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	<title>PLAN Archive - thebigstep.ch</title>
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	<description>Der Reiseblog eines Weltenbummlers</description>
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		<title>CEBU &#038; NEGROS &#8211; MEHR TAUCHEN, WENIGER ALKOHOL UND GEILES GEBÄCK!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2020 12:27:10 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/cebu-negros-mehr-tauchen-weniger-alkohol-und-geiles-gebaeck/">CEBU &#038; NEGROS &#8211; MEHR TAUCHEN, WENIGER ALKOHOL UND GEILES GEBÄCK!</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Semi Comeback</h2>



<p>Liebe Leser*innen</p>



<p>Nachdem ich einen Zwischenstopp in Australien eingelegt habe &#8211; ja, endlich wieder vereint mit meiner Denise – befinde ich mich aktuell wieder in Europa. Genaugenommen in der Schweiz. Nach dem schweren Verlust meines Vaters distanzierte ich mich vorübergehend vom Schreiben.<br />In letzter Zeit erhielt ich vermehrt Anfragen bezüglich neuer BlogPosts und den nächsten geplanten Schritten. Es ist also an der Zeit für ein Update. Die Welt steht Kopf und das Reisen still. Für mich ein Grund und der Einstieg wieder vermehrt zu schreiben. Über meine ereignisreichen Erfahrungen in den Philippinen folgt hiermit, nach einer langen Pause, ein erster Beitrag.</p>



<p>Danke für das Verständnis und die anhaltende Neugier an meinen Geschichten.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Die Philippinen</h2>



<p>In den Philippinen sollte ich sowohl Weihnachten, als auch Silvester verbringen. Ich hatte einige Tauchgänge geplant, war auf die Essenskultur gespannt und sehnte mich nach dem Surfen. Die Philippinen hatten starken spanischen Einfluss, was sich in der Kultur, der Religion, dem Essen und der Sprache widerspiegelte. Ich war gespannt und wortwörtlich hungrig. Let’s get started.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Ein Ziel definieren</h3>



<p>Die Philippinen zu bereisen ist ähnlich anstrengend wie Indonesien. Die Inseln sind weit gestreut, was mit langen Anreisen verbunden ist. Sehr grob kann man die Philippinen reisetechnisch in drei Regionen unterteilen. Da wäre der Norden &amp; Westen, die goldene Mitte und der Südosten. Der Norden &amp; Westen besteht aus Manilla, Boracay und Palawan mit dem Hotspot El Nido. Alles Destinationen, welche unter Pauschaltouristen bekannt sind und deshalb für mich eher uninteressant. Mir war aktuell nicht nach Party, Pauschaltourismus, Resorts und überteuerte Touristenattraktionen.<br />Der Südosten, konkret die Insel Davao, sei anscheinend für Touristen aktuell zu gefährlich. Dies wurde mir von mehreren Einheimischen bestätigt. Ich gehe gerne auf Erkundungstour, dennoch will ich nicht mein Leben dafür riskieren. Übrig bleibt die goldene Mitte . Cebu, die Hauptinsel in der Gegend, wird von einigen wahren schmucken Inseln umgeben. Mein Reiseradius war definiert. </p>



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<h2 class="wp-block-heading">Cebu City</h2>



<p>Cebu, eine Grossstadt auf der gleichnamigen Insel, war für mich das Eingangstor zu den Philippinen. Die Stadt war, wie viele andere Grossstädte in Südostasien, unschön. Um zwei Uhr morgens hiess es: Touchdown Cebu. Nach einem turbulenten Flug wollte ich noch am selben Tag nach Malapascua gelangen. Am Flughafen wartete eine lange Warteschlange bei der Einreisekontrolle auf mich. Geschlagene vier Stunden später bestieg ich den Transferbus, welcher mich zum Hauptbus-Bahnhof fuhr. Schaurige Gesichter in der frühen Morgenstunde. Bei einem kleinen Kiosk besorgte ich mir eine philippinische SIM-Karte. Nun den Bus suchen, der mich nach Maya bringen würde. Nach einem netten Willkommens-Schwatz mit dem Fahrer, machte ich es mir im Bus gemütlich, kaufte ein Ticket und setze die Kopfhörer auf. Die Fahrt dauerte sechs Stunden. Im Hafendorf Maya angekommen, charterte ich mit einigen anderen Touristen und Einheimischen ein Fischerboot, welches uns nach Malapascua brachte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Malapascua</h2>



<p>Eine wunderschöne Insel. Noch nicht mit Urlaubern überflutet jedoch bereits für den Tourismus ausgebaut. Malapascua war für seine schönen Tauchplätze bekannt. Der Fuchs-Hai war hier der Superstar. Im Hostel eingecheckt, klapperte ich diverse Tauchschulen ab. Ziel war die Beförderung meines Tauchbrevets zum Advances-Open-Water. Dieses war erforderlich, um die Fuchs-Haie auf einer Tiefe von gut 30m zu bestaunen.</p>



<p>Ich hatte mich rasch für eine Tauchschule entschieden. Nachdem ich fünf Tauchgänge innert 27 Stunden absolvierte, war es fast vollbracht. Mit der abschliessenden schriftlichen Prüfung gratulierte mir Jay, mein Tauchinstruktor, zum erfolgreichen Abschluss. Advanced-Open-Water, come on! Während meines zweitletzten Tauchgangs hatte ich tatsächlich Fuchs-Haie gesichtet, was die ganze Geschichte perfekt abrundete.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Erkunden</h3>



<p>Jay verriet mir zwei wunderschöne und einsame Strände auf der anderen Seite der Insel. An meinem zweitletzten Tag schlenderte ich durch Malapascua, um an die besagten Strände zu gelangen. Jay hatte recht behalten. Die Strände waren atemberaubend und sicher in den Top 3 der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. An meinem letzten Tag setzte ich mich in ein nettes Restaurant, um Denise einen weiteren Brief zu schreiben. Auch buchte ich ein Bett für meinen nächsten Aufenthalt in Cebu, bevor ich mir zum Schluss ein richtig üppiges Abendmahl gönnte. Hauptgang: Spaghetti Carbonara nach italienischer Art! Es war auch jener Abend, an dem ich mich dazu entschied, mein bereits geringer Alkoholkonsum auf ein Minimum zu reduzieren. Ohne nennenswerten Grund. Ein vielleicht zwei Bier pro Woche, mehr sollten es nicht werden.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Cebu City 2.0</h2>



<p>Meine nächste Destination war Moalboal. Um nach Moalboal zu gelangen, musste ich wiederum Cebu passieren. Ich nutzte die Gelegenheit und verlängerte dort mein Visa. Schliesslich wusste ich nicht, wie und wo ich das nächste Mal die Gelegenheit dazu hätte.</p>



<p>Dies zwang mich aber auch eine bzw. zwei Nächte in dieser Stadt zu verbringen, was ich wirklich zu vermeiden versuchte. Das Hostel mit der besten Bewertung, welche sich in der Nähe der «Immigration-Office» befand, war an sich ganz ok. Es handelte sich um ein privates Haus, das lediglich in ein Hostel umgestaltet wurde. Es erfüllte den Zweck. Frühzeitig und mittels Jeepney begab ich mich zur Einwanderungsbehörde. Jeepneys sind Jeeps, welche zu richtig kultigen ÖV-Minibusen umgebaut werden. Ein richtig gutes Erlebnis und ein Muss für jeden Tourist.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Visaverlängerung</h3>



<p>Visaverlängerungen wecken immer gemischte Gefühle in mir. Seit Bali bin ich kein Fan mehr von jenem Prozedere. Für eine Visaverlängerung sind diese Besuche unumgänglich. Auch bin ich mit dem Ablauf bereits sehr vertraut. Die auszufüllenden Formulare waren hier ähnlich wie in anderen Ländern auch. So auch die angeschissene Laune einzelner Angestellten. Langsam glaube ich, dass eine solche Haltung wohl ins Anforderungsprofil eines solchen Beamten gehört. Naja. Unspektakulär meisterte ich Schalter um Schalter. Nach gut zwei Stunden erhielt ich meinen Pass, mit bestätigter Visaverlängerung.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Moalboal</h2>



<p>Früh am Morgen gönnte ich mir meinen obligaten Kaffee begleitet von einer Portion Choco-Porridge (Haferbrei mit Schokogeschmack). Warmes Wasser gibt es in jedem Gästehaus oder Hostel umsonst, sodass ich mir zwischendurch ein Snack oder einen Kaffee gönnen konnte. Keine kulinarische Bombe, aber es schonte meinen Geldbeutel und ersparte mir wertvolle Zeit. Gestärkt und gut gelaunt verliess ich das Gästehaus, um einen Sitz in einem der ersten Busse nach Moalboal zu ergattern. Der Busbahnhof war ein 30-minütiger Eilmarsch entfernt.<br />In Moalboal regnete es. Aus dem Bus ausgestiegen wartete ich, bis die überteuerten TukTuks die zahlungskräftigen Touristen aufluden. Übrig blieben die Sorte TukTuk-Fahrer, welche mit sich verhandeln liessen. Nach einem Schwatz war ein junger Roller-Fahrer bereit mich mitzunehmen. Mein Hostel lag auf seinem Weg nach Hause – weshalb die Fahrt fast kostenlos war.</p>



<p>Mein neues Daheim schien nett. Durchschnittsalter der Backpacker war etwa 28. Das Zimmer hingegen war nicht sehr geräumig. In das vier Quadratmeter grosse Kämmerlein wurden zwei 2er Kajütenbetten reingequetscht. Die Klimaanlage befand sich direkt an meinen Füssen und der finnische, trinkfeste Zimmergenosse schnarchte wie eine geölte Husqvarna Kettensäge. Nichts was ich nicht bereits erlebt hätte.</p>



<p>Die Hostel-Mutti organisierte für diesen Abend ein Familydinner, an dem ich gewiss teilnahm. Man lernt schnell neue Menschen und traditionelles Essen kennen. Ich freundete mich mit Igor an, einem Brasilianer, der in Melbourne studiert und in den Philippinen Ferien machte. Zusammen mit anderen Backpackern, schrieben wir uns für den Canyoning-Trip am folgenden Tag ein. &#8222;Ok guappos, you pay cash, now!&#8220; Logisch Mutti, no problem.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Canyoning</h3>



<p>Canyoning kannte ich von der Schweiz, weshalb ich meine Erwartung für diesen Ausflug sicherheitshalber tief ansetzte. Ich wurde positiv überrascht.<br />Zusammen mit einigen anderen Europäer (komisches Wort), wurden wir mit Sicherheitswesten, Schuhen und Helmen ausgerüstet. Nach einem kurzen Briefing und dem Unterzeichnen einer Einverständniserklärung, fuhr man uns mittels Roller an den Start hoch. Nach einem 40-minütigem Marsch durch den Wald, erreichten wir die Startrampe. Zwischen den kreischenden Asiaten und den fluchenden Engländerinnen befand ich mich &#8211; mit einem Schmunzeln im Gesicht. Wasser, vermutlich mein Lieblingselement. Neben Naturstein-Rutschen und schönen Wasserfällen befanden sich zwischen den Abschnitten auch einige Klippen. Die höchsten gut 12m hoch. Einmal oben angelangt gab es kein Zurück mehr. Die besten Schnappschüsse sicherte ich mir mit meiner GoPro. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Snack bevor man uns zurück in unsere Hostels fuhr. Keine gebrochenen Knochen, keine Platzwunden und bei Bewusstsein. Ein gelungenes Abenteuer.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Sardinen</h3>



<p>Moalboal war für seine Sardinenschwärme und Schildkörte bekannt. Beides befand sich in unmittelbarer Nähe des Strandes. Aufgrund des anhaltenden Regens, waren nur wenig Touristen im Wasser. Nach einer kurzen Strandbesichtigung mietete ich mir Schnorchel und Taucherbrille und machte mich auf die Suche nach den Sardinen. Ich musste nicht lange suchen.&nbsp; Eine Gruppe Chinesen trieb schreiend auf der Wasseroberfläche. Gut zu erkennen an den überdimensionalen, leuchtenden Schwimmwesten. Ich glaube sie versuchten zu tauchen, um näher an die Sardinenschwärme zu gelangen. Aber wie bereits gesagt, sie hatten Schwimmwesten an. Nicht einmal Michael Phelps wäre im Stande mit einer Schwimmweste auch nur einen Meter tief zu tauchen. Geschweige den jemand aus dieser Reisegruppe. Manchmal einfach nur witzig.</p>



<p>Ich trug keine Schwimmweste. Ich nutzte die Gunst der Stunde und tauchte auf etwa 6m Tiefe. Etwas mühsam ohne Flossen und mit der GoPro in der Hand. Unten erwartet mich das Spektakel. Der gewaltige Sardinenschwarm bewegte sich elegant aber ohne genaues Ziel durch das Wasser. Bei ruckartigen Bewegungen schwammen sie schnell in eine andere Richtung. Irgendwie lustig. Von den Tauchern aus etwa 15m Tiefe, stieg Sauerstoff durch den Schwarm an die Oberfläche. In diesem Moment verspürte ich zum wiederholten Mal den Drang nach Freediving – dem Tauchen ohne einen Sauerstoffbehälter. Ohne viel Equipment. Näher an der Natur. Frei.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Schildkröten</h3>



<p>Ich hatte genug Eindrücke von den Sardinen gesammelt. Auch machten die Chinesen an der Oberfläche zu viel Lärm, sodass der Schwarm sich langsam fortbewegte.<br />Zurück an Land lief ich zum Strandabschnitt, an dem die Schildkröte sich aufhalten würden. Dort würden sie fast täglich zurückkehren, um vom vielen Seegras zu essen. Dort angekommen stellte ich fest, dass sie an diesem Tag nicht aufgetaucht sind. Man kann nicht immer Glück haben und Schildkörte hatte ich schon einige gesehen.<br />Nach einem abschliessenden Tauchgang musste ich wieder frustriert feststellen, dass zu viele Touristen aus allen Herrenländern nicht verstehen, dass Korallen Lebewesen sind und man nicht draufstehen oder sich draufsetzen sollte. Es frustrierte mich zu sehen, wie unsorgfältig auch Kapitäne mit ihren Ankern umgingen und diese einfach irgendwo runterliessen, um jedes Mal ein wenig mehr Koralle zu beschädigen. Nicht ok.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Bäckereien!</h3>



<p>Aufgewachsen in der Schweiz, ist man von der Brotqualität und der Vielfalt verwöhnt. In nur sehr wenig Ländern gibt es so gutes Brot und Gebäcke. Doch wer hätte es gedacht – die Philippinos kennen und können sowohl Brot wie auch Gebäcke. Bereits in Malapascua hatte ich die kleinen Backstuben gesehen, habe jedoch nie etwas gekauft. In Asien sind gute Bäckereien eher selten. Nun passierte ich auch in Moalboal eine reizende kleine Bäckerei worin ich mich umschaute. &#8222;Ja hör doch uf, wosch mi eigentlech verarsche&#8220; brummelte ich vor mich hin. Die Auswahl war phänomenal. Zimtschnecken, Mandelrollen, Feigenbrot, Muffins, Donuts, Weggli, Bananenbrot, Butterkuchen, Erdnussbuttersemmel und das beste Gebäck überhaupt &#8211; Spanisch Bread! Spanish Bread war irgendwie eine mit Vanille, Marzipan, Butter, Zimt Paste gefüllte Brottasche. Echt geiler Scheiss! Reiht sich direkt hinter dem Zopf von der Migros ein.</p>



<p>So, die Philippiner wussten nicht nur wie man Pasta zubereitet, sondern konnten auch backen. Und ich meine richtig gut backen. Warum schreibt kein Travel-Blogger oder Tripadvisor über die Backkultur. Gebratener Fisch, Fleisch am Spiess und Eintöpfe, alles schön und gut aber Gebäck! Von diesem Moment an, gönnte ich mir fast täglich eine frischgebackene Köstlichkeit. Ich war happy! Ja, gute Brotgebäcke fehlten mir und in den Philippinen konnte ich wortwörtlich meinen Hunger stillen.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Extrarunde</h3>



<p>Den Aufenthalt in Moalboal musste ich wegen eines tobenden Sturms verlängern. Die heftigen Winde legten den Schiffsverkehr lahm. Meine nächste Destination war Dumaguete, eine Hafenstadt im Süden der Nachbarinsel Negros. Ohne Schiff war die Stadt kaum zu erreichen. Ich entschied mich das Hostel zu wechseln und nistete mich weitere drei Tage in einer netten Unterkunft in der Nähe der Bushaltestelle ein.</p>



<p>Dort traf ich auf Oskar, einem ruhigen Backpacker aus Norwegen. Er war einige Monate unterwegs und sollte an diesem Wochenende zurück in die Heimat fliegen. Sein Visa lief just an diesem Tag aus wodurch seine Reise eigentlich zu Ende wäre. Er wird sein Flug verpassen, besitzt kein gültiges Visa mehr und das Geld wir knapp. Trotzdem amüsierte er sich an den Umständen. Dem Gegenüber hatten wir Sophie. Eine kleine, unruhige und laute Französin, die ihre Zeit mit reklamieren verbrachte. Und mit Fluchen. Sie war sich jene Umstände nicht gewohnt. Machtlos zu sein und sich den Umständen anpassen. Oder wie in unserem Fall, einfach nur abwarten.</p>



<p>Zu uns gesellten sich noch weitere Backpacker. Wir unterhielten uns mit den besten Geschichten und schönsten Erlebnissen, bis es eines Tages hiess: &#8222;hey guappos, coastguard just called, boat is sailing today&#8220;. Guappos, ein omnipräsentes Wort in den Philippinen. Schnell mein Hab und Gut zusammengepackt, auf dem Weg eine Zimtrolle gekauft und in den wartenden Bus gestiegen, welcher uns schliesslich zum Hafen fuhr. Moalboal konnte ich getrost von der Liste abhacken. Next Stopp Dumaguete!</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">TRAVELHACK RABATT</h2>



<p>In Europa, besonders aber in der Schweiz, ist das Fragen nach einem Rabatt oder einem Spezialpreis verpönt. In Asien hingegen gehört das Verhandeln vielerorts zur Kultur. Den nötigen Respekt vorausgesetzt. Nachlass bei der Rollermiete ab zwei Tagen, die zweite Wäsche günstiger, dem TukTuk-Fahrer eine Ladung Benzin bezahlen, anstatt die Kosten des überteuerten Transports, drei Mangos für den Preis von zwei, kostenloses Upgrade bei einem verlängerten Aufenthalt usw. Es sind oft Kleinigkeiten. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und wenn man einen netten Schwatz und ein Kompliment vorausschickt, dem sei ein Rabatt fast garantiert. Höflich fragen, nichts erwarten. Mit dieser Haltung kann man nur gewinnen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Dumaguete</h2>



<p>Ausgesprochen «Dumagetii» &#8211; Eine Hafenstadt als Zwischenstopp. Ziel war Dauin, ein Dorf einige Kilometer weiter der Küste entlang. Eine Philippina verkaufte mir Dumaguete als interessante Stadt mit schönen Wasserfällen in der Umgebung. Auch befanden sich zwei Backpackerinnen, welche ich in Moalboal kennenlernte, in Dumaguete. Ich gab der Stadt eine Chance.</p>



<p>Mein Kaffeepulver war fast aufgebraucht und eine neue Zahnbürste konnte auch nicht schaden. Auf der Suche nach einem Migros, bekam ich die Dumaguete-Vibes zu spüren. Hier einige nette Graffitis, da ein alter Wachturm gefolgt von Bäckereien und übertrieben viele gepanzerte Geldtransporter. Nett hier, dachte ich mir. Ich fand das Migros, welches dekorativ bereits mit Weihnachtsmänner und geschmückten Bäumen ausgestattet war und tätigte meine Einkäufe.</p>



<p>Ich flanierte an der Strandpromenade zurück zu meinem Hostel. Am Folgetag plante ich zwei Wasserfälle zu besichtigen. Folglich buchte ich mir ein Roller für den kommenden Tag. Zum Abendessen verabredete ich mich mit den beiden Mädels beim Inder, wonach sich unsere Wege dann definitiv trennten. Vor Mitternacht im Hostel zurück, stellte ich mir für den nächsten Morgen einen Wecker. Friedlich verdaute ich die Eindrücke vom Tag und schlief entspannt zum brummen des Ventilators ein.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Casaroro &amp; Pulangbato Waterfalls</h3>



<p>Die einheimischen Hostelbesitzer in Moalboal machten mich auf die Wasserfälle in der Nähe von Dumaguete aufmerksam. Ich hatte die Standorte in der MapsMe-App gespeichert. Die Fahrt mit dem Roller dorthin war einfach und die Strassen in einem guten Zustand. Beim Casaroro Waterfall war ich für eine lange Zeit der einzige Mensch. Zeit für ein Paar gute Selfies mit Wasserfall im Hintergrund. Der Rückweg durch den Dschungel meisterte ich mit Flipflops, welche erste Abnutzungserscheinungen aufzeigten. Dachte ich doch, dass die 1.50 SFr.  für diese schicken Flipflops eine gute Investition gewesen seien.<br /><br />Es folgten die Pulangbato Waterfalls. Ein grosser Parkplatz, schöne Beschilderungen und ein offizieller Schalter mit Personal. Ja, das hier war wieder für Touristen gebaut. Doch erstaunlich Wenige waren zu sehen. Ich kletterte zum Red Rock runter, hopste auf dem Rückweg über die Hängebrücke, badete meine Beine kurz im Wasser und machte mich nach einigen Schnappschüssen bereits auf den Rückweg. Dumaguete war ein fairer Stopp, den ich jedem Empfehlen kann. Zurück im Hostel retournierte ich den Roller, buchte die Unterkunft für den nächsten Tag, aktualisierte meine Ausgaben in meiner Reise-App und las in meinem Buch bis mir die Augen zufielen.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Dauin</h2>



<p>In den Philippinen wollte ich unbedingt tauchen. Einer der Hotspots dafür war Dauin. Die Gegend um Apo Island war bekannt für die Macrowelt der Fische und die farbigen Korallenriffe. Im neuen Hostel angelangt freundete ich mich mit sowohl mit Caro, eine taucherfahrene Französin, als auch mit Romain, einem Schweizer aus der Romandie, an.<br />Romain erzählte mir von seinem Tauchvorhaben. Zusammen erkundeten wir uns bei den umliegenden Tauchschulen und entschlossen uns ziemlich rasch für den besten Deal.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Apo Island</h3>



<p>Am darauffolgenden Tag bestritten wir die drei gebuchten Tauchgänge. Die Crew war bestens gelaunt und der Spot war phänomenal. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Gehäuse meiner GoPro Kamera einen Defekt, sodass ich von den Tauchgängen keine Fotos machen konnte. Nach jedem Tauchgang bereitete die Crew unsere Ausrüstung vor, sodass wir uns um nichts kümmern mussten. Der Service war perfekt.</p>



<p>Mein Tauchbuddy war eine junge Niederländerin, die nur bis auf 12m tiefe Tauchen durfte. Auch hatte sie gerade erst ihr Open-Water Brevet absolviert und hat mich wissen lassen, dass sie mit dem Druckausgleich öfters Schwierigkeiten hat. Für das Abtauchen nahmen wir uns also etwas länger Zeit und unser Instruktor war froh, dass ich mich um meinen Buddy kümmerte. In unserer Gruppe war auch der grosse Mirko, ein polnischer Halb-Russe. Mirko bekam einen extra grossen Tank mit einigen Bars zusätzlich, da er unter Wasser atmete wie ein Triathlet nach einem Ironman. Alles in allem aber ein toller Tag ohne Probleme.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Caro und das Freediving</h3>



<p>Zurück im Hostel gesellten wir uns zu den anderen Touristen. Dort sassen nun nebst uns beiden Schweizern auch noch Caro, eine Philippina und ihr englischer Freund. Mir war bereits am Vorabend aufgefallen, dass Caro mit ihren eigenen, langen Flossen reiste. Es waren Freediver-Flossen. Ich fragte Caro was sie den so über das Freediving weiss. Caro guckte mich an und blühte richtig auf.</p>



<p>Sie hatte auf Siquijor, eine Nachbarsinsel, ihr Freediving-Brevet absolviert. Sie schwärmte von der Tiefe, der Stille und der Unabhängigkeit. «15m deep or more you will be able to dive – no tank on your back, just you, and the ocean». OK, dachte ich mir, 15m ohne Sauerstoff, ohne Ersatzschlauch und mit einem Bleigurt um meine Hüfte. Und wie funktioniert das mit dem Druckausgleich? Und wie zum Teufel tauche ich über 15m runter und wieder rauf mit bloss einem Atemzug. Was passiert, wenn ich bewusstlos werde und und und &#8211; viele Fragen. Caro musste lachen. “Go to Siquijor and make sure you stay around San Juan – the best place on the Island anyhow. Go to the Diving Dive Shop and ask for Luca”. Das Freediving-Fieber steckte auch Romain an und so planten wir beide den Trip nach Siquijor – wo uns eines der unbeschreiblichsten Erfahrungen überhaupt erwarten sollte.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Hahnenkampf im Cockpit</h3>



<p>Nach einem geselligen letzten Abend, besuchten ich und Romain am nächsten Tag eine Hahnenkampf-Arena. Es war Tournier-Tag und unsere Hostelbesitzer erklärten uns, wo sich das Cockpit, die Arena, befand. Ich wusste nicht was mich erwarten würde. Wir dachten, dass da vermutlich Hähne aufeinander losgingen, bis einer als Sieger erklärt würde.</p>



<p>Ich und Romain zahlten den Eintritt, setzten uns auf die Tribüne, um kurze Zeit später den Kampf zweier Hähne um Leben und Tod zuzusehen. Barbarisch. Was hatte wir uns bloss dabei gedacht. Eben nicht viel. Die Hähne hatten Messerscharfe klingen an ihre Füsse gebunden und stachen nach dem Gong bis zum bitteren Ende wild aufeinander ein. Der Kampf dauerte etwa 20 Sekunden lang. «That is some sick shit! damn man». Uns war unwohl. Für uns unverständlich, für die Philippinos eine Sonntagsbeschäftigung. Natürlich konnte man auf die Hähne Geld setzen, das war der Grund, warum sich alle in der Arena versammelten. Ein Einheimischer erklärte es mir dann so. Gewinnen würden eigentlich beide Teilnehmer. Der Besitzer mit dem Gewinner-Hahn, kriegt Geld, der Verlierer kann mit dem Hahn seine Familien 2 Tage ernähren – win win hombre, win win.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Siquijor, wir sind auf dem Weg!</h3>



<p>Es wurde Zeit weiterzureisen. Dementsprechend eilten Romain und ich nach dem Hahnenkampf zurück zum Hostel, buckelten unsere Backpacks und liefen zur Hauptstrasse. Einen Busfahrplan gibt es nicht. Der nächste Bus, der zwei Reisende samt Rucksack für wenig Geld aufladen will, liess etwas auf sich warten. Ein junger Jeepney-Fahrer mit einem strahlenden Grinsen im Gesicht hielt an. «Come on Guappos, we late». Jaja, da mussten sogar die Einheimischen lachen. Wie gesagt, einen Fahrplan, welcher eingehalten werden musste, gab es nicht. «To the harbor in Dumaguete, please» sagten wir. Nächste Destination war Siquijor und ich konnte es kaum erwarten diesen Luca und das Freediving kennenzulernen.<br /></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/cebu-negros-mehr-tauchen-weniger-alkohol-und-geiles-gebaeck/">CEBU &#038; NEGROS &#8211; MEHR TAUCHEN, WENIGER ALKOHOL UND GEILES GEBÄCK!</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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		<title>LAOS &#8211; VERLUSTE, MOTORRÄDER UND EIN NEUER REKORD</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jul 2019 04:59:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von Hanoi nach Luang Prabang Keine Ahnung was mich in Laos erwarten würde. Ich wusste bis dato wenig über das Land. Die Geschichten der anderen<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/laos-verluste-motorraeder-und-ein-neuer-rekord/">LAOS &#8211; VERLUSTE, MOTORRÄDER UND EIN NEUER REKORD</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Von Hanoi nach Luang Prabang</h2>



<p>Keine Ahnung was mich in Laos erwarten würde. Ich wusste bis dato wenig über das Land. Die Geschichten der anderen Backpacker faszinierten mich. Folglich war ich gespannt auf neue Abenteuer im Land indem ich zum Schluss mein Badetuch vergessen habe, mein geliebter Flipflop sein Lebensende erreichte, mir mein Douche entwendet wurde, meine Kopfhörer schon wieder abhandenkamen, mir ein paar kurze Hosen gestohlen wurden und zu guter Letzt ich mein begehrenswerten Tolino E-Reader zerstört habe &#8211; aber eins nach dem anderen. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Get ready</h4>



<p>Genügen Wasser und einen Essensvorrat für die Busfahrt hatte ich organisiert. Sämtliche Akkus waren 100% aufgeladen und ich fühlte mich mental fit für die anstehende 24 stündige Busfahrt. Ich hatte bereits einige längere Anreisen mitgemacht aber 24 Stunden sollte meine neue persönliche Bestmarke werden. Pünktlich im Hostel abgeholt wurde ich ohne Umweg direkt zum Busbahnhof chauffiert. Der Papierschnitzel in meiner Hand sah zwar aus wie ein benutztes einlagiges Taschentusch war aber in der Tat sowohl meine Quittung als auch meine Fahrkarte nach Luang Prabang, Laos. Da ich keine Ahnung hatte, welcher Sleeper-Bus meiner war, zeigte ich den Papierfetzen jedem der vertrauenswürdig aussah und so fand ich meinen Bus nach gefühlten 20 Minuten. Der Rucksack wurde in die entsprechende Luke verstaut. Meine wichtigsten Habseligkeiten trug ich natürlich auf mir. Im Bus wurde mir der mit Abstand schlimmste Platz zugewiesen – hinterste Reihe oben links. Zu deutsch – ich war am Arsch! Bei einem Sleeperbus hat grundsätzlich jeder seine eigene Liege. Davon ausgenommen ist die hinterste Reihe, dort liegen fünf unglückliche Opfer ohne irgendwelche Trennung nebeneinander. Zur Info, in dieser Reihe misst einer dieser fünf aneinandergereihten Liegen höchstens 55cm. Für Asiaten mag das eventuell genügen. Für einen ausgewachsenen Europäer mit einer ordentlichen Statur wie in meinem Fall, funktioniert dies natürlich nicht. Da befand ich mich also in der Reihe mit zwei Laoten, einem Neuseeländer und einem Briten, eingepfercht für die nächsten 24 Stunden. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die Anreise</h4>



<p>Ich hatte einen der beiden Fensterplätze. Ich fand nach einer gewissen Zeit eine Position, in der ich mit angewinkelten Beinen und überkreuzten Armen, einigermassen Schlafen konnte. Etwa alle vier Stunden legten wir eine Pause ein. Verpflegen, Toilette und sich die Füsse vertreten stand dabei auf dem Programm. Nach einer unendlich langen und schlaflosen Nacht erreichten wir den vietnamesischen / laotischen Grenzposten. Obwohl ich als Schweizerbürger 15 Tage visafreien Aufenthalt geniessen würde, wollte ich länger bleiben. Entsprechend beantrage ich an der Grenze ein ordentliches 30 Tage Visa. Dies bedeutete wieder einen Visa-Sticker und einen Stempel mehr in meinem Pass. Bereits jetzt fing ich an die freien Seiten in meinem Pass zu zählen. Freie Pass-Seiten sind Gold wert. Aber wenn ich so weiterreise, muss ich meinen Pass noch vor dem Ablaufdatum erneuern. Darum sorge ich mich aber, wenn es soweit ist. Zurück zur Einreise. Mit meinem Pass in der Hand begab ich mich zurück zum Bus. Ich war optimistisch, dass wir baldmöglichst weiterfahren konnte, da an der Grenze wenig los war. Da machte ich meine Rechnung aber ohne die laotischen Zollbeamten. Nach über drei Stunden ging es dann endlich weiter. Der Fahrer hatte wohl nicht alle Papiere beisammen und das kann dann halt schon mal dauern. 18 Stunden waren verstrichen und wir hatten gemäss meiner Karte erst die Hälfte der Strecke hinter uns. Mir graute es. Die Weiterfahrt war holpriger als noch in Vietnam. Unser Fahrer hielt nun etwa alle 30 Minuten mitten im nirgendwo an, um einige Güter ab oder umzuladen. Die Zeit blieb gefühlt stehen und so hatten wir nach 24 Stunden immer noch knapp 300 km vor uns – auf haarsträubenden Strassen. Nachdem nun auch die Klimaanlage im Bus ausstieg – war auch ich kurz davor mich abzumelden. Ich wollte nur noch ankommen – um jeden Preis. Morgens um 02:00 haben wir es endlich nach Luang Prabang geschafft. Eine 33 stündige Busfahrt war also mein neuer Rekord. Ein Rekord, den ich weder egalisieren noch toppen will. Ein voller Tag und neun Stunden – das war dann doch auch für mich zu viel des Guten. Im Hostel wiedermal provisorisch eingecheckt und dann schön 10 Stunden durchgeschlafen – Hallo Laos.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Luang Prabang</h2>



<p>Am nächsten Tag organisierte ich mir die obligate und bewährte SIM Karte. Im Supermarkt machte ich auch eine bemerkenswerte Entdeckung – die Schokolade wird im Kühlregal gelagert! Das war mein Aufsteller des Tages. Danach stand das UXO Museum auf dem Programm. Das Museum informiert darüber, wie die Amerikaner während des Vietnam-Krieg grosse Teile von Laos systematisch bombardierten. Der Landweg über Laos diente den Vietnamesen als Nord-Süd-Verbindung von Hanoi nach Saigon – heute Ho Chi Minh City – und die Amerikaner versuchten diese Verbindungsstrassen zu zerstören. Die Laoten waren neutral und nicht im Krieg involviert aber dennoch die Leittragenden. Der Krieg wurde lange von den Amerikanern dementiert und auch in den Geschichtsbüchern findet er kaum seinen gerechten Platz. Laos gehört auch heute noch zu den schwerstbombardiertesten Länder der Welt!</p>


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<h4 class="wp-block-heading">What to do</h4>



<p>Nach der Geschichtsstunde freundete ich mich in unserem Hostel mit zwei Briten und einer Amerikanerin an. Wir besuchten den Night-Market, wo wir uns komplett überassen. Das Essen spülten wir mit einem Drink von der Bar um die Ecke runter, bevor es dann in Richtig Bowling-Alley ging. Die Bowling-Halle war die einzige Möglichkeit zur späten Stunde noch ausgelassen feiern zu gehen. In bester Gesellschaft mit zwei trinkfesten Iren, verbrachten wir einige lustige Abende in der Bowling-Halle, in der man auch mit Bogen und Pfeil hantieren konnte. Eventuell nicht die beste Idee angetrunkenen Touristen mitten in der Nacht noch Pfeil und Bogen in die Hand zu geben. Aber in unserem Fall ist nie etwas passiert, alles gut. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Waterfall and Viewpoint</h4>



<p>Ein absolutes Muss in Luang Prabang ist der Kuang Si Wasserfall. Da durfte sogar ich staunen und musste zugeben, ja das kommt einem anständigen Wasserfall bereits ganz schön nahe. Das blaue Wasser erinnerte an den Brienzersee im Sommer, so auch die Temperaturen. Im Park gab es auch ein Bärengehege. Während dem Ausflug hat sich dann der eine Flipflop endgültig verabschiedet. Nach monatelangem Tragen hat sich die Halterung aus der Sohle gelöst. Die treuen Weggefährten gehörten in den Müll und meine Backup Flipflops dürfen nun hinhalten. In den darauffolgenden Tagen habe ich auch einen weiteren Tempel und den obligaten Viewpoint besucht. Am Tag vor meiner Weiterreise verabredete ich mich noch mit Christy. Sie war ein Mitglied der Thailand-Truppe und ich wusste, dass sie gerade in Luang Prabang angekommen war. Nach einem geselligen Abend reiste ich am darauffolgenden Tag nach Muang Ngoy, einem abgelegenen Dorf etwa vier Reisestunden nördlich von Luang Prabang. Reisen, juhuuii!</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Muang Ngoy</h2>



<p>Das abgelegene Dorf war nur mit dem Boot – was eher einer Nussschale glich – erreichbar. Christy hatte mir von diesem magischen Ort erzählt. Wir, eine Gruppe von vier Backpackern, lernten uns auf dem Boot kennen und beschlossen gemeinsam eine Unterkunft zu suchen. In Muang Ngoy gab es fast nur Bungalows und es war gerade Low-Season. Wir verhandelten uns private Bungalows für den Spotpreis von CHF 4.— pro Nacht aus.</p>



<p>Muang Ngoy ist dermassen abgelegen, dass Menükarten zum Teil auf Notizblöcke geschrieben sind, einfach perfekt. In Muang Ngoy wollte ich wieder mal richtig auf einen Berg hochsteigen, da mir die körperliche Aktivität fehlte. Die Viewpoints in den Städten sind oftmals keine wirkliche Herausforderung – zumindest für mich nicht. Ich konnte eine Holländerin und eine Britin dazu überreden mich auf den höchsten Aussichtspunkt zu begleiten. Der Weg war steil und hatte einige Kletterpassagen. Die Aussicht war dafür umso schöner. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Ban Na and Chill</h4>



<p>Nach drei Tagen verabschiedeten sich die meisten bereits wieder. Ich blieb noch zwei weitere Tage, da ich keinen Zeitdruck hatte. Ich marschierte zum Nachbardorf namens Ban Na welches sich in einem Tal befand. Die Reisfelder dort waren prächtig und die Arbeiten für die nächste Reissaison in vollem Gange. In Ban Na sah ich riesige Schmetterlinge. Einige Schmetterlinge erreichten mit gespreizten Flügeln die Grösse meiner Handfläche. Auch sonst traf ich unglaublich viele Schmetterlinge in allen erdenklichen Farben an. Zurück in Muang Ngoy genoss ich meine Hängematte, das Essen und das obligate Treffen zum Abendbrot mit den wenigen Touristen, welche sich in dieses Dorf verirrt hatten. Danach hiess es auch für mich, zurück nach Luang Prabang, wo ich meinen grossen Rucksack deponiert hatte. Kurz noch meine schmutzige Wäsche zum Reinigen abgegeben, das Ticket nach Vang Vieng gebucht, einmal schlafen und schon sass ich im Bus in Richtung Süden.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vang Vieng</h2>



<p>In der Partystadt Vang Vieng erwartete mich ein zweiter Weggefährte
aus der Thailandtruppe – Zeus. Er war zurück in seinem Alltag als Barchef im Nanas
Hostel. Nachdem er mich herzlich begrüsste – natürlich mit einem Gin Tonic &#8211; machte
ich nach kurzer Zeit neue Bekanntschaften. </p>



<p>In Vang Vieng gab es ein Pflichtprogramm, welches sich wie folgt zusammensetzt. Tubing, Blue Lagoon, Viewpoint und Party. Einen anderen Grund gab es nicht nach Vang Vieng zu kommen. Ok, vielleicht ist da noch die Heissluftballon-Fahrt aber auf Grund des hohen Preises gehört dies nicht mehr zum Pflichtprogramm – so.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Tubing</h4>



<p>Das Tubing kennt man in der Schweiz unter dem Namen Aaarebööötle. In Vang Vieng setzte man sich auf einen überdimensionalen Reifen und treibt auf dem Fluss bis man die erste Bar erreicht. Dort wird erstmals ordentlich getankt bevor man sich mit dem ebengenannten Schlauch zur nächsten Bar tragen lässt. Als Sicherheitsmassnahme trägt man eine Schwimmweste, da in jüngster Vergangenheit regelmässig Touristen ertrunken sind. Nach der zweiten Bar waren alle bestens gelaunt und in Partystimmung. Der eingesetzte Regen führte dazu, dass die Volleyballpartie in einer Schlammschlacht endete. Nachdem auch der letzte waagemutige von der Zipline gestürzt war, machten wir uns auf den Rückweg ins Hostel, wo eine ordentliche Dusche mehr als willkommen war.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Blue Lagoon 3</h4>



<p>Vang Vieng soll für seine blauen Lagunen bekannt sein. Es gab sechs oder sieben Lagunen wobei die Nummer eins und zwei einfach nur grottenhässliche seien. Wir folgten den Tipps der anderen Reisenden und begaben uns zur Blue Lagoon 3. Alle schwärmten von den bezaubernden Farben des Wassers und von den kühlen Wassertemperaturen. Als wir dort ankamen fällte auch ich mein Urteil: Naja trifft es wohl am besten. Die Lagune war ein künstlich erstellter Pool, das Wasser frisch und die Farbe halt blau. Ich verstand die Aufregung der anderen aufgrund der schönen Farben teilweise. Ich für meinen Teil war einfach vorbelastet. Wenn man den Brienzersee vor der Haustüre hat und den Blausee kennt, ist jeder anderer Teich im Vergleich einfach nur ein Witz, langweilig, ja gar scheisse. Aber es gab eine Zipline, ein Bambusfloss und eine süsse Schildkröte was das ganze aufwertete. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">The Gang</h4>



<p>Ich hatte mich inzwischen einer Gruppe angeschlossen,
mitwelcher ich bereits die Blue Lagoon 3 besucht hatte. Wie es der Zufall
wollte, blieb ich bis zum Ende meines Laos-Trips ein Teil dieser Gruppe. Die
Mitglieder:</p>



<p>Bart, ein junger lachender Holländer, der immer seine Kamera dabeihatte. Er war ausgebildeter Physiotherapeut. Bart hatte trotz seines jungen Alters, bereits einige interessante Länder bereist, darunter Indien und Nepal. Er war zudem ein grosser Glace- und Fruit-Shake- Fan. Er war immer für ein Bier zu haben und zugleich mein neuer Billard-Sparring-Partner. Bart war niemals ein Stimmungskiller und für jeden Spass zu haben. Er hatte eine Abneigung gegen Franzosen, weil Backpacker aus Frankreich generell asozial sind und lieber unter ihresgleichen bleiben und französisch sprechen wollen. Bart tickte genau 180 Grad in die andere Richtung. Er suchte stehts den Kontakt zu anderen Reisenden und sprach selbst mit Holländern ausnahmslos englisch. </p>



<p>Unser Israeli Yanai. Israelis, welche meistens in Gruppen unterwegs sind, öffnen sich kaum anderen Backpackern und sind meist unter sich. Yanai war allein unterwegs und hatte gleiche Absichten und Ansichten wie der Rest der Gruppe. Er war immer «120%-social» wie er selbst sagte und war die Stimmungsmaschine in der Truppe. Yanai war vier Jahre Fallschirmaufklärer und Notfallsanitäter in der israelischen Armee. Dabei hatte er Angst vor Schnecken. Wenn auch immer jemand eine neue Wunde hatte, assistierte ich Yanai gerne und liebte es seinen Geschichten aus den Kriegsgebieten zu lauschen. Yanai hatte den dunkelsten Humor den man sich vorstellen kann.</p>



<p>Jonas, ein grossgewachsener sympathischer Ingenieur-Student
aus Deutschland. Er verliess uns bereits in Vientiane, da er via Bangkok wieder
zurück nach Deutschland musste. An guten Tagen war er unschlagbar im Billard. Als
Ingenieure hatten wir immer etwas zu philosophieren und so genoss ich seine
Anwesenheit. </p>



<p>Poppy war eine lebendige, tollpatschige Britin. Als angehende Veterinärin hatte sie einen extremen Drang Hunde und Katzen zu streicheln. Sie war unsere einzige Frau in der Truppe aber wusste sich gut durchzusetzen. Sie war sich nie zu scheu bei unseren Dummheiten mitzugehen und an vorderster Front mitzumischen. Poppy war auch der DJ der Truppe und hatte immer einen portablen Lautsprecher dabei. Gute Musik bringt gute Stimmung. Poppy hatte mit Abstand die meisten Verletzungen und wurde daher regelmässig von mir und Yanai verarztet. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Nam Xay Viewpoint</h4>



<p>Wir verglichen die besten Aussichtspunkte rundum Vang Vieng und der Nam Xay Top View war unsere erste Wahl. Auf der Aussichtsplattform hatten einige Einheimische ein Motorrad platziert – ein perfektes Fotomotiv. Anstatt ein TukTuk zum Fusse des Hügels zu nehmen, liefen wir von unserem Hostel stolze 8km hin. Ich begrüsse solche Ausflüge. Oben angekommen waren wir die einzigen Touristen und genossen die wunderbare Aussicht. Nach einiger Zeit sah ich dunkle Wolken und eine Regenwand auf uns zukommen. Der Wind trug die Regenwolke direkt in unsere Richtung und daher begannen wir umgehen mit dem Abstieg. Unten angekommen hämmerte uns der Regen auf den Kopf. Da der TukTuk Fahrer unsere unglückliche Lage ausnutzen und uns das doppelte der üblichen Fahrkosten verlangen wollte, fingen wir halt an zurückzulaufen. Der Regen war ungeheuer und so musste dann doch eine andere Lösung her. Wir fingen an zu hitchhiken also trampen. Es dauerte keine 2 Minuten und der erste Bauer nahm uns auf seinem Traktoranhänger mit. Nach zwei Kilometern war er zu Hause und wir wieder auf der Strasse. Und wieder hiess es, Daumen raus und laufen. Traktor Nr. 2 liess nicht lange auf sich warten und wieder waren drei Kilometern Weg zurückgelegt. Gleiches Spiel auch hier, er liess uns vor seinem Haus raus. Über die Hälfte der Strecke war nun überwunden. Wir hielten an unserem Glück fest und tatsächlich hielt ein Truck mit grosser Ladefläche für uns an. Dieser brachte uns bis praktisch bis vor unser Hostel. Kosten für unvergesslichen Ritt im Regen CHF 0.—. Auf der anderen Seite waren wir um eine gute Geschichte und eine schöne Erfahrung reicher. Es war an der Zeit Vang Vieng zu verlassen. Das Pflichtprogramm war erfüllt. Der Vibe in unserem Hostel war zudem nicht mehr top und so entschueden wir uns für die Weiterreise am Folgetag.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Oops</h4>



<p>Am Morgen checkte ich pflichtbewusst frühzeitig aus, wollte noch schnell duschen als ich bemerkte, dass mir jemand mein Douche entwendet hat – es war noch halb voll und darum etwas ärgerlich. Halb so schlimm, ich hatte noch mein kleines Reserve-Douche dabei. Nach dem Duschen habe ich dann tatsächlich mein Badetuch einfach hängen gelassen bemerkte das Missgeschick als wir bereits im Bus sassen. Das war dann wohl mein Fehler – Fuck. Ich hatte noch mein Strandtuch, welches wohl jetzt als mein Handtuch fungiert.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vientiane</h2>



<p>Es folgte die Hauptstadt Vientiane. Die Hauptstadt Laos ist vermutlich einer der langweiligsten und unspektakulärsten Hauptstädte überhaupt. Wir waren gezwungen einen Stopp in Vientiane einzulegen, da es keine direkte Busverbindung von Vang Vieng nach Thakhek, unserem eigentlichen Zielort, gab. Wir besuchten den Freiheitsbogen, welches vermutlich die einzige wirkliche Attraktion in der Stadt ist. Der Freiheitsbogen erinnert an den Arc de Triomphe in Paris und hat zugleich nicht vergleichbares an sich. Im Innern des Gebäudes befindet sich ein kleiner Markt was das ganze noch absurder machte. Wir speisten beim Inder, schlenderten durch den Markt, machten uns auf den Rückweg ins Hostel, genossen ein kühles Blondes und warteten den kommenden Tag ab. Jonas verliess die Gruppe hier, um die Rückreise via Bangkok nach Deutschland anzutreten.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Thakhek</h2>



<p>Nächster Halt war Thakhek. Von Thakhek aus startet ein weiterer schöner Motorrad-Loop. Ich freute mich auf einen neuen Loop. Für einige von uns war es der Erste überhaupt. Nach einer angenehmen Anfahrt im Localbus erreichten wir nach 12 Stunden unser Hostel in Thakhek. Wir informierten uns über die Preise und Konditionen der Motorräder, holten uns Tipps bei jenen Reisenden, welche den Loop gerade hinter sich hatten und packten unsere Tagesrucksäcke für den Trip. Ich erklärte Poppy und Yanai den Unterschied zwischen Vollautomatik, Semiautomatik und Manueller Handschaltung, da sie kaum oder keine Erfahrung mit Motorrädern hatten. Uns schlossen sich noch Liv und Rosa an, zwei schottische Studentinnen, welche den Loop am selben Tag starten würden und gleiche Sehenswürdigkeiten besuchen wollten.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Der Loop</h4>



<p>Die Strassen waren angenehmer als erwartet. Das Wetter blieb stabil und die Laune war top. Poppy schaffte es am ersten Tag gleich zweimal hinzufallen, jeweils mit sehr geringem Tempo, sodass sie sich lediglich kleine Schürfwunden zuzog. Yanai und ich waren natürlich zur Stelle, reinigten die Wunden und verbanden diese zweckmässig. Danach reparierten wir das Motorrad nach allen Künsten der Physik, Mechanik und Logik sodass wir ohne grosse Behinderung weiterfahren konnten. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">To see</h4>



<p>In den vier Tagen auf der Piste haben wir Grotten besucht, sind durch pechschwarze Höhlen geschwommen, haben Tropfsteinhöhlen erforsch, die Reisfelder bestaunt, schöne Aussichtspunkte genossen und jeden Abend in geselligen Runden ausklingen lassen. Wir bewältigten einige platte Reifen und leere Benzintanks, überstanden Hunger, pflegten unsere Sonnenbrände und fotografierten die schönsten Momente. Einige Tage waren lang und anstrengend andere waren amüsant, allesamt waren sie unvergesslich. Besonders das Erwachen neben den Reisfeldern bei Sonnenschein und bester Laune war unbezahlbar. Wir waren dann auch froh, als wir alle gesund und munter zurück im Hostel in Thakhek ankamen – Safe and Sound wie die Briten so schön sagen würden. Zum Abschluss ein obligates Beer Lao während wir die besten Geschehnisse nochmals revuepassieren liessen. Am nächsten Tag hatten Bart, Yanai und ich die Weiterreise nach Don Det angesetzt und Poppy reiste zurück nach Vientiane, um Ihren Flug nach Thailand zu erwischen.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Don Det und die 4000 Islands – Reisetag</h2>



<p>Die Anreise von Thakhek nach Don Det klang wiedermal vielversprechend. Zehn bis zwölf Stunden sollten es diesmal werden. Wenn ich so zurück denke habe ich unglaubliche Strecken und massig viel Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Zügen und Fähren verbracht. Was man nicht alles tut, um Geld zu sparen und die Umwelt bestmöglichst zu schonen. Die Zeitangabe war diesmal akkurat – elf Stunden. Dabei kamen folgende Transportmittel in genau folgender Reihenfolge zum Einsatz. Mini-TukTuk vom Hostel zum Thakhet Main Busstation. Localbus von Thakhek nach Pakse North Station. TukTuk von Pakse Norht Station zur Pakse South Station. Big TukTuk von Paske South Station nach Nakasang Village. Dort holte uns ein Bike-TukTuk ab und brachte uns nach Nakasang Pier. Abschliessend fuhr uns ein Longtailboat nach Don Det Pier. Die letzten Meter zu den Bungalows liefen wir. Sechs unterschiedliche Fortbewegungsmittel für die eine Anreise – persönlicher Rekord würde ich mal behaupten. Während der Busfahrt stiegen zwischen den Stationen immer wieder Fleisch- und Gemüseverkäuferinnen ein, welche Poulet am Spiess, frische Maiskolben und kalte Getränke verkauften. Wir waren mit Vorräten eingedeckt und haben auch aus Sicherheitsgründen vom Kauf abgesehen. </p>


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<h4 class="wp-block-heading">Die Insel</h4>



<p>Don Det war wieder eine Insel – Island Vibes!!! Endlich befand ich mich wieder auf einer Insel. Der Vibe war spürbar, alles ging etwas gemächlicher, die Leute waren freundlicher und die Backpacker entspannter. Die Insel war genau dafür gemacht &#8211; Entspannen. Wir mieteten uns Fahrräder und erkundeten sowohl unsere Insel als auch die Nachbarinsel Don Khon. Zwischendurch schwammen wir im Mekong und gönnten uns hier uns da einen eiskalten Fruit-Shake. Am Abend genossen wir das Lichtspektakel vom Sonnenuntergang und das Blitzen der Wolken am Horizont – ohne hörbaren Donner. Danach gingen wir in die Bars, spielten Karten oder Billard und tauschten wieder die besten Reisegeschichten mit anderen Reisenden aus. </p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Bart und die Franzosen</h4>



<p>Auf der Insel waren viele Franzosen, was Bart natürlich sofort auffiel. Er startete jede Konversation mit: Are you french? Franzosen mit Humor lachten, die anderen fühlten sich in ihrer Ehre verletzt. Zum Schluss waren wir alle Freunde und stiessen auf das Reisen an.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Lieblingshose</h4>



<p>Für mich war es unterdessen wieder an der Zeit meine Kleider zu waschen. Ich schwitzte mindestens ein T-Shirt pro Tag klitschnass, sodass es höchste Eisenbahn für einen Laundry-Day war. Noch am selben Tag erhielt ich meine Wäsche von der Laundry-Lady zurück. Kontrolliert habe ich diese erst zwei Tage später wobei mir auffiel, dass mir einer meiner beiden kurzen Jeanshosen fehlte. Scheisse! Ich wusste zudem, dass ich meine Kopfhörer in genau jenen Hosen vergessen hatte. Ich ging zurück und fragte wo denn meine anderen Hosen wären. Sie wusste natürlich von nichts. Waschen würde dies jemand anders und die sei momentan nicht auf der Insel. Was auch immer, diese Hosen samt meinen Kopfhörern waren weg! Die Hosen taten mir schon weh, da sie meine Lieblingshosen waren – jedes T-Shirt oder die Unterhosen waren mir scheissegal, aber genau diese Hosen nicht! That’s life. Ich versuche es gelassen zu nehmen, bleibt mir nichts anderes übrig. Da sollte sich ein passender Ersatz finden lassen, schliesslich befinde ich mich in Südostasien und jene Hosen wurden vermutlich hier um die Ecke zusammengeschneidert.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Tolino E-Reader</h4>



<p>Ein weiterer schwerer Verlust war mein Tolino E-Reader. Dieser wurde während der Anreise vermutlich gegen einen spitzen Gegenstand gedrückt, sodass das Display zersplitterte und somit unbrauchbar war. Auch hier Wuusaaa – einatmen, ausatmen. Ich konnte eine App runterladen und kann die Bücher nun auf meinem Smartphone lesen. Nicht ansatzweise dasselbe Lesegefühl, aber besser als gar keine Möglichkeit meine Bücher zu lesen. Mein Gepäck hat sich also um ein gefühltes Kilo verringert und dabei fehlt mir, bis auf die Kopfhörer, eigentlich nichts. Ich versuche ohnehin fortlaufend mein Gepäck zu reduzieren und diese Missgeschicke helfen mir lediglich dabei. Think positiv. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Der Abschied </h4>



<p>Bart und Yanai planten lediglich drei Nächte auf der Insel – Zeitdruck. Diesen Zeitdruck hatte ich überhaupt nicht und so plante ich drei weitere Nächte ein, um einerseits wieder meinen obligaten Blogeintrag schreiben zu können und andererseits meine Weiterreise zu planen. Zudem hatte ich genügend Kip, also einheimisches Geld, für maximal weitere drei Tage und mein Visa würde am vierten Tag auslaufen. Alles also perfekt abgestimmt.</p>



<p>Laos hat mich positiv überrascht. Selbst wenn mir so einiges
abhandengekommen ist – dafür kann das Land ja nichts – mag ich es hier. Ja, mir
fehlt eine richtige Insel mit Strand und Meer, aber Laos hat charmante Ecken.
Da wir uns als Schweizerbürger 15 Tage visafrei im Land aufhalten dürfen, kann
ich mir vorstellen, Laos nochmals zu besuchen. Vielleicht um abzuschalten oder
um einen weiteren Loop zu meistern. Ich habe Laos in der Regensaison besucht
und dabei genau an zwei Tagen Regen erlebt. Sonst tropfte es lediglich in der
Nacht, was eine schöne Kühle mit sich brachte. Ich denke ich war schlicht ein
Glückspilz. Laos bei andauerndem strömendem Regen wäre sicherlich nicht
ansatzweise so eindrucksvoll gewesen.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Rückblick</h4>



<p>Die Preise in Laos sind günstiger als vergleichsweise in Thailand aber teurer als Vietnam – Vietnam ist sowieso mitunter das günstigste Land in Südostasien. Meine tägliche Ausgaben beliefen sich auf knapp CHF 25.&#8211;. Darin sind sämtliche Kosten für Anreise, Visa, Unterkunft, Essen, Aktivitäten, Bankspesen und Ausgang inkludiert &#8211; einfach alles. Auch in Laos hat es an jeder Ecke eine Apotheke mit den wichtigsten Medikamenten. Laos ist sicherlich nicht bekannt für sein Essen. Es gibt auch hier, welch Überraschung, Reis und Nudelsuppen an jeder Ecke. Aber die Laoten verstehen thailändische Currys, vietnamesische Nudelsuppen und Sandwiches zuzubereiten. Auch ein guten BBQ findet man in jedem Dorf und aus irgendeinem Grund gibt es unzählige gute und günstige indische Restaurants. Zudem gibt es überall frische Fruit-Smoothies oder Fruit-Shakes was einfach top ist! Kritik gibt es hier wieder für den Kaffee, der reiht sich irgendwo zwischen dem japanischen und dem thailändischen ein, also warme, braune Tunke. Vietnam hat noch immer mit Abstand den besten Kaffee. Guter Kaffee ist irgendwie rar in Südostasien. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Abschluss ein Statement: Junge Backpacker sind Luschen</h2>



<p>Ich versuche Verallgemeinerungen zu vermeiden. Stereotype für Länder oder Generationen existieren an sich kaum. Doch an dieser Stelle muss ich eine Beobachtung festhalten. Viele junge Reisende bekommen die Reise von den Eltern oder anderen Sponsoren bezahlt – ist für mich total OK. Viele schätzen dieses Privileg auch. In mindestens neun von zehn Fällen handelten es sich dabei um Studenten. Dementsprechend pendelt sich das Durchschnittsalter oftmals irgendwo um die 23 Jahren ein – zumindest hier in Südostasien. Studieren nach der Grundschule ist in praktisch allen Ländern ausser der Schweiz gängige Praxis. Ausbildungen und Lehren sind schlicht nicht angesehen. Aber auf der anderen Seite sind diese jungen Studenten oftmals mit dem Leben selbst unfassbar überfordert. Aufgrund ihres marginalen Wissens, welches sie sich im Studium angeeignet haben, versuchen sie sich in jeder Situation zu behaupten und versagen oftmals kläglich. Ihnen fehlt jegliche Vorstellung vom Leben. Es fehlt schlicht an der Lebenserfahrung im wahrsten Sinne des Wortes.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Beispiele aus dem Alltag</h4>



<p>Hiernach einige von mir beobachtete Beispiele. Sie wissen nicht wie mit Brand oder Schnittverletzungen umzugehen ist. Wissen knapp was Paracetamol oder Ibuprofen ist aber haben kaum Ahnung in welchem Masse es anzuwenden. Haben keinen Schimmer wie man kocht oder wie man sich ohne Restaurant und Fastfood ernährt. Haben von politischen länderübergreifenden Problemen keine Ahnung. Haben geringes geografisches und historisches Wissen abrufbereit. Briten und Amerikaner sprechen oft genau Englisch und haben kaum Interesse an anderen  Fremdsprachen oder Kulturen. Junge wissen oft nicht was zu tun ist, nachdem Sie den Bus oder die Fähre verpasst haben. Reklamieren bereits ab der kleinsten Unstimmigkeit im Hostel. Klagen über die Hitze, die nicht vorhandene Klimaanlage, über Regen und über die Preise. Falls es im Local-Bus zu eng ist, sich das Fenster nicht öffnen lässt oder wenn der Bus Verspätung hat, fangen sie an zu hyperventilieren. Wissen nicht wie reagieren, wenn das Motorrad einen platten Reifen hat. Werden panisch, wenn Sie eine Mücke gestochen hat oder ein Hostel-Hund Ihnen zu nahekommt. Reklamieren wenn Verkehrsteilnehmer die Regeln nicht befolgen. Haben wenig Verständnis für die mangelnde Englischkenntnisse der Einheimischen und wollen immer alles sofort haben. Zudem fehlende Disziplin, wenn es draufankommt. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Tipps</h4>



<p>Gesunder Menschenverstand. Verständnis für fremde Kulturen. Die Eier haben zu sagen, dass weiss ich nicht. Keinen Mut einfache Fehler zuzugestehen. Respekt, Dankbarkeit und vor allem eine gewisse Gelassenheit. Diese einfachen Voraussetzungen muss man mitbringen, um in Südostasien entspannt reisen zu können. Wie gesagt, dies gilt lange nicht für alle und ich wurde bereits oft eines Besseren belehrt, aber der Grundtenor besteht. Ich bin mir diese jungen, trinkfesten, lauten, unerfahrenen Reisende momentan gewohnt und frage mich dennoch, wie sie sich wohl zu Hause ohne Hilfe am Leben halten? Ich fühle mich dabei irgendwie immer leicht im Vorteil und geniesse die Konversationen mit genau jenen Bengeln irgendwie. Jedoch dienen sie mehr meiner Unterhaltung als meiner Bereicherung und aus jenem Grund erfreue ich mich über einzigartige Begegnungen mit Persönlichkeiten wie die Eine in Luang Prabang.</p>



<p>Eine 29-jährige Amerikanerin. Als ausgebildete Bühnenschauspielerin ist sie natürlich ein Multitalent. Dennoch geerdet, reiseerfahren und eine Frohnatur. Sie hat in der Zwischenzeit drei Jahre in Japan Englisch unterrichtet, spricht tatsächlich Französisch, hat Ihr eigenes Geld verdient, alle Schulden abbezahlt und finanziert ihre Reise selbst. Dazu hat sie die absurdesten Geschichten zu erzählen. Bitte mehr davon!</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Weiterreise nach Kambodscha</h4>



<p>Da ich mich an der Grenze zu Kambodscha befinde, habe ich mich dazu entschlossen Siem Riep und Phnom Penh zu besuchen. Ich habe die beiden historischen Städte letztes Mal übersprungen. Da ich noch ein gültiges Kambodscha-Visum halte und jetzt so Nahe bin, will ich die Städte nun nachholen. Mir ist irgendwie nicht ganz wohl dabei nach so kurzer Zeit wieder nach Kambodscha zu reisen, aber andererseits plane ich nicht auf die Inseln zu gehen, was das ganze entkrampft. Ich bin neugierig auf die Sehenswürdigkeiten und das Folk, dass mir alles andere als fremd ist. Cambodia I’m coming home – but just for a short layover.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>VIETNAM &#8211; SEIT NUN ÜBER 8 MONATEN UNTERWEGS</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jul 2019 11:08:08 +0000</pubDate>
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<h2 class="wp-block-heading">Hanoi, here I am again</h2>



<p>In Hanoi angekommen, musst ich Nasenspray für meine laufende
Nase besorgen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die
Fluggesellschaften, welche es pflegen die Klimaanlage on Board auf Stufe
«rechtsanschlag» zu stellen. Zum Glück aber befindet sich in Hanoi an praktisch
jeder Ecke eine Apotheke. Daraufhin musste auch für Vietnam wieder eine neue
SIM Karte und ein Datenpacket für die nächsten 30 Tage besorgt werden. Ohnehin
gehört mobiles Internet in der heutigen Zeit einfach dazu – ohne mich da rechtfertigen
zu müssen. Zum Glück sind die Datenpakete in Südostasien erschwinglich.</p>



<p>Da ich die ersten anderthalb Tage noch allein unterwegs war, quartierte ich mich in einem altbekannten Hostel ein. Danach hatte ich Zeit und organisierte Geld – mal eben 3 Millionen vietnamesische Dong abgehoben-, buchte das nächste Hostel und machte wie immer neue Bekanntschaften bei einem gekühlten Bier in der Common-Area unseres Hostels. In Hanoi war es aktuell 38°C, aber dank der hohen Luftfeuchtigkeit so um die 450’000%, fühlte es sich an wie 52°C – zumindest gemäss den gängigen Apps auf den Smartphones. Ich lief meistens klitschnass durch die Gegend und war dabei in guter Gesellschaft.</p>



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<p>Estelle und Selin reisten am übernächsten Tag nach und so checkten wir in einem beliebten Hostel, dem Vietnam Backpacker Hostel, ein. Das Hostel ist bekannt für gute Stimmung und ausgelassene Feste. Da Selins Geburtstag nahte, war dies also ein perfekter Ort für uns. Die Tage verstrichen schnell. Unser Tagesablauf war doch immer ähnlich. Aufstehen, frühstücken, sightseeing, wieder essen, für den Abend auffrischen und ab auf die Piste. Hanoi war zwar nicht bekannt für sein Nachtleben, aber dank den Tipps einiger Einheimischen fanden wir die Juwelen, welche auch bis in die frühen Morgenstunden geöffnet hatten. Anscheinend machte ich es mir zu Gewohnheit, andere englische Akzente zu adaptieren. So wurde ich also aktuell öfters als Nordbrite eingeschätzt. Ich nehme es als ein Kompliment.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Cat Ba</h2>



<p>Es wurde Zeit die nächste Ortschaft in Angriff zu nehmen.
Cat Ba war eine willkommene Option. Ich war bereits in Cat Ba gewesen und mir
gefiel die Gegend. Wir gönnten uns ein privates Dreibett-Zimmer zum Spottpreis
von CHF 8.— pro Nacht. Also 2,70 pro Nacht ist mitunter das günstigste was ich
jemals für eine Unterkunft bezahlt habe – Ach ich liebe dich Vietnam.</p>



<p>Pflichtgemäss haben wir uns Roller gemietet und die Insel bis in die hinterste Ecke erkundet. Der Nationalpark mit seinen unglaublich grossen Schmetterlingen, die historischen Höhlen und die Aussichtspunkte wurden schön abgearbeitet. Auf eine Tour in die Halong Bay verzichteten wir – aus Kosten- und Zeitgründen. Mir egal, ich hatte die Halong Bay für mich bereits erlebt.</p>


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        </div>


<p>Tag drei in Cat Ba sollte unser letzter sein, am nächsten Morgen
ging es bereits wieder zurück nach Hanoi. An unserem letzten Abend war keine
Party angesagt, kein Alkohol und keine unnötig teuren Restaurantbesuche
vorgesehen. Die Zeit war reif für eine Movie-Night. Ich hatte mein Surface Pro dabei
und das WiFi war stabil genug für die Inhalte von Netflix zu streamen. Essen holten
wir uns beim Italiener um die Ecke und die Snacks von der Mini-Mart-Mama auf
der gegenüberliegenden Strassenseite. Entspannen, Licht aus und Play.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1687" width="768" height="576" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8872.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure></div>



<p>Zurück in Hanoi verabschiedeten wir uns von Estelle. Sie musste ihre Reise auf die Philippinen antreten. Ich und Selin planten die ersten Schritte unseres Trips nach Ha Giang. Wie immer beendeten wir die Planerei und spielten stattdessen lieber eine Runde Billard oder Tischfussball. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ha Giang</h2>



<p>Da waren es nur noch wir zwei und ein mehrtägiges Abenteuer. Nach einer achtstündigen Busfahrt erreichten wir Ha Giang morgens um zwei Uhr. Auch hier konnten wir provisorisch einchecken und erstmals eine ordentliche Portion Schlaf nachholen. Am Morgen nach dem Frühstück informierten wir uns über die besten Routen, Schlafmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Den Roller mieteten wir direkt im Hostel. Ich packte meinen Tagesrucksack für einen viertägigen Trip und schnallte diesen auf den hinteren Teil meines Halbautomaten-Rollers. Bevor es für uns losging, halfen wir der Hostel-Familie die Mangos ab dem Baum zu pflücken. Der Mangobaum wuchs direkt vor dem Eingang des Hostels. Zum Dank gab es nebst den geschnittenen Mangos auch ein frischer Mango-Smoothie – yes! Danach ging das Abenteuer los.</p>


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<p>Wenn es um atemberaubende Landschaften geht, ist man als Schweizer verwöhnt. Uns ist es schwierig zu beeindrucken, wenn es um Berge, Täler und schöne Aussichten geht. Aber der Ha Giang Loop hat mich imponiert. Die Berge sind anders, die Landschaften nicht zu vergleichen mit der der Schweiz. Einfach schon nur für mehrere Stunden durch die Natur zu gleiten und immer wieder ein kleines Dorf zu passieren war ein grandioses Gefühl. Ich bin definitiv kein Stadtkind. Die Natur mit all Ihren Facetten zu erleben, dass macht mich glücklich. Natürlich hatten wir auch mit platten Reifen und falscher Routenführung zu kämpfen. Auch die Strassen waren abschnittsweise haarsträubend, aber das gehört zu einem guten Abenteuer dazu.</p>



<p>Ein weiterer Punkt auf meiner To-Do-Liste war also endlich abgehackt. Der Ha Giang Loop verdiente sich einen Platz unter den Top-5 meiner Lieblingsreiseerlebnisse.</p>


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<p>Der Abschied nahte und so machte sich Selin auf die Weiterreise nach Ninh Binh. Die Gruppe hatte sich also definitiv aufgelöst – ein trauriger Tag. Ich für meinen Teil würde meine letzten Tage in Hanoi verbringen. Laos hiess das Ziel, dass ich nach Vietnam anpeilte und Hanoi war ein guter Ausgangspunkt für mein Vorhaben. Auch habe ich den Rest von Vietnam gerade erst bereist und wollte nun wirklich nicht meine Zeit an mir bereits bekannten Orten verschwenden.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Zurück in Hanoi</h2>



<p>Die Hauptstadt Vietnams mustert sich langsam zu meiner Lieblingsstadt in Südostasien. Wie gesagt, ich bin ein absolutes Landei und versuche längere Aufenthalte in Grossstädte zu vermeiden. Ich fühle den Grossstadt-Vibe einfach nicht. Hanoi hingegen hat Charm. Besonders der Stadtteil Old-Quarter hat es mir irgendwie angetan. Hier geht alles gemächlich zu, hier lässt man sich Zeit. Viele Junge Leute leben hier und das Nachtleben finden auch mehrheitlich in diesem Bezirk statt. An jeder Ecke findet man kleinere und grössere Kaffees – und ja die Vietnamesen verstehen was von Kaffee! Essen kann man buchstäblich in jeder Seitengasse oder vor jeder kleinen Küche mit einem Tisch und vier Plastikstühlen. </p>



<p>Ich hatte mein Lieblingskaffee in der Nähe meines Hostels gefunden. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite gab es eine authentische französische Bäckerei. Der Besuch in dieser Bäckerei gehörte zu meinem täglichen Pflichtprogramm. Richtig gutes Brot hatte ich wahnsinnig vermisst. Zudem wusste ich, dass ich vermutlich für längere Zeit kein anständiges Brot kosten werde. Aus diesem Grunde musste ich hier zünftig zupacken. Dunkles Brot, Croissants mit und ohne Schokolade oder einfach ein Semmelbrötchen alles täglich frisch und meistens verfügbar. Das Brot also in der Bäckerei abgeholt und in meinem Kaffee auf der gegenüberliegenden Strassenseite zu einem vietnamesischen schwarzen Kaffee genossen. Was für einen Start in den Tag.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Sightseeing und Aufladen</h3>



<p>In Hanoi versuchte ich jeden Tag eine Sehenswürdigkeit zu besuchen. Unterwegs war ich praktisch immer zu Fuss, es sei denn, ich war knapp an der Zeit. So bin ich täglich zwischen 7-20km gelaufen, was mein Croissant vom Frühstück in jedem Falle rechtfertigte. Ich habe das Hanoi Hilton, also das Kriegsgefängnis von Hanoi besucht, worin US-Gefangenen im Vietnam Krieg festgehalten wurden. Darunter übrigens auch ehemaliger US-Präsidentschaftskandidat John McCain. Weiter auf meiner Liste waren dann auch die Train-Street und die Street-Art-Gallery. Auch das Mausoleum von Ho Chi Minh und das Museum durften nicht fehlen. Die Überreste eines B52-Bombers in einem Teich wollte ich auch gleich bestaunen. Schliesslich waren da noch Plätze und Denkmäler, die ich beim Vorbeilaufen bewundert habe.</p>



<p>In der Zwischenzeit habe ich neue Passfotos machen lassen und mir neue Kleidung besorgt. Einige meiner T-Shirts sahen nun wirklich langsam ausgebleicht und getragen aus. Weiter habe ich mein Gepäck wieder etwas reduziert. Dabei habe ich meine geliebte Drohne begleitet von anderen Kleinigkeiten mit der vietnamesischen Post in die Schweiz geschickt. Apropos Paket – kleines Update. Mein Bruder hat mir mitgeteilt, dass mein Paket von Thailand tatsächlich den Weg in die Schweiz gefunden hat – nach just zwei Monaten.</p>



<p>In Hanoi war es dann auch wieder an der Zeit mir die Haare
schneiden zu lassen. Haareschneiden ist so eine Geschichte. Zu Hause hat man normalerweise
seinen Coiffeur. Dem vertraut man blind und der Haarschnitt wird meist genauso
wie man ihn eben wünscht. In meinem Fall habe ich ja permanent einen neuen oder
eine neue Künstlerin. Ich zeige denen immer dasselbe Foto von mir mit einem für
mich guten Haarschnitt und erkläre Ihnen meine einfachsten Bedingungen. Obwohl
alle die haargenau – Wortspiel – gleiche Vorgabe haben, habe ich noch nie auch
nur ansatzweise zweimal denselben Haarschnitt bekommen. Dazu muss ich
fairerweise hinzufügen, dass ich niemals einen schlechten Haarschnitt bekommen
habe. Jeder hatte halt seine eigene Interpretation und Vorgehensweise gehabt
und so hat jeder Haarschnitt variiert. Einen unglaublich guten Haarschnitt habe
ich in Kampot, Kambodscha und in Hanoi, Vietnam bekommen. Die restlichen waren
eher von der Sorte «gut-tragbar aber Luft nach oben».</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Essen in Hanoi</h3>



<p>In Hanoi genoss ich das gute Essen. Dabei war auch westliche oder indische Küche zur Abwechslung sehr willkommen. Trotzdem, Vietnam ist bekannt für seine gute Küche und so wollte ich meinen Horizont dahingehend etwas erweitern. Die klassischen Touristengerichte wie Bahn Mi oder Pho hatte ich nämlich langsam satt. Von den Hostelangestellten liess ich mir Tipps für gutes Essen geben oder probierte es gleich selbst aus. In den meisten Fällen befindet man sich in einem Restaurant für Einheimische. Diese Juwelen findet man weder auf Tripadvisor noch in einem der bekannten Reiseführer. Es handelt sich um richtig authentische einheimische Küchen. Die Lokals mustern einen kurz beachten einen danach aber kaum noch. Die mutigen fragen höchstens ganz herzlich &#8211; where are you from? Das wars aber oftmals mit den Englischkenntnissen schon. Und mein Vietnamesisch ist ja weiss Gott nicht besser. Es gibt natürlich auch hier die Neugierigen, die es nicht abwarten können über die Essstäbchenkünste eines Touristen zu schmunzeln &#8211; die Geschichte hatten wir bereits in Japan. Aber auch hier lasse ich leider nichts zu lachen übrig. Nachdem ich gemäss den traditionellen Gepflogenheiten mein Gericht mit Chilis und Knoblauchöl gewürzt habe, schweiffen sämtliche neugierigen Blicke dann auch ab &#8211; einer der Bescheid weiss &#8211; denken sie vermutlich.</p>



<p>Meine Highlights waren dabei Sut Vang. Niedergegartes
Riedfleisch, welches in einer Nudelsuppe serviert wird und dabei leicht
nachzieht – Wenn ich schon nur daran denke läuft mir das Wasser im Mund
zusammen. Preis CHF 1,70.</p>



<p>Bun Cha ist grilliertes Schweinefleisch, welches in einem
Fonds serviert wird. Dazu gibt es einen Teller dünne Reisnudeln und Grünzeugs,
dass man im Fonds fertiggart- der Wahnsinn! CHF 1,50.</p>



<p>Bun Bo Nam Bo. Gebratenes Rinderfleisch serviert mit kalten
Reisnudeln und vielen anderen kleineren Zutaten als eine Art warm-kalter Salat.
Preis CHF 2,10.</p>



<p>Abschliessend noch Matcha-Coffe Roti. Ein brotartiges,
fluffiges Süssgebäck mit einer cremigen Füllung nach Wahl. Wuhuu. Davon habe
ich mir bestimmt sechs Stück oder mehr gegönnt während meiner Zeit in Hanoi.
Jedes Mal, wenn ich den Roti-King in der Nähe der Sunglass-Street passierte,
musste ich einen solchen Matcha-Coffe Roti mitnehmen – was sind schon 60
Rappen.</p>



<p>Früchte waren in Hanoi erstaunlich teuer. Ich hatte zwar hier und da eine Fruitlady gesehen, aber die Preise waren horrend. CHF 2.50 für eine Mango war ich schlicht nicht bereit zu bezahlen. Ich habe dann einen kleinen Laden gefunden, welcher geschnittenen Früchte verkauft – CHF 1,50 pro Schüssel. War jetzt nicht der Hit aber alles besser also die Preise auf der Strasse. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Die letzten Tage in Hanoi</h3>



<p>Die restliche Zeit verbrachte ich mit lesen, der groben Planung für meinen nächsten Trip nach Laos oder schrieb wie immer brav einen Blog-Eintrag meiner letzten Ereignissen. Dies Tat ich öfters in einem Lokal namens Pateta. Im 2. Stock gab es einen Raum mit Klimaanlage und schnellem WiFi, der kaum genutzt wurde – für mich perfekt zum Fokussieren. Am Abend genoss ich auch diesmal wieder mit den anderen Gästen das offerierte Bier in der Common-Area. Wir erzählten uns die unmöglichsten Geschichten und verrieten die besten Tipps zu den jeweiligen nächsten Destinationen.</p>



<p>Bevor es für mich weiter nach Laos ging, gönnte ich mir nach reifer Überlegung mein erstes und zweites Tattoo. Das Tattoo-Studio und die Künstler waren landesweit oder gar International bekannt, sodass ich für meinen Termin jeweils etwas länger warten musste. Aber Mr. Ti war an der Umsetzung meiner Motive interessiert und so passierte es, dass ich Hanoi mit neuer Tinte unter meiner Haut verliess.</p>



<p>Endlich konnte ich mich auf den Weg nach Laos begeben. Ein
neues Land auf meiner Reise. Von Laos wusste ich so gut wie nichts. Ich genoss
nur die schönen Geschichten der anderen Reisenden und freute ich richtig auf
dieses Land. Der Bus sollte die Strecke von Hanoi, Vietnam nach Luang Prabang,
Laos anscheinend innert 24 Stunden bewältigen. Ich deckte mich also mit Wasser,
Snacks und zwei dunklen Broten von meinem Beck ein, lud mein iPhone und meine
Powerbank 100%ig auf und wartete auf den Roller der mich um punkt 17:00 abholen
würde.</p>



<p>Laos, I think I’m ready for you!</p>


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		<title>KAMPOT, KOH RONG SAMLOEM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2019 10:53:45 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Einreise</h4>



<p>Vor der Einreise nach Kambodscha waren wir irgendwie nervös. Wir hatten ja noch kein Visa und anscheinend gibt es selbsternannte Reisebüros (Travel Agency) die uns da helfen würden. Unser Rezeptionist aus Ho Chi Minh City zeigte uns DAS Reisebüro, welches uns weiterhelfen wird. An der Grenzstadt angekommen gönnten wir uns also noch ein letztes Frühstück. Der Kaffee in Vietnam ist übrigens fabelhaft. Pünktlich zur vereinbarten Zeit, erschienen wir also im Reisebüro, füllten das offizielle Antragsformular aus, händigten 35$ begleitet von unserem Reisepass und dem Internationalen-Impfausweis aus und stiegen in den Minivan. Das offizielle Visa kostet anscheinend um die 25-30$, aber eben, will man ohne Probleme die Grenze passieren und ein 30-tätiges Visa erhalten, dann zahlt man halt eben mehr – Willkommen in Südostasien. </p>



<p>Unsere Pässe waren also in fremden Händen, aber immer in unserer Nähe. Anfänglich ein unangenehmes Gefühl, aber die Jungs und Mädels da machen dies ja Tag für Tag. Mittlerweile waren wir eine Gruppe von etwa 10 Personen – alles Backpacker. Unsere Gruppe wurde an die Grenze gefahren wo wir uns in einer Wartehalle am Checkpoint versammelten. Neben uns wurde der Stapel Pässe von den Grenzbeamten durchgearbeitet. Anschliessend liefen wir über die Grenzbrücke nach Kambodscha. In der Wartehalle angekommen mussten wir durch den Medizin-Check. Es war eher ein Hallo-sagen und im Gegenzug erhielten wir unsere Impfausweise zurück, lustiger Medizin Check. Mit dem Impfausweis in der Hand und dem Gepäck auf dem Rücken überreichte uns unsere Visa-Lady unsere Pässe. Nun konnten wir an den Schalter, um unsere Einreise offiziell zu besiegeln. Der Einreise-Major checkte also unser frisch eingeklebtes Visa &#8211; keine Ahnung zu welchem Zeitpunkt dies jemand eingeklebt hat. Es folgte der obligate Stempel in den Pass ergänzt von Datum und der Signatur des Majors. Schnell die Fingerabdrücke gescannt und ein Foto geschossen und schon hiess es, welcome to Cambodia! </p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2-1024x768.jpg" alt="" data-id="1359" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7768-3/" class="wp-image-1359" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7768-2.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2-1024x768.jpg" alt="" data-id="1360" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7776-3/" class="wp-image-1360" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7776-2.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Kampot</h2>



<p>Unsere erste Destination hiess Kampot. Der Minivan bootete uns in einer kleinen Nebenstrasse aus. Gepäck aufgebuckelt und los gings. Doch bevor wir zu unserem Hostel liefen, musste ich erstmal zum Coiffeur. Ich wollte eigentlich meine Haare wachsen lassen, verwarf diese Idee aber bald. Zurück zum Coiffeur. Noch in Vietnam suchte ich nach einer passablen Haarschneide-Bude und wurde fündig. Den Standort in meiner Map war markiert. Wir also samt Pack geradewegs in den Salon. Der Typ schien sein Handwerk zu verstehen, zumindest den Bildern zufolge. Ich zeigte ihm ein Foto von mir und wie ich es gerne geschnitten hätte – No problem my friend! Kurz die Haare gewaschen und schon packte er die Dompteuse aus und setzte an. Es folgte der Feinschliff mit der Schere und nach gefühlten 10 Minuten war die Geschichte durch. Ich malte mir alle Möglichkeiten aus und wie schlimm der Haarschnitt sein könnte. Trotzdem war ich irgendwie entspannter als auch schon, denn ich musste nicht wirklich jemandem gefallen ausser Julia und evtl. auch mir selbst. Es kam anders als erwartet. Der Haarschnitt war perfekt! Besser als viele Schnitte die ich zu Hause erhielt. Ein perfekter Start in den Tag – soweit so gut. Nach einem 2km Marsch gelangen wir also in unser Hostel. Nach dem Check-in gönnten wir uns eine Abkühlung im Hostelpool und liessen den Tag ausklingen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Weihnachten</h4>



<p>Weihnachten stand vor der Tür und so besorgten wir uns in der Stadt die obligaten Weihnachtsmützen. Wir wollten schon immer mal Weihnachten in Badehosen feiern. Mit einem Cocktail in der Hand, Weihnachtsmützen auf dem Kopf und bei gefühlten 32Grad feierten wir also Weihnachten in Kambodscha – perfekt! Das Hostel organisierte ein Weihnachtsabendmal. Wir genossen Kartoffelstock mit Bratensauce, Pouletschenkel und Gemüse begleitet von einem kühlen Blonden. Weihnachten mal anders. Als Gute Tag besuchten wir am folge Tag nach unserem Roadtrip eine Schule irgendwo im verlassenen und vergessenen Teil von Kampot. Kinder arbeiten auf dem Feld bei den Eltern. Schule kann sich hier niemand leisten, darum haben Backpackers einen Platz mit Tafel, Stühlen und Bänken eingerichtet und an fast jedem Tag werden hier zwei bis drei Lektionen unterrichtet. Hauptsächlich von Backpackern. Als uns ein solcher Backpacker den Ort zeigte, waren wir gleich Teil des Zirkus. Wir unterrichteten Farben und Tiere auf Englisch. Alberten rum, spielten Spiele und kommunizierten mit Händen und Füssen. Ein unvergessliches Abendteuer. Als Julia dann die zuvor gekauften Bleistifte verteilte brach Chaos aus. Die Bleistifte wurden trotzdem fair aufgeteilt und so mussten wir diesen Ort viel zu schnell und tief beeindruckt wieder verlassen.</p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2-1024x769.jpg" alt="" data-id="1358" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_gcnt3865-3/" class="wp-image-1358" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2-1024x769.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2-768x577.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2-194x146.jpg 194w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GCNT3865-2.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2-1024x768.jpg" alt="" data-id="1362" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7819-3/" class="wp-image-1362" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7819-2.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-1 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2-1024x768.jpg" alt="" data-id="1367" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7844-3/" class="wp-image-1367" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7844-2.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Strassenverhältnisse</h4>



<p>Am Tag nach Weihnachten war wieder mal Rollerfahren
angesagt. Mit unserem fahrbaren Untersatz schossen wir auf den Hausberg hoch – Bokor.
Viel zu sehen war nicht. Einige alte Häuser aus der Kolonialzeit standen leer
herum. Daneben fanden wir neugebaute Resorts, die zwar lustigerweise leer
schienen, aber Personal war da. Auch ein neuerbautes Casino, mitten im
nirgendwo, war eines der Attraktionen. Hier und da noch eine Kirche und ein Buddha
rundeten unseren Tages-Roadtrip ab. Endlich konnte ich auch meine Drohne
starten und schoss vom alten und verlassenen Königshaus einige Fotos aus der
Ferne.</p>



<p>Das eigentliche Abenteuer fand auf der Strasse statt. Die Strassenverhältnisse waren mit Abstand die schlechtesten die ich je befahren habe. Schotter, Sand und riesige Löcher waren allgegenwärtig. Ich achtete wie und wo die Einheimischen fuhren und verbesserte so meine Fahrkünste kontinuierlich. Bis auf die Strassenseite waren weder Gesetze noch Regeln einzuhalten. Zumindest hatte ich diesen Anschein. Ah, ausser natürlich Hupen beim Überholen.</p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2-1024x768.jpg" alt="" data-id="1363" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7827-3/" class="wp-image-1363" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7827-2.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" 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<h4 class="wp-block-heading">Währung</h4>



<p>In Kambodscha wird in zwei Währungen bezahlt – immer. US Doller und kambodschanische Riel sind hier als Zahlungsmittel zugelassen. Ganze Beträge werden in Dollar bezahlt und alles hinter dem Komma anschliessend in Riel. Gleiches gilt für das Rückgeld. Dabei gilt zu beachten, dass 4000 Riel genau 1 Dollar sind, also 1000 Riel 25 Cent. Um alles einfacher zu gestalten, wird alles in 25 Cent Schritten angegeben. Als Beispiel: Ein Poulet Curry mit Reis kostet 3,75 USD. Bezahlte ich mit einer 5 Dollar Note, so bekomme ich 1 Dollar und 1000 Riel zurück. Am Anfang etwas verwirrlich, aber man gewöhnt sich daran. Die Riel erinnern eher an Monopoly Geld. Deren Zustand spielt keine Rolle, die werden eigentlich immer akzeptiert. Bei den US Dollar sieht es ganz anders aus. Jede Note wird haargenau begutachtet. Noten, die beschrieben sind, abgenutzt wirken oder ein kleiner Riss haben, werden nicht akzeptiert &#8211; nirgends! Ein absoluter Witz, aber hier in Kambodscha Realität. Ich durfte die Erfahrung mit einem nagelneuen 100 USD Schein machen. Gerade vom Geldautomaten abgehoben, wollte ich mit diesem in unserem Hostel die Rollermiete bezahlen. Die Note wurde nicht akzeptiert, weil die Note ein Riss vor der Grösse einer Bleistiftspize hatte. Ich traute meinen Augen nicht. 100USD! Wollte ich die Note in einer Bank umtauschen, würde eine Gebühr von 5 US Dollar erhoben. Leck mich am Arsch. Sobald ich in einem anderen Land, gelten andere Sitten und da würde auch diese leicht lädierte 100USD Note wieder akzeptiert – alles gut. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Koh Rong Samloem</h2>



<p>Neujahr würden wir auf einer Insel verbringen wollen. So fand Julia eine Insel, die zwar ruhig sein, aber auch eine Partybucht haben soll, klingt perfekt. Wir buchten also zwei Nächte am Strand von M’Pay Bay beim Hostel Old Souls um anschliessend für Silvester / Neujahr in die private Bucht von Mad Monkey Hostel zu wechseln. Beim Erreichen der Insel und besonders das Hostel Old Souls kam in mir irgendwie ein heimeliges Gefühl auf – ich liebte diesen kleinen, süssen Ort. Das Wetter war perfekt und der Strand 10m von unserem Hostel entfernt war traumhaft. Zudem fanden wir hier um die Ecke DER STRAND schlechthin. Ein unberührter Traum, der sicherlich bald bebaut sein wird, aber jetzt einfach nur perfekt! Zurück zum Hostel. Der Hostelbesitzer – er will Eric Johnson genannt werden – war ein verrückter aber quicklebendiger Holländer. Vom alter her würde ich Ihn auf etwa 27 Jahre schätzen. Er hat das Hostel vor drei Jahren selbst konstruiert und gebaut, ohne grosse Vorkenntnisse vom Bau. Der Typ weiss wie man lebt und hat zugleich ein Sinn für Business. Die Tage vergingen schnell und so verschoben wir uns ins andere Hostel drei Buchten weiter um Silvester zu feiern.</p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873-1024x768.jpg" alt="" data-id="1372" data-link="http://thebigstep.ch/k1600_img_7873/" class="wp-image-1372" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_7873.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218-1024x768.jpg" alt="" data-id="1378" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2218/" class="wp-image-1378" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2218.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221-1024x768.jpg" alt="" data-id="1379" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2221/" class="wp-image-1379" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2221.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222-1024x768.jpg" alt="" data-id="1380" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2222/" class="wp-image-1380" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2222.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Silvester</h4>



<p>Das Mad Monkey Hostel ist bekannt für seine Lage und für die gute Stimmung. Wir wollten an Silvester an einer Party teilnehmen, darum haben wir auch dieses Hostel gebucht. Das Essen vom 30 Dezember hatte ich während der Nacht auf den 31. Dezember komplett erbrochen. Ich musste mich im halbstunden-takt übergeben und am morgen setzte der Durchfall ein. Julia hatte überhaupt keine Beschwerden und so war wohl mein Essen vom Vorabend der Übeltäter – Chickenburger und Pommes Frites. Eigentlich eine sichere Nummer da das Poulet frittiert wurde und nicht nur gebraten. Pommes Frites sind sowieso frittiert und das Brot war mehr als durch. Es war also vermutlich der Salat im Burger. Lustigerweise hatten wir immer Magenprobleme bei westlichem Essen, niemals bei lokalen Speisen. Aber das hilft auch nicht. Ich verbrachte den Tag also im Bett, dehydriert und kochend heiss. Meine Körpertemperatur machten mir und Julia am meisten Sorgen. Unsere Apotheke hatten wir im Old Souls in der anderen Bucht gelassen und sind nur mit dem nötigsten für diese drei Tage gereist – war ja klar. Wir suchten also nach Paracetamol oder Ibuprofen – einfach irgendwas, dass meine Temperatur zum sinken brachte. Schliesslich fanden wir ein Schweizer der Tabletten dabei hatte, von seinem Vater und der war Tierarzt. Er versicherte mir, dass der Wirkstoff in dieser Menge auch bei Menschen fibersenken wirke. Das Blister war unbeschädigt und bedruckt, auf Deutsch. Ich kannte das Produkt nicht aber es sah wie jede andere 500mg Tablette aus. Nachdem mich Julia mit Bananen und Cola versorge und mich mittels nassen Tücher immer wieder kühlte, half alles nichts. Ich nahm mehrere kalte Duschen, die längste dauerte 40 Minuten. Danach warf ich das Wundermittel ein. Nach 30 Minuten sankt meine Temperatur meine Gelenkten scherzten nicht mehr so stark und mein Magen schien wieder stabil. Das ging aber flott. Keine Ahnung was ich da bekam, aber dem Wundermittel sei Dank, konnte ich Silvester auf meinen eigenen zwei Beinen feiern, ohne einen einzigen Schluck Alkohol. Hallo neues Jahr! Die Tage vergingen schnell, mein Appetit kehrte zurück. Wir badeten in der Sonne und im Meer, genossen den entspannten Strand bevor wir wieder zurück ins Old Souls gingen –für einige Tage vorerst.</p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048-1024x768.jpg" alt="" data-id="1373" data-link="http://thebigstep.ch/dcim-100media-dji_0048-jpg/" class="wp-image-1373" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0048.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050-1024x768.jpg" alt="" data-id="1374" data-link="http://thebigstep.ch/dcim-100media-dji_0050-jpg/" class="wp-image-1374" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_DJI_0050.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190-1024x768.jpg" alt="" data-id="1376" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2190/" class="wp-image-1376" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2190.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192-1024x768.jpg" alt="" data-id="1377" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2192/" class="wp-image-1377" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2192.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">M’Pay Bay – Getrennte Wege</h4>



<p>Bei der Rückkehr begrüsste mich bereits beim Anlegen der Fähre wieder dieses Heimatgefühl. Zurück im Hostel beschlossen wir vorerst noch einige Tage im Old Souls zu bleiben. Anja, die beste Freundin von Julia, meldete sich bei Julia. Es stellte sich heraus, dass Anja Ferien in Thailand plante, uns quasi ein Besuch abstatten würde. Julia war sofort bereit nach Thailand zu reisen, immerhin handelt es sich um Anja! Ich war noch nicht bereit für Thailand, nicht nachdem wir gerade so ein Juwel gefunden hatten. Es war also Zeit Pläne zu schmieden, auf einer Insel, bei dem Internet genau so rar ist wie Albino Nilpferde. Wir wussten aber, dass die eine oder andere Bar für eine gewisse Tageszeit über WiFi verfügt und so konnten wir alle zwei bis drei Tage mit der Aussenwelt kommunizieren. Nach einigen Gesprächen und während eines Abendessens in unserem Lieblingsrestaurant – geführt von einem französischen Chefkoch – beschlossen wir es also fix. Julia reist 3,5 Wochen mit Anja durch Thailand und holt mich anschliessend hier auf der Insel wieder ab. Ich brauche noch Zeit auf dieser Insel und war noch nicht bereit weiter zu reisen. Der Drang nach Gleichgewicht und innerer Ruhe, der Drang wieder voller Tatendrang in den Tag zu starten fehlte mir komplett. Ich war noch lange nicht müde vom Reisen, im Gegenteil. Aber das vergangene Jahr musste ich endlich verdauen. Militär, Studium, das Aussetzen von richtigen Ferien, die Arbeit, der Pikettdienst, die Vorbereitungen für die Reise und alles was dazugehörte musste erstmals innerlich verdaut und abgeschlossen werden. Dann sind da noch die unzähligen Eindrücke von der Reise bis hierhin. Noch nie musste ich so viele neue Eindrücke, Kulturen und Sehenswürdigkeiten in einer solch kurzen Zeit verarbeiten. Für mich war klar, die Insel wir meine Homebase für die nächsten paar Wochen sein. </p>



<ul class="wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1024x768.jpg" alt="" data-id="1369" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2327/" class="wp-image-1369" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1024x768.jpg" alt="" data-id="1368" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2316/" class="wp-image-1368" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269-1024x768.jpg" alt="" data-id="1382" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2269/" class="wp-image-1382" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2269.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340-1024x768.jpg" alt="" data-id="1370" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2340/" class="wp-image-1370" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2340.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>.</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257-1024x768.jpg" alt="" data-id="1381" data-link="http://thebigstep.ch/dcim100goprogopr2257/" class="wp-image-1381" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2257.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>.</figcaption></figure></li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Verstehst du was vom Hausbau?</h4>



<p>Nur sonnentanken und schwimmen, rumlaufen und essen konnte
ich während den nächsten Wochen nicht. Ich sprach täglich mit dem
Hostelbesitzer. Er hätte mich gerne zur Unterstützung als freiwilligen Arbeiter
&#8211; Volunteer. Gratis Unterkunft, Getränke und Essen. Ich müsse von Zeit zu Zeit
in seinem Hostel aushelfen, also Bar, Küche, Check-in, Check-out und das
WC-Papier auffüllen. Hauptsächlich aber benötigt er noch Manpower und Köpfchen,
um sein Haus auf der anderen Seite der Insel zu errichten. Jeden Tag zwei drei
Stunden. What do you think man? Er wusste, dass ich von Hausbau eine grobe
Ahnung hatte und dass ich gewillt bin ihm zu helfen. Yes dude, lets do that! Es
war also genagelt. Nachdem Julia gegangen war, wollte ich noch diesen
Blogbeitrag schreiben und das wichtigste betreffend des Visas abklären. Mein
Visa läuft in zehn Tagen aus und irgendwie muss ich dieses Visa um weitere 30
Tage verlängern. Aber wir sind in Südostasien, irgendwie kriege ich dieses Kind
geschaukelt und the Crazy Dutch aka Eric wird mir dabei sicher behilflich sein.
Alleine auf dieser Insel, ohne Julia aber mit einem auslaufenden Visa und einer
Aufgabe – ich freue mich auf die nächsten vier Wochen!</p>
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		<title>LET&#8217;S GO!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2018 02:33:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[HOW TO]]></category>
		<category><![CDATA[PLAN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>t – 14 Tage In den letzten 14 Tagen vor dem Abflug nach Genf war unser Terminkalender rappelvoll. Unsere Möbel mussten verkauft, die Wohnung geputzt<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;">t – 14 Tage</h4>
<p style="text-align: justify;">In den letzten 14 Tagen vor dem Abflug nach Genf war unser Terminkalender rappelvoll. Unsere Möbel mussten verkauft, die Wohnung geputzt &amp; abgegeben, die Abschiedsfeste gefeiert und die letzten bürokratischen Abklärungen abgeschlossen werden. 14 Tage blieb uns dafür und wir wussten, dass dies eine enge Kisten werden würde. Aber es winke eine Weltreise worauf wir uns bereits eine gefühlte Ewigkeit freuten. Also dann mal ran an den Speck!</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-961 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5853-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Abschied</h4>
<p style="text-align: justify;">Wir konnten uns zwar seit längerem auf unseren Abschied vorbereiten, leichter wurde dieser dadurch trotzdem nicht. Wir staffelten das Verabschieden der Arbeitskollegen, Freunden und Familien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Arbeit</h4>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich, Oliver, 10 Jahre treu im selben Betrieb arbeitete, bestand eine entsprechend starke Bindung zu den Mitarbeitenden. So fiel auch der Abschied jener, die ich praktisch täglich um mich hatte, doch schwer. Ein entspanntes Grillfest sollte einen bestmöglichen Abgang ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Julia musste sich von den unterschiedlichen Kollegen der Nebenjobs sowie den Mitarbeitenden ihrer Hauptanstellung verabschieden. Besonders das tägliche Spazierengehen mit dem Hund fehlt ihr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Freunde</h4>
<p style="text-align: justify;">Mit unseren Kollegen gab es die eine oder andere gesellige Abschiedsparty. Der entsprechende Alkoholpegel vereinfacht solche Trennungen in der Regel, so auch bei uns. Man schwebte in alten Erinnerungen und Jugendsünden, lacht über misslungene Aktionen oder träumt über zukünftige Projekte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Familie</h4>
<p style="text-align: justify;">Während eines sonnigen Nachmittags trafen wir uns mit Julias Familie zu einem entspannten Spaziergang in unserer Umgebung. Das Lebewohlsagen war auch Dank der anhaltenden gute Laune von Julias Gottenkind und dessen Schwester erträglicher als gedacht. Doch auch hier wurden die Worte karger und die Augen feuchter als die letzte Umarmung getätigt war.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich feierte den Abschied von meiner Familie während meines Geburtstagfests im September. Meine Geschwister hatte ich danach teilweise nochmals kurz besucht oder getroffen, womit das Verabschieden so schrittweise passierte. Da wir die letzte Übernachtung vor der grossen Abreise bei meinem Vater verbrachten, passierte dieses Adieu wirklich zu allerletzt. Der Abschied fiel mir enorm schwer, aber er musste geschehen wonach unsere Reise eingeläutet war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Hab und Gut</h4>
<p style="text-align: justify;">Unser Ziel war es, unser gesamtes Hab und Gut zu verkaufen, vererben, verschenken oder entsorgen (in dieser Reihenfolge). Bis auf einige wenige aber wichtige Habseligkeiten, sollte alles weg. Wir wollten keine grösseren Möbelstücke einlagern müssen. Auch unnötige Habe, die nur von Keller zu Keller gewandert wären, wollten wir abstossen. Wir nutzten dabei alle verfügbaren Kanäle, um dies zu bewerkstelligen. Facebook, anibis, ricardo, tutti, Flohmärkte, Mund-zu-Mund Propaganda, gratis Inserate, Wühlkisten an der Strasse – wir probierten alles aus. Der Aufwand war natürlich grösser, als wenn wir die Stücke nur von A nach B verschoben hätten, aber es zahlte sich wortwörtlich aus. Mein geliebtes Auto, das Sofa, unser Bett, der Esstisch samt Stühlen, TV-Möbel, Garderobe und unzählige kleinere Artikel konnten auf irgendeine Art und Weise weitergegeben werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-957 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5806-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Packen</h4>
<p style="text-align: justify;">Das Packen geschah während wir unsere Kleider aussortierte und die Möbelstücke demontierten. Wie angenommen, war unsere eigentliche Packliste etwas zu optimistisch. Da wir bewusste nicht die grössten Backpacks kauften, war der Platz bald das grössere Problem als das Gewicht. Nach dem zweiten und dritten Ausmissten und dem wiederholten Optimieren war es geschafft. Unser 18kg schwerer Backpack und etwa 4kg leichter Daypack waren ready – wir dagegen noch nicht ganz.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-960 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5851-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-959 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5850-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Wohnungsübergabe</h4>
<p style="text-align: justify;">Während wir unser Mobiliar verkauften, musste die Wohnung auf den Übergabetermin hin gereinigt werden. Der Terminplan war sehr sportlich. Als wir uns beide einige Tage vor der Wohnungsübergabe erkälteten, belastende dies unsere Situation zusätzlich. Unsere Geduld neigte sich dem Ende zu und die Vorfreude auf die Reise war bis zur Wohnungsabgabe kaum noch vorhanden. Unsere Verwalterin, welche uns die Wohnung abnahm, meinte dazu: «wir hätten sprichwörtlich die Schnauze voll». Ich konnte Ihr nur beipflichten. Der Tag war also gekommen, unser materielles Leben war in einige Kisten gepackt und in den Elternhäusern verstaut, die Wohnung war abgegeben und die Abschiede feuchtfröhlich und gebührend gefeiert worden. Dem grossen Tag stand also nichts mehr im Weg.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-958 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5842-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-962 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5875-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Genf</h4>
<p style="text-align: justify;">Die Sonne schien uns förmlich ins Gesicht, Wolken waren keine zu sehen. Das Wetter in der Schweiz meinte es gut mit uns. Wir konnten für die Anreise mit dem Zug von Interlaken nach Genf ein 1. Kl.- Sparbillett für 19.— ergattern. Das Kaffee &amp; Gipfel aus dem Coop liessen wir uns in den breiten Sitzen der 1. Klasse schmecken. Gespannt guckte ich abwechslungsweise in die Landschaft und dann auf das Display meines Smartphones um die Zeit zu bestaunen. 16. Oktober 2018, ein Tag auf den wir uns bereits seit langer Zeit freuen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Genf ging alles schnell. Am Flughafen angekommen konnten wir den grossen Backpack aufgeben, das bekannte Prozedere durcharbeiten, uns dann zum Gate begeben um kurzdarauf einzusteigen. Wir hatten Glück. Der Vogel war halb leer, sodass wir uns auf einen 2er Fensterplatz verschieben durften. FASTEN YOUR SEATBELT war angesagt. Ein letzter Blick auf die Schweiz gönnten wir uns bevor Captain Smith im Cockpit den Schubhebel nach hinten schnellte, den Vogel auf Speed brachte, abhob und uns in Richtung Freiheit flog. <strong>Abenteuer Weltreise &#8211; here we come!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-965 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5890-e1540780404446-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>FRAU APPENDIX</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2018 14:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[HOW TO]]></category>
		<category><![CDATA[PLAN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vorgeschichte Wie ich bereits in unserem Masterplan unter der Abmeldung schrieb, war die Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle, sowie die Aussetzung aus dem Steuerregister und<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;">Die Vorgeschichte</h4>
<p style="text-align: justify;">Wie ich bereits in unserem Masterplan unter der Abmeldung schrieb, war die Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle, sowie die Aussetzung aus dem Steuerregister und den damit verbundenen Massnahmen, noch hängig. Wir wollten die Aussetzung aus dem Steuerregister frühestmöglich klären, damit eben noch genügen Zeit für die Mutationen der Gemeinde mit dem Kanton, die Ausfüllung der Steuererklärung und die Begleichung der Steuerschuld bleibt. Die Vorabklärungen, welche ich jedoch acht Monate im Voraus tätigte, waren tatsächlich für nichts gewesen &#8211; zumindest in Bezug auf das Steuerregister.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-925 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5640-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<h4 style="text-align: justify;">Status quo</h4>
<p style="text-align: justify;">Wir wissen nun, dass wir uns lediglich bei der Einwohnerkontrolle unsere Wohngemeinde abmelden können. Jedoch sein es unter keinem Umstand möglich, uns aus dem Steuerregister &#8211; welches unter der Obhut der Gemeinde liegt &#8211; aussetzen zu lassen, Basta!</p>
<p style="text-align: justify;">Nach diesem Entscheid unserer ehemaligen Gemeindeverwaltung bin ich erstaunt, wie immens die unterschiedlichen Praktiken der Kantone oder gar Gemeinden sind. Es gibt unzählige Beispiele anderer Schweizer-Langzeitreisenden, bei denen eine Aussetzung aus dem Steuerregister, aufgrund einer langen Weltreise, überhaupt kein Problem darstellt &#8211; im Gegenteil. Die meisten Gemeinde- oder Städteverwaltungen sind froh, wenn sich der Einwohner frühzeitig meldet. Uns war es ein sehr grosses Anliegen, dass wir unsere Steuererklärung und unsere Steuerschuld begleichen konnten, bevor wir abreisten &#8211; eigentlich doch ein vorbildlicher Ablauf, sollte man meinen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Einwohnerkontrolle</h4>
<p style="text-align: justify;">Ich erläutere hiernach, was die Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle für Vor- bzw. Nachteile mit sich bringt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Vorteil ist das Zählen der Stimmen nach den Abstimmungen und Wahlen. Dazu kommt die FREIHEIT! Damit sind wir mit den Vorteilen auch bereits durch.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Liste der Nachteile ist da schon etwas länger. Da wir nirgends in der Schweiz angemeldet sind, verlieren wir das Anrecht auf die obligatorische Krankenversicherung. Wir haben kein Einkommen aber verständlicherweise kein Recht auf Arbeitslosengeld &#8211; selbsterklärend. Dementsprechend verabschieden sich unsere AHV/IV Einzahlungen und zugleich den Anspruch auf den Bezug der AHV/IV, was meines Erachtens das grösste Risiko birgt. Ohne Anschrift ist es uns praktisch unmöglich neue Verträge abzuschliessen, da Korrespondenzadressen oft nicht akzeptiert werden. Ohne Anschrift und Versicherung können wir keine Wohnung beziehen und uns nirgendwo in der Schweiz niederlassen &#8211; ihr seht die Liste wird lang. Offensichtlich bringt eine reine Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle tendenziell mehr Nach- als Vorteile.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Paradoxon des Steuerregisters</h4>
<p style="text-align: justify;">Dies sollten wir eigentlich mit der Aussetzung aus dem Steuerregister ausgleichen können. Bei einem Austrag aus dem Steuerregister schulden wir für das angebrochene Jahr das Ausfüllen der Steuererklärung und selbstverständlich die Begleichung der Steuerschulden. Bei den darauffolgenden Jahren könnten wir uns das Ausfüllen und Einreichen der Steuererklärung sparen, da wir über keine Wohnung verfügen, kein Einkommen haben und auch kein Vermögen um die CHF 100&#8217;000 besitzen. Gewissermassen VERPFLICHTUNGSFREIHEIT! In meinen Augen ein fairer Deal.</p>
<p style="text-align: justify;">Uns waren diese Pros und Kontras zu jedem Zeitpunkt sehr wohl bewusst und trotzdem entschieden wir uns für die Verpflichtungsfreiheit, was mit der Abmeldung aus Einwohnerkontrolle und Steuerregister einher gegangen wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Weder Füfi noch Weggli</h4>
<p style="text-align: justify;">Wie bei der Einleitung bereits erwähnt, wurde die Aussetzung aus dem Steuerregister unserer Wohngemeinde abgelehnt. Nun sind wir also zwar abgemeldet, schulden aber weiterhin unserer ehemaligen Wohngemeinde jährlich die Einreichung der Steuererklärung &#8211; wohlgemerkt ich werde mich beim nächsten Ausfüllen der Steuererklärung vermutlich irgendwo im Gewässer von Mu Ko Ang Thong aufhalten. Ihr könnt euch vorstellen welches Interesse ich zu diesem Zeitpunkt an der Ausfüllung einer Steuererklärung haben werden &#8211; egal.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-929 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5815-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<h4 style="text-align: justify;">Warum so kompliziert?</h4>
<p style="text-align: justify;">Nun, diese Frage konnte mir niemand beantworten. Argumente wie &#8222;&#8230; wir können euch nicht aussetzen, weil es sein könnte, dass ihr euch nach der Rückkehr plötzlich nicht mehr anmelden&#8230;&#8220; sind natürlich totaler Blödsinn. Wie oben bereits erwähnt, ohne Anmeldung ist das Niederlassen in der Schweiz praktisch gesehen unmöglich. Also waren Argumente wie &#8222;&#8230; es wird uns Vorgegeben&#8230;&#8220; oder auch &#8222;&#8230;ich kann Ihnen da nicht helfen&#8230;&#8220; an der Reihe. Ich fühlte mich ignoriert, hintergangen und machtlos.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Das Telefongespräch</h4>
<p style="text-align: justify;">Nach der ersten negativen Rückmeldung der Gemeinde, rief ich die zuständige Person der Steuerverwaltung gleich an. Ich wollte das Problem sachlich beheben und hoffte auf Ihre Mithilfe, ohne Erfolg. Ich erinnerte Sie daran, dass ich vor rund acht Monaten Ihre mündliche Zustimmung bezüglich unseres Vorhabens hatte. Sie wollte nichts mehr davon wissen. Als ich mich informierte, wer die nächsthöhere Instanz sei, um doch noch auf einen grünen Zweig zu gelangen, verwies sie mich an die kantonale Steuerverwaltung. Ich zögerte nicht diese anzurufen und erhielt eine ernüchternde Antwort. Die Entscheidungsgewalt liege in den Händen der Gemeinden. Schon lustig wie sich der Kreis schliesst. Zu Deutsch also &#8211; uns waren die Hände gebunden.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Beziehungen zur Gemeindeverwaltung</h4>
<p style="text-align: justify;">Ich bin kein Fan von Vitamin B. Im Laufe meiner beruflichen Karriere wurde mir jedoch die Macht von wichtigen Beziehungen bewusst. Interessanterweise hatte ich eben genau zu meiner ehemaligen Einwohnergemeinde sehr viele Beziehungen zu Schlüsselpersonen. Da wären der Gemeindepräsident, der stellvertretender Gemeindeschreiber, indirekt sogar der Gemeindeschreiber selbst, der Bauverwalter, Mitglieder der Finanzkommission bis hin zum Werkhofverantwortlichen. Wieso also nicht einen Gefallen einfordern? Nun, dies läge nicht in meiner Natur. Ich bin der Meinung, dass es auch auf regulärem Weg gehen sollte. Mittlerweile wurde ich eines Besseren belehrt und ärgere mich darüber.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Die Schlüsselfigur</h4>
<p style="text-align: justify;">Unseren aktuellen Umstand verdanken wir einer Person, die ich nicht beim echten Namen nennen will, weshalb ich Sie Frau Appendix nenne (der Appendix ist der Blinddarm. Dieser ist zwar weder überlebenswichtig noch ästhetisch oder interessant, aber wenn sich der Appendix quer stellt und entzündet – nimmt es einen suboptimal Lauf).</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe Frau Appendix bei keiner meiner Termine auf der Gemeindeverwaltung persönlich getroffen. Dennoch nahm sie sich mit einem unermüdlichen Eifer unserer Situation an. Leider zu unseren Ungunsten. Wir suchten parallel zu den Abklärungen von Frau Appendix nach alternativen Möglichkeiten uns legitim &#8211; also legal &#8211; aus dem Steuerregister auszusetzen. Jeder dieser Schritte wurde mit höchster Akkuratesse von Frau Appendix verfolgt und verunmöglicht. Sie zog tatsächlich jeden Pfeil aus dem Köcher um Ihren Willen durchzusetzen. Meines Erachtens war klar ein persönliches Motiv dahinter. Ich vermute die Missgunst &#8211; zu Unrecht! Dies würden die Gegebenheiten erklären, aber noch lange nicht rechtfertigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe Verständnis, dass ein Fall wie unserer den monotonen Alltag einer Frau Appendix aufpeppen kann. Dabei wird auch die Arbeitsmotivation geweckt. Aber Frau Appendix lief zu Höchstformen auf, als sie sich unseren Fall annahm. Ich will festhalten, dass ich ein Befürworter des gesunden Menschenverstands bin. Zudem würde ich mich doch als hilfsbereit beschreiben und befürworte den Fortschritt. Ich will niemandem bewusst im Weg stehen und letztlich stehe ich sehr wohl zu meinem Wort. Während den letzten Wochen durfte ich erfahren, dass Frau Appendix tatsächlich ein negatives Abbild von mir sein könnte. Ob sich Frau Appendix eventuell doch zu weit aus dem Fenster gelehnt hat ist mir nicht bekannt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Schlusswort</h4>
<p style="text-align: justify;">Ich belasse Frau Appendix ihren Erfolg. Man solle sich an den kleinen Dingen im Leben erfreuen. Ich werde die Steuererklärung elektronisch ausfüllen, durch einen Unterschriftsberechtigten unterzeichnen und abgeben lassen. Während ich die Steuererklärung dann ausfülle, schlürfe ich vermutlich an einem eisgekühlten Drink, total entspannt irgendwo unter der Sonne &#8211; sorgenfrei, glücklich und bestimmt mit einem dicken Lächeln im Gesicht. Ich stelle mir vor wie Frau Appendix dabei sich mit der gelobten Bürokratie herumschlägt, draussen die Kälte ertragen muss und eventuell auch einen kurzen Augenblick daran denkt, wie es sich anfühlt unter jenen Umständen einen lächerlichen Erfolg zu feiern.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4 style="text-align: justify;">Haftungsausschluss</h4>
<p style="text-align: justify;">Aus Respekt und in Bezug auf den Persönlichkeitsschutz gemäss unserer Bundesverfassung und dem Zivilgesetzbuch, wurden in diesem Blogeintrag keine Namen genannt, bzw. entsprechend abgeändert. Dem Autor sind die richtigen Namen bekannt. Der Autor lehnt jegliche Haftung, insbesondere für selbst getätigte Schlussfolgerungen, ab. Jedoch mache ich hiermit sehr gerne vom meinem Recht gemäss <a href="https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19995395/201405180000/101.pdf">Art. 16 Abs. 1 und 2 BV</a> gebrauch &#8211; die freie Meinungsäusserung. <em>Wollte ich schon immer mal niederschreiben</em></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>DAS VISA FÜR CHINA</title>
		<link>https://thebigstep.ch/blog/das-visa-fuer-china/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Sep 2018 16:19:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[HOW TO]]></category>
		<category><![CDATA[PLAN]]></category>
		<category><![CDATA[Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ni Hao Ich guck im Kalender nach und bemerke, dass es bereits gegen Ende Juli zugeht. Die Zeit fliegt förmlich und unsere ToDo-Liste vor der<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;">Ni Hao</h4>
<p style="text-align: justify;">Ich guck im Kalender nach und bemerke, dass es bereits gegen Ende Juli zugeht. Die Zeit fliegt förmlich und unsere ToDo-Liste vor der Abreise ist noch lang. Wir hatten vor kurzem unseren Flug nach Japan gebucht und wussten zugleich, dass wir uns 2 Wochen im Land der aufgehenden Sonne aufhalten würden. Die 2 Wochen waren von unserem Japan Rail Pass quasi vorgegeben. Viel länger wollten wir dort ohnehin nicht verbringen, besonders da Japan kein günstiges Reiseland ist und wir unser Budget anfänglich zu schonen versuchen. Es war also allerhöchste Eisenbahn uns um unser China-Visa zu bemühen. Es stellte sich schnell heraus, dass das Visum nicht einfach nur ein einseitiges Formular war. Auf den vier Seiten wurde unter anderem der Nachweis der Ein- und Ausreise, sowie die Buchungsbestätigung sämtlicher Aufenthaltstage gefordert. Einen verhältnismässig günstigen Einreiseflug von Osaka nach Peking hatten wir schnell gefunden und gebucht. Da wir aber quer durch das Land reisen und schliesslich von der südlichen chinesischen Grenze nach Vietnam laufen wollten, sah ich noch einige Probleme auf uns zu kommen.</p>
<h4 style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-806 size-full aligncenter" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5631-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Roadmap</h4>
<p style="text-align: justify;">Julia durchforstete das Internet nach gängigen Routen, atemberaubenden Plätzen und Must-Does in China. Ich für meinen Teil wollte die chinesische Mauer sehen, die verbotene Stadt besuchen und nicht gekidnappt werden. Julia fand tatsächlich wunderschöne Dörfer und Sehenswürdigkeiten und zwar fernab vom Massentourismus und überfüllten Zentren. Nachdem die Route klar war, mussten wir lediglich die Hostels oder entsprechende Übernachtungsalternativen in jenen Regionen buchen. Somit war der Teil mit der Einreise und den Übernachtungsnachweisen erledigt. Das Problem war die Ausreise.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Die Ausreise zu Fuss</h4>
<p style="text-align: justify;">Julia informierte sich per E-Mail bei der chinesischen Botschaft in Bern, ob eine Ausreise zu Fuss von Hekou (China) nach Lao Cai (Vietnahm) möglich wäre. Zu unserem Erstaunen erhielten wir eine erfreuliche Nachricht. Es war an sich möglich die Grenze auf dem Fussweg zu überqueren, es bedarf aber einen Nachweis, dass man sich an jenem Tag in Hekou befindet. Der beste Nachweis war eine Übernachtung bzw. ein Zugticket nach Hekou. Wir organisierten sämtliche Zugverbindungen für die gesamte Reise, die Anreise nach Hekou eingeschlossen. Läuft soweit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Flug als keine Alternative</h4>
<p style="text-align: justify;">Wir hatten schnell bemerkt, dass die landesinternen Flugverbindungen teuer, sehr teuer waren. Die Volksrepublik China duldet wohl keine EasyJet oder andere Budget Fluggesellschaften. Die günstigsten Reisewege war jene mit den Zügen und Bussen. Züge waren vergleichsweise erschwinglich und anscheinen komfortabel. Auf der <a href="https://www.travelchinaguide.com/">TravelChinaGuide</a>-Website konnten wir unsere Zugverbindungen selber zusammenstellen und in Auftrag geben. Bald darauf erhielt ich eine höfliche Buchungsbestätigung wonach wir all unsere Zugtickets am erstmöglichen Bahnhofsschalter in Peking beziehen können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-812 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5565-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Fake-Buchungen</h4>
<p style="text-align: justify;">Es wäre an sich auch denkbar gewesen sämtliche Buchungen, also sowohl die Ein- und Ausreiseflüge wie auch die Übernachtungen, zu buchen und nach dem Erhalt des Visa wieder zu stornieren. Flüge- und Hotelbuchungen lassen sich heutzutage problemlos stornieren. Oftmals zu einem vernachlässigbaren geringen Betrag oder sogar ganz kostenlos. Aber irgendwann mussten wir die Übernachtungs-Buchungen ja tatsächlich vornehmen und da in China der grösste Teil des Internets zensiert oder gesperrt ist, hatten wir einen gewissen Respekt spontane Buchungen vor Ort zu tätigen. Des weiteres wussten wir, dass wir mit unserem Englisch in China genauso ausgeliefert waren wie ein Chinese in Europa mit seinem Mandarin. Aus diesen Gründen entschieden wir uns gegen solche Fake-Buchungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Die Botschaft in Bern</h4>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir unser vierseitiges Antragsformular ausgefüllt und die Passfotos gemacht hatten, wurde es ernst. Die Anträge müssen bei der Visa-Antragsstelle in Bern von mindestens einem Antragsteller persönlich abgegeben werden. Es war ein Freitagvormittag, ich hatte mir den Vormittag frei genommen, als ich die Botschaft in Bern aufsuchte. Ich irrte also im beeindruckend Botschaftsviertel in Bern umher, als ich kurz darauf, dank GoogleMaps, vor der Botschaft der Volksrepublik China stand. Bis auf die bekannten roten chinesischen Lampen und gefühlten 250 Überwachungskameras, sah das Gebäude aus wie jeder andere kleine Palast in diesem Viertel. Ich suchte also nach dem Eingang, als mich ein Angestellter der Botschaft höflich und mit einem chinesischen Akzent in einer beeindruckenden Lautstärke ansprach: &#8222;<strong>Visa? you go around the corner!</strong>&#8222;. Alles klar. Ich also um die Ecke und da war sie, die Türe zur Halle mit den Schaltern für die VISA-Anträge. Ich reite mich hinter einer der beiden Schlangen ein. Die Schlange endete am Schalter, welche mit einem &#8211; in fetten Buchstaben gedruckten &#8211; <strong>VISA</strong>-Schild versehen war. Vor meinem geistigen Auge stellte ich mir vor, wie auch dieses mit fetten Buchstaben geschriebenen <strong>VISA</strong>-Schild mich förmlich anschrie &#8211; <strong>VISA, YOU WAIT HERE!</strong> Blödes Kopfkino.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-807 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5557-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Die Begegnung am Schalter</h4>
<p style="text-align: justify;">Am Schalter angekommen wollte ich mit einem akzentfreien <strong>Ni Hao,</strong> punkten. Ni Hao bedeutet einfach übersetzt Hallo auf Mandarin. Als Antwort kam von der gut gelaunten Angestellten ein trockenes, mit einem fiesem schmunzeln versehenes <strong>guten Morgen!</strong> So, da lag ich wohl 0:1 hinten. Nach unserem ersten Beschnuppern überreichte ich ihr voller Stolz den Antrag begleitet von sämtlichen gewünschten Dokumente. Die nette Angestellte, ich nenne sie mal Mi-Ling, war eine Dame um die 30, etwa 1.55m gross, schwarze, streng nach hinten gebundene Haare. Auf der Nase trug sie eine Brille mit einer gefühlten Korrektur von Dioptrien -6. Richtig fette Gläser waren in dieses Brillengestell eingearbeitet. Nun gut, mir gegenüber war sie sehr freundlich und für mich zählte nur den Antrag durchzubekommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Der Antrag</h4>
<p style="text-align: justify;">Ihr geschultes Auge bemerkte hier und da ein fehlendes Kreuz oder eine unvollständige Angabe, was ich sofort ergänzte. Der Antrag war OK, die Flugbestätigung für den Einreiseflug auch OK. Die Buchungsbestätigungen für die Übernachtungen &#8211; und das waren so einige Seiten &#8211; ebenfalls lückenlos. Nun ging es um die Wurst. Als Ausreisebestätigung hatte ich lediglich die Buchungsbestätigung für das Zugticket nach Hekou und die gedruckte E-Mail mit der Zusage, dass eine solche Grenzüberquerung zu Fuss möglich sei. Mi-Ling stand hinter dem Schalter auf, richtete ihre Brille und entschuldigte sich. Nach einer kurzen Rücksprache mit Ihrer Kollegin, nickten beide lächelnd. Gutes Zeichen dachte ich mir. Sie setzte sich also wieder auf Ihren Stuhl bestätigte, dass dies soweit passt. <strong>COME ON!!!</strong> Sie händigte mir den Abholschein aus und meinte, dass die Pässe ab dem kommenden Mittwoch zur Abholung bereitstanden. Bezahlt wird bei Abholung nur mit Karte, kein Cash. Danke und ihnen einen schönen Tag, <strong>nächster!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 style="text-align: justify;">Alles für einen Sticker</h4>
<p style="text-align: justify;">Am darauffolgenden Donnerstag, war es soweit. Ich machte mich wieder auf den Weg zur chinesischen Botschaft nach Bern, um unsere Pässe mit den eingeklebten Visa abzuholen. Bei der Botschaft angekommen wusste ich ja den Weg <strong>&#8222;around the corner&#8220;</strong> bereits. Stolz mit meinem Abholschein in der Hand überholte ich in der Halle die gesamte Schlange, welche an jenem Tag richtig lang war, und begab mich direkt zum Schalter <strong>PICK-UP.</strong> Natürlich war auch dieses Schild in fetten Buchstaben gedruckt. Mir sollte es recht sein. Der bevorstehende Tanz sollte ein kurzer werden. Das Ni Hao sparte ich mir diesmal und gab ein zwangloses &#8222;<strong>good morning</strong>&#8220; von mir. Mit einem stummen Nicken wurde mir der Schein abgenommen. Im Gegenzug erhielt ich die beiden Pässe mit der Bitte &#8211; <strong>Please Check!</strong> Alles klar, ich suchte also das VISA und da war es, auf der Seite 26 in meinem Pass eingeklebt. Wie gewünscht habe ich die beiden Pässe begutachtet und keinen Fehler gefunden.  Yes everything is correct. Daraufhin habe ich die 2 x 70.&#8211; mit der Karte bezahlt, die Pässe eingepackt und die Botschaft breitgrinsend verlassen. Was für ein geiles Gefühl!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-811 size-full" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561.jpg" alt="" width="1600" height="1200" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561.jpg 1600w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_5561-100x75.jpg 100w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1600px) 100vw, 1600px" /></p>
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