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	<title>Liebe Archive - thebigstep.ch</title>
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	<description>Der Reiseblog eines Weltenbummlers</description>
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	<title>Liebe Archive - thebigstep.ch</title>
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		<title>LOMBOK &#038; FLORES &#8211; ÜBER MATROSEN, TRAVELHACKS UND OLI&#8217;S GLÜCK</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2019 08:42:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Freiwillig gefangen in Indonesien Nach den ereignisreichen Wochen auf Bali und den Nusa Inseln, soll nun die Gegend weiter im Osten bereist werden. Gili, Lombok<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/lombok-flores-ueber-matrosen-travelhacks-und-olis-glueck/">LOMBOK &#038; FLORES &#8211; ÜBER MATROSEN, TRAVELHACKS UND OLI&#8217;S GLÜCK</a> erschien zuerst auf <a href="https://thebigstep.ch">thebigstep.ch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Freiwillig gefangen in Indonesien</h2>



<p>Nach den ereignisreichen Wochen auf Bali und den Nusa Inseln,
soll nun die Gegend weiter im Osten bereist werden. Gili, Lombok und Flores
versprechen ordentlich Stoff, worüber geschrieben werden muss. In dem Sinne,
auf geht’s. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Gili Trawangan – Oh, hey there!</h2>



<p>Ich konnte es kaum erwarten nach Gili Trawangan zu reisen. Ich wusste um das hohe touristische Aufkommen auf der Insel. Dennoch war ich schon immer darum bemüht, mir meine eigene Meinung über Orte und Sehenswürdigkeiten zu bilden. Die anhaltende Vorfreude verdankte ich sicherlich meinem Empfangskomitee: Denise. Ich hielt Sie auf dem Laufenden in der Hoffnung, dass wir uns bereits am Hafen wiedersehen würden – und so geschah es. Das Boot lief im Hafen ein und ich sah sie bereits ungeduldig am Strand stehen. Aufgrund der getönten Scheiben konnte ich sie, sie aber mich nicht sehen. Ich eilte aufs Deck, lief über die schmale Treppe runter zum Sandstrand und schnurgerade auf Denise zu. Meine Knie wackelten und meine Pumpe raste wie verrückt, das Atmen fiel mir schwer und mein Grinsen war unkontrollierbar. «Oh, hey there» war alles was ich in diesem Moment über die Lippen brachte.<br><br>Nach der Begrüssung, auf die ich mich sehnlichst gefreut hatte, stellte Denise dann eine berechtigte Frage: «Where is you big backpack?» Ach ja, scheisse, mein Rucksack. Dieser wurde von der Crew am Strand abgeladen. Denise war zwar bei weitem mein wertvollstes Hab und Gut – auf den Rucksack wollte ich allerdings nicht verzichtet. «Thank you Denise» und hallo Gili Trawangan. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Aktivitäten</h3>



<p>Gili T, wie die Insel umgangssprachlich genannt wird, war winzig. Mit dem Fahrrad konnten wir die Insel innert 20 Minuten umfahren. Denise, als gebürtige Holländerin und ich, ein alter Haase im Fahrradgeschäft, sehnten uns nach einem Drahtesel und dem umherkurven auf den unebenen Strassen. Dabei waren weder die Fahrräder noch die Strassen deren Namen würdig. Das Fahrrad hätte mühelos zu Werbezwecken für das Anti-Rostspray WD40 dienen können. Und wollte man bremsen, war es effektiver in den Sand zu fahren, als sich auf die abgeschliffenen Gummiklötze zu verlassen.<br /><br /> Das Angebot an Aktivitäten war ansonsten überschaubar. Auf das Tauchen verzichteten wir. Jedoch gönnten wir uns einen Schnorchel-Trip, badeten fast täglich in der Sonne und genossen authentisches indonesischen Essen. Die Insel verliessen wir nach wenigen Tagen. Die noch kleineren Nachbarinseln Gili Meno und Gili Air umfuhren wir während unseres Schnorchel-Trips und ich wollte keine Übernachtung, nur des Besuches wegen, auf jenen Inseln einlegen. Nächster geplanter halt war Lombok.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Travelhack</h3>



<p>Ich mag es, bestehende Systeme oder Zustände zu optimieren. Sei es um Zeit zu sparen, mehr aus seinem Geld zu holen oder zur Steigerung des eigene Wohlbefindens. Die Tipps dazu werde ich von nun an als «Travelhack» oder Reisetipp veröffentlichen. Dabei würden die meisten Ideen oder Tipps aus eigener Erfahrung entspringen, wobei auch eine gute aufgeschnappte Idee darunter sein kann. Hier also mein erster <strong>Travelhack</strong>:<br /> Übernachtungen in indonesischen Hostels oder Homestays möglichst mit Frühstück buchen. Oftmals wird in solchen Fällen 24h Wasser, Kaffee und Tee angeboten. Nicht selten ist eine Küche, die benutzen werden darf, vorhanden. Wer sehnt sich denn nicht nach einem guten alten Gericht aus der Heimat oder einfach mal nach einem Teller Pasta oder einer Käseplatte. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Lombok</h2>



<p>Östlich von Bali befand sich Lombok. Die Insel hatte eine beachtliche Grösse. Erholung, Abenteuer und Natur, Lombok hatte alles zu bieten. Dabei war die Insel bei weitem nicht so stark mit Touristen geflutet, wie vergleichsweise Bali. </p>



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<h3 class="wp-block-heading">Kuta auf Lombok</h3>



<p>Wir peilten gleich Kuta im Süden von Lombok an. Unter
Touristen bereits bekannt, hatte Kuta eine Vielzahl von Stränden zu bieten. Auch
auf Bali gab es die Partygegend Kuta, diese war jedoch mit Kuta auf Lombok
überhaupt nicht zu vergleichen. &nbsp;Auf
Lombok suchten wir einen Ort zum Sonnenbaden und Surfen und Kuta schien dafür
perfekt zu sein. In die Umgebung von Kuta verliebten wir uns schnell. Darum
planten wir nach unserem Schnupperaufenthalt, diese Gegend zu einem späteren
Zeitpunkt intensiver zu besuchen. Über die Geschichten und Erlebnisse in Kuta
schreibe ich liebend gerne in einem späteren Beitrag.</p>


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        </div>


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<h3 class="wp-block-heading">Tetebatu</h3>



<p>Nach Sonne, Strand und Cocktails mit kleinen Schirmchen, wollten wir uns in die Natur zurückziehen. Mit Denise zu reisen war unbeschwerlich. Ich mussten keine unangenehmen Anpassungen oder Einschränkungen vornehmen. Es war mühelos, simpel und für mich sehr willkommen.</p>



<p>In Tetebatu angekommen, irrten wir in den umliegenden Reisfeldern herum, erkundeten das Nachbardorf und genossen die Ruhe in unserem Bungalow. Weisse Touristen und Backpacker waren in dieser Gegend rar. Auf der Strasse wurde uns zugewunken, wir wurden dauernd angelacht und immer wieder wollte man ein Foto von oder mit uns. Besonders Denise war ein Superstar. Eine grosse, hellhäutige Europäerin mit grossen blauen Augen war für viele etwas, was sie nur aus dem Fernseher kannten. Uns wurde gezeigt, dass sie einem indonesischen Superstar glich. In der Tat hatten beide so einige Gemeinsamkeiten. Sie wiederspiegelte gewissermassen das Wunsch- oder Schönheitsideal der jungen indonesischen Mädchen.</p>



<p>Zurück im Bungalow lehrte mir Denise die einfachsten und wichtigsten Akkorde auf ihrer Ukulele, welche ich nun tatsächlich beherrsche. Ein unbeschwerliches Leben, welches ich zurzeit geniessen darf. </p>


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        </div>


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<h4 class="wp-block-heading">Wasserfälle</h4>



<p>Nebst den saftigen Reisfeldern waren die Wasserfälle von
Kelambul und Stokel, unweit von Tetebatu entfernt, die Hauptattraktion in der
Gegend. Unser Hostelbesitzer organisierte uns einen Roller. Wir packten unsere
Kameras, die Badekleidung und genügend Trinkwasser ein. Denise zeigte mir die
Richtung und ich fuhr uns durch die schmalen, meist asphaltierten Strassen zu
den Wasserfällen. In einigen Wochen sollte die Regenzeit beginnen und so waren
jene Wasserfälle nicht ganz so mächtig wie während oder direkt nach der
Regenzeit. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Thank you!</h2>



<p>Dieses wohltuende Gefühl von Nähe, diese Harmonie zwischen mir und Denise.<br /> Im Beitrag <a href="https://thebigstep.ch/blog/koh-rong-samloem-mpay-bay-i-loved-you/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="KOH RONG SAMLOEM – M’PAY BAY – I LOVED YOU! (öffnet in neuem Tab)">KOH RONG SAMLOEM – M’PAY BAY – I LOVED YOU!</a> versuchte ich jenes Gefühl zu beschreiben, welches mir Denise gibt. Meine Hoffnung wurde von Vorsicht und das Glücksgefühl von Angst begleitet. Ich war vorbelastet und geprägt. Denise vermochte mich zu beruhigen. Sie rührte mich. Plötzlich schien alles möglich. Wir waren beide bodenständige, rational handelnde Realisten. Doch auch in unseren Welten findet sich Platz für das Unabsehbare. Auch in unseren Welten waren Liebesgeschichten möglich. Denise hat es geschafft mich wieder an Prinzipien glauben zu lassen, welche ich zu verdrängen vermochte. Ehrliche Zuneigung, das zwischenmenschliche Vertrauen und das Gefühl von Liebe. Denise brachte mir das unbezahlbare Gefühl von Lebensfreude zurück. Ich wünschte mir von nun an Denise an meiner Seite und wir beide wollten wissen, wo uns unsere Reise hinführt. Lange Geschichte kurz, ich liess Denise in mein Leben.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Senggigi</h3>



<p>Unser vorerst letzter Halt auf Lombok war Senggigi, ein Aussenbezirk der Inselhauptstadt Mataram. Senggigi war unser Sprungbrett für das nächstes Abenteuer auf Komodo &amp; Flores und zudem ein idealer Ausgangsort um die Stadt Mataram zu besuchen. In Mataram musste Denise ihr Visa um weitere 30 Tage verlängern. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir, dass wir nach dem bevorstehenden Bootstrip nach Lombok zurückkehren würden und sie ihren Pass anschliessend wieder in Mataram abholen könnte. Senggigi war an sich nicht spektakulär. Es war an der Zeit einige Tage wieder so richtig faul zu sein. Spät aufstehen, Filme auf dem Laptop schauen, Musik hören und dabei schief mitsingen, sich guten Essen gönnen und die besten Kindheitsgeschichten erzählen. Wir buchten uns in das Abenteuer Flores und Komodo-Nationalpark ein, packten unsere Habseligkeiten zusammen, checkten aus und verabschiedeten uns von Lombok – vorerst. Nächstes Abenteuer Komodo Nationalpart.</p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Komodo und Flores</h2>



<p>Den Nationalpark von Komodo und die Insel Flores konnte man
auf mehrere Arten besuchen. Wir entschieden uns für einen viertägigen Bootstrip
von Senggigi aus. Komodo war ein riesiger Nationalpark und für die gewaltigen dinosaurierartigen
Komodo-Drachen bekannt. Drei, vier Meter grosse, gut 80kg schwere
Rieseneidechsen. Der Nationalpark war weitläufig und hatte einiges mehr zu
bieten. Die Highlights wären ein pinkgefärbter Sandstrand, die Bucht der
Manta-Rochen, Aussichtspunkte auf Padar-Island, niedliche Wasserfälle,
unzählige Korallenriffe und glasklares Wasser. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Lichtet die Anker</h3>



<p>Im Hafen von Senggigi gab uns die Crew ein kurzes Briefing
über die Drachen, die Fische, die Korallen und das Programm. Die schlechte
Nachricht dabei war, dass wir in der Manta-Rochen-Bucht nicht halten durften.
Die Rochen, die Bucht und das Gewässer musste sich von Zeit zu Zeit erholen und
so wurde die Bucht für einige Tage, zumindest für grössere Boote, gesperrt. Tja
so spielt das Leben. Nichtsdestotrotz befürworte ich solche Massnahmen. Dies
war also mein zweiter Versuch die Manta-Rochen zu bestaunen, wann aber werde
ich diese Manta-Rochen zu sehen bekommen. Egal, nach der kurzen Einleitung
deckten wir uns noch mit einigen Bieren ein und liessen uns zum Boot
chauffieren. </p>


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        </div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Ahoi Matrosen</h3>



<p>Nach dem Boarding bezogen wir unsere Betten und machten es uns gemütlich. Von Betten kann man nicht wirklich sprechen. Vielmehr handelt es sich um Matratzen, welche auf dem oberen Deck am Boden nebeneinander aufgereiht waren. Sehr simpel halt. Duschen/WCs gab es drei Stück im unteren Deck. Der Essensbereich war zu gleich der Meetingraum und der Treffpunkt für das Abendprogramm. Für die etwas bequemeren Touristen gab es Kabinen zu mieten, welche jedoch unser Budget gesprengt hätten. Nach einem ersten Beschnuppern des Bootes, der Crew und natürlich der anderen Mitsegelnden, glitten wir durch das Meer und genossen dabei unser Mittagessen. Dreimal tätlich wurde für uns gekocht und zwischendurch gab es Wasser, Tee, Kaffee und süsses Gepäck. Wir peilten eine nette kleine Insel an und genossen auf der Hügelspitze den ersten wunderprächtigen Sonnenuntergang. Soweit ganz nett. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Das Leben auf dem Boot</h3>



<p>Die nächsten Tage liefen meist ähnlich ab. Am Tag glitten
wir einige Stunden übers Wasser, legten hier und da den Anker, um einen Strand
oder eine Insel zu erkunden, sprangen vom Boot ins kühle Nass und schnorchelten
bis unsere Hände runzelig wurden. Zwischendurch wurden wir verpflegt und
nachdem sich die Sonne verabschiedete, gönnten wir uns ein wohlverdientes Bier.
Alle verstanden sich prächtig uns die Stimmung war ausgelassen und locker. Die
Crew liess uns hier uns da auch vom Boot fischen, wobei deren Erfolgsquote weit
über unserer lag. Übung macht wohl auch hier den Meister.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Eine schaukelige Angelegenheit</h3>



<p>Ich der zweiten Nacht wurde es dann unruhiger. Die Bucht, in der wir eigentlich noch etwas länger bleiben wollten, mussten wir frühzeitig verlassen. Der Kapitän erfuhr von der unruhigen See und den herannahenden Wellen. Folglich war es das Beste, wenn er etwas früher als geplant die lange 18-stündige Anfahrt zum Komodo-Nationalpark in Angriff nahm. Na dann, let’s go. Da ich bereits einige Zeit auf Booten, Nussschalen, Kajaks oder einfach so im Wasser verbracht hatte, war ich davon überzeugt, dass ich Seekrank-Resistent war. Falsch gedacht. Nach einer dreistündigen Schaukelfahrt und dem Abendessen, wurde auch mir etwas unwohl. Ich gönnte mir eine Tablette gegen Reiseübelkeit und legte mich eine Stunde hin. Es half und die Fahrt wurde erträglicher.<br /><br />Es gab drei Reisekrank-Typen. Die Immunen, welche überhaupt kein Problem mit dem Geschaukel hatten – Denise war einer von denen. Daneben gab es solche, die etwas Mühe hatten, aber dennoch wohlauf waren. Zu denen zählte ich mich. Und schliesslich die «Ich kotz mir das Essen der vergangenen drei Tage aus dem Leib, begleitet von einem unüberhörbaren Geschrei». Japp, da half auch keine Tablette gegen Reiseübelkeit mehr. Diese hingen für gefühlte vier Stunden über der Reling und konnten nichts dagegen machen. Also einfach mal raus damit, Detox-Express. Ab einem gewissen Zeitpunkt waren wir alle müde und erschöpft und sehnten uns nach Schlaf. Am nächsten Morgen waren wir dann bereits in den Gewässern des Nationalparks und das Meer hatte sich normalisiert. Was für eine Schaukelpartie.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Nationalpark</h3>



<p>Wir peilten zuerst Komodo- und danach Rinca Island an. Auf beiden der Inseln lebten die Komodo-Drachen in freier Wildbahn. Da diese Eidechsen für den Menschen gewissermassen bedrohlich sein konnten, begleitete uns ein Park-Ranger. Er wusste wo die Drachen zu finden waren und mit welchem Abstand und Verhalten man sich an die Tiere heranwagen durfte. Wir hatten Glück und sahen in beiden Parks die Drachen. Die Biester waren irgendwie cool. Auf mich wirkten sie wie Krokodile, einfach mit kleinerem Kopf. Ihre Jagt-Taktik war ziemlich simpel, aber effektiv. Sie tarnten und versteckten sich im Gebüsch, bis ein Affe oder ein Wasserbüffel um die Ecke kam.  Blitzschnell sprangen sie aus ihrem Versteck und bissen Sie ihr Opfer, das wars. Ihr Speichel ist giftig und wird die Beute innert einiger Stunden tot umfallen lassen. Sie müssen also lediglich jenem Vieh nachlaufen und abwarten. Cool. Nach einigen Schnappschüssen ging es zurück aufs Boot, um zum nahegelegenen pinken Stand zu fahren. Der weisse Sand enthielt rote Korallenkörner und so schimmerte der Strand in einem leichten pink – niedlich. Aber die Anzahl der Touristen liess die eindrückliche Kulisse verblassen. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Flipflop Gate</h3>



<p>Nachdem ich in Laos mein erstes geliebtes Flipflops-Paar wegschmeissen musste, verabschiedete sich nun auch das zweite Paar. Während dem Spaziergang im Nationalpark stolperte ich über einen latenten Ast. Der Knopf, der die Laschen und die Sohle zusammenhielt, riss dabei ab. Der eine Flipflop und in dem Sinne das Paar, war unbrauchbar und ich wieder ohne Schuhwerk unterwegs. Ich weiss, wer läuft den mit Flipflops durch einen Nationalpark? Zu meiner Verteidigung muss ich ergänzen, dass ich mich meistens an Stränden auf einem Surfbrett oder im Wasser aufhalte und dabei ohnehin kaum Schuhwerk tragen muss. Dementsprechend mussten Flipflops für diesen Fall genügen. Also weiter im Text. </p>


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<h3 class="wp-block-heading">Haus am Meer</h3>



<p>Wir genossen den letzten Sonnenuntergang von einem menschenleeren Strand aus. Ich und Denise fantasierten über die Art und Weise wo und wie man hier ein Haus bauen würde. Ich hatte meine klaren Vorstellungen und Ideen über ein vorbildliches Haus und sie, als Architektin, hatte selbstverständlich weitaus mehr Ideen und interessantere Vorgehensweisen. Kurze Anmerkung, Denise war nicht irgendeine dahergelaufene Freizeit-Architektin. Sie schloss ihren Master of Science in Building Technology mit Honor also mit Auszeichnung an der renommierten Technischen Universität von Delft ab. Ja, ach du scheisse, das dachte ich mir auch. Eine hochbegabte, intelligente und grossartige Frau.<br /><br />Aufgrund meiner ehemaligen Arbeitstätigkeit hatte ich einige Erfahrung rund um den Hausbau angesammelt. Mir war also die Materie rund um das Planen und Erschaffen von Gebäuden geläufig. Da ich also mitsprechen konnte, entwickelte sich daraus eine amüsante Unterhaltung. Klare und runde Linien oder pragmatische Formen. Welche Farbe würden bevorzugt und wie würde das Material beschafft werden. Auch die Energiegewinnung und das Wiederverwerten der umliegenden Ressourcen müssten berücksichtigt werden. Auch die Weinfelder hätten ihre Daseinsberechtigung. Nicht zu vergessen eine überdimensional breite und 150m lange Wasserrutsche &#8211; absolut prioritär! Wir blühten richtig auf und fantasierten vor uns hin. </p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Flores</h2>



<p>Zurück auf dem Boot packten wir unsere Sachen zusammen,
schliefen das letzte Mal auf dem Boot ein und erwachten am nächsten Morgen im
Hafen von Labuan Bajo, Flores. Eine sehr eindrucksvolle und erlebnisreiche
Reise. Wir nisteten uns in einem Hostel ein und gönnten uns allem voran eine
ordentliche Portion Schlaf, bevor wie die Pläne für das nächste Abenteuer
schmiedeten. Also dann, gute Nacht. </p>


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			</item>
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		<title>KOH RONG SAMLOEM &#8211; M&#8217;PAY BAY &#8211; I LOVED YOU!</title>
		<link>https://thebigstep.ch/blog/koh-rong-samloem-mpay-bay-i-loved-you/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2019 09:37:02 +0000</pubDate>
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<h4 class="wp-block-heading">Well then&#8230;</h4>



<p>In diesem Blog werde ich versuchen einige einmalige und unvergessliche Momente niederzuschreiben, welche ich auf Koh Rong Samloem M’Pay Bay erleben durfte. Es wird vorerst der letzte Blogeintrag über diese paradiesische Insel sein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1500" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8441.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Plankton</h4>



<p>Fünf Gehminuten vom Hostel entfernt war Long Beach, unser Hauptstrand. Am Long Beach konnte man sich am Tag bräunen lassen, schwimmen gehen und während den dunklen Nächten die bio-fluoreszierenden Plankton bestaunen. Sobald es dunkel genug war, konnte man ins Wasser laufen, wonach die Bewegungsenergie der Wellen die Plankton zum glimmen brachte (kurz Version). Ich hatte die glühenden Plankton schon in der Halong Bay in Vietnam gesehen, aber hier am Long Beach waren sie anders, viel intensiver und um einiges heller. Das Schwimmen mit den Plankton war jedes Mal ein wunderschönes Erlebnis und für mich unvergesslich. </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Blutmond</h4>



<p>In der M’Pay Bay habe ich die schönsten Blutmonde gesehen. Der Mond wirkte auf mich immer riesig und die dunkel-orange bis rot leuchtende Farbe war faszinierend! Ein Foto davon zu machen war kaum möglich, da die Bilder niemals der Realität gerecht wurden.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Clearwater Bay</h4>



<p>Für mich bis zum heutigen Tag der schönste Strand den ich jemals betreten habe. Weisser Sand, kristallklares Wasser, keine Hotels oder Resorts in der Nähe, kein Massentourismus – Frieden. Ein 20-Minuten Marsch durch den Dschungel hält vermutlich viele Touristen von diesem Paradies ab &#8211; zum Glück. Kurz bevor ich die Insel verlassen habe, musste ich dann erfahren, dass die Chinesen den Strandabschnitt gekauft hatten und es somit noch höchstens zwei Jahre unangetastet bleiben wird. Geplant ist natürlich eine überdimensionale Bungalow-Anlage für Chinesen. So ein SCHEISS! Ich werde Clearwater Bay immer als den perfekten Strand in Erinnerung halten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1490" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2327-1.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1489" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2316-1.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1488" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_GOPR2237.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Hochzeit</h4>



<p>Ich werde nie vergessen, wie wir zu einer kambodschanischen Hochzeit eingeladen wurden. Viel Tradition, viel essen, viel trinken. Nebst der traditionellen Musik wurde auch viel sogenanntes Khmer-Tek gespielt. Jeder der schon in Kambodscha war, weiss wovon ich spreche. Khmer-Tek ist ein etwas eintöniger, aber taktvoller Musikstil und in Kambodscha omnipräsent. Nebst dem wenigen Khmer das ich sprach, wurde meist mit Händen, Füssen und Bier kommuniziert. Die Zeremonie war wunderschön und gefestet haben wir bis zum bitteren Ende, bis der Chief, das Dorfoberhaupt, der Musikanlage den Stecker gezogen hat. Was für eine Nacht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1495" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8255.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1502" srcset="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191-1024x768.jpg 1024w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191-300x225.jpg 300w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191-768x576.jpg 768w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191-195x146.jpg 195w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191-50x38.jpg 50w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191-100x75.jpg 100w, https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_JYZU1191.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 700px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Nachtfischen mit Hiro</h4>



<p>Hiro ist ein Japaner und ein wahrer Freund, der mir in meiner schwierigsten Zeit auf der Insel ausgeholfen hat. Hiro war typisch japanisch. Höflich, grosszügig und er hatte eine grosse Leidenschaft – das Fischen! Hiro trug immer Crocs, Badehosen und eine Sonnenbrille – immer! Selbst an der kambodschanischen Hochzeit! Also wirklich immer.</p>



<p>Hiro besass ein eigenes Boot und bot daher Boottrips an. Die Kunden habe ich ihm während meiner Hostel-Managerzeit vermittelt. Daher lud er mich öfters zum Fischen ein. Das Highlight dabei war das Nachtfischen. Wir waren auf der Suche nach fetten Fischen, ja sogar Haien. Gefangen haben wir nur 25-35 cm lange Barsche, Schnapper und so etwas wie Forellen. Hiro meinte die Fische seien zu klein für den Verkauf. Da sei kaum Geld zu verdienen. Darum wetzte er seine japanischen Sushi-Messer und bereitete frisches Sashimi zu. Frischer geht es nicht. Jedes Mal, wenn sich eine Angelrute gebogen und ein Fisch angebissen hatte, wetzte Hiro die Messer und schrie dabei laut Sashimiii! Was für ein Spass. Gefühlte 3 Minuten nachdem der Fisch aus dem Wasser gezogen wurde, war dieser nach japanischer Kunst in mundgerechte Stücke zugeschnitten. Sojasauce und Wasabi gehörte natürlich zu Hiros Grundausstattung und so genossen wir die halbe Nacht durch frisches Sashimi. Arigato gozaimasu Hiro!</p>



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<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Brian</h4>



<p>Ein quicklebendiger Holländer namens Brian verdient auch ein Abschnitt in diesem Blog. Brian war die Lebensfreude in Person. Er trug ein Bart, hatte einen fetten Dreadlock am Hinterkopf, trug nie ein Shirt und war immer barfuss unterwegs, wie die meisten von uns auf der Insel ohne Strassen. Brian hatte immer ein offenes Ohr für mich und vermochte mich in meinen letzten Tagen auf der Insel immer aufzumuntern und zu unterhalten. Er war der Besitzer der Bushbar, welche er selbst aufgebaut und in diesem Jahr eröffnet hatte. Irgendwie immer gut gelaunt und für jeden Blödsinn zu haben war er stets ein guter Freund und Ratgeber. Ein Mensch mit Herz und Humor und einem Heineken Tattoo auf seinem Fuss. Hakuna Matata Brian.</p>



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<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Friends and Family</h4>



<p>Da gibt es noch unzählige Personen und Tiere, lustige und
traurige Geschichten über welche ich gerne geschrieben hätte. Besonders über
unsere Hostelhündin Bebek (BBQ), welche ich über alles geliebt habe. Meine
Beziehung zu Bebek war intensiv, als wäre es meine Hündin. </p>



<p>Dann Nik und Hydi, bei denen ich immer willkommen war und
die immer für ein Bier zu haben waren. Der Besitzer vom Chai Tent, B! Er war für
mich einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Travis, der geilste Barkeeper
den es überhaupt gibt und dessen bessere Hälfte Kirby. Meine Lieblings
Fruit-Lady Erin und der herzlichste und ehrlichste Kambodschaner &#8211; Mr. Eang. </p>



<p>Dennoch war es das mit meinen Geschichtserzählungen aus der M’Pay Bay.</p>



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<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">7 Jahre</h4>



<p>23. April 2019 &#8211; der Tag an dem ich mein neues zu Hause
verlassen musste – ich werde den Tag niemals vergessen. Meine Homebase. Meine
neuen Freunde. Mein sicherer Rückzugsort &#8211; und nun der Abschied. Wieso? </p>



<p>Jeder Mensch sollte ein Lebenstraum haben und daran
festhalten. Ich hatte ein Lebenstraum. Es war der Grund wieso ich mich
überhaupt auf den Weg gemacht habe.</p>



<p>Mein Lebenstraum durfte ich sogar mit einem Menschen teilen. Einem Menschen, mit dem ich mein Leben teilen, mit dem ich bis ans Ende der Welt reisen und bis ans Ende meiner Tage reifen, leiden und lieben wollte. Ein Mensch, der Teil meines Traums war. Wir waren anders, wir waren einzigartig.</p>



<p>Mein Lebenstraum von einem unvergleichbar schönen Ort mit
meiner Frau an meiner Seite. Das Erschaffen einer perfekten Oase von Freude,
Glück, Freunden, Sonne, Leben, Abenteuer, Reise und Liebe. Eine Umgebung an dem
Yin und Yang harmonieren. Ein Ort, an dem sich Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt
und Wochentage nicht existieren. Ein Ort an dem in ferner Zukunft Familie
entstehen kann. Ein Ort der gefunden werden muss – sowohl auf der Karte als
auch im Herzen.</p>



<p>Nun aber ist der einzige erfüllte Teil meines Traums nicht
mehr da – meine Frau. Diese Situation habe ich nicht kommen sehen. Auf der
Reise und somit auf der Suche meines Traums wurde eine Lawine ausgelöst, die meine
Wünsche und Hoffnungen vernichtete. </p>



<p>Ich weiss mit Sicherheit, dass ich mir nichts vorzuwerfen
habe. Ich war als Partner das, wonach andere lange Zeit suchen. Wir ergänzten uns,
ohne langweilig zu sein. Wir waren verrückte Kinder in erwachsenen Körpern, welche
sich entschieden, eine Reise durch die weite Welt zu wagen, um Geschichte zu
schreiben. Es waren die intensivsten und ereignisreichsten Jahre meines Lebens.</p>



<p>Nun aber der Rückschlag. Eine Situation mit dem ich persönlich
hart zu kämpfen habe – mein Lebenstraum ausser Acht gelassen. Die Erinnerungen
und Gedanken an jene Tage wecken in mir ein Gefühl, dass mir noch heute das
Blut in den Andern gefrieren lässt. Selbst jetzt beim Korrekturlesen bekomme ich
Gänsehaut und das in Hanoi bei 36 Grad Aussentemperatur. Ich habe einige Male
versucht die Situation, meine Empfindungen und das Handeln in Worte zu fassen –
es gelingt mir nicht. Nicht ansatzweise. Vermutlich wird es mir nie gelingen
das grosse Ganze zu verstehen. Offenbar ist es auch besser so. Zeit heilt
vieles, möglicherweise auch alles – ich bin positiv gestimmt. </p>



<p>Rückblickend bin ich unglaublich stolz auf mich und wie ich mit der Gesamtsituation umgegangen bin. Damit habe ich mir selbst bewiesen, dass ich ein Rückgrat und ein funktionierender moralischer Kompass besitze. Ich kann Probleme, egal wie persönlich und kompliziert diese sind, sachlich und mit aller Würde ausdiskutieren und bewältigen. Die Würde, was für ein starkes Wort! Meine wichtigste Erkenntnis – ich habe Respekt vor Menschen, der Liebe und besonders vor mir selbst. Nach alldem was ich in den 30 Jahren geleistet habe, verspüre ich jetzt das erste Mal Würde und besonders Respekt mir gegenüber. Solch ein würdiges und respektvolles Handeln hätte ich, aber besonders unsere Beziehung verdient.</p>



<p>Da stehe ich nun und habe das erste Mal in meinem Leben
Zweifel an meinem Lebenstraum. Alles was ich bisher geleistet, alles was ich
aufgegeben und all die Freunde und Familie, die ich hinter mir gelassen habe –
alles für einen Traum. War der Einsatz zu hoch? War die Entscheidung richtig? </p>



<p>Meine engsten Freunde und meine Familie waren jene, die mich
dazu bewegt haben, an meiner Reise und meinem Traum festzuhalten. Diese
unermüdliche Unterstützung hat mich durch die schwierigste Zeit getragen. Auch
heute darf ich noch auf jene Unterstützung zählen – vielen lieben Dank!</p>



<p>Ferner wurde mir vor einiger Zeit, eigentlich zum genau richtigen
Zeitpunkt, nahegelegt, ich solle der Alchimist von Paulo Coelho lesen. Das Buch
war länger auf meiner Liste und so habe ich das eBook runtergeladen und innert Kürze
durchgelesen. Für mich ist es mitunter einer der Hauptgründe wieso ich nun immer
noch an meinem Lebenstraum festhalte. Hier einige Zitate aus dem Buch:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Gebe nicht auf, egal wie schwierig der Weg zu sein scheint</li><li>Du solltest erst zurückkommen, wenn du gefunden hast, was du suchst</li><li>Das Verwirklichen von Träumen macht unser Leben lebenswert</li><li>Bewahre eine positive Sichtweise</li><li>Was du dir aus tiefstem Herzen wünscht kannst du erreichen</li></ul>



<p>Bis heute habe ich den richtigen Ort noch nicht gefunden. Für mich kein Grund aufzugeben.</p>



<p>Nun stehe ich an einem Punkt, an dem ich das Buch, Der Alchimist, auf mich wirken lasse. Mein Traum werde ich nicht ändern oder aufgeben. Ich will diesen Ort finden, mein perfekter Ort, begleitet von meiner Liebe. Ich will meine Frau jeden Morgen wachküssen und anschliessend den Tag mit einem Lachen beginnen. Den Tag voller Vorfreude auf neue Abenteuer begegnen. Liebe, Zuneigung und Wärme soll meine Frau täglich von mir erfahren dürfen. Ich will ihr das Gefühl von Sicherheit vermitteln, damit sie sich sorglos in den Schlaf fallen lassen kann. Zusammen im Einklang packen wir dann das nächste Kapitel, das nächste Projekt beim Schopf. </p>



<p>Oli, auf zu neuen Abenteuern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://thebigstep.ch/wp-content/uploads/K1600_IMG_8408-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1499"/></figure></div>
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