – our home for a month</a>» ab.</p>



<p>Für meine letzte Woche in Kuta nistete ich mich in einem netten Homestay im Zentrum ein. Ich brauchte einige Tage für mich. Ich wollte meinen Kopf frei bekommen, surfen und schliesslich meine Weiterreise planen. Zudem war es wieder an der Zeit einige Kleidungsstücke auszusortieren und der Rest gründlich waschen zu lassen. Meine Akkus sollten geladen, einige Bücherseite gelesen und schliesslich einen Blog-Post aufgesetzt werden.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Abenteuer Sulawesi</h2>



<p>Im Norden von Indonesien befindet sich die Inselgruppierung Sulawesi. Eine Region die vom Massentourismus noch verschont ist. Sulawesi zählt nicht zu den klassischen indonesischen Destinationen für Pauschaltouristen. Zugegeben, die Reise durch Sulawesi war anstrengender und das Essen schärfer als auf Lombok, Bali oder Java, wo sich die Infrastruktur und die Essenskultur auf den Tourismus eingestellt hat. Aber ich suchte ja das Abenteuer und entsprechend gespannt war ich auch.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Manado, baah!</h3>



<p>Mein Plan sah vor, dass ich Sulawesi von Manado im Norden bis runter nach Makassar im Süden bereisen würde. Dabei freute ich mich am meisten auf die Inselgruppierung der Togian Islands. Manado war eine durchschnittlich grosse aber überdurchschnittlich hässliche Stadt. Die hatte wirklich überhaupt nichts Schönes an sich. Selbst der Hafen war einfach so richtig unspektakulär. Der Hauptgrund für meinen Aufenthalt in Manado war der Tangkok Nationalpark und die Insel Bunaken, welche fürs Tauchen schön sein soll.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Scharfes Essen</h4>



<p>Ich war auf einer neuen Insel und wollte das Essen hier probieren. Anscheinend sind die Gerichte in Sulawesi schärfer als auf den anderen Inseln. Ich ging also in ein einheimisches Lokal und bestellte mir klassisch und ohne Risiko ein Nasi Goreng – gebratener Reis mit Gemüse. Die Mutti aus der Küche frage: «Spicy?» also scharf? Meine Antwort darauf: «Local spicy is ok». Also wie die Einheimischen halt. Sie versicherte sich noch kurz mit einem: «are you sure, it is very spicy you know…». Ich nochmals «yes yes no problem». Ich war mir scharfen Essen sowas von gewohnt, da konnte mich nichts mehr abschrecken, dachte ich mir. Sie servierte das Essen und erinnerte mich nochmals daran: «It’s spicy». «Yes, thank you» erwiderte ich.</p>



<p>Ich sparte mir das Sambal, also die Chilisauce, auf, weil ich doch erstmal probieren wollte, mit was ich es zu tun hatte. Ich setzte den Löffel an und stopfte mir eine viel zu grosse Portion Reis in den Mund. Kurz kauen und runter damit. Die schärfe liess nicht lange auf sich warten. Ja ok, leck mich am Arsch. Das ist scharf. Ach du scheisse ist das scharf. Junge, Junge, Junge! Ich legte die Schale mit dem Sambal etwas auf die Seite, spülte den intensiven Geschmack mit etwas Wasser runter. Kurz durchatmen und ran an die Schale. Ja, das Essen verlangte mir alles ab und ja das Essen war scharf. Aber sowohl ich, als auch die Mutti aus der Küche waren froh, als ich die Schüssel restlos auslöffelte. Der Gedanke an das Ausscheiden der Mahlzeit machte mir jedoch Angst.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Tangkok Nationalpark</h3>



<p>Der Nationalpark war besonders für die vom Aussterben bedrohten Schwarzkopf-Makaken und die wilden Koboldmakis (mitunter die kleinsten Säugetiere der Welt, welche wie kleine Pokémon aussehen) bekannt. Die Schwarzkopf-Makaken waren in wilder Natur praktisch nur noch auf Sulawesi anzutreffen. Ich mietete mir einen Roller und meisterte die Strecke zum Nationalpark in gut zwei Stunden. Das Wetter versprach Regen und entsprechend leer war der Park auch. Mit dem Eintritt buchte ich mir einen Guide gleich mit. Die Koboldmakis in wilder Natur ohne Guide zu sichten, war schlicht unmöglich und diese süssen Dinger waren ja einer der Hauptgründe wieso ich überhaupt den Park besuchte.</p>



<p>Ich nannte meinen Ranger Nico. Nico’s Englischkenntnisse waren gleichzusetzen mit meinem Bahasa (Indonesisch) – also praktisch gleich null. Wie alt der Wald war und welche Insekten hier zu finden sind und warum der Park Tangkok hiess, war mir im Prinzip egal. Ich gab Nico zu verstehen, dass mich die Koboldmakis und Schwarzkopf-Makaken interessieren würden. Auch alles was mich töten könnte wie Schlangen, Krokodile und Giraffen schenkte ich meine Aufmerksamkeit. Nico gab mir ein Lächeln und ein schiefer Blick. Ich glaub er hat meinen Witz mit dem Giraffen nicht verstanden, aber es hätte jetzt auch keinen Sinn gemacht den Witz irgendwie zu erklären. Guter Start Oli.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Ranger Nico und die Koboldmakis</h4>



<p>Nico war mit Flipflops unterwegs. Ich wusste nicht ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. Jedes Mal, wenn Nico abrupt anhielt, tat ich das gleiche. Ich regte mich nicht und hielt dabei immer die Luft an – keine Ahnung wieso. Nico hörte und guckte sich kurz um und lief dann weiter. Immerhin wusste Nico wo er suchen musste. Nach etwa einer Stunde laufen, fand er Papageie, sonstige farbige Vögel, lustige Insekten, ein niedliches Eulen-Paar und schliesslich die Koboldmakis. Diese nachtaktiven kleinen Affen mit den riesigen Augen sind einfach zu süss. Ich war happy.</p>



<p>Wir suchten noch eine weitere Stunde nach den Schwarzkopf-Makaken, ohne Erfolg. Ich glaube er versuchte mir zu sagen, dass die Affen sich aufgrund des Regens eher tiefer im Park aufhielten. Er hätte die Affen seit zwei Tagen nicht gesehen. Ansonsten würde man den Affen praktisch jeden Tag begegnen. Ach egal, man kann nicht immer alles haben. Ich machte mich im strömenden Regen auf den Rückweg ins Hostel, wo ich mir eine ordentliche Portion Nudeln gönnte. Ein erfolgreicher Tag.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Bunaken oder eben nicht</h3>



<p>Von Manado aus war es ein Katzensprung nach Bunaken, eine Insel welche fürs Tauche bekannt ist. Jedoch hatte es während meinem Aufenthalt in Manado ununterbrochen geregnet und dabei war es stets dicht bewölkt, so auch in Bunaken. Während dem Tauchen wäre mir der Regen herzlich egal. Die fehlende Sonne war das Hauptproblem. Ohne Sonnenstrahlen sieht da unten alles fad und blass aus. Verzweifelt hatte ich meinen Aufenthalt in Manado um einen Tag verlängert, um eventuell doch noch einen sonnigen Tag zu erhalten, leider ohne Erfolg. So sparte ich mir die Überfahrt und die anfallende kostspielige Insel-Gebühr und verliess den Norden einen Tag früher als geplant. Nächstes Halt: Togian Islands.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Gorontalo</h2>



<p>Von Manado buchte ich mir einen günstigen Bus nach Gorontalo. Dort müsste ich dann wohl oder übel Übernachten, um am Folgetag die Nachtfähre auf die Togian Islands zu nehmen. Mit dem Taxi-Roller erreichte ich den Busbahnhof in Manado innert Kürze. Dort stand dann genau ein einziger Bus, mein Bus, und dieser wurde gerade gewartet. Mit gewartet meine ich nicht, dass der Ölstand geprüft und das Scheibenwischwasser nachgefüllt wird. Nein, nicht in Indonesien. Hier sieht die Wartung anders aus. Der Bus war schräg aufgebockt, zwei Räder demontiert, der Fahrersitz ausgebaut und das Dröhnen des Winkelschleifers wurde von vielen, sehr vielen Funken begleitet. Ich wollte weder wissen, wieso die Räder demontiert waren, noch wo gerade der Winkelschleifer angesetzt wurde.</p>



<p>Ungeduldig war ich nicht, da es bis zur geplanten Abfahrt noch gut drei Stunden dauern würde. Also noch genügend Zeit die Seifenkiste wieder zusammenzubauen. So geschah es auch. Pünktlich und mit allen vier Reifen an der Kiste, verliessen wir den Busbahnhof. Von Sekunde eins an dröhnte die Musik so laut aus den Lautsprechern, dass ich die Musik aus meinen Kopfhörern kaum noch hören konnte. Ich ersetzt meine Kopfhörer mir Ohrstöpsel, um mein Gehör bestmöglich zu schonen. Die zwölfstündige Fahrt war mit Abstand die holprigste Fahrt meiner bisherigen Weltreise. Obwohl es sich um einen Nachtbus handelte, war das Schlafen unmöglich. Fix und alle erreichte ich mein Hostel in Gorontalo morgens um drei Uhr. Schnell einchecken, schlafen und möglichst spät auschecken. Mir stand am nächsten Tag eine 13 stündige Fährenfahrt bevor, jiuhu!</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Travelhack Yakult</h2>



<p>Viel Reis und Bananen führen nicht selten dazu, dass die Verdauung etwas mehr Zeit braucht, um die Kost zu verdauen. Auch scharfes Essen oder ungewöhnliches Essen generell, scheint länger im Magen zu verweilen als mir lieb war. Ich entdeckte Yakult für mich. Yakult ist ein probiotisches Milchgetränk. Es fördert und reguliert die Verdauung und bewirkte in meinem Fall wahre Wunder. Yakult ist zudem in den meisten Supermärkten erhältlich. Seit Kuta gönne ich mir regelmässig das kleine Wundermittel.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Togian</h2>



<p>Die Togian Islands, auch einfach Togians genannt, waren paradiesisch. Wie es der Name verrät handelt es sich um mehrere Inseln, die jeweils nur mit kleinen privaten Booten erreichbar waren. Mit Ausnahme der Hauptinsel Wakai, hatte man nirgends Empfang. Lediglich die richtig alten einfachen unzerstörbaren Mobiltelefone funktionierte ab und zu. Strom gab es zwischen 17:00 und 21:00 Uhr und das Essen bestand ausnahmslos aus Fisch und Reis in verschiedenen Variationen – jeden Tag. Ich wollte mehrere Strände und mehrere Inseln besuchen und insgesamt etwa zehn Tage hier verweilen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">No Signal</h3>



<p>Noch bevor ich die Hauptinsel Wakai in Richtung Alé Beach verliess, schrieb ich Denise, dass ich vermutlich nicht mehr erreichbar sein würde, was sich auch bestätigte. Trotz des fehlenden Empfangs schrieben wir uns täglich. Vom Süssen «Good morning my dear&#8230;» über die Erlebnisse und Ereignisse vom Tag bis hin zum letzten Gedanken vor dem Einschlafen zusammengefasst in einem «…sleep tight sweetheart, I love you…» wir blieben uns unserem täglichen Ritual treu. Alsbald ich dann Empfang haben würde, könnte ich all die Nachrichten und Gedanken der vergangenen Tagen rückwirkend geniessen und Denise würde all meine Geschichte und Gedanken erhalten. Ich freute mich auf jenen Moment.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Alé Beach</h3>



<p>Meine erste Unterkunft hatte ich auf booking.com gefunden und die Bilder versprachen einen atemberaubenden Aufenthalt. Mir wurde nicht zu viel versprochen. Das Wasser war glasklar, die Wassertemperatur angenehm warm und das Unterwasserleben atemberaubend. Da das Alé Beach von einem italienisch-indonesischen Paar geführt wurde, gab es zum Frühstück Cappuccino. Ich war überglücklich. Ich verbrachte die Tage mit Schnorcheln, dem Austauschen von Geschichten mit den anderen Gästen und dem Besuchen des Nachbardorfs Malenge.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die einmalige Gayle</h4>



<p>Die Mutti des «Resorts» hiess Gayle. Eine 61-jährige Australierin, die ungelogen Ihr gesamtes Leben gereist ist. Gayle hatte so viele gute Geschichten zu erzählen und jede einzelne dieser Geschichten würde unsere Abenteuer in den Schatten stellen. Gayle war eine sehr entspannte und fröhliche Persönlichkeit. Sie besass aktuell einen Pass mit 80! Seiten und meinte, sie müsse diesen wohl bald wieder erneuern – natürlich weit vor dem Ablaufdatum.</p>



<p>Ich fragte sie nach ihrem eindrücklichsten Einreisestempel oder der besten Einreise-Geschichte, die sie erlebt hätte und da meinte sie prompt: «Oh, that would be Nepal. Yeah yeah Nepal was very special». Die kurze Geschichte dahinter: Gayle hat für Nepal das Visa mit der Nummer neun erhalten! Gayle war also tatsächlich die neunte Reisende die Nepal offiziell als Touristin betrat. Unfassbar! Als Nepal die Tore öffnete war Sie gerade im Norden von Indien. Nepal klingt nach einem Abenteuer also los, dachte sie sich. An der Grenze wurde sie mit Tee und Blumen begrüsst. Einmalig. Die Geschichte erzählte sie gerne. Das wäre mal eine Idee für den Erhalt eines Visums. Davon könnte sich der <a aria-label="Herr von der Imigrasi in Bali (öffnet in neuem Tab)" rel="noreferrer noopener" href="https://thebigstep.ch/blog/bali-ein-visa-gate-magische-orte-und-die-begegnung/" target="_blank">Herr von der Imigrasi in Bali</a> eine fette Scheibe abschneiden.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Die Unterwasserwelt</h4>



<p>Das Tauchen war überall gleich, ohne dabei langweilig gewesen zu sein – im Gegenteil. Die korallen waren gross, farbig und lebendig. Die Fische waren aktiv, in allen Grössen vorhanden und sehr neugierig. Blaue Seesterne, gelbe Korallen, grosse Nemos, lange Barrakudas, dicke Drückerfische und schwarzweisse Seeschlangen. Es hatte von allem etwas.&nbsp; Dafür musste man auch nicht mit dem Boot raus, um die schönsten Schnorchel Spots zu finden. Sie waren vom Strand aus zugänglich.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Malenge Village und die Schwarzkopf-Makaken</h4>



<p>Wir besuchten Malenge, ein mittelgrosses Fischerdorf, welches unter den umliegenden Inseln und Fischern als Umschlagort und Handelsplatz genutzt wird. Wir besuchten es lediglich aus Neugier und um kleine Snacks zu kaufen. Als wir durchs Dorf schlenderten, begleiteten uns die Dorfkinder vom Moment als wir einen Fuss auf den Steg setzten. Touristen waren eine willkommene Attraktion. Sie nahmen uns an der Hand und führten uns herum. Sie wollten unbedingt fotografiert werden, mit oder ohne uns auf dem Bild. Wir erfüllten ihnen diesen Wunsch nur zu gerne. Während dem ganzen Rumblödeln, Rumschwingen und Fotografierten tauchten plötzlich zwei sehr junge Schwarzkopf-Makaken aus einem der Hütten auf. Ich war baff. Hatte ich diese noch im Nationalpark verpasst erscheinen sie hier. Was machen die hier überhaupt?</p>



<p>Der Besitzer der Hütte kam raus und erklärte mir, dass die Affen auf ganz Sulawesi anzutreffen sind, aber die grösste Population ist schon im Nationalpark bei Manado. Die beiden Babys habe er in der Nähe gefunden, eingekesselt von einem wilden Hund. Die Affen waren noch zu klein, um zu fliehen. Deren Mutter hat er leider nicht gesehen oder gehört, auch an den folgenden Tagen nicht. Er entschied sich gegen das Freisetzt und zieht die Affen nun selbstständig gross. Ich glaub ihm die Geschichte mal. Was will man sonst mit zwei kleinen Affen auf einer sonst touristenleeren Insel wo sich alles um die Fischerei dreht. Wir verliessen das Fischerdorf Malenge und glitten während Anbruch des Sonnenuntergangs langsam Richtung Alé Beach zurück.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Pulau Papan Bridge</h4>



<p>Am nächsten Tag tuckerten wir nach Pulau Papan. Einem anderen kleinen Dörfchen, dass aufgrund seiner langen Brücke bereits Bekanntheit erlangt hat. Die Brücke verbindet zwei Inseln und ermöglicht es den Kindern der einen Insel in die Schule, welche sich eben auf der anderen Insel befindet, zu gehen. Pulau Papan ist immer noch ein Fischerdorf, aber besitzt bereits ein Homestay, welches vom Dorfoberhaupt geführt wird. Am Ende des Dorfes sind bereits die ersten Bauarbeiten für Ressort-Bungalows zu erkennen. Auch hier wird also schon bald der Massentourismus Einzug erhalten.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Harmony Bay</h3>



<p>Es war an der Zeit das nächste «Ressort» zu besuchen. Vom Alé Beach sprang ich auf ein Boot, welches mich in der Harmony Bay absetzen würde. Die Harmony Bay, was zugleich der Name des Ressorts war, lag preislich knapp über meinem Budget. Gemäss einem niederländischen Pärchen, welches ich im Alé Beach kennengelernt habe, sei es jeden Cent wert. Ich muss dabei erwähnen, dass man sämtliche Unterkünfte immer mit drei Mahlzeiten, also als Vollpension bucht, da man sich schlicht nur im eigenen Haus verpflegen kann. Restaurant oder andere Resorts sind meist nur mit einem Boot zugänglich und auch dann verfügen Sie über keine Menükarte und kochen ausschliesslich für Ihre Gäste. Und rate mal was zu 90% serviert wir? Genau, Fisch und Reis.</p>



<p>Ich hatte nach dem Alé Beach nichts gebucht und da das Internet nicht funktionierte, schien mir die Harmony Bay eine akzeptable Alternative zu sein. Die Harmony Bay war schön. Zwar ziemlich eindeutig auf Pärchen ausgelegt aber sonnenbaden, schnorcheln und entspannen konnte ich auch gut allein. Beim Essen wurde versucht man etwas Abwechslung in den Reis und Fisch Alltag zu bekommen. Pfannkuchen oder Müesli zum Frühstück, Kokosnüsse als Snack und auch mal Pasta oder Curry zum Abendessen waren sehr willkommen.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Kadidiri und die Quallen</h3>



<p>Die Insel Kadidiri wurde mir von mehreren Reisenden empfohlen und glücklicherweise gab es eine Bucht mit mehreren Unterkünften. Ich checkte in den günstigsten Bungalow ein. Hier war alles wieder einfacher, aber ich gab mich ja bereits mit einem Bett, einer Dusche und Trinkwasser zufrieden. Auf Kadidiri investierte ich wieder mehr Zeit ins Lesen und unternahm einen Ausflug zum «Stingless Jellyfish Lake». Ein salzhaltiger See mit Quallen, die nicht stechen – klingt doch spannend. Der Name hielt was er versprach und so schwamm ich unglaublich nahe an die Quallen heran, ohne diese jedoch zu berühren. Die Quallen waren faszinierend und wirkten auf mich wie aus einem Science-Fiction Film.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Letzter Halt – Sunset Beach</h3>



<p>Mein vierter und letzter Aufenthalt war am Sunset Beach, wieder mit gleichnamigem Resort. Der Name war wohlverdient, denn die Sonnenuntergänge waren magisch. Geleitet wurde es von einer freundlichen und zuvorkommenden Russin, welche sich ebenfalls praktisch ununterbrochen auf Reisen befindet. Nebst der Eigentümerin gab es noch die Köchin/Putzfrau, sowie dessen Ehemann, der Kapitän des Bootes. Jedes Resort hatte sein eigenes Boot mit Kapitän, um die Einkäufe zu tätigen, die Gäste von einem anderen Resort abzuholen oder um Tagesausflüge anbieten zu können.</p>



<p>Eines Morgens sagte mir die Eigentümerin, dass Sie auf die Hauptinsel müsse, um Einkäufe zu tätigen und Abklärungen zu treffen. Die Köchin müsse dabei mitgehen, um beim Tragen zu helfen und der Kapitän müsse das Boot im Hafen warten lassen. Ich sei also für die nächsten Stunden auf mich allein gestellt. Ob dies ein Problem sei, frage sie mich noch: «…no worries, I will be fine…» antwortete ich mir mit grösstmöglichem Grinsen auf meinem Gesicht.</p>


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<h4 class="wp-block-heading">Robinson Crusoe</h4>



<p>Ich war also allein auf einer Insel. Niemand der mich sehen oder hören konnte. Auch die vorbeifahrenden Boote waren richtig weit weg. Ist ja klar was man in so einem Fall als allererstes macht?! Genau, splitterfasernackt ausziehen und umherrennen. Auch einfach mal am Strand stehen bleiben und drauflos schreien. Das beste Gefühl überhaupt. Wann hat man in seinem Leben denn schon die Gelegenheit dazu. Ok, das wäre abgehackt, was nun? Ich zog mir eine Badehose an, keine Ahnung wieso, und setzte mir zum Ziel eine Kokosnuss von der Palme zu holen. Ich wollte das Kokosnuss-Wasser trinken und das Kokosnuss-Fleisch essen. Gesagt getan. Klettern wollte nicht, denn die Palmen mit den reifen Nüssen waren verdammt hoch und ich dann doch allein auf einer Insel ohne Hilfe &#8211; nur falls doch etwas passieren würde.</p>



<p>So organisierte ich mir aus dem Dschungel einen richtig robusten Bambus-Pfahl, so gute sieben Meter lang. Ich fokussierte mich auf eine richtig fette Kokosnuss und fing an diese zu bearbeiten. Drehen, rütteln und schlagen. Zwischendurch schmiss ich eine kleinere Kokosnuss nach der grossen, erfolglos. Kurze Pause. Ich beschränkte mich auf das Abdrehen der Nuss und nach gefühlten 20 weiteren Minuten war es vollbracht. Die Kokosnuss schlug auf den sandigen Boden ein. Das Öffnen der Kokosnuss meisterte ich mit meinem Schweizer-Taschenmesser. Dabei wollte ich die Nuss nicht nur öffnen, sondern von der Aussenhülle befreien und schliesslich ein Loch schön oben mittig in der Spitze der Nuss haben. So weit so gut.</p>



<p>Beim Öffnen wollte ich die Nuss bestmöglich schön in zwei Hälften zerlegen. Das funktionierte ganz ok. Ich war mit meiner Arbeit zufrieden. Nach einer weitere Entdeckungstour durch den Dschungel und einer weiteren Schwimmeinlage, war es an der Zeit den Sonnenuntergang in aller Ruhe zu geniessen, bevor das Boot zurückkehrte und ich wieder in Gesellschaft war.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Weiterreise</h3>



<p>Nach einigen wunderschönen Tagen auf den Inseln, war es an der Zeit nach Tana Toraja weiterzuziehen. Mit der Fähre nach Ampana ans Festland und von dort über Tentena direkt in die mystische Stadt mit dem bizarren Totenkult.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Tana Toraja und der Totenkult</h2>



<p>Anfänglich war ich mir nicht sicher, ob ich die Stadt wirklich besuchen sollte, aber irgendwie wollte ich mir diese geschichtsträchtige und einzigartige Stadt dann doch nicht entgehen lassen. Ich versuche mal deren Brauch in eigenen Worten zu fassen. In Tana Toraja werden die verstorbenen Familienmitglieder einbalsamiert und in einem dafür vorgesehenen Zimmer gehalten, bis die Familie genügend Geld für die Beisetzung zusammengespart hat. </p>



<p>Die Häuser sehen aus symbolischen Gründen aus wie Schiffe und sind an sich sehenswert. Man glaubt, dass die Tote in jenen Schiffen von Wasserbüffeln ins Jenseits begleitet werden. Auch sind es die Büffel, welche die Himmelstore öffnen können. Je mehr oder grösser die Büffel, desto schneller wird das Familienmitglied in den Himmel geführt. Seltene Albino-Wasserbüffel beschleunigen die Fahrt nochmals.</p>



<p>Die Toten werden für die Zeremonie neu eingekleidet, um nochmals feierlich fotografiert zu werden. Je angesehener das Familienmitglied war, desto grösser muss die Zeremonie ausfallen. Eine grosse Zeremonie kann daher fünf, sechs oder sieben Tage andauern. Um auf die Wasserbüffel zu sprechen zu kommen, diese werden während der Zeremonie geopfert, also geschlachtet. Bei einer kleinen Zeremonie sind es vielleicht so 15 Wasserbüffel bei einer pompösen Beisetzung werden auch mal 120 Wasserbüffel und unzähligen Schweinen geschlachtet! Der Sarg besitzt ebenfalls eine spezielle Form und je nach Status des Verstorbenen erhält er auch eine geschnitzte Holzfigur von sich, welche seine Grabkammer oder seinen Sarg beschützt. Soviel zum geschichtlichen Teil und wie es mir erzählt wurde.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Zeremonie</h3>



<p>Ich durfte an einer grossen Zeremonie teilnehmen. Der Sohn des Hostelbesitzers, James, war so nett und führte mich mit dem Roller an ein solches Fest.<br>Kurze Zwischenbemerkung: Ich weiss nun wieso die Indonesier, im Gegensatz zu den anderen asiatischen Ländern, während dem Rollerfahren häufig einen Helm aufsetzten. Damit sie sich das Telefon zwischen Helm und Ohr klemmen und so während der Fahrt telefonieren können. Wieso eigentlich nicht.<br>Zurück zur Zeremonie. Es war der zweite Festtag dieser riesigen Zeremonie. An diesem Tag wurden alle Art von Gästen willkommen geheissen, also auch Touristen. Die grosse Schlachterei passierte am Folgetag und ohne mich.</p>



<p>Auf mein vieles Fragen hin, hat mich James wie folgt aufgeklärt. Jene Wasserbüffel, welche nicht während der Zeremonie verzehrt werden, werden an die umliegenden Dörfer, Schulen, Spitäler und Märkte gespendet. An sich ja gut, meint auch James, aber die Kosten der Wasserbüffel und der gesamten Zeremonie sind horrend. Ein normaler Wasserbüffel kostet umgerechnet etwa CHF 8000.—. Für einen grossen Albino-Wasserbüffel werden schon mal CHF 50&#8217;000.— fällig. James sagt dabei auch, dass er eigentlich keine Lust hat, sein gesamtes Leben nur dafür zu arbeiten, um die Zeremonie seiner Eltern und engster Verwandten mitfinanzieren zu können. Es respektiert seine Herkunft und seine Kultur sehr, aber eventuell sollten einige Anpassungen der Gebräuche vorgenommen werden.</p>



<p>Auch die Büffel tun ihm manchmal leid. Er meint zwar, dass jene Büffel nicht für die Arbeit genutzt werden dürften, da sie heilig sind und somit ein schönes Leben geniessen. Da aber die Anzahl und Grösse der Büffel lediglich etwas mit Prestige zu tun hat, sei es doch zwiespältig und würde durch das grosszügige Spenden des Büffelfleisches auch nicht wett gemacht werden. Die doch sehr veralteten Rituale sind darauf zurückzuführen, dass Tana Toraja erst vor wenigen Jahrzenten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und umgekehrt, meinte James.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die Umgebung</h3>



<p>Tana Toraja ist nicht ganz so klein wie ich es vermutete. Viele der Sehenswürdigkeiten besuchte ich zu Fuss. Ich hatte die Distanzen etwas unterschätzt und aus einem gemütlichen Tagesausflug wurde eine Tageswanderung. Ich genoss die Umgebung, sprach hier und da mit den Einheimischen und wurde auch zu einem Kaffee eingeladen, einfach so. Die Umgebung war nett, friedlich und ruhig. Bis auf die speziellen Häuser, verwies nichts auf den altertümlichen Gebrauch in dieser Gegend hin. Ich konnte Tana Toraja ruhigen Gewissens abhaken und mich mit dem Nachtbus am nächsten Tag in Richtung Makassar begeben, wo ich schliesslich einen Flug nach Sumatra antreten wollte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Sumatra und die Primanten</h2>



<p>Meine letzten drei vollen Tage in Indonesien neigten sich dem Ende zu und ich wollte die wertvolle Zeit nicht ungenutzt lassen. Sumatra war gross, aber ich hatte genau ein Ziel im Auge, den Gunung Leuser Nationalpark bei Bukit Lawang. In diesem Park gab es vieles zu sehen, aber ich reist wegen den Hauptdarstellern dorthin: Den Orang-Utans. Der Gunung Leuser Nationalpark war einer der letzten Parks weltweit, in welchem sowohl semiwilde aber hauptsächlich wilde Orang-Utans leben!</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Von Makassar nach Bukit Lawang</h3>



<p>Die Anreise von Makassar nach Bukit Lawang war eine Zangengeburt. Allein das Vorhaben an einem Tag von Makassar nach Bukit Lawang zu gelangen, war ein Abenteuer. Der Flug von Makassar nach Medan verlief reibungslos. Die mehrstündige Busfahrt vom Flughafen durch die Grossstadt Medan nach Binjai war nicht aussergewöhnlich spektakulär. Nun drängte aber die Zeit. Es war bereits 18:00 und nach Bukit Lawang fuhren nur kleine klapprige Minivans bis etwa 18:15. Der Abfahrtsort der Vans war etwas versteckt. Ein netter Tuktuk-Fahrer nahm mich mit und fuhr mich zur gewünschten «Station». Dort wartete der letzte Bus, der lediglich noch dort Stand, weil er, wie so üblich, verspätet unterwegs war. Nur noch eine Fahrt und ich wäre in Bukit Lawang. Das Problem, welches mir bereits im Vorfeld bekannt war, war die Taxi-Mafia.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Taxi Mafia</h3>



<p>Da Bukit Lawang ein touristischer Ort ist, dachte sich wohl jemand, dies zu seinen Gunsten zu nutzen und ein Geschäft daraus zu machen. Bah, da könnte ich mich in Rage schreiben. Konkret, diese Kriminellen verlangen von Touristen das mehrfache der normalen Fahrkosten, bezahlen den Fahrer des Minivans die üblichen Fahrkosten und behalten den Rest für sich. Normalerweise bezahlt man den Fahrer, aber genau dies wurde verhindert. So richtige Huhrensöhne. Die Taxifahrer sind natürlich eingeschüchtert und tun nichts dagegen, wieso auch. Sie kriegen ja ihr Geld und wollen sicherlich kein Problem mit der Bande.</p>



<p>Ich wusste, dass die eigentliche Fahrt umgerechnet CHF 2,50 kostet. Sie wollten aber CHF 12,50. Nun kann einer denken, dass es sich lediglich um CHF10.— handelt. In Indonesien sind das aber ganze sechs Mahlzeiten, also so gesehen eine Menge Geld. Ich weigerte mich den Betrag zu zahlen und stieg in den Bus ein. Noch bevor ich meinen Rucksack drin hatte, griff mich ein Typ, wohl das grösste aller Arschlöcher, am Arm uns sagte: «you pay now or you stay here».</p>



<p>Der Typ war sowohl kleiner, als auch schmaler als ich und zudem hässlich wie ein Schirmständer. Er trug eine offensichtlich zu grosse schusssichere Weste und hatte zu viel Parfum aufgetragen. Ich war einfach nur müde und wollte endlich ankommen, also gab ich nach und sparte mir jegliche despektierliche Äusserung. Wir einigten uns auf CHF 7.50, ich hatten die letztmögliche Fahrgelegenheit nach Bukit Lawang und sie wieder einen Touristen mehr abgezogen. Alle waren Happy.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Homestay vom Ranger</h3>



<p>Während der Fahrt textete ich meinem Homestay, dass ich auf dem Weg sei. Freundlicherweise schickte der Besitzer gleich seinen Nachbarn an die Bushaltestelle. Ich wurde also herzlich empfangen und mit dem Motorrad direkt zum Homestay gefahren &#8211; kostenlos. Im Hostel lernte ich gleich die Familie kennen, wobei der Hausherr zugleich auch ein Parkranger  war &#8211; einer der Besten! Ohne Begleitung durfte man ohnehin nicht in den Nationalpark. Zu gefährlich war der Mensch für die Natur, nicht etwa umgekehrt.</p>



<p>Putra hiess der gute Mann, der mir sowohl ein Dach über dem Kopf sicherte, als auch den Park zeigen würde. Putra strahlte vor Lebensfreude, wuchs direkt neben dem Nationalpark auf und war einer der erfahrensten Guides in Bukit Lawang. Jeder kannte Putra und Putra kannte jeden. Putra behandelte den Nationalpark wie eines seiner Kinder und er wollte mir die bestmögliche Erfahrung bieten, ohne dabei etwas garantieren zu können. Ich liess ihn wissen, dass ich wegen den Orang-Utans da wäre, aber ich es ihm überlassen würde, wie und wo wir durch den Park streifen. Ich sei fit und für jeden Spass zu haben.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Bobby der King</h3>



<p>Der grosse Tag war da und trotz der begonnenen Regensaison waren nur wenige dünne Wolken am Himmel zu sehen. Putra, gut gelaunt wie immer, klärte mich kurz über das wichtigste auf, bevor wir uns in einem zügigen Tempo in Richtung Park bewegten. Putra war zwar nur etwa 1,55m gross, aber der Mann hatte Beine wie ein Radfahrer und eine Kondition wie ein Triathlet. Oli, das wird kein Spaziergang im Park, sondern ein OL auf Olympia-Niveau – aber ich war so was von bereit für das Abenteuer.</p>



<p>Putra kannte den Park zu gut. Je länger wir durch den Dschungel marschierten, desto unruhiger wurde Putra. Wir sahen, den coolen Thomas Leaf Affen, der wegen seiner Frisur auch Punky Monkey genannt wird, weisse Gibbons welche einen saugeilen Schrei von sich geben, etwa 3cm grosse Riesenameisen, Schmetterlinge in allen Farben und plötzlich der König des Parks höchstpersönlich – einen riesigen männlichen Orang-Utan. Putra strahlte übers ganze Gesicht. “We are so lucky. That is a wild and huge male orang-utan. The biggest one I have seen for a long time”. Putra kannte jeden semiwilden Orang-Utan beim Namen. Dieser war keiner von Ihnen. Wir bestaunten den Orang-Utan für etwa 20 Minuten. Es gesellten sich andere Ranger mit Touristen dazu und allesamt waren wir ruhig, sprachen kaum ein Wort und staunten.</p>



<p>Der Primate oben im Baum erhielt von mir den Namen Bobby. Ich habe Bobby direkt in die Augen geschaut und er erwiderte meinen Blick. Verblüfft über die Gesichtszüge, die Mimik und Gestik vergass ich beinahe Bobby abzulichten. Das leichte Grinsen und der neugierige Blick waren so unglaublich menschenähnlich, dass ich Gänsehaut bekam. Bobby hangelte sich weiter und verschwand innert Kürze im dichten Dschungel. Für genau jene Momente reise ich – Gänsehautmomente.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Füttern verboten</h3>



<p>Wir schlichen weiter durch den Dschungel und trafen nach kurzer Zeit auf einen weiblichen Orang-Utan. Diese war nicht halb so gross wie Bobby aber hangelte elegant durch die Bäume, immer auf der Suche nach Futter. Nach kurzem beobachten gingen wir auch weiter. Ich war bereits überglücklich. Wir gönnten uns einige Früchte als Snack. Anschliessend vergruben wir die übriggebliebenen Früchte und Schalen. Der Grund, sowohl die semiwilden aber besonders die wilden Affen dürfen nicht gefüttert werden. Dazu zählt auch das Hinterlassen von Früchten. Ich war erfreut zu sehen, wie sehr die wilde Natur hier berücksichtig wird. Nach etwa einer weiteren Stunde und unzähligen gesichteten Käfern, Vögel und anderen Dschungelbewohnern trafen wir auf Mina.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Die weltbekannte Mina</h3>



<p>Putra hielt plötzlich an und schaute sich um. «Don’t move Oli, stay right there. This is Mina». Ok, dachte ich mir und blieb wie angewurzelt stehen. Ich lächelte als der Orang-Utan auf uns zu kam. Putra wurde nervös. Mina streckte die Hand aus und Putra reichte ihr Bananen. Eine nach der anderen. Ich dachte so: Was? Warum fütterst du jetzt diese Mina? Dann meinte Purtra: «ok, she has a good day. And there is her baby. Feel free to take pictures from her”. So lichtete ich Mina mit dem Baby ab. Süss die beiden, dachte ich mir.</p>



<p>Nun zu der Geschichte hinter Mina. Mina war eines der ersten semiwilden Orang-Utans, welche im Nationalpark freigesetzt wurde. Mina hatte eine aggressive Art, welche auf ihre traumatische Kindheit zurückzuführen ist. Man versuchte Mina bestmöglich zu rehabilitieren, aber auch Orang-Utans sind intelligente Wesen und vergessen nicht. Darum hat Mina eine Abneigung gegen Menschen. Eines Tages griff sie einen Ranger an, wonach der Ranger sie mit einem Schlag ins Gesicht in die Flucht trieb. Eine traurige Geschichte. Minas Narbe im Gesicht ist heute noch sichtbar.</p>



<p>Mina kann in der Wildnis überleben, keine Frage. Aber die Rangers haben sich dazu entschieden Mina zu füttern sobald sie aufkreuzt, um sie zu beruhigen. Wenn möglich versucht man sie zu umgehen. Die Ranger wollen sie auf keinen Fall mit Futter anlocken. Die Situation ist unbefriedigend, dass wissen auch die Ranger. Denn das Baby wächst so ja halbwild auf. Aber man wollte Mina nicht mehr schlagen müssen oder sie gar einschläfern. Ich lernte also die berühmte Mina kennen, bevor wir uns auf den Rückweg begaben. Den Rückweg bezwangen wir mit Hilfe eines selbstgebauten Gummiflosses. Das Rafting war der perfekter Abschluss eines sehr gelungen Tages.</p>


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        </div>


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<h3 class="wp-block-heading">Danke Indonesien</h3>



<p>Es war an der Zeit Indonesien zu verlassen. Indonesien hat mich auf so viele Arten bereichert. Ich konnte einige Punkte von meiner Bucket-Liste streichen, lernte neues Essen, andere Kulturen, das Surfen, neue Freunde und die atemberaubendste Persönlichkeit meines bisherigen Lebens kennen – Denise. Dieses Land wird immer ein Ehrenplatz in meinem Herzen halten. Indonesien, ich komme wieder. Nächster Halt: Philippinen!</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/sulawesi-sumatra-neue-inseln-robinson-crusow-und-primaten/">SULAWESI &amp; SUMATRA &#8211; NEUE INSELN, ROBINSON CRUSOW UND PRIMATEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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		<title>KUTA &#8211; EIN ZUHAUSE, DAS SURFEN UND EIN SCHWERER ABSCHIED</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 05:07:45 +0000</pubDate>
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<h2 class="wp-block-heading">Kuta auf Lombok</h2>



<p>In diesem Blogpost will ich über unseren Monat auf Kuta berichten. Von der Rückreise nach Kuta über die Visa-Verlängerung und dem Surfen bis hin zur Abreise von Denise.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Flores</h2>



<p>Nach unserem Bootstrip von Lombok nach Flores, gönnten wir uns eine Verschnaufpause in der nordöstlichen Hafenstadt Labuan Bajo. Flores war bekannt für seine grünen Wälder, schönen Wasserfälle, antiken Dörfer und atemberaubenden Landschaften. Uns war auch bewusst, dass sich eine Erkundungsreise durch Flores gerade jetzt, da wir uns bereits auf der Insel befänden, anbieten würde. Aber wir wollten surfen. Wir sehnten uns nach einem zu Hause weg von zu Hause. Einem Ort, an dem wir mehrere Wochen bleiben würden. Wir wollten unser Gepäck einfach mal ausgebreitet liegen lassen, ohne nach wenigen Tagen wieder aufbrechen zu müssen. Flores bleibt auf meiner Liste und ich werde die Insel zu einem späteren Zeitpunkt bereisen, garantiert. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fähre &#8211; Bus &#8211; Fähre &#8211; Minibus &#8211; Minivan</h2>



<p>Eine 28-stündige Reise lag vor uns. Wir entschieden uns gegen den Flugtransport und für den längeren, mühsamen, aber günstigeren Land- und Wasserweg. Eine Fähre brachte uns von der Hafenstadt zur westlichen Insel West Nusa Tanggara. Juhu, wieder einige Stunde auf einem Boot! Stunden später erreichten wir das Festland. Die Busse warteten bereits ungeduldig auf uns Passagiere. Wir hatten uns vorgängig über die Preise informiert. Da unterschiedliche Busse und Anbieter zur Auswahl standen und die Konkurrenz gross war, konnten wir den Preis grosszügig drücken.</p>



<p>Nach einem guten Deal und der mehrstündigen Busfahrt, mussten wir mitten in der Nacht auf die Fähre umsteigen. Das zumindest haben wir aus den Worten: «you go boot, no bus, no swim» des Fahrers verstanden. Denise war gerade eben eingeschlafen und nach dem ruppigen Aufwachen entsprechend angeschissen. Mittlerweile waren wir bereits gut 18 Stunden ununterbrochen unterwegs. Auf der Fähre suchten wir Schlaf. Dies wurde von den Verkäufern auf der Fähre aber verunmöglicht, da diese ununterbrochen: «Nasi Goreng, Nasi Goreng» schrien! Müssen wohl Misanthropen sein. Wer sonst schreit unaufhörlich Nasi Goreng mitten in der Nacht auf einer Fähre, während sich Passagiere nach Schlaf sehnen.</p>



<p>Morgens um sechs dann erreichten wir die Ostküste von Lombok – endlich. Wir hatten es bald geschafft. Wir wurden zum nächsten Busterminal chauffiert, wo wir unseren letzten Transport zum Hostel arrangierten. Gute 28 Stunden später erreichten wir unsere gebuchte Bleibe für die nächsten 2 Tage – Hallo Kuta.</p>


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        </div>


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<h2 class="wp-block-heading">Hallway Homestay und Mutti Uyun </h2>



<p>Die Reise war überstanden und wir hatten es ohne Umweg und Verluste zurück nach Kuta geschafft. In Kuta fühlten wir uns wohl. Nun suchten wir eine Unterkunft für die nächsten vier Wochen. Bedingungen: Ein Privatzimmer in der Nähe des Zentrums mit funktionaler Warmwasser-Dusche, einer ausgestatten Küche (idealerweise mit Standmixer für Smoothies), Klimaanlage und gutes WiFi. Ja, wir stellten hohe Ansprüche. Das Ganze durfte dabei nicht mehr als CHF 10.— pro Nacht kosten, also 5.— pro Person. Auf den Portalen Booking, Agoda und Hostelworld fanden wir nichts was unseren Ansprüchen genügen würde. Auch als wir uns im Zentrum und in der näheren Umgebung an den «Rooms available»-Schildern orientierten, wollte nichts Perfektes dabei sein. Letzte Chance Air-B&amp;B.</p>



<p>Ich hatte Air-B&amp;B in Asien nie wirklich in Betracht gezogen, aber es konnte ja nicht schaden. Die Auswahl war gering, aber darunter war ein Juwel – Hallway Homestay. &nbsp;Wir machten uns auf den Weg die Bleibe und die Gegend zu besuchen. Vor Ort trafen wir Uyun – der Boss auf dem Platz. Ihrem Mann gehörte dieser Bungalow-Komplex, wenn man es so nennen will. Aber Uyun hatte klar die Hosen an. Wir schauten uns das Zimmer an und es war perfekt! Alle unsere Bedingungen schienen erfüllt. Nun ging es um den Preis und Uyun hatte Verhandlungsgeschick. Wir einigten uns auf exakt CHF 10.— pro Nacht inklusive Frühstück. Was für ein Deal! Ein Deal der alle glücklich stimmte!</p>



<p>Nachdem uns Uyun noch einen Roller zu einem Spotpreis organisieren konnte, fuhren wir zu unserem alten Hostel, packten unsere Sachen, checkten aus fuhren zurück zu unserem neuen zu Hause, schmissen unser Gepäck in eine Ecke und zelebrierten unsere neue Bleibe, die warme Dusche, das offerierte Frühstück und das verdammt geile Leben!</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">To-Do Liste Kuta</h2>



<p>Ganz ohne Verpflichtungen und ohne Hausaufgaben blieben wir
dann doch nicht in Kuta. Auf unserer To-Do Liste waren folgende Punkte
aufgeführt. Denises Reisepass in Mataram abholen, Oli’s Visarun, Surfen, Denise
musste einen Job in Australien finden, Surfen, Lion King 2 gucken, Handstand
üben, zusammen kochen, Surfen, ein Blogbeitrag schreiben, Einen Kaffeefilter
bauen (da die Indonesier einfach nicht wissen wie man einen Kaffee zu trinken
hat – sorry) und zu guter Letzt das Surfen!</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Mataram – Visa und Spielhallen</h2>



<p>Denise hatte Ihre Visaverlängerung beantragt, noch bevor wir
den Bootsausflug nach Flores anraten. Entsprechend mussten wir den ihren Pass
nur noch in Mataram auf der Imigrasi abholen. Dies lief wie geschmiert. Die einstündige
Anreise sollte nicht nur des Reisepasses wegen sein. Wir verbrachten die
restliche Zeit des Tages damit in Einkaufszentrum rumzuirren wobei wir eine
Spielhalle entdeckten. EINE SPIELHALLE! Vom Airhockey-Tisch über ein
Shootergame zum Virtuellen-Motorradrennen und Tanzwettbewerb – unser inneres
Kind war geweckt! Wir kauften uns die benötigten Credits und probierten die
besten Spiele aus. Wir lachten, schwitzten, fluchten und lachten wieder. Denise
konnte zwar den Gesamtsieg einheimsen aber bei der Königsdisziplin, Airhockey,
konnte ich meine Ehre wahren.&nbsp; </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Visarun</h2>



<p>Ich hatte bereits zwei Monate in Indonesien verbracht und
wie es sich herausstellte, waren 60 Tage bei weitem nicht genug. Ich brauchte
mehr Zeit für dieses wunderbare Land. Zwei Monate in Indonesien bedeuteten auch,
dass ich mein Visa nicht mehr im Land selber verlängern konnte. Ich musste also
das Land verlassen und erneut einreisen, um ein gültiges Visum für die nächsten
30 Tage, mit der Option auf 60 Tage zu verlängern, zu erhalten. Ein klassischer
Visarun stand mir bevor. Ich suchte den günstigsten Flug vom nahegelegenen
Flughafen in Lombok nach «mir absolut egal» wohin. Die Suche ergab, dass Kuala
Lumpur (KL), Malaysia die günstigste Destination für einen Hin- und Rückflug
war – natürlich am selben Tag. Ich kaufte einige Snacks, packte meinen Laptop
und die Kopfhörer in meinen Daypack und tritt meinen kleinen Tagesausflug an.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Lombok – Kuala Lumpur – Lombok</h2>



<p>Morgens um sechs Uhr bestieg ich den Flieger und landete pünktlich in KL. Nach Erkundigung des Flughafens setzte mich in das günstigste Restaurant mit WiFi – ein Burger King. Ich arbeitete an einem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Blogpost  (öffnet in neuem Tab)" href="https://thebigstep.ch/blog/lombok-flores-ueber-matrosen-travelhacks-und-olis-glueck/" target="_blank">Blogpost </a>bevor es Zeit wurde meinen Rückflug anzutreten. Gleiches Prozedere wie auf dem Hinflug. Beim betreten des Flugzeuges begrüsste mich die gleiche Crew wie bereits auf dem Hinflug. Ein eigenartiger Moment.</p>



<p>In Lombok angekommen dachte ich mir die Einreise würde einfach von der Hand gehen – aber da waren ja wieder die Offiziellen von der Einwohnerbehörde. Der Herr war korpulent, um es höflich zu beschreiben. Er hatte eine stramme Frisur und ein unehrliches Lächeln im Gesicht. Die Frau vor mir, sie hielt einen französischen Pass, hatte denselben Tagesausflug wie ich hinter sich – ein Visarun nach KL. Die Beamte bohrte bei ihr unaufhörlich nach, wieso sie denn am selben Tag ein uns ausreiste und wieso sie sich so lange in Indonesien aufhalten würde und ob sie einer Arbeit nachgehe. Es war 22:30 und weder sie noch ich hatten die Nerven sich mit den Beamten zu streiten. Nachdem sie die Beamten überzeugen konnte, dass sie lediglich reise, erhielt sie den Einreisekleber und Stempel.</p>



<p>Ich war an der Reihe. Gleiches Spiel. Ich sagte, ich könne ihm die Fotos meiner Destinationen, meine Reiseroute und meine Homepage zeigen – ich will bloss Indonesien bereisen. Ich war zu müde und mir war nicht nach Spiel und Spass – darum setzte ich auch kein Lächeln mehr auf. Erstaunlich schnell nickte er, stempelte den Pass und gab mir noch den Tipp – «next time, apply for a six month visa – that’s the cheaper option» Ich solle also von Beginn an ein sechs Monate Visa beantragen, dies sei günstiger. Jajaja dachte ich mir. Eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung würden seiner Figur zugutekommen – dachte ich laut vor mich hin.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Surfen</h2>



<p>Ich wollte endlich surfen. Kuta war ein idealer Ausgangspunkt, um mit dem Surfen zu beginnen. Denise stand bereits zwei oder drei Male auf dem Surfbrett. Ich genau einmal und das vor gefühlten fünf Jahren. Wir erkundeten uns bei Mutti Uyun, welcher der richtige Strand für Anfänger sei, wonach sie uns den Ort auf der Karte zeigte.</p>



<p>In den folgenden vier Wochen verbrachten wir unzählige Stunden am Strand, im Wasser und natürlich auf dem Board. Wir blieben unserem Surfshop, Hary’s, treu. Er, sowie die anderen Surfer und Surflehrer dort, wurden zu Freunde. Das Surfen haben wir uns schrittweise selbst beigebracht. Wir haben uns unzählige Surfvideos angeschaut, die Einheimische um Tipps gebeten und natürlich stundenlang geübt. Unzählige Male wurden wir von der Wucht der Wellen unter Wasser gedrückt, mitgerissen oder einfach weggespült. Öfters frustrierend aber immer wieder lehrreich. Wir halfen einander und gaben uns Tipps. Denise spürte es, sobald ich unkonzentriert, ungeduldig oder hungrig wurde – ohne dass ich es je zugeben wollte. Sie behielt natürlich recht.</p>



<p>Wir wurden besser, Welle für Welle. Wir machten beachtliche Fortschritte und wechselten bereits nach kurzer Zeit vom Anfängerboard zum fortgeschrittenen, kürzeren und schmaleren Hardtop. Jeder Tag auf dem Surfboard endete mit brennenden Schulter- und Rückenmuskeln sowie neuen Schnitten an den Füssen und Beinen. Dabei immer begleitet von einem unglaublichen Glücksgefühl. Ich liebte es. </p>


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<h2 class="wp-block-heading">Kaffeefilter</h2>



<p>Der Kaffee in Indonesien ist an sich ganz ok. Aber die Weise wie er serviert und getrunken wir, damit konnte ich mich nicht anfreunden. Der gemahlene Kaffee wird nicht gefiltert. Stattdessen wird das Pulver in eine Tasse gegeben und mit heissem Wasser aufgegossen. Kurz umrühren, zwei Minuten sitzen lassen und geniessen. Gegen Ende musste man dann vorsichtig schlürfen, um nicht etwas den Kaffeesatz zu trinken. Nein, so will ich meinen Kaffee nicht trinken. Ich wollte meine Tasse Kaffee geniessen, ohne dabei zu achten, ob ich bereits am Kaffeesatz nuckle oder nicht.</p>



<p>Denise war mit einem nachgewiesenen IQ von 129-134 hochbegabt. Ich als Ingenieur liebe das Lösen von Problemen und Optimieren von Systemen. Wäre ja gelacht, wenn wir für ein solch einfaches Problem keine kostengünstige Lösung finden würden. So geschah es, dass Denise aus normalem Haushaltspapier einen Filter designte und faltete, während ich eine PET-Flasche zu einem Filter-Chassis umfunktioniert. Das Resultat war ein funktionaler Kaffeefilter.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Travelhack</h2>



<p>Mein Travelhack für diesen Blogpost: Lokale SIM Karten. Wo immer man in Südostasien hinreist, sollte man sich eine einheimische SIM-Karte beschaffen. SIM Karten werden oft an jeder Ecke verkauft und kosten meistens CHF 1.&#8211; bis 3.&#8211;. Das Datenpaket, welche man sich dazukauft, kostet in der Regel zwischen CHF 5.— bis 15.— pro Monat, je nach gewünschter Datenmenge. Mit dem Internet auf dem Smartphone ist man frei. Man kann sich günstige Taxis/Grab/Uber bestellen, die besten Hostelangebote von unterwegs reservieren, Musik hören, auf der Reise Bücher herunterladen, Wörter übersetzen und mit Freunden und Familie kommunizieren, ohne dabei auf ein WiFi angewiesen zu sein.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Küche mit dem Wellblechdach</h2>



<p>Endlich wieder eine einigermassen ausgestattete Küche. Wir vermissten
Smoothies, selbstgemachtes Knoblauchbrot und Pasta al dente. Daher gönnten wir
uns fast täglich eine selbstgemachte Leckerei. Es harmonierte in der Küche.
Selbst mit den stumpfen Messern und viel zu kleinen Schneidebrettern,
harmonierte es zwischen uns. Denise wusste wie man ein gutes Shakshuka
zubereitet und so stand dieses Gericht öfters auf dem Speiseplan. So geschah
es, dass währenddessen sie Tomaten einkochte und ich den Knoblauch und die
Zwiebeln hackte, es plötzlich auf dem Wellblechdach über uns knallte – BAAAM! «What
the fuck?! What was that?» Es waren der Einschlag einer Kokosnuss. Die
Kokosnüsse fielen von der 15m hohen Palme runter auf das Dach über unseren
Köpfen und erzeugten dabei ein gewaltigen Knall. Beim ersten Mal habe ich mir
fast in die Hosen geschissen. Danach erschreckte ich mich nur noch – jedes Mal
fast zu Tode. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ernährung</h2>



<p>In Indonesien veränderte sich meine Ernährungsweise
ungewollt. Fleisch vom Rind war teuer. Schweinefleisch gab es, aufgrund des
gelebten muslimischen Glaubens auf der Insel, nicht. Ich musste mich mit Poulet
und Fisch begnügen. An einem durchschnittlichen Tag ass ich Reis mit Gemüse,
Tempe, Eier, Bananen, Mangos und Pfannkuchen. Dabei verzichtete ich auf
Süssgetränke, trank viel Wasser, gönnte mir meinen Tee und Kaffee hauptsächlich
schwarz und reduzierte meinen Alkoholkonsum auf ein Minimum. Die billigste
Flasche Wein kostete schliesslich CHF 20.— und war dennoch ungeniessbar. Guter
Wein kostete entsprechend mehr. Trotzdem gönnten wir uns hier und da ein Glas
Wein, ein kühles Blondes oder ein Cocktail. Zusammen mit dem vielen Surfen,
Schnorcheln und Laufen, fühlte ich mich tatsächlich so fit wie lange nicht
mehr. Läuft soweit.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Essenskultur</h2>



<p>Die indonesische Küche war an sich abwechslungsreich, wobei
Reis oft die Basis für praktische jede Mahlzeit bildet. Aber auch in Sachen
Desserts gibt es die eine oder andere Köstlichkeit. Rückblickend entdeckte ich
für mich das Dessert Terang Bulan – ein überdimensionaler und kalorienreicher
Pfannkuchen. Aber auch Gado Gado, ein Warmer Salat mit Erdnuss-Sauce, Satay
Spiesse sowie die Klassiker Nasi- und Mi Goreng (gebratener Reis oder Nudeln
mit Gemüse oder Poulet) oder Nasi Campur (Reis mit unterschiedlichen Zutaten
von Buffet wie Tempe, Eier, Gemüse, Curry, Fish) sind nicht zu verachten.</p>



<p>Am Tag besuchten wir meistens die lokalen und günstige
kleinen Restaurants namens Warung. Nasi Campur stand immer weit oben auf der
Liste. Man konnte sich buffetmässig sein sättigendes Essen zusammenstellen
lassen &#8211; für umgerechnet CHF 1 &#8211; 1,50. Aber natürlich durfte es auch mal eine
Poke-Bowl für CHF 5.&#8211; beim Restaurant um die Ecke sein. Wir liessen es uns auf
jeden Fall gut gehen. </p>



<p>Kleine Anmerkung, die Indonesier essen ohne Messer. Wenn
nicht gerade mit den Händen gegessen wird, findet man im Restaurant/Warung nur
Löffel und Gabel. Das Essen wir meistens in entsprechend mundgerechten Stücken
zubereitet, sodass nichts geschnitten werden muss. Wenn man grossen Hunger
mitbringt, kann man das Gericht einfach in sich hinein schaufeln. Höchst
effizient.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Faszination</h2>



<p>Nachdem Denise mir bereits die Ukulele-Grundlagen und den
Handstand beibrachte, lehrte sie mir täglich neue Dinge – oft unbewusst.</p>



<p>Sie spricht ein unfassbar reines Englisch, begleitet von
einem immensen Wortschatz. Selbst Engländer halten es oftmals für unmöglich,
dass sie als gebürtige Holländerin, nie in England gelebt hat. Aufgrund dessen
bat ich sie mich zu korrigieren, alsbald ich mich falsch oder unschön auf
Englisch ausdrückte.</p>



<p>Sie vermittelte mir die Bedeutung von Akkuratesse und die Nützlichkeit der Sorgfalt und die Liebe zum Detail. Beispielsweise spielte es eine Rolle ob die Ukulele genau abgestimmt war und nicht etwa nur soso lala. Beim Surfen war es wichtig auf die richtige Welle zu warten und dabei das Momentum des Aufstehens abzuwarten. Beim Zuhören einer Geschichte spielen oftmals Details eine zentrale Rolle.</p>



<p>Weiter lehrte sie mir die Meinung unwichtiger oder
unbedeutenden Personen nicht zu stark zu gewichten. Auch mal etwas zu tun, ohne
sich Gedanken zu machen was andere davon halten – einfach machen. Daran muss
ich mich noch herantasten.&nbsp; </p>



<p>Es war auch Denise die mir zeigte, dass man sich des Öfteren
etwas gönnen muss. Bis anhin hatte ich eine «hauptsache günstig»-Einstellung.
Dabei ist es besonders während einer Reise mit einem geringen täglichen Budget
wichtig, dass man sich auch mal etwas gönnt. In unserem Fall war das der Wein
mit gutem Käse, ein Essen beim Italiener oder ein Privatzimmer mit warmer
Dusche.</p>



<p>Ich bin immer noch unglaublich fasziniert von ihrer ehrlichen
und offenen Persönlichkeit. Geschmückt mit Sarkasmus und Humor. Basierend auf
ihrer atemberaubenden Erscheinung und der imponierenden Intelligenz – Ich hatte
den Glauben an so etwas Schönes bereits aufgegeben. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Australien</h2>



<p>Für das Reisen benötigt man Geld. Denise war, wie ich auch, seit bald knapp einem Jahr unterwegs. Dabei neigte sich Ihr Budget langsam dem Ende zu. Damit sie nicht in die Niederlande zurückkehren musste, verschaffte sie sich ein Work &amp; Travel Visa für Australien. Dieses Visa erlaubt es ihr in Australien zu arbeiten und Geld zu verdienen um anschliessend weiterreisen zu können. Als Schweizer können wir leider kein solches Visa beantragen. Australien ist dabei ein sehr teures Land. Das Problem liegt also auf der Hand. Denise wird für die nächsten Monate in Australien Geld verdienen und ich werde leider vorübergehend nicht mehr bei ihr sein können. Wir beide wussten um die bevorstehende Situation. Der Tag der Verabschiedung näherte sich unaufhaltsam. Natürlich vergehen die Tage welche man mit einem geliebten Menschen verbringt viel schneller als die Zeit ohne diesen Menschen. Gerade hatte ich mich an ihre Wärme, ihre erfrischende Persönlichkeit und ihre Liebe gewohnt und schon mussten wir uns vorübergehend voneinander trennen. Die letzten beiden Tage waren wunderschön und unterhaltsam aber auch intensiv und emotional. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Der schwerste Abschied</h2>



<p>Der Tag war gekommen. Ich fuhr Denise mit dem Roller zum internationalen
Flughafen Lombok. Wir liefen zum Schalter und checkten Ihren grossen Backpack ein.
Dabei behielten wir beide die Fassung. Wir lächelten uns zu, schauten uns in
die Augen. Gesprochen haben wir dabei nur wenig. Meine Augen waren feucht und
meine Lippen zitterten unaufhörlich. Nach dem Check-in schnappte sich Denise ihre
Ukulele und ich ihren Daypack. Über die Rolltreppe liefen wir Hand in Hand zur
Passkontrolle und hielten kurz davor an. Wir fielen uns in die Arme und weinten
drauflos. Ich heulte wie ein Schlosshund. Ich war nicht im Stande zu sprechen. Kennst
du das Gefühl, wenn kein Ton aus dir rauskommt, wenn dir die Stimme wegbleibt –
genau das passierte gerade mit mir. Ich wollte ihr noch ein letztes Mal sagen,
was sie mir bedeutete und dabei kam kein Piep über meine Lippen. Und weil
Denise eben Denise ist und über ein unglaublich gutes Gespür verfügt, sprach
sie mir mit bebender Stimme von der Seele und fragte: «you can’t talk right?».
Sie hatte recht, ich konnte nicht sprechen. Wer würde da nicht gleich wieder
anfangen zu weinen. Es war mir egal was die vorbeilaufenden Passagiere dachten,
für mich gab es in diesem Moment nur Denise. So vergingen einige der
intensivsten Minuten meines Lebens.</p>



<p>Es wurde Zeit, sie sollte auf keinen Fall ihren Flug verpassen. Noch ein letzter Kuss gefolgt von einem «I love you». Dann passierte Denise die Passkontrolle legte ihr Gepäck auf das Rollband und reihte sich hinter dem Personenscanner ein. Unsere Blicke wichen nicht voneinander. Denise war an der Reihe passierte die Schranke und war weg. In diesem Moment fühlte ich wie jemand gerade ein Teil von mir weggerissen hat.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Und jetzt?</h2>



<p>Denise und ich sind uns einig, wir glauben an unsere
Beziehung. Es ist zwar ein ganz schöner Kraftakt eine so junge Beziehung, über
einen längeren Zeitraum und dieser Distanz aufrecht zu halten. Jedoch will ich
für Denise nichts unversucht lassen. Auch Denise empfindet gleich.<br>
Beim Gedanken an Vertrauen läuft es mir verständlicherweise kalt den Rücken
runter. Aber so spielt das Leben. In dem Sinne, Herausforderung angenommen!</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/kuta-ein-zuhause-das-surfen-und-ein-schwerer-abschied/">KUTA &#8211; EIN ZUHAUSE, DAS SURFEN UND EIN SCHWERER ABSCHIED</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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		<title>LOMBOK &#038; FLORES &#8211; ÜBER MATROSEN, TRAVELHACKS UND OLI&#8217;S GLÜCK</title>
		<link>https://thebigstep.ch/blog/lombok-flores-ueber-matrosen-travelhacks-und-olis-glueck/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Nov 2019 08:42:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Freiwillig gefangen in Indonesien Nach den ereignisreichen Wochen auf Bali und den Nusa Inseln, soll nun die Gegend weiter im Osten bereist werden. Gili, Lombok<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/lombok-flores-ueber-matrosen-travelhacks-und-olis-glueck/">LOMBOK &#038; FLORES &#8211; ÜBER MATROSEN, TRAVELHACKS UND OLI&#8217;S GLÜCK</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Freiwillig gefangen in Indonesien</h2>



<p>Nach den ereignisreichen Wochen auf Bali und den Nusa Inseln,
soll nun die Gegend weiter im Osten bereist werden. Gili, Lombok und Flores
versprechen ordentlich Stoff, worüber geschrieben werden muss. In dem Sinne,
auf geht’s. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Gili Trawangan – Oh, hey there!</h2>



<p>Ich konnte es kaum erwarten nach Gili Trawangan zu reisen. Ich wusste um das hohe touristische Aufkommen auf der Insel. Dennoch war ich schon immer darum bemüht, mir meine eigene Meinung über Orte und Sehenswürdigkeiten zu bilden. Die anhaltende Vorfreude verdankte ich sicherlich meinem Empfangskomitee: Denise. Ich hielt Sie auf dem Laufenden in der Hoffnung, dass wir uns bereits am Hafen wiedersehen würden – und so geschah es. Das Boot lief im Hafen ein und ich sah sie bereits ungeduldig am Strand stehen. Aufgrund der getönten Scheiben konnte ich sie, sie aber mich nicht sehen. Ich eilte aufs Deck, lief über die schmale Treppe runter zum Sandstrand und schnurgerade auf Denise zu. Meine Knie wackelten und meine Pumpe raste wie verrückt, das Atmen fiel mir schwer und mein Grinsen war unkontrollierbar. «Oh, hey there» war alles was ich in diesem Moment über die Lippen brachte.<br><br>Nach der Begrüssung, auf die ich mich sehnlichst gefreut hatte, stellte Denise dann eine berechtigte Frage: «Where is you big backpack?» Ach ja, scheisse, mein Rucksack. Dieser wurde von der Crew am Strand abgeladen. Denise war zwar bei weitem mein wertvollstes Hab und Gut – auf den Rucksack wollte ich allerdings nicht verzichtet. «Thank you Denise» und hallo Gili Trawangan. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Aktivitäten</h3>



<p>Gili T, wie die Insel umgangssprachlich genannt wird, war winzig. Mit dem Fahrrad konnten wir die Insel innert 20 Minuten umfahren. Denise, als gebürtige Holländerin und ich, ein alter Haase im Fahrradgeschäft, sehnten uns nach einem Drahtesel und dem umherkurven auf den unebenen Strassen. Dabei waren weder die Fahrräder noch die Strassen deren Namen würdig. Das Fahrrad hätte mühelos zu Werbezwecken für das Anti-Rostspray WD40 dienen können. Und wollte man bremsen, war es effektiver in den Sand zu fahren, als sich auf die abgeschliffenen Gummiklötze zu verlassen.<br /><br /> Das Angebot an Aktivitäten war ansonsten überschaubar. Auf das Tauchen verzichteten wir. Jedoch gönnten wir uns einen Schnorchel-Trip, badeten fast täglich in der Sonne und genossen authentisches indonesischen Essen. Die Insel verliessen wir nach wenigen Tagen. Die noch kleineren Nachbarinseln Gili Meno und Gili Air umfuhren wir während unseres Schnorchel-Trips und ich wollte keine Übernachtung, nur des Besuches wegen, auf jenen Inseln einlegen. Nächster geplanter halt war Lombok.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Travelhack</h3>



<p>Ich mag es, bestehende Systeme oder Zustände zu optimieren. Sei es um Zeit zu sparen, mehr aus seinem Geld zu holen oder zur Steigerung des eigene Wohlbefindens. Die Tipps dazu werde ich von nun an als «Travelhack» oder Reisetipp veröffentlichen. Dabei würden die meisten Ideen oder Tipps aus eigener Erfahrung entspringen, wobei auch eine gute aufgeschnappte Idee darunter sein kann. Hier also mein erster <strong>Travelhack</strong>:<br /> Übernachtungen in indonesischen Hostels oder Homestays möglichst mit Frühstück buchen. Oftmals wird in solchen Fällen 24h Wasser, Kaffee und Tee angeboten. Nicht selten ist eine Küche, die benutzen werden darf, vorhanden. Wer sehnt sich denn nicht nach einem guten alten Gericht aus der Heimat oder einfach mal nach einem Teller Pasta oder einer Käseplatte. </p>



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<h2 class="wp-block-heading">Lombok</h2>



<p>Östlich von Bali befand sich Lombok. Die Insel hatte eine beachtliche Grösse. Erholung, Abenteuer und Natur, Lombok hatte alles zu bieten. Dabei war die Insel bei weitem nicht so stark mit Touristen geflutet, wie vergleichsweise Bali. </p>



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<h3 class="wp-block-heading">Kuta auf Lombok</h3>



<p>Wir peilten gleich Kuta im Süden von Lombok an. Unter
Touristen bereits bekannt, hatte Kuta eine Vielzahl von Stränden zu bieten. Auch
auf Bali gab es die Partygegend Kuta, diese war jedoch mit Kuta auf Lombok
überhaupt nicht zu vergleichen. &nbsp;Auf
Lombok suchten wir einen Ort zum Sonnenbaden und Surfen und Kuta schien dafür
perfekt zu sein. In die Umgebung von Kuta verliebten wir uns schnell. Darum
planten wir nach unserem Schnupperaufenthalt, diese Gegend zu einem späteren
Zeitpunkt intensiver zu besuchen. Über die Geschichten und Erlebnisse in Kuta
schreibe ich liebend gerne in einem späteren Beitrag.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Tetebatu</h3>



<p>Nach Sonne, Strand und Cocktails mit kleinen Schirmchen, wollten wir uns in die Natur zurückziehen. Mit Denise zu reisen war unbeschwerlich. Ich mussten keine unangenehmen Anpassungen oder Einschränkungen vornehmen. Es war mühelos, simpel und für mich sehr willkommen.</p>



<p>In Tetebatu angekommen, irrten wir in den umliegenden Reisfeldern herum, erkundeten das Nachbardorf und genossen die Ruhe in unserem Bungalow. Weisse Touristen und Backpacker waren in dieser Gegend rar. Auf der Strasse wurde uns zugewunken, wir wurden dauernd angelacht und immer wieder wollte man ein Foto von oder mit uns. Besonders Denise war ein Superstar. Eine grosse, hellhäutige Europäerin mit grossen blauen Augen war für viele etwas, was sie nur aus dem Fernseher kannten. Uns wurde gezeigt, dass sie einem indonesischen Superstar glich. In der Tat hatten beide so einige Gemeinsamkeiten. Sie wiederspiegelte gewissermassen das Wunsch- oder Schönheitsideal der jungen indonesischen Mädchen.</p>



<p>Zurück im Bungalow lehrte mir Denise die einfachsten und wichtigsten Akkorde auf ihrer Ukulele, welche ich nun tatsächlich beherrsche. Ein unbeschwerliches Leben, welches ich zurzeit geniessen darf. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Wasserfälle</h4>



<p>Nebst den saftigen Reisfeldern waren die Wasserfälle von
Kelambul und Stokel, unweit von Tetebatu entfernt, die Hauptattraktion in der
Gegend. Unser Hostelbesitzer organisierte uns einen Roller. Wir packten unsere
Kameras, die Badekleidung und genügend Trinkwasser ein. Denise zeigte mir die
Richtung und ich fuhr uns durch die schmalen, meist asphaltierten Strassen zu
den Wasserfällen. In einigen Wochen sollte die Regenzeit beginnen und so waren
jene Wasserfälle nicht ganz so mächtig wie während oder direkt nach der
Regenzeit. </p>


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<h2 class="wp-block-heading">Thank you!</h2>



<p>Dieses wohltuende Gefühl von Nähe, diese Harmonie zwischen mir und Denise.<br /> Im Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/koh-rong-samloem-mpay-bay-i-loved-you/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="KOH RONG SAMLOEM – M’PAY BAY – I LOVED YOU! (öffnet in neuem Tab)">KOH RONG SAMLOEM – M’PAY BAY – I LOVED YOU!</a> versuchte ich jenes Gefühl zu beschreiben, welches mir Denise gibt. Meine Hoffnung wurde von Vorsicht und das Glücksgefühl von Angst begleitet. Ich war vorbelastet und geprägt. Denise vermochte mich zu beruhigen. Sie rührte mich. Plötzlich schien alles möglich. Wir waren beide bodenständige, rational handelnde Realisten. Doch auch in unseren Welten findet sich Platz für das Unabsehbare. Auch in unseren Welten waren Liebesgeschichten möglich. Denise hat es geschafft mich wieder an Prinzipien glauben zu lassen, welche ich zu verdrängen vermochte. Ehrliche Zuneigung, das zwischenmenschliche Vertrauen und das Gefühl von Liebe. Denise brachte mir das unbezahlbare Gefühl von Lebensfreude zurück. Ich wünschte mir von nun an Denise an meiner Seite und wir beide wollten wissen, wo uns unsere Reise hinführt. Lange Geschichte kurz, ich liess Denise in mein Leben.</p>


<div class="ub_image_slider swiper-container wp-block-ub-image-slider" id="ub_image_slider_582fedb9-5b7e-4649-854c-eae1a22b0ca4" data-swiper-data='{"spaceBetween":20,"slidesPerView":1,"loop":true,"pagination":{"el": ".swiper-pagination" , "type": ""}
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<h3 class="wp-block-heading">Senggigi</h3>



<p>Unser vorerst letzter Halt auf Lombok war Senggigi, ein Aussenbezirk der Inselhauptstadt Mataram. Senggigi war unser Sprungbrett für das nächstes Abenteuer auf Komodo &amp; Flores und zudem ein idealer Ausgangsort um die Stadt Mataram zu besuchen. In Mataram musste Denise ihr Visa um weitere 30 Tage verlängern. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir, dass wir nach dem bevorstehenden Bootstrip nach Lombok zurückkehren würden und sie ihren Pass anschliessend wieder in Mataram abholen könnte. Senggigi war an sich nicht spektakulär. Es war an der Zeit einige Tage wieder so richtig faul zu sein. Spät aufstehen, Filme auf dem Laptop schauen, Musik hören und dabei schief mitsingen, sich guten Essen gönnen und die besten Kindheitsgeschichten erzählen. Wir buchten uns in das Abenteuer Flores und Komodo-Nationalpark ein, packten unsere Habseligkeiten zusammen, checkten aus und verabschiedeten uns von Lombok – vorerst. Nächstes Abenteuer Komodo Nationalpart.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Komodo und Flores</h2>



<p>Den Nationalpark von Komodo und die Insel Flores konnte man
auf mehrere Arten besuchen. Wir entschieden uns für einen viertägigen Bootstrip
von Senggigi aus. Komodo war ein riesiger Nationalpark und für die gewaltigen dinosaurierartigen
Komodo-Drachen bekannt. Drei, vier Meter grosse, gut 80kg schwere
Rieseneidechsen. Der Nationalpark war weitläufig und hatte einiges mehr zu
bieten. Die Highlights wären ein pinkgefärbter Sandstrand, die Bucht der
Manta-Rochen, Aussichtspunkte auf Padar-Island, niedliche Wasserfälle,
unzählige Korallenriffe und glasklares Wasser. </p>



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<h3 class="wp-block-heading">Lichtet die Anker</h3>



<p>Im Hafen von Senggigi gab uns die Crew ein kurzes Briefing
über die Drachen, die Fische, die Korallen und das Programm. Die schlechte
Nachricht dabei war, dass wir in der Manta-Rochen-Bucht nicht halten durften.
Die Rochen, die Bucht und das Gewässer musste sich von Zeit zu Zeit erholen und
so wurde die Bucht für einige Tage, zumindest für grössere Boote, gesperrt. Tja
so spielt das Leben. Nichtsdestotrotz befürworte ich solche Massnahmen. Dies
war also mein zweiter Versuch die Manta-Rochen zu bestaunen, wann aber werde
ich diese Manta-Rochen zu sehen bekommen. Egal, nach der kurzen Einleitung
deckten wir uns noch mit einigen Bieren ein und liessen uns zum Boot
chauffieren. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Ahoi Matrosen</h3>



<p>Nach dem Boarding bezogen wir unsere Betten und machten es uns gemütlich. Von Betten kann man nicht wirklich sprechen. Vielmehr handelt es sich um Matratzen, welche auf dem oberen Deck am Boden nebeneinander aufgereiht waren. Sehr simpel halt. Duschen/WCs gab es drei Stück im unteren Deck. Der Essensbereich war zu gleich der Meetingraum und der Treffpunkt für das Abendprogramm. Für die etwas bequemeren Touristen gab es Kabinen zu mieten, welche jedoch unser Budget gesprengt hätten. Nach einem ersten Beschnuppern des Bootes, der Crew und natürlich der anderen Mitsegelnden, glitten wir durch das Meer und genossen dabei unser Mittagessen. Dreimal tätlich wurde für uns gekocht und zwischendurch gab es Wasser, Tee, Kaffee und süsses Gepäck. Wir peilten eine nette kleine Insel an und genossen auf der Hügelspitze den ersten wunderprächtigen Sonnenuntergang. Soweit ganz nett. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Das Leben auf dem Boot</h3>



<p>Die nächsten Tage liefen meist ähnlich ab. Am Tag glitten
wir einige Stunden übers Wasser, legten hier und da den Anker, um einen Strand
oder eine Insel zu erkunden, sprangen vom Boot ins kühle Nass und schnorchelten
bis unsere Hände runzelig wurden. Zwischendurch wurden wir verpflegt und
nachdem sich die Sonne verabschiedete, gönnten wir uns ein wohlverdientes Bier.
Alle verstanden sich prächtig uns die Stimmung war ausgelassen und locker. Die
Crew liess uns hier uns da auch vom Boot fischen, wobei deren Erfolgsquote weit
über unserer lag. Übung macht wohl auch hier den Meister.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Eine schaukelige Angelegenheit</h3>



<p>Ich der zweiten Nacht wurde es dann unruhiger. Die Bucht, in der wir eigentlich noch etwas länger bleiben wollten, mussten wir frühzeitig verlassen. Der Kapitän erfuhr von der unruhigen See und den herannahenden Wellen. Folglich war es das Beste, wenn er etwas früher als geplant die lange 18-stündige Anfahrt zum Komodo-Nationalpark in Angriff nahm. Na dann, let’s go. Da ich bereits einige Zeit auf Booten, Nussschalen, Kajaks oder einfach so im Wasser verbracht hatte, war ich davon überzeugt, dass ich Seekrank-Resistent war. Falsch gedacht. Nach einer dreistündigen Schaukelfahrt und dem Abendessen, wurde auch mir etwas unwohl. Ich gönnte mir eine Tablette gegen Reiseübelkeit und legte mich eine Stunde hin. Es half und die Fahrt wurde erträglicher.<br /><br />Es gab drei Reisekrank-Typen. Die Immunen, welche überhaupt kein Problem mit dem Geschaukel hatten – Denise war einer von denen. Daneben gab es solche, die etwas Mühe hatten, aber dennoch wohlauf waren. Zu denen zählte ich mich. Und schliesslich die «Ich kotz mir das Essen der vergangenen drei Tage aus dem Leib, begleitet von einem unüberhörbaren Geschrei». Japp, da half auch keine Tablette gegen Reiseübelkeit mehr. Diese hingen für gefühlte vier Stunden über der Reling und konnten nichts dagegen machen. Also einfach mal raus damit, Detox-Express. Ab einem gewissen Zeitpunkt waren wir alle müde und erschöpft und sehnten uns nach Schlaf. Am nächsten Morgen waren wir dann bereits in den Gewässern des Nationalparks und das Meer hatte sich normalisiert. Was für eine Schaukelpartie.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Nationalpark</h3>



<p>Wir peilten zuerst Komodo- und danach Rinca Island an. Auf beiden der Inseln lebten die Komodo-Drachen in freier Wildbahn. Da diese Eidechsen für den Menschen gewissermassen bedrohlich sein konnten, begleitete uns ein Park-Ranger. Er wusste wo die Drachen zu finden waren und mit welchem Abstand und Verhalten man sich an die Tiere heranwagen durfte. Wir hatten Glück und sahen in beiden Parks die Drachen. Die Biester waren irgendwie cool. Auf mich wirkten sie wie Krokodile, einfach mit kleinerem Kopf. Ihre Jagt-Taktik war ziemlich simpel, aber effektiv. Sie tarnten und versteckten sich im Gebüsch, bis ein Affe oder ein Wasserbüffel um die Ecke kam.  Blitzschnell sprangen sie aus ihrem Versteck und bissen Sie ihr Opfer, das wars. Ihr Speichel ist giftig und wird die Beute innert einiger Stunden tot umfallen lassen. Sie müssen also lediglich jenem Vieh nachlaufen und abwarten. Cool. Nach einigen Schnappschüssen ging es zurück aufs Boot, um zum nahegelegenen pinken Stand zu fahren. Der weisse Sand enthielt rote Korallenkörner und so schimmerte der Strand in einem leichten pink – niedlich. Aber die Anzahl der Touristen liess die eindrückliche Kulisse verblassen. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Flipflop Gate</h3>



<p>Nachdem ich in Laos mein erstes geliebtes Flipflops-Paar wegschmeissen musste, verabschiedete sich nun auch das zweite Paar. Während dem Spaziergang im Nationalpark stolperte ich über einen latenten Ast. Der Knopf, der die Laschen und die Sohle zusammenhielt, riss dabei ab. Der eine Flipflop und in dem Sinne das Paar, war unbrauchbar und ich wieder ohne Schuhwerk unterwegs. Ich weiss, wer läuft den mit Flipflops durch einen Nationalpark? Zu meiner Verteidigung muss ich ergänzen, dass ich mich meistens an Stränden auf einem Surfbrett oder im Wasser aufhalte und dabei ohnehin kaum Schuhwerk tragen muss. Dementsprechend mussten Flipflops für diesen Fall genügen. Also weiter im Text. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Haus am Meer</h3>



<p>Wir genossen den letzten Sonnenuntergang von einem menschenleeren Strand aus. Ich und Denise fantasierten über die Art und Weise wo und wie man hier ein Haus bauen würde. Ich hatte meine klaren Vorstellungen und Ideen über ein vorbildliches Haus und sie, als Architektin, hatte selbstverständlich weitaus mehr Ideen und interessantere Vorgehensweisen. Kurze Anmerkung, Denise war nicht irgendeine dahergelaufene Freizeit-Architektin. Sie schloss ihren Master of Science in Building Technology mit Honor also mit Auszeichnung an der renommierten Technischen Universität von Delft ab. Ja, ach du scheisse, das dachte ich mir auch. Eine hochbegabte, intelligente und grossartige Frau.<br /><br />Aufgrund meiner ehemaligen Arbeitstätigkeit hatte ich einige Erfahrung rund um den Hausbau angesammelt. Mir war also die Materie rund um das Planen und Erschaffen von Gebäuden geläufig. Da ich also mitsprechen konnte, entwickelte sich daraus eine amüsante Unterhaltung. Klare und runde Linien oder pragmatische Formen. Welche Farbe würden bevorzugt und wie würde das Material beschafft werden. Auch die Energiegewinnung und das Wiederverwerten der umliegenden Ressourcen müssten berücksichtigt werden. Auch die Weinfelder hätten ihre Daseinsberechtigung. Nicht zu vergessen eine überdimensional breite und 150m lange Wasserrutsche &#8211; absolut prioritär! Wir blühten richtig auf und fantasierten vor uns hin. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Flores</h2>



<p>Zurück auf dem Boot packten wir unsere Sachen zusammen,
schliefen das letzte Mal auf dem Boot ein und erwachten am nächsten Morgen im
Hafen von Labuan Bajo, Flores. Eine sehr eindrucksvolle und erlebnisreiche
Reise. Wir nisteten uns in einem Hostel ein und gönnten uns allem voran eine
ordentliche Portion Schlaf, bevor wie die Pläne für das nächste Abenteuer
schmiedeten. Also dann, gute Nacht. </p>


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