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	<title>Weihnachten Archive - thebigstep.ch</title>
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	<description>Der Reiseblog eines Weltenbummlers</description>
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		<title>Siargao &#8211; Surfen, Essen und Sonne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2023 16:26:07 +0000</pubDate>
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<p><em>Durchschnittliche Lesedauer: 16 Minuten</em></p>



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<p></p>


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                    <div class="ub_table-of-contents-title">Inhalt</div></div></div><div class="ub_table-of-contents-extra-container"><div class="ub_table-of-contents-container ub_table-of-contents-1-column "><ul><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#0-die-anreise>Die Anreise</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#1-surfen>Surfen!</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#2-surfen-im-offenen-meer>Surfen im offenen Meer</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#3-weihnachten>Weihnachten</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#4-kultur-amp-insel>Kultur &amp; Insel</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#5-taucherbrille-und-kleidung>Taucherbrille und Kleidung</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#6-barber>Barber</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#7-essen>Essen</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#8-silvester-2019-2020>Silvester 2019 &#8211; 2020</a></li><li><a href=https://thebigstep.ch/blog/siargao-surfen-essen-und-sonne/#9-bye-bye-asien>Bye Bye Asien</a></li></ul></div></div></div>


<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="0-die-anreise">Die Anreise</h2>



<p>Nach meiner Ankunft am Hafen von Cebu wollte ich sofort die Fähre nach Siargao buchen. Es war der 19. Dezember, und ich hatte vor, Weihnachten und Neujahr auf Siargao zu feiern.</p>



<p>Die Schlange vor dem Ticketschalter war lang. Meine Augen suchten nach dem Anfang und dem Ende der Schlange, als ein Plakat meine Aufmerksamkeit erregte: «Next available boat to Siargao: December 26th». Oops. Das wäre in einer Woche und somit nach Weihnachten.</p>



<p>Ich versuchte einen freien Platz auf einem der kleineren privaten Fischerboote zu ergattern – zwecklos. Sämtliche Fähren und Boote waren ausgebucht.</p>



<p>Alle Fähren waren ausgebucht. Ärgern brachte nichts. Ich buchte eine Nacht im Hostel um die Ecke. Nach einer erfrischenden Dusche schnappte ich mir meinen Laptop, verglich die besten Optionen und buchte einen Flug von Cebu nach Siargao für den nächsten Tag. Der Preis war erstaunlicherweise erschwinglich, und auch das Gepäck war inklusive. Ich wollte unnötige Flüge vermeiden, aber dies schien die sicherste Möglichkeit zu sein, rechtzeitig und unversehrt vor Weihnachten in Siargao anzukommen.</p>



<p>Die ersten Tage nach meiner Ankunft waren von starkem Regen begleitet. Die Insel kannte kein Entwässerungssystem. Heftiger Regen ließ die Straßen der Insel kurzerhand verschwinden, und alles schien stillzustehen. Die einzige effektive Fortbewegungsmöglichkeit war zu Fuß.</p>


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<h2 class="wp-block-heading" id="1-surfen">Surfen!</h2>



<p>Ich war hier, um zu surfen. Natürlich genoss ich auch den Strand, das Schnorcheln und das Essen, aber hauptsächlich kam ich zum Surfen.</p>



<p>Im ersten Hostel freundete ich mich schnell mit einem österreichischen Paar an – Dominic und Judith. Bald darauf verabredeten wir uns zu einer Surfsession an einem Spot für Anfänger. Wir hatten alle drei bereits Erfahrung im Surfen, wollten es aber ruhig angehen lassen und schauen, mit welchen Wellen wir es hier zu tun hatten. Die Roller hatten wir bereits organisiert, denn auf der Insel kommt man ohne Roller nirgendwohin.</p>



<p>Wir entschieden uns für den Secret Beach, bei den Einheimischen besser bekannt als Giwan.</p>



<p>Ebbe und Flut, besser bekannt als Low-Tide &amp; High-Tide, sind das A und O, wenn es ums Surfen geht. Die Zeiten verschieben sich jeden Tag um einige Minuten. Für uns war die High-Tide etwa um 8 Uhr morgens. Wir wollten mindestens 30 Minuten vor der High-Tide im Wasser sein. Der Wecker wurde also auf etwa 06:30 Uhr gestellt, da wir noch eine 20–30-minütige Rollerfahrt vor uns hatten. Die Surfbretter konnten direkt am Strand gemietet werden und auch gegessen wurde nach der Surfsession.</p>



<p>Die Wellen waren ideal – ein bisschen zu hoch und mit genug Power, sodass man wirklich arbeiten musste und besser werden konnte. Es waren nicht nur Anfänger vor Ort, sondern auch Semi-Profis und viele Einheimische, die sich an den Wellen erfreuten.</p>



<p>Wir gingen über mehrere Tage hinweg immer wieder an den Strand. Nach jeweils etwa 2 Stunden verließen wir erschöpft das Wasser, ließen uns von der Sonne trocknen, zwangen uns auf die Hobel und fuhren zum nächsten Essensstand. Es war kaum Mittag und ich hatte meine Sporteinheit bereits hinter mir – ein großartiges Gefühl.</p>


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<h2 class="wp-block-heading" id="2-surfen-im-offenen-meer">Surfen im offenen Meer</h2>



<p>Nach einigen Tagen wechselte ich das Hostel. Dort angekommen schloss ich mich einer Gruppe an, die einen Surftrip ins offene Meer plante. Das war für mich auch neu. Bisher kannte ich nur das Surfen vom Strand aus. Ich schrieb dem österreichischen Paar, ob sie sich auch anschließen würden, und so formte sich eine richtig großartige Surf-Familie. Wir waren allesamt fortgeschrittene Anfänger und hatten richtig Bock darauf.</p>



<p>Wir reservierten die Surfbretter am Abend vor dem Ausflug. Am Tag des Ausflugs holten wir unsere Bretter ab, organisierten einen Transport zum Hafen, charterten ein Boot samt Kapitän, besorgten uns Essen und begaben uns aufs Meer.</p>



<p>Den ursprünglich geplanten Surfspot konnten wir nicht erreichen. Unser Kapitän meinte, das Wetter sei nicht stabil genug, und schlug uns eine Alternative vor. Uns sollte es recht sein.</p>



<p>Dort angekommen begrüßten uns richtig fette Wellen, sicherlich die größten, die ich je gesurft bin. Und das mitten im offenen Meer. Obwohl die Wellen groß waren, schienen sie sanft und langsam – perfekt für uns.</p>



<p>Das Paddeln zehrte an unseren Kräften. Nach der ersten Surfsession waren wir froh, als wir an einer nahegelegenen Insel anlegten. Dort gab es eine kleine Küche mit einer netten Mama und ihrer Familie. Für einen kleinen Preis bereiteten sie ein Festmahl aus unseren mitgebrachten Lebensmitteln zu. Das war genial.</p>



<p>Wir füllten unsere Mägen, erholten uns im Schatten und erzählten uns Reisegeschichten. Nach gefühlten 2 Stunden begaben wir uns wieder auf das Boot und raus auf das offene Meer für die zweite Surfsession. Nach einer weiteren Stunde Surfen schlug das Wetter um, und unser Kapitän holte uns ins Boot und brachte uns zurück ans Land. Ich war fix und alle.</p>


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<h2 class="wp-block-heading" id="3-weihnachten">Weihnachten</h2>



<p>An Weihnachten nahm ich es ruhig. Am Abend aß ich zusammen mit anderen Hostelgästen in einem Restaurant um die Ecke. Wir stießen auf die Gesundheit, das Surfen und das Reisen an.</p>



<p>Ich meldete mich bei meiner Familie in der Schweiz und antwortete auf Weihnachtsglückwünsche. Als Abschluss gönnten wir uns ein Dessert aus der Nachbarschaft und gingen nicht allzu spät ins Bett.</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="4-kultur-amp-insel">Kultur &amp; Insel</h2>



<p>In der Woche vor dem Jahreswechsel surfte ich noch am Jacking Horse und am Quicksilver, die sich direkt neben dem Profispot Cloud 9 befanden. Danach verbrachte ich mehr Zeit damit, die Insel zu erkunden. Aufgrund des mäßigen Wetters hatte ich bisher nur wenig Zeit am Strand verbracht, was ich unbedingt nachholen wollte.</p>



<p>Ich interessiere mich sehr für fremde Kulturen. Ich versuche, subtile Gesten und Gewohnheiten zu entdecken und wage es oft, sie selbst auszuprobieren. Was mir hier besonders auffiel, war das ruckartige wiederholte Hochziehen beider Augenbrauen zusammen mit dem leichten Anheben des Kopfes. Je nach Situation bedeutete es &#8222;Ja&#8220;, &#8222;Hallo&#8220; oder &#8222;Ich verstehe&#8220;. Als ich es das erste Mal bemerkte, wäre ich fast vom stehenden Roller gefallen. Ich konnte es mir auch nicht verkneifen, es von da an selbst anzuwenden.</p>


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<h2 class="wp-block-heading" id="5-taucherbrille-und-kleidung">Taucherbrille und Kleidung</h2>



<p>Während meiner Erkundungstour entdeckte ich einen Surf- und Tauchshop. Ich probierte die Freediving-Taucherbrille an, die so unscheinbar ausgestellt war. Und siehe da, sie passte mir. Sie passte so gut wie noch keine Brille zuvor. Die Farbe – knallrot – gefiel mir weniger, also bestellte ich mir eine etwas weniger auffällige Farbe zusammen mit einem Schnorchel. Zwei Tage später hielt ich also meine lang ersehnte, passende Taucherbrille in der Hand. Meine kaum gebrauchte Brille und der Schnorchel, die ich vor kurzem auf Bohol erworben hatte, verschenkte ich an einen Jungen, der sich im Hostel herumtrieb. Für den Jungen wars quasi Weihnachten 2.0.</p>



<p>Ich war nun schon seit gut 15 Monaten unterwegs. Meine Kleidung war mittlerweile stark abgenutzt. Die T-Shirts wurden dünner und fingen an, kleine Löcher zu bekommen. Die Hosen waren verblasst, und meine Badehosen vom Surfen waren komplett abgenutzt. Meine Flipflops waren ein unwürdiger Haufen Gummi, und meine Vans-Schuhe hatten kaum noch Profil. Ich begann langsam, Stück für Stück meine Garderobe zu ersetzen. In Siargao fing ich mit den Flipflops an.</p>


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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="6-barber">Barber</h2>



<p>Es waren wieder einige Wochen vergangen, seit ich mir meinen letzten Haarschnitt gönnte. Auf Reisen ist der Besuch beim Friseur eines meiner wenigen Luxusgüter, die ich mir leiste. Und die Preise in Asien sind wirklich überaus erschwinglich. Es gab nicht viele Barber-Shops in der Nähe, aber ich erhielt den Tipp, dass es um die Ecke unseres Hostels einen gibt, der zwar unregelmäßig, aber fast täglich für Laufkundschaft geöffnet hat. Es brauchte mehr als einen Versuch, um seinen Laden zu finden, aber die rot-weiß-blaue Barbersäule verriet mir den Standort. Ich war nicht der Erste in der Schlange, aber nach 30 Minuten Warten war ich dran.</p>



<p>Die Einrichtung war die einfachste, die ich je in einem Barber-Shop gesehen hatte. Aber ich hatte ein gutes Gefühl. Ich werde das Schild an der Wand nie vergessen: &#8222;No Cash, No Cut – Kein Bargeld, kein Haarschnitt.&#8220; Er verstand dabei kein Wort Englisch.</p>



<p>Wir kommunizierten mit Fotos, und er verstand, was ich wollte. Keine 20 Minuten später war der Haarschnitt vollbracht. Es war einer der besten Haarschnitte, die ich je erhalten hatte. Ich war verblüfft. Der Haarschnitt kostete lächerliche CHF 1,80, und ich gab ihm 100% Trinkgeld.</p>



<p>Knapp 3 Wochen später, am Tag vor meiner Weiterreise, besuchte ich den Herren nochmals. Ich würde behaupten, er hat mich erkannt und bot mir lächelnd den Stuhl an. Er lieferte erneut einen perfekten Schnitt, und ich gab ihm noch so gerne ein «ordentliches» Trinkgeld.</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="7-essen">Essen</h2>



<p>Das Frühstück, falls es nicht vom Hostel angeboten wurde, bereitete ich mir oft selbst zu. Frische Früchte, Haferflocken, ein Löffel Erdnussbutter und Kaffee ergaben ein solides Frühstück.</p>



<p>An einem richtig warmen Tag gönnte ich mir auch mal war frisches Kokosnusseis. Es schmeckte einfach großartig, und durch das Surfen verbrannte ich ja ordentlich viele Kalorien. Daher hatte ich kein schlechtes Gewissen, mir zwischendurch eine Ladung Gelato reinzuhauen.</p>



<p>Neben Reis probierte ich mich durch diverse Restaurants durch. Granola-Bowls, Falafel, Tacos, Fruchtschalen, Curry und vieles mehr. Sogar die Spaghetti waren für asiatische Verhältnisse sehr gut zubereitet. Die Kaffees und Cappuccinos waren gehypt und überteuert – aber dennoch lecker.</p>



<p>Ich hatte meinen Alkoholkonsum auf ein absolutes Minimum reduziert. Ich sah nie den Sinn darin, im Übermaß zu trinken. Nun lebte ich nach dem Grundsatz, dass ich ohne einen guten Grund kein Bier trinken würde. Das sparte nicht nur Geld, sondern ich musste mich auch nicht mehr mit dem verkaterten Morgen danach herumschlagen. Sogar mein körperliches Aussehen profitierte davon.</p>


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<h2 class="wp-block-heading" id="8-silvester-2019-2020">Silvester 2019 &#8211; 2020</h2>



<p>Zwei Tage vor Silvester fing ich mir eine Sommergrippe ein. Ich war leicht fiebrig, schwach und fühlte mich unwohl. Ich verbrachte die Zeit mit Schlafen. Silvester stand vor der Tür, und ich hatte die empfohlene Dosis Paracetamol eingenommen. Das war ein guter Vorwand, um nichts zu trinken. Um 23:00 Uhr traf ich mich vor einem Club mit einem Kollegen aus meinem Hostel. Mir war nicht nach Feiern zumute. Wir plauderten, stießen nach Mitternacht auf das neue Jahr an, und ich war froh, als mein Kopf um 00:30 Uhr ins Kopfkissen sank.</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="9-bye-bye-asien">Bye Bye Asien</h2>



<p>Um mal von meiner Tracking-App Gebrauch zu machen, hier gerne meine Ausgaben. Ich habe während genau 60 Tagen in diesem eindrucksvollen Land CHF 2525.91 ausgegeben. Dies beinhaltet sämtliche Flüge und Transport, Essen, Schlafen, Aktivitäten und Visa. Das macht dann CHF 42.10 pro Tag, absolut im Rahmen.</p>



<p>Nun, nach einigen Wochen in Siargao, war es an der Zeit, mich auf meine nächste Destination zu freuen – Australien. Ein neuer Kontinent und endlich wieder zu zweit unterwegs. Denise befand sich bereits seit einigen Wochen in Down-Under, und ich flog ihr nun hinterher.</p>


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